Wirtschaft
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Nur noch 2,6 Prozent: Die Arbeitslosigkeit ist 2018 stark gesunken



In der Schweiz hat sich die Lage am Arbeitsmarkt im vergangenen Jahr weiter deutlich aufgehellt. Die Arbeitslosenquote liegt damit auf dem tiefsten Stand seit zehn Jahren. Betrachtet man nur die Entwicklung im Monat Dezember, dann hat sich die Quote verglichen mit November wie erwartet erhöht.

ARCHIVBILD ZUR ZUNAHME DER ARBEITSLOSIGKEIT IN DER SCHWEIZ, AM 9. FEBRUAR 2017 - [Gestellte Szene] Eine Mitarbeiterin des Regionalen Arbeitsvermittlungszentrums RAV, rechts, beraet am Schalter eine Frau, links, aufgenommen am 11. November 2014 in RAV Bern. (KEYSTONE/Peter Klaunzer)

Weniger Arbeit fürs RAV. Bild: KEYSTONE/Peter Klaunzer

Die jahresdurchschnittliche Zahl der Arbeitslosen lag 2018 mit 118'103 Personen um 25'039 tiefer als noch 2017, wie das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) am Dienstag mitteilte. Daraus ergibt sich im Jahresmittel eine Arbeitslosenquote von 2,6 Prozent, nachdem sie im Jahr davor 3,2 Prozent und 2016 3,3 Prozent betragen hatte.

Die Zahlen zeigten, dass es der Schweizer Wirtschaft gut geht und dass sich der Arbeitsmarkt in einer guten Verfassung befindet, so das Seco. Stark abgenommen habe die Arbeitslosenzahl bis Juli, danach verblieb sie auf tiefem Niveau. Ab November hätten in erster Linie saisonale Effekte zu einer Zunahme geführt.

Saisonal bedingte Zunahme im Dezember

Per Ende Dezember waren insgesamt 119'661 Personen bei den Regionalen Arbeitsvermittlungszentren (RAV) eingeschrieben. Das waren verglichen mit November 9187 mehr. Die Arbeitslosenquote stieg somit um 0,2 Prozentpunkte auf 2,7 Prozent, verharrte allerdings um Saisonfaktoren bereinigt bei 2,4 Prozent.

Die Werte entsprechen in etwa den Erwartungen der Ökonomen. Diese hatten im Vorfeld der Publikation für Dezember eine Arbeitslosenquote im Bereich von 2,6 bis 2,7 Prozent erwartet. Die Prognosen zur saisonbereinigten Ziffer lagen bei 2,4 und 2,5 Prozent.

Weiter hat das Seco im Berichtsmonat 197'950 Stellensuchende gezählt, das sind 7738 mehr als im Vormonat. Gegenüber dem Vorjahr sank die Zahl jedoch um 6,6 Prozent.

Die gute Entwicklung am Arbeitsmarkt wird auch die Bundesfinanzen entlasten. Das Rechnungsjahr 2018 schloss der Ausgleichsfonds der Arbeitslosenversicherung mit einem Überschuss von 1,11 Milliarden Franken ab und so konnten die Darlehen bei der Bundestresorie auf 1,1 Milliarden halbiert werden.

Positives Fazit zur Stellenmeldepflicht

Ein positives Fazit zieht das Seco betreffend der Einführung der Stellenmeldepflicht, sie gilt seit Juli. Es handelt sich dabei um die Umsetzung des «Inländervorrangs light» und soll dazu beitragen, das Potenzial an inländischen Arbeitskräften besser zu nutzen. Das Parlament beschloss die Massnahme für eine EU-kompatible Umsetzung der Masseneinwanderungs-Initiative der SVP.

Die starke Zunahme der gemeldeten offenen Stellen zeige, dass die Arbeitgeber der Stellenmeldepflicht nachkommen, resümiert das Seco. Die IT-Systeme zur Online-Erfassung von offenen Stellen funktionieren laut Seco gut und die notwendigen Überprüfungen beim RAV erfolgten rasch. (awp/sda)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Pafeld 09.01.2019 10:16
    Highlight Highlight Frage an die Redaktion: warum sieht man nicht, wer diesen Propaganda-Artikel vom Seco zu verantworten hat (Autor) und warum lässt man stinkfrech aus, dass bei einem "bereinigten" Tiefststand von 2.4% die aktuellste Erwerbslosenquote bei sagenhaften 4.4% liegt?
  • Chääschueche 08.01.2019 20:51
    Highlight Highlight Das dass Seco denkt, das Stelleninserate auch die wirkliche anzahl Arbeitsstellen wiederspiegelt zeigt, was für unfähige und realitätsfremde Menschen dort teilweise Arbeiten. Fiktive Stelleninserate haben wir als Stellenvermittler ca. 500 aufgeschaltet. Und wir sind nur einer von mehreren 100 in der ganzen Schweiz. Wenn man dann noch die dazuzãhlt welche wir beim RAV melden müssen sind wir bei 700. Bürokratie over 9000...Nutzen...

    Und um wie viel % steigen die Sozialausgaben liebes Seco?




  • Todesstern 08.01.2019 18:51
    Highlight Highlight Es kam mal in einer Doku, da wurde gezeigt wie man solche Arbeitslosenstatistiken frisiert, damit Sie gut aussehen. Gilt für zwar für DE, aber Herr Schweizer hat sich sicher davon inspirieren lassen. 😁😁
  • Thinkdeeper 08.01.2019 13:10
    Highlight Highlight Nun ich und meinesgleichen sind zwar arbeitslos und nicht in der Statistik erfasst, da ausgesteuert.
    So kann man sich das Ganze immer wieder schön zurechtlegen, wie es passt.
    Früher schob man Ältere Arbeitnehmer in die IV oder Frühpensionierung ab.
    Heute in die ALV und Sozialhilfe.
  • Dominik Treier 08.01.2019 11:11
    Highlight Highlight Weniger Arbei für die RAV!? Das ich nicht lache! Was tut das RAV denn schon ausser auf den Leuten rumzutrampeln! Die einzige Funktion, die das RAV erfüllt ist es einem ungemütlich zu machen und herauszufinden wieso zur Hölle, man keinen Anspruch auf Geld hat. Einen dazu in völlig überflüssige, aber sicher teure, Kurse zu schicken, die einem ausser Aufwand nichts! bringen und das alles während man selbst der einzige ist, der versucht für sich Arbeit zu finden, aber mehr mit Bürokratie beschäftigt ist als damit! Das RAV gehört in seiner jetzigen Gängelfunktion abgeschaft!
    • just sayin' 08.01.2019 16:42
      Highlight Highlight Regionales
      Arbeitslosengeld
      Vernichtungsmaschine
  • Pafeld 08.01.2019 11:00
    Highlight Highlight Die monatlichen RAV-Zahlen weichen bis zu 40% von den halbjährlich erfassten, "echten" Arbeitslosenzahlen ab. Basierend auf den monatlichen Zahlen der Arbeitsuchenden kann keine einzige seriöse (signifikante) Aussage zur Arbeitslosigkeit getroffen werden. Alleine schon deshalb nicht, weil das nur aus ideologischer Betrachtungsweise nicht zwei paar Schuhe sind.

    Und wenn man das im "Ökonomie-Studium" so lernt, dann ist für diese Studienrichtung Hopfen und Malz definitiv verloren.
  • Asmodeus 08.01.2019 08:38
    Highlight Highlight Kleine Frage in die Runde.

    Wie stark hat sich im gleichen Zeitraum der Anteil der Ausgesteuerten entwickelt?

    Wie hat sich die Anzahl von Personen entwickelt die arbeitsunfähig sind und/oder in Wiedereingliederungsmassnahmen der IV befinden?


    Wo kann man diese Informationen in Erfahrung bringen?

    Irgendwie habe ich aktuell das Gefühl, dass die Jobsituation nicht so viel besser wurde, sondern einfach mehr Leute ins Burnout und Depressionen getrieben wurden und darum aus der Statistik fallen.
    • wintergrün 08.01.2019 09:03
      Highlight Highlight https://twitter.com/o_ton_am/status/1082220036834689025?s=12

      Hier eine bereinigte Statistik für den deutschen Arbeitsmarkt.
      Ungefähr Faktor 10 daneben.
    • wintergrün 08.01.2019 09:04
      Highlight Highlight Vielleicht sollte man mal eine Initative starten für aussagekräftige Statistiken...
    • walsi 08.01.2019 09:05
      Highlight Highlight @Asmodeus: Die Ausgesteurten müssten in der Statistik der Sozialhilfeempfänger auftauchen. Wenn die nicht zum Sozialamt gehe stellt sich die Frage von was leben die? Mehrere Jahre bis zur Pensionierung vom Ersparten zu Leben dürften sich die wenigsten leisten können
    Weitere Antworten anzeigen
  • Yolo 08.01.2019 08:02
    Highlight Highlight Wir belügen uns selbst: Nach ca. 10 Monaten ist man ausgesteuert und somit kein Teil der Statistik mehr.
    • Fabio74 08.01.2019 12:22
      Highlight Highlight 10 Monaten? Du hast keine Ahnung oder?
    • Dominik Treier 08.01.2019 13:41
      Highlight Highlight Es sind teilweise nur 10 Monate... Dann nähmlich wenn du unter einem bestimmten Alter und einer Anzahl von Beitragsjahren bist... Ich bekomme z.B. nur 200 Tage... Die berühmten 2 Jahre sind ein Märchen...
    • Erba 08.01.2019 14:42
      Highlight Highlight Stimmt nicht. Die Ausgesteuerten sind auch bei den vorherigen Statistiken nicht dabei. Also ist die Zahl, in Relation zum Vorjahr besser (mit oder ohne Ausgesteuerte)

Bund rechnet mit Überschuss von 2,8 Milliarden Franken

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