Wirtschaft
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Übernahme-Streit beendet: Sika und Saint-Gobain sind sich einig



Der seit Ende 2014 dauernde Übernahmestreit zwischen der Sika-Führung, der Besitzerfamilie und dem französischen Industriekonzern Saint-Gobain ist vom Tisch: Die Parteien haben sich geeinigt. Saint-Gobain wird Aktionärin, übernimmt aber nicht die Kontrolle bei Sika.

Saint Gobain verzichtet auf die Übernahme der Stimmenmehrheit und wird im Gegenzug finanziell entschädigt. Am Ende wird Saint Gobain einen Anteil von rund 11 Prozent an Sika halten. Die Gerichtsverfahren werden beendet. Die beiden Unternehmen wollen aber trotz Unabhängigkeit besser zusammenarbeiten.

ARCHIV - ZUR GEWINNSTEIGERUNG BEI SIKA STELLEN WIR IHNEN DIESES ARCHIVBLID ZUR VERFUEGUNG - Glue production at Sika in Duedingen in the Canton of Fribourg, Switzerland, pictured on December 4, 2014. Sika is a speciality chemical company which manufactures and supplies products for bonding, sealing, damping, reinforcing and protecting in the building sector and the industry. (KEYSTONE/Christian Beutler)

Bild: KEYSTONE

Die Transaktion im Detail ist komplex: Saint-Gobain übernimmt dabei die Schenker-Winkler-Holding (SWH) von der Familie Burkard. Der Kaufpreis beträgt 3,22 Milliarden Franken und liege damit über 500 Millionen über dem ursprünglich 2014 vereinbarten Kaufpreis, heisst es weiter. Dies spiegele die Wertsteigerung von Sika

Anschliessend verkauft Saint Gobain 6,97 Prozent der Sika-Aktien an Sika selbst zum Preis von 2,08 Milliarden Franken. Dies entspreche einer Prämie von 795 Millionen gegenüber dem Börsenkurs vom 4. Mai 2018. Saint-Gobain behält eine Beteiligung von 10,75 Prozent (indirekt über SWH) für mindestens zwei Jahre, wie es weiter heisst.

Sika wird am 11. Juni eine Generalversammlung einberufen, um eine Einheitsaktie einzuführen. Insgesamt sollten die Aktienstrukturen und Vertragsbedingungen einfacher werden. Die von SWH gekauften 6,97 Prozent eigenen Aktien sollen vernichtet werden.

Bisher gab es zwei Aktienklassen und Vertragsbedingungen, welche es der Familie ermöglichten, trotz einer Minderheit des Kapitals die Firma kontrollieren zu können. Die verfügte mit 16 Prozent am Aktienkapital über rund 53 Prozent der Stimmrechte.

Am Anfang des Übernahmestreits stand der im Dezember 2014 veröffentlichte Entscheid der Besitzerfamilie Burkard, ihre Stimmrechtsmehrheit an Sika, die sie über ihre Familienholding SWH hält, zum Preis von damals 2,75 Milliarden Franken zu verkaufen. Damit hätte Saint Gobain die Kontrolle bei Sika übernommen, ohne den restlichen Aktionären ein Angebot unterbreiten zu müssen.

Ein Teil des Verwaltungsrats und das Management von Sika wehrten sich gegen den Verkauf. Ab der Generalversammlung im Juli 2015 beschränkte der Verwaltungsrat mit Berufung auf die sogenannte Vinkulierungsbestimmung in den Statuten das Stimmrecht der Sika-Erben in entscheidenden Fragen auf 5 Prozent. Die Erbenfamilie reichte dagegen beim Zuger Kantonsgericht eine Klage ein. (sda)

Das könnte dich auch interessieren:

Wie ich nach 3 Stunden Möbelhaus von Wolke 7 plumpste

Link zum Artikel

Die Fallzahlen steigen wieder leicht an – so sieht's in deinem Kanton aus

Link zum Artikel

Der Mann, der es wagt, Trump zu widersprechen

Link zum Artikel

Magic Johnson vs. Larry Bird – ein College-Final als Beginn einer grossen Sportrivalität

Link zum Artikel

4 Gründe, weshalb die Corona-Zahlen des BAG wenig mit der Realität zu tun haben

Link zum Artikel

Wie ansteckend sind Kinder wirklich? Was die Wissenschaft bis jetzt dazu weiss

Link zum Artikel

Das iPad kriegt Radar? Darum ist der Lidar-Sensor eine kleine Revolution

Link zum Artikel

Lasst meinen Sex in Ruhe, ihr Ehe- und Kartoffel-Fanatiker!

Link zum Artikel

So lief Tag 1 nach Bekanntgabe der «ausserordentliche Lage» für die Schweiz

Link zum Artikel

Corona International: EU beschliesst Einreisestopp ++ Italien mit 345 neuen Todesopfern

Link zum Artikel

Die Schweiz befindet sich im Notstand – die 18 wichtigsten Antworten zur neuen Lage

Link zum Artikel

Gletschersee läuft aus

Link zum Artikel

Ein Virus beendet Jonas Hillers Karriere: «Es gäbe noch viel schlimmere Szenarien»

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen
DANKE FÜR DIE ♥

Da du bis hierhin gescrollt hast, gehen wir davon aus, dass dir unser journalistisches Angebot gefällt. Wie du vielleicht weisst, haben wir uns kürzlich entschieden, bei watson keine Login-Pflicht einzuführen. Auch Bezahlschranken wird es bei uns keine geben. Wir möchten möglichst keine Hürden für den Zugang zu watson schaffen, weil wir glauben, es sollten sich in einer Demokratie alle jederzeit und einfach mit Informationen versorgen können. Falls du uns dennoch mit einem kleinen Betrag unterstützen willst, dann tu das doch hier.

Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen?

(Du wirst zu stripe.com umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)

Oder unterstütze uns mit deinem Wunschbetrag per Banküberweisung.

Nicht mehr anzeigen

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

1
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
1Kommentar anzeigen

Problem bei PostFinance: Rentnerinnen und Rentner klagen über nicht ausbezahlte AHV

Bei der Postfinance hat eine technische Störung am Freitag zu Verzögerungen bei der Verarbeitung von Zahlungen geführt. Die Post-Tochter löste das technische Problem im Verlauf des Tages und arbeitete den Rückstand auf.

Die Ferien neigen sich dem Ende zu, das Wetter stimmt und das Wochenende steht vor der Türe. «Ich wollte für einen Ausflug bisschen Geld abheben – meine AHV-Rente war nicht auf dem Konto!», sagt ein User zu watson. Er habe bei der zuständigen Stelle angerufen, wo man von einer «grösseren technischen Störung» sprach.

Er ist nicht der einzige AHV-Bezüger, dem heute das Geld nicht ausbezahlt wurde. So berichtet der «Blick» gleich von mehreren Leseranrufen. Postfinance-Sprecher Rinaldo Tibolla …

Artikel lesen
Link zum Artikel