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Diese 8 Musk-Aktionen haben die Märkte bewegt

08.11.2021, 18:1308.11.2021, 18:16

Seit dem Wochenende lässt Elon Musk über Twitter abstimmen, ob er zehn Prozent seiner Tesla-Aktien verkaufen soll. Und er verspricht, sich dem Urteil der Abstimmung zu beugen.

Für Anleger können Musk-Aktionen zur Belastungsprobe werden. Auch in diesem Fall sackte der Tesla-Preis kurzzeitig um acht Prozentpunkte ab, erholte sich aber innerhalb von wenigen Stunden wieder. Aktuell (8. November 2021, 17:43) notiert der Kurs 3,3 Prozentpunkte tiefer. Das liegt für eine derart volatile Aktie im verkraftbaren Bereich. Nicht immer aber gingen Musks Aktionen so glimpflich aus.

Kiffen mit Joe Rogan

Meme-Material. Musk zieht bei Joe Rogan an einem Joint.
Meme-Material. Musk zieht bei Joe Rogan an einem Joint.bild: «the joe rogan experience»

Joe Rogan gehört seit Jahren zu den bedeutendsten Podcastern der Welt. Immer wieder gelingt es dem MMA-Moderator, bedeutende Gäste einzuladen. Auch Elon Musk war schon wiederholt Gast in «The Joe Rogan Experience». Am 6. September 2018 zog er dabei mit seinem Gastgeber vor laufenden Kameras an einem Joint.

Die Börse reagierte prompt – auch weil zuvor unbestätigte Gerüchte zu Musks Umgang mit Drogen gestreut wurden. Neun Prozent sackte der Kurs ein.

Der 420-Tweet

Noch etwas vor dem Rogan-Auftritt, twitterte der Tesla-Chef, er überlege sich, den Elektroautohersteller zu privatisieren. Für einen Preis von 420 Dollar pro Aktie – die Finanzierung sei gesichert. 420, das als ein kleines Zeichen, steht ebenfalls für den Konsum von Cannabis.

Die amerikanische Börsenaufsicht hatte wenig Freude an diesem Tweet. Man einigte sich auf einen Vergleich und ein Bussgeld von 20 Millionen Dollar – sowohl für Tesla, als auch für Musk. Ausserdem versprach der Visionär, seine Tweets in Zukunft von der Rechtsabteilung absegnen zu lassen.

Der Hertz-Tweet

Auch Hertz kann den Tesla-Kurs bewegen: Per Pressemitteilung liess der Autovermieter Ende Oktober 2021 verlauten, er habe 100'000 Model-3-Fahrzeuge bei Tesla bestellt. Der Aktien-Kurs von Tesla zog darauf stark an – bis Elon Musk dazwischengrätschte. Er twitterte, der Vertrag sie noch nicht unterzeichnet – was den Kurs um 6,9 Prozentpunkte auf Talfahrt schickte.

Seine Meinung

Die Abkürzung «imo» steht für «in my opinion». Und Musk benutzte sie im Mai 2020, um darauf hinzuweisen, dass seiner Meinung nach der Tesla-Kurs zu hoch sei. Der Kurs fiel kurz darauf von 755 Dollar auf 693. Eigentlich dürfen sich Vorstandsmitglieder von Firmen nicht zu Preisentwicklungen der Aktien ihrer Firma äussern. Ob der Tweet von der juristischen Abteilung abgesegnet wurde, ist nicht überliefert.

Etsy

Etsy ist die Verkaufsplattform für Bastler- und Heimwerkerinnen. Hier werden gehäkelte Tischsets, selbstgeschnitzte Pfeifen oder, auf Anfrage, massgeschneiderte Wikinger-Uniformen feilgeboten. Das ist offensichtlich ganz nach dem Geschmack des Tesla-Gründers. Denn er twitterte im Januar 2021, dass er «irgendwie Etsy liebe». Der Etsy-Kurs schoss um neun Prozent in die Höhe.

Das falsche Signal

Ebenfalls im Januar 2021, empfahl Musk seinen Twitter-Followern, die Sprachnachrichten-App Signal zu benutzen. Im Wissen, dass Musk-Tweets Märkte bewegen, machten sich Investoren auf die Suche einer entsprechenden Firma.

Sie stiessen auf eine kleine Beratungsfirma für technische Prudukte und Verfahren Namens «Signal Advance». Im Glauben, dabei handle es sich um den App-Hersteller, wurden tüchtig Aktien gekauft. Der Preis pro Aktie stieg von 50 Cents auf über 13 Dollar. Heute hält sich der Kurs noch wacker bei 83 Cents – auch wenn der Einmann-Betrieb nichts mit der Entwicklung der App zu tun hatte.

Bitcoin-Twitter

Dieses Beispiel steht exemplarisch für viele Tweets, welche die Kurse verschiedener Kryptowährungen reagieren liess. Ebenfalls im Januar 2021 ergänzte Elon Musk seine Twitter-Bio mit dem Hashtag Bitcoin. Darauf kletterte der Kurs der Mutter aller Kryptowährungen innerhalb von einer Stunde von 32'000 auf 37'000 Dollar.

Game-Stonks!

Januar 2021 war definitiv Elon Musks Wonnemonat. Auch das letzte Beispiel stammt aus dieser Zeit, nämlich vom 26. An diesem Tag verlinkte er auf das Subreddit «wallstreetbets» und bekundete damit Solidarität mit den aufmüpfigen Hobbyinvestoren, welche es im Kampf um die Aktie des Videospiele-Verkäufers «GameStop» mit der Wallstreet-Elite aufnahm.

Wie gross sein direkter Einfluss in diesem Fall war, ist schwierig abzuschätzen. Der Kurs der Aktie wurde mit Sicherheit nicht geschwächt. Der folgende rasante Kursanstieg sorgte aber dafür, dass einige Plattformen den Handel damit aussetzten – und einen veritablen Skandal auslösten.

(tog)

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