Wirtschaft
Digital

Frankreichs Wettbewerbshüter verhängen Millionenstrafe gegen Google

Frankreichs Wettbewerbshüter verhängen Millionenstrafe gegen Google

07.06.2021, 12:0907.06.2021, 12:09
FILE - In this March 23, 2010, file photo, the Google logo is seen at the Google headquarters in Brussels. Germany
Bild: keystone

Die französische Wettbewerbsbehörde hat gegen Google eine Strafe von 220 Millionen Euro wegen der Bevorzugung eigener Dienste bei Online-Werbung verhängt. Google habe die Vorwürfe nicht bestritten, das Bussgeld sei nun im Rahmen eines Vergleichs angeordnet worden, teilte die Behörde in Paris am Montag mit.

Google habe dabei entsprechende Änderungen angeboten, die von der Behörde akzeptiert worden seien. Die Wettbewerbsbehörde wirft dem US-Unternehmen vor, seine marktbeherrschende Stellung auf dem Markt für Anzeigenserver missbraucht zu haben.

«Die Überwachungsbehörde hat festgestellt, dass Google seinen eigenen Technologien, die unter der Marke Google Ad Manager angeboten werden, eine Vorzugsbehandlung gewährt hat(...)», hiess es. Diese Praktiken seien «besonders schwerwiegend», weil unter den Benachteiligten auch Presseverbände seien, deren Wirtschaftsmodell durch den Rückgang des Verkaufs von Zeitungsabonnements sowieso ernsthaft geschwächt sei.

Diese seien etwa auf dem Markt der sogenannten Supply-Side-Plattformen (SSPs) benachteiligt worden. Es handelt sich dabei um eine Schnittstelle zwischen Website-Anbietern und Werbetreibenden.

Die französische Wettbewerbsbehörde erinnerte daran, dass Unternehmen mit einer Stellung wie Google eine besondere Verantwortung hätten. «Diese sehr schwerwiegenden Praktiken benachteiligten den Wettbewerb auf dem aufstrebenden Online-Werbemarkt und ermöglichten es Google, seine marktbeherrschende Stellung nicht nur zu erhalten, sondern noch auszubauen», erklärte Isabelle de Silva, Vorsitzende der französischen Wettbewerbsbehörde, laut Mitteilung. (aeg/sda/awp/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
22 Bilder, die das Internet sofort löschen sollte
1 / 24
22 Bilder, die das Internet sofort löschen sollte
OMG, WAS IST DENN DAS? Ah.bild: twitter
Auf Facebook teilenAuf X teilen
Wenn Google Schweizer Memes vorliest ...
Video: watson
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
5 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Die beliebtesten Kommentare
avatar
Gandalf-der-Blaue
07.06.2021 13:03registriert Januar 2014
Für Google noch immer ein Trinkgeld - aber am Problem ändert sich nichts... FB, Google und Co. gehören zerschlagen. Ihre Macht ist zu gross.
216
Melden
Zum Kommentar
5
Darum wird dich «Life is Strange: Reunion» (vielleicht) berühren
Die beliebten Videospielfiguren Max und Chloe sind endlich wiedervereint und versuchen gemeinsam ein grosses Unglück zu verhindern. Mit viel Pathos wird die komplizierte Geschichte von zwei liebgewonnenen Spielfiguren zu einem Ende gebracht.
Das allererste «Life is Strange» hinterliess 2015 seine Spuren in der Videospiellandschaft: Die emotionale Geschichte zwischen Max und Chloe ging tief und zeigte uns wieder mal, wie sehr Videospiele berühren können. Auch wenn wir spieletechnisch kaum gefordert wurden, hat uns dieses Abenteuer oft kalt erwischt. Durch diverse Entscheidungen nahm die Geschichte eine andere Wendung und bei manchen Weggabelungen wollten wir gar nicht erst weiterspielen.
Zur Story