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Digipigi heisst das digitale Sparschwein, mit dem die Credit Suisse den Kindern den Umgang mit Geld beibringen will.

Die bargeldlose Gesellschaft fängt beim Kind an

Die Credit Suisse lanciert mit Digipigi das erste digitale Sparschwein und eine Debitkarte für Kinder.



Die Schweiz ist nach wie vor ein Bargeld-Land, und das Ansinnen, 1000er-Noten einzustampfen oder den Bargeldverkehr einzuschränken, stösst auf erbitterten politischen Widerstand. Doch der digitale Tropfen höhlt den Schweizer Bargeld-Stein. Der Gebrauch von Plastikgeld in allen möglichen Formen ist auch hierzulande auf dem Vormarsch.  

Spielerisch mit Geld umgehen

Diesem Trend hat sich die Credit Suisse angepasst. Anfang September lanciert sie als Weltneuheit das erste digitale Sparschwein, genannt Digipigi. Damit sollen Kinder ab dem dritten Lebensjahr spielerisch den Umgang mit Geld erlernen. Bereits die Siebenjährigen können eine damit verbundene Debitkarte von Mastercard erwerben und damit bargeldlos einkaufen.  

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Digipigi ist mehr als ein hastig irgendwo in Asien zusammengebasteltes Kinderspielzeug. Es handelt sich um eine Weltpremiere, die von der CS zusammen mit der ETH Lausanne entwickelt wurde und in der Schweiz hergestellt wird.

Das digitale Sparkässeli ist ein winziger Teil des entstehenden Internet of Things, will heissen: Es handelt sich um einen kleinen Server, der über das Heim-Wlan mit dem Internet verbunden ist und online Bankgeschäfte abwickeln kann. Allerdings ist es so konzipiert, dass die Eltern stets die Kontrolle über das Geldgebaren ihrer Sprösslinge behalten.  

Das digitale Sparschwein unterhält sich mit den Kindern mit 25 verschiedenen Gesichtsausdrücken und Geräuschen. Es freut sich besonders, wenn Münzen eingeworfen werden. Diese Münzen müssen danach mit einer Wischbewegung verbucht werden. Digipigi kann zwischen einem Privat- und einem Sparkonto unterscheiden.

Auf dem letzteren erhalten die Kinder einen attraktiven Zins von fünf Prozent, allerdings nur bis zu einem Guthaben von 1000 Franken. Auf diesem Konto können auch Sparziele eingegeben werden, beispielsweise ein Velo. Der jeweilige Zwischenstand kann jederzeit abgerufen werden.  

Nach wie vor beliebt: Sackgeld

Die überwiegende Mehrheit der Schweizer Kinder erhält Sackgeld. Sie sparen auch – und zwar nicht zu knapp. Eine Studie der CS hat jüngst ergeben, dass bereits Siebenjährige über ein Sparguthaben von durchschnittlich mehr als 600 Franken verfügen, und dass dieser Betrag bei den 13- bis 14-jährigen auf rund 1400 Franken steigt.  

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Mit der App bezahlen setzt sich auch allmählich in der Schweiz durch.

Gleichzeitig hat die Studie auch ergeben, dass es für die Eltern sehr wichtig ist, dass ihre Kinder frühzeitig den Umgang mit Geld erlernen. Dieses Ziel verfolgt Digipigi, zusammen mit einer Maestro-Debitkarte. Diese wurde in Zusammenarbeit mit Pro Juventute erarbeitet und soll die Kinder auf die bargeldlose Welt vorbereiten. Das Paket wird abgerundet mit «Viva Kids World», einer ebenfalls zusammen mit Pro Juventute entwickelten Sammlung von Spielen, Videos und Quiz aus der Welt des Geldes.  

Die Banken versuchen zu retten, was noch zu retten ist

In China und in den skandinavischen Ländern ist Bargeld im Alltag mehr oder weniger verschwunden. Auch hierzulande werden alternative Zahlungsformen angeboten, die mit dem Smartphone verbunden sind, Twint und Apple Pay, beispielsweise. Nicht nur Bargeld, sondern auch Bankkonten werden in dieser Welt zunehmend obsolet. Digipigi ist somit auch ein Versuch der CS, zur retten, was noch zu retten ist.

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31
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31Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Randy Marsh 30.08.2017 13:28
    Highlight Highlight Arnie ist sogar so COOL das er in den USA eine kubanische Cohiba rauchen kann. WELL DONE!!
    Benutzer Bild
  • Ich hol jetzt das Schwein 30.08.2017 09:28
    Highlight Highlight Herrliches Thema, um die Aluhüte wieder mal auf den Plan zu rufen... Allen, die meinen, dass uns nur Vollgeld (=100% durch "reale" Werte gedecktes Geld) retten könnte, sei gesagt, dass dadurch so riesige Kosten entstehen würden, dass unsere gesamte Wirtschaft den Bach runter ginge. Und dann noch zum Glauben, Gold wäre ein solcher Wert: Worin liegt denn der Wert von Gold? Genaugleich im Glauben an dessen Werthaltigkeit. Was hat denn Gold sonst für Vorteile? Es leitet elektrische Impulse leicht besser als andere Metalle, sonst nix. Ansonsten ist dieses Metall zu nichts zu gebrauchen.
    • Sebastian Wendelspiess 30.08.2017 11:16
      Highlight Highlight Doch doch, als Schmuck. Immernoch besser als nichts.
    • Ich hol jetzt das Schwein 30.08.2017 18:15
      Highlight Highlight Stimmt, es glänzt schön. Ist aber auch das Einzige. Und somit, wie erwähnt, einzig ein ideeller, um nicht zu sagen eingebildeter Wert.
  • Troxi 30.08.2017 06:34
    Highlight Highlight Wenn man eine Bargeldlose Gesellschaft ist/wird ohne einen Vollgeld Artikel, dann guet Nacht am Sächsi. Dann werden die Zustände noch extremer als zB in Griechenland oder in Venezuela. Warum Griechenland? Die Banken blockierten die Sparhefter der Kunden und beschrenkten die Bezugsmenge massiv. Bei einer Digitalen Gesellschaft, kann man dann gar keine Transaktion mehr machen, das Konto wird von der Bank gesperrt und Fertig. Natürlich kann man das ganze Ausweiten auf Freunde, Verwandte...
    Widersacher könnten so schnell aus dem Verkehr gezogen werden. Aber heute mit 5% Bargeld ist es nicht besser
    • loplop717 30.08.2017 07:49
      Highlight Highlight Wenn deine argumentation stimmen würde, wieso sind dann Leute bereit Bitcoins zu kaufen?
    • Sebastian Wendelspiess 30.08.2017 11:17
      Highlight Highlight Bitcoins können nicht von der Bank gesperrt werden.
  • Kugelblitz 30.08.2017 01:42
    Highlight Highlight “Digipigi ist somit auch ein Versuch der CS, zur retten, was noch zu retten ist.“ Hä....Digipigi? Offensichtlicher gehts wohl nicht mehr.
    • henkos 30.08.2017 07:46
      Highlight Highlight Ich kann irgendwie nicht folgen. Was ist offensichtlich am Digipigi? Ausser, dass es ein digitales Sparschwein (pig) sein soll?
  • c_meier 30.08.2017 00:16
    Highlight Highlight "Nicht nur Bargeld, sondern auch Bankkonten werden in dieser Welt zunehmend obsolet"
    Und wo ist dann mein Geld? Irgendwo abgespeichert in einer Cloud (logisch, schon jetzt ist es bei der Bank "nur" auf einem Server aber verbunden mit einem Konto) oder in Bar irgendwo gelagert oder wie stellt sich der Chronist dies vor?
  • mrmikech 29.08.2017 23:05
    Highlight Highlight Bar geld ist nichts mehr werd als digital, beides sind nur gutscheine.
    • blaubar 30.08.2017 08:13
      Highlight Highlight Ja, der eine ist zu Hause und du kannst damit ohne Einwilligung der Bank auf dem Märit einen Apfel kaufen. Beim digitalen Geld muss die Bank einverstanden sein! Kleiner, aber feiner Unterschied. Wenigstens im Krisenfall.
  • Ville_16 29.08.2017 22:32
    Highlight Highlight Nur bares ist wahres. Mehr gibts dazu nicht zusagen.
  • blaubar 29.08.2017 22:22
    Highlight Highlight Es geht alles in Richtung Chip einsetzen beim Menschen. Dort ist alles drauf, Geld, Krankengeschichte. Man kann ausgeschaltet werden, per GPS geortet usw. Schön unter der Haut irgendwo. Jawohl, das geht nur, wenn wir dem Bargeld abschwören. Also tut das gefälligst. Ihr wollt alle brave, nichtrauchende Saubersklaven werden.
    • mrmikech 29.08.2017 22:55
      Highlight Highlight Das geld auf dein konto ist digital. Nur die paar noten in dein portmonnee sind bar. Die Schweiz ist digitalland, wie alle andere.
    • blaubar 29.08.2017 23:40
      Highlight Highlight Ja, aber wenn es hart auf hart kommt, gehe ich zum Bankschalter. Das ist der kleine, aber feine Unterschied. Wenn Geld nur nich digital ist, dann bleibt das Geld auf der Bank, ob du willst oder nicht. Stichwort: Negativzinsen ider total control.
      Ich habe manchmal lieber ein zerknittertes Nötli!

  • Iltis 29.08.2017 21:38
    Highlight Highlight Also wenn ich einen 5liber einwerfe ist der dann dort drin UND auf dem Konto........muss ich haben 😀
  • Thom Mulder 29.08.2017 20:59
    Highlight Highlight Sind wir noch nicht genug Sklaven des schnöden Mammons? Banken wollen mehr Macht, das ist alles um das es hier geht. Ich sage: Jetzt erst recht nur noch mit Bargeld!!
    • Toerpe Zwerg 29.08.2017 22:49
      Highlight Highlight Nope, da liegen Sie falsch. Regierungen wollen mehr Macht.
    • mrmikech 29.08.2017 22:58
      Highlight Highlight Und das geld auf dein konto? Auch bar? Nein, digital.
  • Likos 29.08.2017 20:35
    Highlight Highlight Irgendwie sind die Banken in der Schweiz schon seltsam. Man soll möglichst auf digitale Zahlungsmethoden zurückgreifen, gleichzeitig blockiert man die beiden grössten Smartphonehersteller und verlangt für EC und Kreditkarten horrende Gebühren für absolut jeden Scheiss (in jedem anderen Land bekommt man sogar Geld wenn man die Karten benutzt).
    So wird das Bargeld noch lange leben.
  • Pisti 29.08.2017 19:24
    Highlight Highlight Ich bezweifle mal dass der gewöhnliche Chinese kein Bargeld mehr benutzt. Verdient er doch kaum was. Da werden häufig gar die Löhne noch Cash ausgezahlt. Und die anderen sind es halt gewohnt kontrolliert zu werden.
  • Sebastian Wendelspiess 29.08.2017 18:51
    Highlight Highlight Zzz hier gehts nur darum, propaganda fürs bargeldverbor schon bei Kindern zu probieren. Der beste Umgang mit Geld lernt man immernoch durch Bargeld und nicht durch intransparente Plastikkarten.
  • FancyFish - Stoppt Zensur! 29.08.2017 17:55
    Highlight Highlight Ich kann diesem Digitalkram einfach nicht vertrauen, tut mir leid
    • mrmikech 29.08.2017 23:02
      Highlight Highlight Schreibst du auf die webseite einer digitale zeitung, während du e-banking machst. Nur die paar noten in deine portmonnee sind bar.
    • FancyFish - Stoppt Zensur! 30.08.2017 10:09
      Highlight Highlight Wer hat gesagt, dass ich e-banking mache?
  • Ass 29.08.2017 17:53
    Highlight Highlight Banker wollen Kinder beibringen wie man mit Geld umgeht? Das kommt ja gut!
  • aschgyyge 29.08.2017 16:48
    Highlight Highlight Alles nur, dass man dem negativzins nicht entkommt. Also ich hab mir ein tresor zugelegt!
    • phreko 29.08.2017 17:56
      Highlight Highlight Die Einbruchstouristen freuts.
  • Zwerg Zwack 29.08.2017 16:39
    Highlight Highlight "Digipigi ist somit auch ein Versuch der CS, zur retten, was noch zu retten ist". Diesen Satz verstehe ich nicht. Die Banken müssen doch nichts retten, die machen ja auch ohne Bargeld Geld, sind bei Twint mit dabei, bei Apple Pay benötigt man weiterhin eine Kreditkarte, etc. Wo ist also das Problem?
    • Firefly 29.08.2017 17:09
      Highlight Highlight Bitcoin

Ja, in der Schweiz gibt es Obdachlose – und so leben sie

Man weiss, es gibt sie, man sieht sie aber kaum: Obdachlose in der Schweiz. Eine neue Studie liefert nun erstmals Anhaltspunkte darüber, wer sie sind, wie sie leben und wie man ihnen am besten helfen kann.

Sie schlafen bei Bahnhöfen, breiten ihre paar Habseligkeiten unter einer Brücke aus und wärmen sich, so gut es geht, vor Ladeneingängen: Gassenarbeiter von Genf bis Zürich sagen alle, es gebe immer mehr Obdachlose in den Schweizer Strassen. Belegen lässt sich das nicht. Die Obdachlosigkeit ist ein statistisches Niemandsland. Keiner weiss, welche Schicksale sich hinter den Personen ohne Wohnung verbergen, wie sie genau leben und wie viele es hierzulande gibt.

Eine Studie der Fachhochschule …

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