Wirtschaft
Schweiz

Das Swiss-Bodenpersonal erhält 4 Prozent mehr Lohn

Das Swiss-Bodenpersonal erhält 4 Prozent mehr Lohn

21.10.2022, 12:5621.10.2022, 13:32

Nach langen Verhandlungen mit der Fluggesellschaft Swiss hat die SEV-Gata, die Gewerkschaft des Verkehrspersonals, am Freitag einen Erfolg vermeldet: Das Bodenpersonal der Swiss erhält im neuen Jahr mehr Lohn. Die Lohnsumme steigt um mehr als 4 Prozent.

Ein Angestellter des Flugzeugabfertigers Swissport protestiert am Samstag, 23. Juli 2022 am Flughafen Zuerich Kloten mit einem Plakat mit der Aufschrift �Wir moechten uns auch Urlaub leisten koennen�  ...
Im Juli protestierten Swissport-Angestellte vor dem Flughafen Zürich gegen die Lohneinbussen während der Corona-Krise.Bild: keystone

Die Verhandlungen seien herausfordernd aber konstruktiv gewesen, teilte die Gewerkschaft mit. Mit der nun getroffenen Vereinbarung werden 1500 Mitarbeitende des Swiss-Bodenpersonals ab dem 1. Januar 2023 «spürbar» mehr Lohn erhalten.

Die Lohnsumme wird um generell 3.3 Prozent erhöht. Alle Mitarbeitenden sollen mindestens 2 Prozent mehr Lohn erhalten, tiefere Einkommen werden stärker berücksichtigt. Zusätzlich wird ein Prozent für individuelle Lohnmassnahmen eingesetzt.

Aufgrund früherer Vereinbarungen gibt es zudem eine «Corona-Prämie» von 2500 Franken pro Vollzeitstelle sowie die zweite Tranche einer «Corona-Dankeschön-Zahlung».

Es sei ein erster Schritt in Richtung «Sozialpartnerschaft auf Augenhöhe» zu erkennen, wird Gewerkschaftssekretär Philipp Hadorn in der Mitteilung zitiert. Noch habe die Swiss beim Umgang mit ihren Mitarbeitenden aber viel Luft nach oben. Insbesondere bei der Schichtarbeit und bei den Pikettdiensten gebe es noch Verbesserungsbedarf.

Piloten drohen mit Streik

Noch nicht gelöst ist die Auseinandersetzung der Swiss mit ihren Pilotinnen und Piloten, die ebenfalls bessere Arbeitsbedingungen fordern. Am kommenden Wochenende wird der Pilotenverband Aeropers eine weitere Verhandlungsrunde mit der Swiss-Spitze bestreiten.

Am Montag kommuniziert Aeropers, ob zwischen Piloten und Swiss eine Einigung erzielt wurde - oder ob die Piloten wie angedroht in den Streik treten. (sda)

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Jacques Moretti wurde auch in der Schweiz bereits verurteilt – die Sonntagsnews
Mängel bei den Ermittlungen zur Brandkatastrophe in Crans-Montana, eine Verurteilung des Barbetreibers im 2016 und die Walliser Staatsanwaltschaft an der Kapazitätsgrenze: Das findet sich in den Sonntagszeitungen.
Akten zur Strafuntersuchung zum Brand von Crans-Montana VS haben laut der «NZZ am Sonntag» grosse Mängel bei den Ermittlungen aufgezeigt. Unter anderem seien die Smartphones der Betreiber der Bar erst acht Tage nach der Katastrophe beschlagnahmt worden, wie die Zeitung gestützt auf Ermittlungsakten schrieb. Die Staatsanwaltschaft habe die Mitglieder der Walliser Behörden zudem mit Samthandschuhen angefasst, urteilte die Zeitung. Der Sicherheitschef der Gemeinde habe zwei Tage nach dem Brand persönlich Dokumente zur Bar bei der Staatsanwaltschaft abliefern dürfen – obschon er sich in einem Interessenskonflikt befinde. Die Akten bestätigen laut der Zeitung zudem, dass die Staatsanwaltschaft offenbar die Autopsie der Opfer vergessen hatte. Die Dokumente lassen laut der «NZZ am Sonntag» weiter darauf schliessen, dass die Wohnung der Barbetreiber nicht durchsucht worden ist. Die Staatsanwaltschaft und die Anwälte der Barbetreiber nahmen demnach keine Stellung.
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