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Gold und Silber fördern laut Studie langfristigen Vermögensaufbau

Gold und Silber fördern laut Studie langfristigen Vermögensaufbau

11.03.2026, 12:3011.03.2026, 12:30

Edelmetalle wie Gold und Silber sind laut einer Studie der Universität Zürich zentral für den langfristigen Vermögensaufbau. Dies stehe im Widerspruch zur herrschenden Lehre und gelte nicht erst seit dem starken Anstieg der Edelmetallpreise.

«Gold und Silber sind wichtige Bausteine eines längerfristigen Vermögensaufbaus», sagte Thorsten Hens, Studienleiter und Professor für Wirtschaft am Institut für Banking und Finance an der Uni Zürich, am Mittwoch an einer Medienkonferenz. Analysiert wurden für die Erhebung Daten seit 1972 und mit verschiedenen Allokationsmodellen verglichen.

Resultat: Besonders für Anleger, die ihr Geld in Schweizer Franken halten, ergebe sich ein klarer Befund. Ein optimal diversifiziertes Portfolio sollte hierzulande sogar 20 bis 30 Prozent Edelmetalle enthalten. Die Modelle favorisierten dabei eine Aufteilung von zwei Dritteln Gold und einem Drittel Silber.

Dabei sei vor allem zu betonen, dass Edelmetalle nicht nur Renditen stabilisieren, sondern vor allem die Handlungsfähigkeit in volatilen Marktphasen sichern würden. Sollten die Edelmetallpreise also wieder fallen oder Aktien weiter korrigieren, könne auf Anlegerseite entsprechend reagiert werden, so Hens, der die Studie im Auftrag der Bank von Roll erstellte.

Steuerliche Effekte beachten

Ebenfalls zu berücksichtigen sei die steuerliche Behandlung solcher Anlagen in der Schweiz. Kursgewinne seien zwar steuerfrei, bestimmte Dividenden und insbesondere Zinsen unterlägen jedoch der Einkommenssteuer. Dies verschiebe die optimale Vermögensallokation ebenfalls zugunsten von Edelmetallen.

Unter Berücksichtigung dieser Effekte steige der empfohlene Anteil an Edelmetallen im Portfolio sogar auf bis zu 30 Prozent bei bestimmten international diversifizierten Anlegern.

Edelmetalle als Krisensicherung

Die Autoren betonen zudem, dass Edelmetalle gerade in der aktuellen Situation und dem zuletzt guten Lauf wieder weniger als Renditetreiber gelten, sondern vielmehr als Versicherung. Dies ermögliche es Anlegern, auch in Phasen starker Marktschwankungen gestärkt aus solchen Perioden hervorzugehen. (sda/awp)

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