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Gaskosten für Schweizer Haushalte wegen Ukraine-Krieg explodiert

29.04.2022, 13:13
Bild: KEYSTONE

Die Preise an den europäischen Gas- und Strommärkten sind mit dem Ukraine-Krieg weiter in die Höhe geschossen. In der Folge müssen auch Schweizer Haushalte für das Heizen mit Gas tiefer in die Tasche greifen.

Beim Gas hatten die Turbulenzen an den Energiemärkten bereits Auswirkungen auf die Haushaltspreise. Beim Gasversorger Energie 360° etwa, der früheren Erdgas Zürich, stieg der Preis per 1. April innerhalb von sechs Monaten um 84 Prozent.

Die angespannte Lage an den Märkten werde sich auch in nächster Zeit in volatilen Preisen bemerkbar machen, sagte Unternehmenssprecher Michael Walser auf Anfrage der Nachrichtenagentur AWP.

Gaspreise werden monatlich angepasst

In der aktuellen Situation könnten die Gaspreise nicht mehr über mehrere Monate festgelegt werden. «Wir beurteilen die Lage laufend neu und passen die Gaspreise wenn nötig vorübergehend monatlich an.» Per 1. Mai gibt es aber zunächst keine weitere Erhöhung.

Die Stromtarife für Haushalte werden in der Schweiz derweil lediglich einmal jährlich für den Jahreswechsel festgelegt. Bei der nächsten Tarifrunde im Herbst will Energieministerin Simonetta Sommaruga (SP) genau beobachten, wie stark die Strompreise für Private steigen und welche Massnahmen es allenfalls zumindest für Haushalte mit tiefen Einkommen und für gewisse KMU braucht.

Wegen der steigenden Energiepreise rief der Bundesrat bereits eine Arbeitsgruppe ins Leben, die prüfen soll, ob es Massnahmen zur Entlastung von Härtefällen braucht. Eine Deckelung der Preise durch den Bund komme aber nicht in Frage, hiess es. (aeg/sda)

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19 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Bringyourlight
29.04.2022 14:57registriert März 2021
Dabei gibt es noch gar keine Knappheit, die Schweiz importiert munter weiter Gas aus dem Kriegstreiberland Russland.
Kann es sein, dass der Gasversorger Energie 360° Wucher betreibt? 84% in sechs Monaten ist völlig masslos, ich hoffe die Wettbewerbsaufsicht schaut sich das genau an, das schreit geradezu nach Preisabsprache und/oder Monopolausnutzung.
Die Energiefirmen werden unter dem Deckmäntelchen der Unsicherheit und des Krieges schön ihre Millionen scheffeln und die Bevölkerung ausbluten lassen, so viel ist sicher.
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Andi Weibel
29.04.2022 14:44registriert März 2018
Es wäre absurd, wenn der Bund Kosten für die Gaspreise übernehmen würde. Das wäre eine direkte Subventionierung von Putin.

Wenn schon, sollen einfach diejenigen unterstützt werden, welche wegen den Gaspreisen in existentiell Nöte geraten.
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infomann
29.04.2022 16:24registriert Juni 2015
Nur wenn es viel teuerer wirdlernen wir es!
Es führt kein Weg an Wasserkraft, Wind -und Sonnenenergie vorbei.
Es musste eine fürchterlichen Krieg geben, bis und die Augen geöffnet wurden.
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