Wirtschaft
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Bitcoin-Kurs stürzt vor «Halbierung» ab



Kryptowährungen bei Jüngeren beliebt (Archivbild)

Wohin geht die Reise beim Bitcoin? Bild: KEYSTONE

Der Kurs der Kryptowährung Bitcoin ist unmittelbar vor der Halbierung der Vergütung für einen errechneten Block – dem «Halving» – deutlich eingebrochen. In der Nacht zum Freitag hatte er zunächst die Schwelle von 10'000 US-Dollar überschritten hatte.

Doch trennten sich am Wochenende viele Investoren von ihren Bitcoin-Beständen, was zu einem regelrechten Crash führte. Der Tiefstwert am Wochenende lag bei 8520 Dollar. Am Montag pendelte sich der Kurs bei rund 8700 Dollar ein.

Das periodisch stattfindende «Halving» hängt mit der Konstruktion des Bitcoin-Netzwerks zusammen. Bei den neu geschaffenen Bitcoins handelt es sich um die Belohnung für die Bitcoin-Miner. Diese validieren etwa alle zehn Minuten auf ihren Computern einen neuen Block mit Transaktionsdaten für die Bitcoin-Blockchain – dies unter grossem Rechenaufwand und entsprechend hohen Stromkosten.

Belohnung halbiert sich

Beim Start des Bitcoin-Netzwerks hatte die Miner-Belohnung noch bei 50 Bitcoin gelegen, 2012 kam es zum ersten Halvening auf 25 Bitcoin. Seit dem Jahr 2016 beträgt die Schürfer-Belohnung und damit die Geldschöpfung pro Datenblock 12.50 Bitcoin.

Voraussichtlich am (morgigen) 12. Mai – beim Erreichen von Block 630'000 der Bitcoin-Blockchain – halbiert sich die Belohnung auf 6.25 Bitcoin. Bitcoin-Miner würden nach dem Ereignis zum derzeitigen Bitcoin-Kurs also mit noch rund 61'500 Dollar statt mit 123'000 Dollar entschädigt.

Bei den Minern dürfte es entsprechend zu einer Bereinigung kommen: Die ineffizienteren Miner mit hohen Stromkosten oder veralteten Rechnerausrüstungen dürfte es dabei «aus dem Markt spülen».

Möglicherweise könnte dies zwischenzeitlich auch zu einer Verlangsamung bei der Validierung der Blöcke im Bitcoin-Netzwerk führen, was sich aber nach zwei Wochen wieder einspielen dürfte.

Investoren nehmen Gewinne mit

Es gibt aber Investoren, die den Rummel um dass Bitcoin-Halving nun nutzen, um Gewinne aus der jüngsten Kursrally mitzunehmen. Mitte März 2020 war der Bitcoin zwischenzeitlich unter die Schwelle von 5000 Dollar gefallen und hatte seitdem rasant zugelegt.

Starke Kursschwankungen sind bei Digitalwährungen eher die Regel als die Ausnahme. Besonders heftig waren diese Schwankungen in den Jahren 2017 und 2018, als der Bitcoin zunächst extrem stieg und sein Rekordhoch von 20'000 Dollar erreichte – um wenig später in hohem Tempo abzustürzen. (aeg/sda/awp/dpa)

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51
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51Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Musikuss 11.05.2020 15:48
    Highlight Highlight Jeder, der in Bitcoin investiert, macht sich mitschuldig an einer gigantischen Energieverschwendung von bis zu 45 Terawattstunden pro Jahr, was dem Energieverbrauch von vielen Staaten entspricht. Der Bitcoin-Energieverschwendung zu Gunsten von Spekulanten und Kriminellen auf Kosten der Allgemeinheit gehört endlich der Riegel geschoben, durch durch mutige Politik. Die Menschen wegen Corona einsperren, das schaffen sie, aber die Zukunft der Erde den Spekulanten zu überlassen, ist systembedingt und deshalb nicht zu ändern?? Für diese Feigheit wird uns einmal ein ganz dicke Rechnung
  • Sharadchandra 11.05.2020 14:27
    Highlight Highlight Blockchain ist eine super "Erfindung". Bitcoin als solches wird sich aber "nie" durchsetzen solange das nicht "staatlich" reguliert/reglementiert wird. Ihr habt doch nicht das Gefühl die Staaten wie USA, China etc. wollen sich unterbuttern lassen - lachhaft!
    • Philipp* 11.05.2020 15:09
      Highlight Highlight „The biggest lie our generation was made to believe is that we don’t have power.“
      - A. Antonopoulos
    • Ludwig van 11.05.2020 15:13
      Highlight Highlight Blockchain ist eigentlich nur eine Tabelle die kopiert wird. Nicht wirklich revolutionär und sogar ziemlich langweilig. Mal schauen ob das je für etwas sinnvolles eingesetzt wird.
    • Ueli der Knecht 11.05.2020 18:20
      Highlight Highlight "Bitcoin als solches wird sich aber "nie" durchsetzen solange das nicht "staatlich" reguliert/reglementiert wird."

      Wenn eine Blockchain staatlich reguliert/reglementiert werden kann, dann ist es keine Blockchain im Sinne der Blochchain-Evangelisten.

      Die Idee an den Blockchains, bzw. den Distributed-Ledger-Techniken (DLTs) ist doch gerade, dass sie sich vollkommen selbst reguliert und sich jeder zentralen, bzw. zentralistischen Regulierung entzieht.

      Staaten wie USA, China etc. sind in diesem Sinne obsolet. Sie werden durch Smart Contracts ersetzt, und dadurch überflüssig und machtlos werden.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Satan Claws 11.05.2020 13:52
    Highlight Highlight Pure Energieverschwendung.
    • Ueli der Knecht 11.05.2020 18:29
      Highlight Highlight Man kann Energie in Geld umwandeln, und der Wert des Bitcoins wiederspiegelt den Wert der Energie.

      So funktioniert doch Marktwirtschaft, mmh?

      Das Halving führt übrigens dazu, dass energie-ineffiziennte Miners aus dem Markt gespült werden. Insofern treibt Bitcoin die Miners auch an, möglichst energie-effizient zu schürfen. Denn je effizienter sie die Energie einsetzen, desto mehr können sie verdienen.
    • Satan Claws 11.05.2020 23:30
      Highlight Highlight @Ueli der Knecht

      Klasse, dann kann man effizienter Energie verschwenden und hat sogar noch was zu Recyceln und Recyceln ist immer gut.
    • Ueli der Knecht 12.05.2020 11:50
      Highlight Highlight "Klasse, dann kann man effizienter Energie verschwenden"

      Genau, @Satan Claws. So funktioniert nunmal der Kapitalismus. Das Wirtschaftlichsachstum ist stark abhängig von Energie. Die Mechanismen des freien Markts garantieren, dass Energie dort eingesetzt wird, wo es am meisten Nutzen bringt.

      Unser Wirtschaftswachstum baut auf Energie-Verschwendung auf. Bitcoin erlaubt den Kapitalisten, Energie effizient zu speichern (ohne Stausee oder so). Man investiert heute Energie und erhält BTC. Wenn Energie knapp wird, steigt der BTC-Wert, und man kann dann BTC in (mehr) Energie zurücktauschen.
  • Matti_St 11.05.2020 13:40
    Highlight Highlight Also sind die Investoren Spekulanten.
  • Skeptischer Optimist 11.05.2020 12:59
    Highlight Highlight Nachruf auf eine grandiose Schnapsidee

    https://www.heise.de/tp/features/Der-Bitcoin-4711395.html
  • Wonko der verständige 11.05.2020 12:38
    Highlight Highlight Was für ein abstruses Konstrukt!
    Ich würde höchstens ein paar Tulpenzwiebeln dafür eintauschen...
  • Binnennomade 11.05.2020 12:28
    Highlight Highlight Yeah! Und noch immer braucht kein Mensch die Währung als Zahlungsmittel, und noch immer wird fürs Mining massiv Energie verschleudert. Wer immer noch ernsthaft denkt, Bitcoin sei die Zukunft, hat zu viele Youtube-Videos geguckt.
    • Stefan Morgenthaler-Müller 11.05.2020 13:13
      Highlight Highlight Sehe ich genau auch so. Frage mich auch, warum bei Gold so viel Energie verschwendet wird. Sehe niemanden an der Migros mit Gold bezahlen. Das meiste Gold liegt in irgendwelchen Tresoren. Welche Funktion hat Gold eigentlich?
    • mrgoku 11.05.2020 13:19
      Highlight Highlight ICh glaube hier ist der Fall klar, wer zuviele Youtube Videos schaut
    • Now 11.05.2020 13:35
      Highlight Highlight Bitcoin wird sich wohl als Zahlungsmittel auch nicht durchsetzten aber als harte Wertanlage zur Absicherung, wie eben Gold auch.

      Der Wert von Gold beruht zum Teil zudem auf seinem Mythos. Bitcoin hat da ebenfalls ähnliches Potential. Es wird immer die Ur-Krpytowährung sein, dass sein Schöpfer auch noch unbekannt ist, trägt seinen Teil dazu bei.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Meyer Andrej 11.05.2020 12:21
    Highlight Highlight Es wird maximal 21 Mio. BTC geben, wenn diese Menge im Umlauf ist, wird sich das System stabilisieren, momentan wird viel gezockt, BTC kann man in der realen Welt auch einsetzen.
    • ursus3000 11.05.2020 13:05
      Highlight Highlight Wirklich ? Und ich dachte es sei eine rein digitale Sache zwischen Computern
    • Ueli der Knecht 11.05.2020 17:45
      Highlight Highlight Der letzte Satoshi (= 0,00000001 Bitcoin, die kleinste Bitcoin-Einheit) wird dann so ungefähr im Jahr 2140 geschürft werden, @Andrej. Also vorausgesetzt, Bitcoin wirds bis dahin überleben...

      Wir werden das wohl nicht mehr erleben.
  • Meyer Andrej 11.05.2020 12:18
    Highlight Highlight Also moment der BTC ist vom Stand Mitte März 4400.- auf vorgestern 10011.- gestiegen, nun wieder abgeflacht, bei momentan 8700.-, der Kurs wird fallen und wird vermutlich dann jenseits von 20000.- zu liegen kommen, wenn man wie ich BTC im Jahr 2010 gekauft hat, hat man schon sehr viele Dinge erlebt, im Dezember 2017 war er auf 20000.- dort musst man verkaufen, um wieder neue BTC zu kaufen, eigentlich simpel.
    • mrgoku 11.05.2020 15:58
      Highlight Highlight im nachhinein ist immer alles simpel
  • Freddy Blütteler 11.05.2020 12:09
    Highlight Highlight Wie kauft m an eigentlich Bitcoins ein?
    • mrgoku 11.05.2020 15:58
      Highlight Highlight coinbase, changelly, bitwala, blockchain...tausende möglichkeiten
    • The Destiny // Team Telegram 11.05.2020 16:00
      Highlight Highlight Börse.

      Beispielsweise Lykke oder Kraken.com (++)
    • Ueli der Knecht 11.05.2020 17:37
      Highlight Highlight Du brauchst zuerst ein Wallet, @Freddy. Von cloudbasierten Wallets würde ich dir abraten. Ich empfehle dir Jaxx Liberty. Das gibt es für Android, iOS, Mac, Windows, Linux, oder als Chrome-Erweiterung, und es unterstützt zahlreiche Kryptowährungen: https://jaxx.io/.

      Wichtig ist, dass du die vertrauliche Passphrase (zwölf Wörter) nie vergisst. Dann kann dein Guthaben nicht verloren gehen, selbst wenn du zB. dein Handy mit der Jaxx-App verlierst.

      Danach kannst du Bitcoin an jedem SBB-Billetautomaten kaufen:

      Play Icon


      Am SBB-Automat kannst du auch meinem Wallet spenden: 😉
      Benutzer Bild
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  • Antichrist 11.05.2020 11:51
    Highlight Highlight Der Titel müsste doch heissen: Letzte Gelegenheit, um günstig BTC zu kaufen, bevor der Kurs explodiert.
    • Meyer Andrej 11.05.2020 12:21
      Highlight Highlight Warte ab, jetzt würde ich nicht kaufen, der kurs wird deutlich fallen, vor dem ganz grossen schub!
    • ursus3000 11.05.2020 13:03
      Highlight Highlight Du weisst was übrigbleibt nach einer Explosion ?
      Also bis jetzt waren es Trümmer und heisse Luft .
      Wenn Du von Bitcoin soviel verstehst wie von Explosionen wird alles gut
    • Now 11.05.2020 13:39
      Highlight Highlight Worauf stützt du deine Analyse Andrej?

      Im Moment ist vor allem auch interessant, dass nicht nur das Halving ansteht, sondern zudem aussergewöhnliche Finanz- und Wirtschaftsvorgänge vor sich gehen, die eine Analyse der Kursbewegungen des Bitcoin schwieriger machen.

      Kommt es mittelfristig zu stärkerer Inflation bei den weichen Währungen, kann dies den Bitcoin zusätzlich nach oben treiben.
  • Lodestone 11.05.2020 11:35
    Highlight Highlight Hät isch Geld zum wegwerfen würde ich Bitcoin kaufen aber als irgendwas Sicheres würde ich das nie und niemmer in die Hand nehmen.
  • Blitz Gordon 11.05.2020 10:24
    Highlight Highlight Aber wie kann das denn sein? Letzte Woche hat uns Toggweiler doch 100'000$ in Aussicht gestellt. Und nun schwirrt eine hochspekualtive virtuelle Währung ohne ökonomische Grundlage ab? Die Welt ist aus den Fugen!
    • bossac 11.05.2020 12:43
      Highlight Highlight 15 Prozent ist kein Absturz, speziell bei einer hoch volatilen Währung wie Bitcoin. Die 100k sind eine Vorhersage auf lange Zeit (1 Jahr+), mit der Bedingung, dass sich der Kurs wie beim letzten Halving verhalten wird. Halving bedeutet nicht, dass der Kurs plötzlich ins Unermessliche steigt. Das Handeln mit Bitcoins ist und bleibt hoch spekulativ und jegliche Vorhersagen sind mit extremster Vorsicht zu geniessen.
    • The Destiny // Team Telegram 11.05.2020 13:08
      Highlight Highlight Google mal tokenomics.
    • Ueli der Knecht 11.05.2020 17:39
      Highlight Highlight Soweit ich mich erinnere, hat Toggweiler offen zugegeben, dass er null Idee hat, wie sich der BTC-Kurs künftig entwickeln wird.
  • c_meier 11.05.2020 09:53
    Highlight Highlight unter einem "Abstutz" verstehe ich etwas anderes als ein absinken von 10'000 auf 8'700...

    "Bitcoin büsst 13 % ein" wäre treffender oder nicht?
    • Randen 11.05.2020 11:46
      Highlight Highlight Tönt aber nicht interessant. Das würde niemand lesen.
    • Blitzmagnet 11.05.2020 11:51
      Highlight Highlight Vor allem im Vgl. zum Crash auf 3600 davor über den nicht berichtet wurde.
    • Meyer Andrej 11.05.2020 12:19
      Highlight Highlight Absolut meine Worte, er wird noch weiter sinken, ich denke so auf 6000.- dann kommt der Push, ich denke nach dem Halving sind 30000.- realistisch.
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