Wirtschaft
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Bauarbeiter fordern weniger Temporärarbeit



ZUR DEBATTE UEBER DIE UMSETZUNG DER MASSENEINWANDERUNGSINITIATIVE IM NATIONALRAT AM MITTWOCH, 21. SEPTEMBER 2016, STELLEN WIR IHNEN FOLGENDES BILDMATERIAL ZUR VERFUEGUNG - Construction workers work on the pavement in Bahnhofstrasse street near Paradeplatz Square in Zurich, Switzerland, pictured on April 11, 2014. (KEYSTONE/Gaetan Bally) 

Bauarbeiter beim Bodenlegen auf der Bahnhofstrasse beim Paradeplatz in Zuerich am Freitag 11. April 2014. (KEYSTONE/Gaetan Bally)

Die Gewerkschaft ist besorgt über die «fortschreitende Prekarisierung der Arbeitsbedingungen» in der Bau-Branche.  Bild: KEYSTONE (Archivbild)

Das Unia-Bauarbeiterparlament fordert eine Beschränkung der Temporärarbeit. War diese ursprünglich gedacht, um saisonale Spitzen abzudecken, werde sie heute immer mehr missbraucht, um sich billige Arbeitskräften zu verschaffen.

Gemäss Unia ist der Anteil der Temporärarbeitenden im Bauhauptgewerbe sechs Mal so hoch wie im Durchschnitt aller Branchen. Immer öfter würden ältere Festangestellte entlassen und am nächsten Tag zu schlechteren Bedingungen temporär wieder angestellt, teilte die Gewerkschaft am Samstag mit. Diese könnten dann innert zwei Tagen auf die Strasse gestellt werden.

So würden gute und sichere Arbeitsplätze durch unsichere, prekäre ersetzt. Gemäss Mitteilung zeigte sich das Unia-Bauarbeiterparlament «zutiefst besorgt über den Zustand der Bau-Branche», vor allem über die fortschreitende Prekarisierung der Arbeitsbedingungen.

Sie beklagen auch die rasant steigende Zahl von undurchsichtigen Subunternehmerketten. Gemäss Unia sind Lohndumping, Kettenkonkurse und die systematische Umgehung von gesetzlichen und gesamtarbeitsvertraglichen Bestimmungen zentrale Herausforderungen für die Branche.

Um diesen Entwicklungen entgegen zu treten, fordern die Bauarbeiter deshalb eine Beschränkung der Temporärarbeit, ein Recht auf Festanstellung nach einer gewissen Zeit sowie ein transparentes Branchenregister der Firmen, die den GAV einhalten. (sda)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Lowend 19.11.2016 14:40
    Highlight Highlight Da trifft die UNIA endlich den wunden Punkt und wenn sie sich jetzt noch darum kümmern würde, wie die Baufirmen die staatlichen RAV bei Auftragsengpässen quasi als Zwischenlager für ihre Arbeiter missbrauchen, ergäbe dass endlich mal ein Bild davon, was in der Baubranche so schief läuft und wie die Firmen sich auf Kosten der Arbeiter und des Staates aus der Verantwortung für ihr unternehmerisches Handeln stehlen.
    • koks 19.11.2016 15:36
      Highlight Highlight die unia ist seit jahren hauptsächlich mit internen gender-kämpfen beschäftigt. wie übrigens die sp auch. da müssen halt die bauarbeiter hinten anstehen, sind ja eh nur weisse männer.
    • Lowend 19.11.2016 16:27
      Highlight Highlight Lieber spät als nie, aber ihr weisser Mann und Gender Geschwafel und das SP Bashing zeigt nur eine tiefe Frustration, hat aber ansonsten rein gar nichts mit meinem Kommentar zu tun. Konstruktiv geht anders.

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