Wirtschaft
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Parked planes of the airline Swiss at the airport in Duebendorf, Switzerland on Monday, 23 March 2020. The bigger part of the Swiss airplanes are not in use due to the outbreak of the coronavirus. (KEYSTONE/Ennio Leanza)

Geparkte Flieger der Swiss im März auf dem Flughafen in Dübendorf. Bild: KEYSTONE

Hotelplan-Chef attackiert die Swiss: «Sie drängt die ganze Branche an den Abgrund!»

Es sei unglaublich, was sich die Swiss derzeit erlaube, kritisiert Thomas Stirnimann. Der Chef der Migros-Reisetochter lässt kein gutes Haar an der Lufthansa-Tochter.

Benjamin Weinmann / CH Media



Thomas Stirnimann (57) hat seine ganze Karriere in der Reise-Branche absolviert, aber noch nie eine so grosse Krise wie die Corona-Pandemie erlebt. Der langjährige Chef der Migros-Reisetochter Hotelplan mit 900 Angestellten und über 100 Filialen steht vor schwierigen Zeiten.

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Seit dem Ende des Lockdowns sind Ihre Reisebüros wieder offen. Strömen die Kunden in die Filialen?
Thomas Stirnimann:
Nein, das haben wir auch nicht erwartet. Die Anzahl Kunden, die dieser Tage in ein Reisebüro kommen, lässt sich jeweils an einer Hand abzählen. Vom «Courant normal» sind wir meilenweit entfernt. Aber wir möchten für unsere Kunden da sein und zeigen, dass wir bereit sind. Ich verstehe die Zurückhaltung der Leute. Denn momentan kann man Ferien nur langfristig planen. Für Juni zum Beispiel ist viel zu viel noch unklar.

Der Chef der Migros-Reisetochtergesellschaft Hotelplan, Thomas Stirnimann, macht in einem Interview seinem Ärger Luft - über die Fluggesellschaft Swiss. (Archivbild)

Der Chef der Migros-Reisetochtergesellschaft Hotelplan, Thomas Stirnimann, macht seinem Ärger über die Swiss Luft. Bild: KEYSTONE

Was insbesondere?
Alles. Wann gehen welche Grenzen wie auf? Und kann ich dann vor Ort in Restaurants oder in Nationalparks gehen? Muss ich mit Coronatests und Fiebermessen rechnen, oder gar in die Quarantäne nach der Einreise? Die Regeln ändern sich fast täglich. Das ist Gift für unser Geschäft. Hier hätte ich mir zumindest auf EU-Ebene ein einheitlicheres Vorgehen gewünscht.

Tourismus-Destinationen wie Italien oder Griechenland wollen relativ rasch die Grenzen öffnen, um die Saison zu retten. Was wird derzeit überhaupt gebucht?
Da erkenne ich keinen klaren Trend. Ein Sturm auf Griechenland und Italien zeichnet sich jedenfalls noch nicht ab. Es gibt Kunden, die langfristig planen. Wir haben Anfragen für Reisen nach Asien, Afrika oder in die Karibik übers Neujahr oder für den Sommer 2021. Aber das sind leider noch nicht viele.

«Vieles hängt von den künftigen Vorschriften ab. Und da sind wir bis anhin mit einer grossen Willkür konfrontiert.»

Hotelplan, Tui und Kuoni Buchungen setzen Buchungen für Auslandreisen bis zum 14. Juni aus. Kommt danach der Boom?
Darüber kann man nur Rätselraten. Ich denke, dass es länger dauern wird und sich Europareisen früher erholen werden als das Überseegeschäft. Gut möglich auch, dass es Kreuzfahrten schwerer haben werden. Aber ganz ehrlich: Ich weiss es nicht. Vieles hängt von den künftigen Vorschriften ab. Und da sind wir bis anhin mit einer grossen Willkür konfrontiert.

Werden Ausland-Ferien günstiger?
Zu Beginn wahrscheinlich schon. Viele Destinationen werden nun um die Reisewilligen buhlen. In Griechenland macht der Tourismus schliesslich rund 35 Prozent vom BIP aus. Da wird es attraktive Preise geben.

Und längerfristig?
2021 rechne ich eher mit steigenden Preisen. Dann dürfte eine erste Marktbereinigung geschehen sein. Nicht alle Hotels und Airlines werden bis dahin überleben oder sie werden ihr Angebot reduziert haben. Ich gehe davon aus, dass die Buchungen für den Sommer 2021 bis zu 30 Prozent tiefer sein werden als im Sommer 2019. Denn auch die Arbeitslosenquote wird überall steigen. Und dann gibt es Themen, die zurückkommen werden, wie der Brexit und die Klimadiskussion, die für uns ebenfalls anspruchsvoll sind.

Der Bundesrat hat zu Ferien in der Schweiz aufgerufen. Waren Sie darüber glücklich?
Für die hiesigen Hoteliers ist das ja schön. Aber für die Reisebüros sind solche Aussagen jedes Mal ein weiterer Nagel in den Rücken. Bei unseren Töchterfirmen Interhome und Interchalet verzeichnen wir indes eine deutliche Nachfragesteigerung von Schweizern für Ferienwohnungen in der Schweiz. Dasselbe gilt für Deutschland oder Frankreich. Sobald die Grenzen offen sind, erwarte ich zunehmend auch Buchungen für Ferien im Ausland, denn zur Ferienwohnung kann man selbstständig mit dem Auto oder mit dem Zug anfahren und jederzeit wieder abreisen. Es braucht kein Fiebermessen, keine Masken und man kann selber daheim kochen, falls man Bedenken hat, in die «Beiz» zu gehen.

«Von der Swiss kommt praktisch nichts.»

Der Bundesrat will die Lufthansa-Töchter Swiss und Edelweiss mit 1,2 Milliarden Franken an Bankgarantien unterstützen. Die Reisebüros klagen hingegen über zu wenig Unterstützung. Weshalb?
Die Swiss hat sehr früh Alarm geschlagen und betont, sie sei systemrelevant. Wir fanden leider weniger Gehör. Zumindest wurde die Swiss nun verpflichtet, dass sie den Reisebüros die bereits erhaltenen Kundengelder für nicht stattfindende Flüge bis September zurückbezahlen muss, sofern die Kredite an sie fliessen. Das ist das Mindeste. Denn es ist unglaublich, was sich die Swiss derzeit erlaubt.

Inwiefern?
Wir und zahlreiche andere Reisebüros schiessen der Swiss und somit der Lufthansa Millionen von Kundengeldern vor, indem wir unseren Kunden ihr Geld zurückbezahlen, obwohl dieses von der Swiss blockiert wird. Die Kundengelder hat sie abkassiert und dann in ihren Systemen die Rückerstattung einseitig blockiert. Die Reisebüros sind aufgrund des Pauschalreise-Gesetzes indes verpflichtet, den Kunden das Geld bei Annullationen zurückzuzahlen. Aber von der Swiss kommt praktisch nichts. Bis jetzt war es nur ein Bruchteil.

CEO Thomas Kluehr spricht an der Bilanzmedienkonferenz der Swiss International Air Lines, aufgenommen am Donnerstag, 16. Maerz 2017 in Kloten Zuerich. (KEYSTONE/Ennio Leanza)

Thomas Kluehr, CEO Swiss, speaks during a press conference, Thursday, 16 March 2017, in Zuerich, Switzerland. (KEYSTONE/Ennio Leanza)

Swiss-CEO Thomas Klühr. Bild: KEYSTONE

Die Swiss ist ein wichtiger Partner von Hotelplan …
Selbstverständlich. Und darum ist ihr Verhalten umso ärgerlicher. Mit ihrem egoistischen Vorgehen drängt sie die gesamte Branche an den Abgrund und sorgt bei Tausenden von Kunden für grosse Verärgerung. Ich erwarte erste Rückzahlungen sobald die erste Tranche der Bankkredite fliesst, nicht erst im September.

Wie schlimm wäre es für die Schweizer Reiseindustrie, wenn die Swiss Konkurs ginge?
Sehr schlimm, wie seinerzeit das Swissair-Grounding. Darum begrüsse ich, dass der Bund der Swiss helfen will. Denn jedes Land kann sich glücklich schätzen, wenn es eine starke, heimische Airline hat, die hier Stellen schafft, lokale Lieferanten hat und Steuern hier zahlt. Aber es gibt nicht nur die Swiss. Würde sie verschwinden, würde der Flughafen Zürich nicht untergehen. Andere Airlines würden teilweise in die Bresche springen.

Haben Sie mit Swiss-Chef Thomas Klühr gesprochen?
Leider nein, ich habe nie etwas von ihm gehört. Dabei sind wir einer der grössten Umsatzlieferanten der Swiss hierzulande, wenn nicht sogar der grösste.

Was müsste sich ändern?
Das Pauschalreisegesetz muss dringend überarbeitet werden. Und im Zuge dessen müssen die Airlines endlich dazu verpflichtet werden, die Kundengelder abzusichern. Sie haben in den letzten Jahren zu viel Not und Elend bei Reisebüros und Kunden verursacht. Sie behalten Gelder, die den Kunden gehören. Aber irgendwie haben sie es immer geschafft, sich dieser Verpflichtung der Kundengeldabsicherung zu entziehen.

«Dass die meisten Kunden lieber das Geld zurückwollen als eine Umbuchung ist angesichts der Unsicherheiten nachvollziehbar.»

Wie zuversichtlich sind Sie für das Wintergeschäft in der Schweiz?
Ich bin sehr zuversichtlich für den Ferienwohnungsvermittler Interhome, denn da werden nicht nur Schweizer sondern auch viele Gäste aus unseren Nachbarländern Ferien in der Schweiz planen.

Wie viele Annullationen musste Hotelplan seit Ausbruch der Krise tätigen?
In den letzten acht Wochen haben wir Reisen im Wert von 700 Millionen Franken annulliert. Das waren alles getätigte Buchungen, für die wir schon Kosten verbuchen mussten: Marketing, Reisekataloge, Filialangestellte, Buchhaltung, und so weiter. Diese Kosten sind geblieben, die Einnahmen sind weg. Dass die meisten Kunden lieber das Geld zurückwollen als eine Umbuchung ist angesichts der Unsicherheiten nachvollziehbar.

Das alles tönt dramatisch. Wie lange bleibt Hotelplan noch liquide bei so vielen Rückzahlungen?
Wir zahlen alles zurück. Als Migros-Tochter haben wir das Privileg, dass wir auf ihren Cash-Pool zurückgreifen und somit unsere Kunden schadlos halten können.

Wie sieht Ihre Verlustprognose aus?
Die kommuniziere ich nur unserer Eigentümerin. Aber es ist klar, dass es dunkelrote Zahlen sein werden.

Ihre Angestellten arbeiten grösstenteils noch zu 15 Prozent, 85 Prozent ist Kurzarbeit. Können Sie Entlassungen dieses Jahr ausschliessen?
Leider nein.

Rechnen Sie in Zukunft mit weniger Reisebüros?
Ja, es wird zu Schliessungen kommen, das dürfte niemanden überraschen. Denn jede Krise beschleunigt bereits bestehende Prozesse. Wir sind der grösste Betreiber in der Schweiz mit über 100 Filialen, also werden auch wir hier wahrscheinlich Massnahmen treffen müssen. Aber ich bleibe Optimist. Das Bedürfnis, aus den eigenen vier Wänden auszubrechen, ist nach wie vor da. Die Lust am Reisen und Entdecken steckt in uns allen tief drin. Und es sieht ja jetzt insgesamt schon wesentlich besser aus als noch vor drei Wochen.

Am Pranger: So versucht sich die Swiss gegen die Kritik der Reisebüros zu wehren

Mit seiner Kritik im Interview spricht Hotelplan-Chef Thomas Stirnimann vielen Reisebüro-Angestellten aus dem Herzen. Der Branchen-Tenor: Während sie den Kunden per Gesetz die Gelder für abgesagte Flüge zurückbezahlen müssen, gibt sich die Swiss seit Wochen stur und blockiert die Rückzahlungen an die Reisebüros.

Swiss-Chef Thomas Klühr sagte dazu kürzlich: «Wir wissen, dass wir unseren Kunden einiges abverlangen, da wir die Rückerstattungen nicht fristgerecht ausbezahlen können.» Dafür gebe es technische Gründe. Aber es gehe auch um die Liquidität, sowie jene von zig anderen Airlines mit dem gleichen Problem. «Würden sie alle Rückerstattungen fristgerecht ausbezahlen, wären viele jetzt schon pleite.»

Zuletzt versuchte Swiss-Kommerzchef Tamur Goudarzi Pour in Interviews die Wogen zu glätten. So sagte er auf «Travelnews.ch»: «Wir stellen die Forderungen überhaupt nicht in Frage, und wir halten uns auch stets an das geltende Recht.» Angesichts der zahlreichen Forderungen habe man die üblichen Fristen aber nicht einhalten können. «Wir sind aber laufend dran, Rückvergütungen zu erstatten.» Dieses Jahr habe die Swiss bereits Rückvergütungen im niedrigen dreistelligen Millionenbereich getätigt. Zu den Rückforderungen von Hotelplan wollte sich die Swiss auf Anfrage von CH Media nicht äussern.

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53
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53Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Roger Rüebli 25.05.2020 14:45
    Highlight Highlight Die Guthaben können doch auch auf dem Rechtsweg eingefordert werden.
  • bruuslii 25.05.2020 11:45
    Highlight Highlight genau dieses sch**** verhalten der fluggesellschaften ist ein weiterer grund nur noch in absolut notwendigen fällen zu fliegen (nebst den klimazielen).

    es gibt tatsächlich branchen/firmen, die sich - exgüse - unter aller sau verhalten: geld beim staat erbetteln und dann dieses nicht rechtzeitig und rechtmässig den kunden zurückerstatten.

    ich bin im minimum dafür, dass der branche sämtliche subventionen und steuererlässe gestrichen werden. besser wäre sogar luxus(co2)steuern für die umweltproblematik zu erheben.
  • Emil22 25.05.2020 11:30
    Highlight Highlight Die Swiss ist weder ein Wohlfahrtsverein noch der Pestalozzi. Sie wollen Gewinne erzielen und nicht nur eine schwarze Null, was völlig ok ist. Sie ist für die Schweiz nicht systemrelevant. Man kann sie - mit kurz- und mittelfristigen Problemen - Pleite gehen lassen.

    Was ich überhaupt nicht erkenne: weiss die Swiss noch, was das Wichtigste für ihre Firma ist?
  • Turnbeutelvergesser 25.05.2020 11:18
    Highlight Highlight Solche hohen Unterstützungsgelder sind schon praktisch. Wenn der Bund viel Geld reinsteckt, will dieser, dass sich die Investitionen lohnen und wird sich vor Regulationen hüten. Genau deshalb bleiben Kundengelder unversichert, Co2-Ausstoss durch Inlandsflüge,...
    Nennt sich Wirtschaft
  • Celia* 25.05.2020 09:39
    Highlight Highlight Also, Klühr hat zur Zeit auf dem Bankkonto der Swiss die Rettungszahlungen vom Bund, sowie das bereits bezahlte Geld der Passagiere für Reisen (die nie durchgeführt wurden). Dieses Geld haben Reisebüros schon an ihre Kunden rückerstattet, und haben jetzt ein Loch in der Kasse, bis die Swiss das Geld (was sie vom Bund extra dafür bekommen hat) weiterüberweist. Lässt sich aber schön Zeit dafür.

    WTF. Wenn ich meinem arbeitslosen Kollegen mehrere Monatsmieten schulde, und es ihm nicht zum abgemachten Termin zurückzahlen will, dann entschuldige ich mich doch auch persönlich & ohne seine Nachfrage?
  • FRILIE 25.05.2020 09:06
    Highlight Highlight Die Swiss ist keine Schweizer Fluggesellschaft sondern gehört zu Lufthansa. Die Arroganz der Swiss steht mir bis zum Hals. Ich verstehe Sie Herr Stirnimann das Herr Kühr sich nicht bei Ihnen gemeldet hat, obwohl Sie einer der grössten Kunden sind, ist eine Frechheit und Arroganz. Ich finde es Toll das Sie für Ihre Mitarbeiter und Kunden einstehen, und diesen weg wählen zu müssen um Gerechtigkeit zu finden, in dieser Zeit.
  • Alyssea 25.05.2020 08:56
    Highlight Highlight Systemrelevant?! Ich denke nicht. Wir sollten die Chance nutzen und die Swiss NICHT retten.
  • Bitsundbites 25.05.2020 08:52
    Highlight Highlight Der Swiss Customer Service ist im Moment Abgrundtief schlecht. Das hat nichts mehr mit der Schweizer Airline zu tun die wir mal hatten.
  • RicoH 25.05.2020 08:49
    Highlight Highlight Wundert mich nicht, dass Fluggesellschaften bei den aktuellen Dumpingpreisen Kundengelder nicht absichern kann.
    Hier zeigt sich, wie krank diese Branche ist und trotzdem mit allen Mitteln am Leben erhalten wird.
    • Froggr 25.05.2020 10:42
      Highlight Highlight Es ist eine Branche wie jede andere, bei welcher Preiswettbewerb herrscht.
  • mrgoku 25.05.2020 08:43
    Highlight Highlight Dieser Beitrag wurde gelöscht. Bitte formuliere deine Kritik sachlich und beachte die Kommentarregeln.
  • In vino veritas 25.05.2020 08:42
    Highlight Highlight Ist der Ruf erst ruiniert, lebt es sich ganz ungeniert.

    Dieses Sprichwort wiederholt das Swiss-Management wohl mantra-artig, bis sie es soweit verinnerlicht haben, dass sie es nicht mehr vergessen können. Das passt zu meinen Erfahrungen mit der Swiss. Also das Personal kann nichts dafür, es liegt an der Firmenpolitik. Überraschend, dass sich der feine Herr Klühr es leisten kann, die Krise im Elfenbeinturm aus zu sitzen. Ich hätte nie den Mut, meinen wichtigsten Kunden derart zu vera*%&+. Wer weiss, ob Hotelplan so nicht auf dumme Ideen kommt und die Konkurrenz bevorzugen wird?
  • Nathan der Weise 25.05.2020 08:23
    Highlight Highlight Ich hätte der Swiss kein Geld gegeben, nach alter Regel schlechtem Geld kein gutes hinterher werfen.
  • 7immi 25.05.2020 08:21
    Highlight Highlight Die Swiss hält sich an bestehende Gesetze und wird darum kritisiert? Stirnimann macht es sich sehr einfach...
    • blueberry muffin 25.05.2020 09:04
      Highlight Highlight Sich an bestehende Gesetze halten ist wohl das Minimum...
    • 7immi 25.05.2020 10:11
      Highlight Highlight @blueberry
      soll die Swiss selbstlos alles auszahlen und dann pleite gehen und somit die Reisebüros ruinieren? Wie damals bei der Swissair?
    • Celia* 25.05.2020 10:47
      Highlight Highlight 7immi, die Swiss hat genau dafür das Geld vom Bund bekommen, es gehört ihr nicht zur freien Verfügung.

      Wenn dir das Mami Geld für das Essen von dir und deinem kleinen Bruder gibt, kannst du auch nicht von dir aus entscheiden dass du es lieber alles in dein Sparsäuli steckst. Sonst bist du ein kleines A*** ;)
    Weitere Antworten anzeigen
  • HugiHans 25.05.2020 08:15
    Highlight Highlight Aber die Vereinbarung, die von Ihrem Verband mit den Fluggesellschaften getroffen wurde, haben Sie schon auch mitbekommen, oder Herr Stirnimann? Betreffend SWISS sind anscheinend 50% der Gelder bereits zurückerstattet, der Rest erfolgt bis spätestens September gestaffelt. Ziel ist die Erhaltung der Liquitität der Fluggesellschaften.
    Ich denke es ist auch in ihrem Interesse, dass die Fluggesellschaften nicht Konkurs gehen, ansonsten sind die Gelder ganz weg.
  • Jojoeffekt 25.05.2020 08:04
    Highlight Highlight Ist zwar nicht das Hauptthema, aber dass der Bund und die Banken damals die Swissair nicht gerettet haben, war einfach ein grosser strategischer Fehler. Klar war es die Schuld des Managements damals, aber das war es bei den Banken 2008 auch. Wäre die Swissair nach der Finanzkrise pleite gegangen, hätte man sie gerettet und in der Schweiz behalten, jede Wette.
  • Der Bademeister 25.05.2020 08:01
    Highlight Highlight Die ganze Branche war auch vor Corna nicht kulant mit Umbuchungen Stornierungen (z.B. Tipfehler) etc. Den schlechten Ruf zementiert man nun mit dem fehlenden Rückerstattungswillen.

    Hier hat die Politik verpasst die Swiss zu einer raschen Rückerstattung zu verpflichten. Es hat schon einer ins Form geschrieben, ihm fehlt nun dieses Geld für Ferien in der Schweiz.

    Nun werden in der Eco Klasse die Mahlzeiten weggespart (oder wie es ein Manger von Swiss ausdrückt "modifiziert"). Die Sitzabstände im neuen A320neo sind auch ohne Corna toll.

    Für mich ist fliegen vorderhand kein Thema mehr.
  • Stefan Morgenthaler-Müller 25.05.2020 07:41
    Highlight Highlight Ich verstehe die schwierige Situation, in der Herr Stirnimann ist. Er trägt eine grosse Verantwortung auf seinen Schultern. Das ist nicht einfach. Was ich nicht in Ordnung finde, dass er die Swiss öffentlich anprangert und sich beklagt, dass der Swiss in der Krise geholfen wird, sowie den Hoteliers und anderen.

    Dabei könnte die ganze Reisebranche einpacken, gäbe es keine Swiss. Dass die Swiss Gelder blockiert, hat etwas mit fehlenden Gesetzen zu tun und da muss Herr Stirnimann beim Gesetzgeber intervenieren. Die Swiss macht das,was gesetzlich maximal möglich ist, um weniger Verluste zu haben.
    • The Rogue 25.05.2020 11:52
      Highlight Highlight Verstehe nicht weshalb dieser Beitrag soviel Blitze erntet. Die Sachlage ist eigentlich klar, da kann Stirnimann noch länger jammern. Würde die Swiss gemäss seinen vorstellungen handeln hätte dies kurzfristig einen positiven Effekt, langfristig wäre es wahrscheinlich noch viel schlechter für die Reisebranche plus alle Branchen welche systemrelevant davon abhängig sind.
  • Numbercruncher 25.05.2020 07:37
    Highlight Highlight Eine sauerei dass die Swiss mit Edelweiss die Gelder für die annulierten Tickets weiterhin zurückhält, und zwar nicht nur bei Reisebüros sondern auch bei Privaten...
  • Eisvogel 25.05.2020 07:29
    Highlight Highlight "Vieles hängt von den künftigen Vorschriften ab. Und da sind wir bis anhin mit einer grossen Willkür konfrontiert." Falsch, Thomas Stirnimann. Entscheidend ist der Verlauf der Pandemie, das hat gar nichts mit willkürlichen Vorschriften zu tun.
    • Numbercruncher 25.05.2020 07:41
      Highlight Highlight Die Vorschriften sind definitiv willkürlich (z.B. Tatoostudio vor Baumarkt, bei uns 2 Meter, in anderen Länder 1.5 Meter, usw.), stark politisch getrieben, sicherlich nicht von einem Verlauf der Pandemie diktiert, den man nicht mal richtig messen kann, da weiterhin nicht systematisch getestet wird.
    • swisskiss 25.05.2020 07:52
      Highlight Highlight Eisvogel: Wenn Flugreisen erlaubt sind, aber keine Busreisen, wenn Restaurants und Hotels öffnen dürfen, aber keine Campingplätze, hat das mit willkürlichen, nicht nachvollziehbaren Vorschriften zu tun und nichts mit der aktuellen Befrohungslage.
      Wenn Flieger vollgepackt ohne Sitzdistanzvorschriften fliegen dürfen, aber am Zielort Restaurants und Hotels mit solchen Vorschriften arbeiten müssen, nennt man das willkürlich.

      Bedrohungslage ist das Eine, Reaktion darauf ist das Andere. Da ist noch viel Luft nach oben, was die Qualität dieses Handelns betrifft.
    • Spooky 25.05.2020 08:46
      Highlight Highlight @Eisvogel

      So ein Unsinn. Die Pandemie ist vorbei. Entscheidend ist der Verlauf der Lockerungen der absurden Massnahmen. Falls es nicht schon zu spät ist.
    Weitere Antworten anzeigen
  • ⚡ ⚡ ⚡☢❗andre ☢ ⚡⚡ 25.05.2020 07:28
    Highlight Highlight Die Swiss braucht das Geld von zukünftigen Buchungen für den laufenden Betrieb. Sie hat es nicht auf der Seite, sondern gibt es fortlaufend aus.
    Das ist der Grund weshalb es die Swiss nicht zurückzahlen kann.
  • Berner_in 25.05.2020 07:25
    Highlight Highlight Die Swiss ist mit Swisslabel überklebte Lufthansa und kaum mehr nationale Fluggesellschaft.
    • ⚡ ⚡ ⚡☢❗andre ☢ ⚡⚡ 25.05.2020 07:37
      Highlight Highlight Du klingst wie jemand der einen unterschied zwischen einer schweizer Firma und einer eidgenössischen Firma macht....
      Du verstehst schon wie eine öffentlich geführte Aktiengesellschaft funktioniert, oder?
    • Coffeetime ☕ 25.05.2020 07:48
      Highlight Highlight Ach je, ich hoffe also auch, dass toblerone für Sie auch keine CH Schoggi mehr ist, die CS auch keine CH Bank ist und Gate Gourmet und der Flughafen auch nichts mehr schweizerisches sind.... 🤦🏻‍♀️
    • neutrino 25.05.2020 08:20
      Highlight Highlight In diesem Interview ging es ja gar nicht um diese Frage.

      Aber dann sind sie der Meinung, die Swiss kann sich intern nach deutschem Recht organisieren - ist also eine AG nach deutschem Recht, nicht nach CH-Recht? Das wäre die Konsequenz. Ich bin froh, ist es nicht so.

    Weitere Antworten anzeigen
  • Der Rückbauer 25.05.2020 07:18
    Highlight Highlight Nicht vergessen: Die Swiss ist eine Deutsche Gesellschaft und die beiden Servicegesellschaften sind in der Hand einer bankrotten chinesischen Gesellschaft. Die Lufthansa hat seit der Uebernahme der Swiss für einen Pappenstiel etwa 5 Milliarden Dividenden abgeführt und kriegt jetzt Milliardengarantien zulasten des Steuerzahlers.
    Tja, gegen Dummheit ist kein Kräutlein gewachsen. Das weisse Kreuz auf rotem Grund schaltet eben Hirn aus.
    Swiss: Niemand will heute Flüügerli kaufen. Also: Konkurs gehen lassen und für einen Pappenstiel übernehmen, wie die LH damals die Swiss.
    • ⚡ ⚡ ⚡☢❗andre ☢ ⚡⚡ 25.05.2020 12:20
      Highlight Highlight Die Swiss ist eine Schweizer Aktiongesellschaft. Die Lufthansa trug das unternehmerische Risiko als Geldgeber für die Swiss und die Dividenden hat jeder Aktionär anteilsmässig gekriegt.

      Hättest du den Artikel gelesen (oder verstanden), würdest merke wem diese Kredite zugute kommen und vor dem Konkurs schützen. Und hättest du dich auch nur halbwegs informiert, wüsstests du das Dividenden auszahlen verboten ist wenn man so einen Kredit kriegt.
    • Der Rückbauer 25.05.2020 19:22
      Highlight Highlight André: Du hast ja recht, die Swiss ist eine zu 100% deutsch beherrschte Aktiengesellschaft mit Sitz in der Schweiz. Swiss wurde 2003 der Lufthansa für 310 Kistchen verschenkt. Die Lufthansa hat seither etwa 5000 Kistchen an Dividenden abtransportiert.
      Die Swiss kriegt keinen Kredit, sondern die Eidgenossenschaft, also wir Steuerzahler, haben eine Bürgschaft im Umfang von 85% der durch Banken gewährten Kreditlinie abgegeben.
      Unternehmerisches Risiko? Wenn's gut geht, Dividenden absaugen, wenn schlecht, Rettung durch Steuerzahler! Gewinne privatisiert. Risiko/Verluste sozialisiert. Amen.
    • Lissy Cloud 25.05.2020 23:59
      Highlight Highlight Das stimmt einfach nicht! Swiss ist und bleibt eine Schweizer Firma! Ich kann es nicht mehr hören... Wie schon von anderen erwähnt: Alle Geschäfte, Mitarbeiter, Steuern etc. sind in der Schweiz! Swiss wäre nie so erfolgreich geworden wenn die Lufthansa ihr nicht den Rücken gestärkt hätte, die Millarden an Investitionen für neue Flieger in den letzten Jahren unterstützt hätte. Ich möchte gar nicht wissen wieviele andere Firmen die "schweizerisch" sind ausländische Eigentümer haben!
  • Notabik 25.05.2020 07:09
    Highlight Highlight Hoffentlich hält die Flugscham bei Herr und Frau Schweizer noch eine ganze Weile an. Ich geniesse den stahlblauen Himmel ganz ohne Kondensstreifen. Corona hat uns die Grenzen der Mobilität aufgezeigt und dem Klima eine Verschnaufpause verschafft.
    • mutorintemporibus 25.05.2020 10:43
      Highlight Highlight Das hoffe ich auch, aber es wird sich leider nicht erfüllen, zu mobilitätssüchtig, zu egoistisch, zu ich-bezogen sind sehr viele Menschen in unserer Wohlstandsgesellschaft. Und die Reise- und Flugbranche werden alles daran setzen, dass dem so bleibt.
  • lost in space 25.05.2020 06:59
    Highlight Highlight In den Medien gegen die SWISS wettern, aber nicht zuerst das Telefon in die Hand nehmen und Thomas Klühr anrufen? Nicht gerade die feine Art!
    • Ed B 25.05.2020 07:23
      Highlight Highlight Gut. Ich meine, es wäre wohl an der Swiss, ihre besten Kunden zu kontaktieren und mit ihnen nach Lösungen zu suchen? Insofern kann ich Stirnimanns Haltung absolut nachvollziehen. Die Swiss(air) hatte aber schon immer die Haltung, etwas "Besonderes" zu sein. Und das hat sich durch die deutschen Eigner noch verstärkt. Für mich ist unverständlich, dass die Swiss wieder mit Bundesgeldern gerettet wird, ohne dass wir ein Mindestmass an Forderungen dafür stellen.
    • sowhat 25.05.2020 07:32
      Highlight Highlight Aber es ist die feine Art, wenn Thomas Klür sich seinen Kunden gegenüber auf Tauchstation begibt? Wohlgemerkt, von Kunden die das Überleben seines Unternehmens mit ihrem Nichtüberleben bezahlen könnten.
    • Karoon 25.05.2020 07:40
      Highlight Highlight Hat er sicher schon gemacht
    Weitere Antworten anzeigen
  • Hans Würstli 25.05.2020 06:58
    Highlight Highlight ... jedes land kann sich glücklich schätzen eine starke heimische airline zu haben ... hatten wir, bis sie von bruggisser‘s grössenwahn an die wand gefahren wurde und dann an die lufthansa verscherbelt wurde ... nun sollen wir zahlen und die kredite fliessen dann als zahlungen für dienste an die lufthansa, sprich nach deutschland ... am ende wird die die swiss trotzdem pleite, resp. so klein geschrumpft, dass wir sie locker zurückkaufen hätten können ... und kein kredit wird je zurück bezahlt werden ...
    • Lissy Cloud 26.05.2020 00:02
      Highlight Highlight Es wurde offiziell kommuniziert das aus den Krediten kein Geld ins Auland fliessen darf! Diese Bedingung und weitere gibt es...
  • So en Ueli 25.05.2020 06:50
    Highlight Highlight Ich frage mich so oder so, warum wir Steuerzahler erneut eine Airline helfen sollten. Der freie Markt würde das schon regeln. Würde die Swiss untergehen, würde der freie Markt entscheiden, ob die Schweiz eine eigene Airline braucht. Wir haben schon 2x eine Airline mit tonnenweise Geld unterstützt. Einmal hatte es nicht gereicht und einmal sollte es hoffentlich reichen. Wollen wir nicht bei den KMUs und beim Kleingewerbe anfangen, diese sind einiges wichtiger und systemrelevanter, als solche Unternehmen, welche so oder so teilweise in ausländischer Hand sind?

Abstand? Dieses Bild zeigt eindrücklich, wie voll die Swiss ihre Flugzeuge packt

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