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Radio- und TV-Gebühren: Serafe verschickt pro Monat 5000 falsche Rechnungen an Haushalte

Die Serafe AG, die Billag-Nachfolgerin, treibt die Radio- und TV-Gebühren ein und wird nach wie vor mit Reklamationen überhäuft.

Kari Kälin / ch media



Die zu Unrecht verrechnete Mehrwertsteuer auf Empfangsgebühren soll 2021 zurückbezahlt werden. So beantragt es der Bundesrat dem Parlament. (Themenbild)

Jeden Monat verschickt die Serafe, die für die Erhebung der Radio- und Fernsehabgaben zuständig ist, falsche Rechnungen. Bild: KEYSTONE

Mit ihrer Tätigkeit wird die Serafe AG nie einen Beliebtheitspreis gewinnen: Das Unternehmen erhebt die Radio- und TV-Gebühr, die seit Anfang 2019 jeder Haushalt entrichten muss egal, ob darin ein Radio, ein Fernseher oder ein anderes Empfangsgerät steht.

Die Serafe zieht den Unmut vieler Gebührenzahler aber auch aus einem anderen Grund auf sich: Nach wie vor verschickt die Billag-Nachfolgerin scharenweise fehlerhafte Rechnungen. Manchmal figurieren darauf zum Beispiel Personen, die zwar im gleichen Haus, aber nicht im gleichen Haushalt wohnen.

Pro Monat landen deshalb 5000 Beanstandungen auf dem Tisch der Firma, wie der Bundesrat in der Antwort auf eine Interpellation von Nationalrat Gregor Rutz schreibt. Immerhin: Tendenziell sinkt die Zahl der fehlerhaften Rechnungen und beträgt weniger als 1.5 Prozent pro Monat.

Bundesrat sieht Problem bei den Gemeinden

Der Bundesrat stärkt der Serafe AG nun den Rücken und macht die Einwohnerdienste für die Turbulenzen um die Rechnungen verantwortlich. Die richtige Adressierung hänge von der richtigen Datenlieferung der Gemeinden ab, hält er fest.

Und: «Die Serafe ist darauf angewiesen, dass sie jeden Monat korrekte, aktuelle Daten von den Gemeinden bekommt, da sie nur mit diesen Daten arbeiten darf.» Serafe-Sprecher Erich Heynen argumentiert ähnlich: «Die Rechnungen können maximal so gut sein wie die gelieferte Datenqualität», sagt Sprecher Erich Heynen.

Am Ursprung der falschen Rechnungen liegt ein Systemwechsel. Bei der Billag mussten sich die Haushalte selber anmelden. Ergo stimmten die Personenangaben. Seit dem Systemwechsel versendet die Serafe die Rechnungen aufgrund der Haushaltsdaten, die sie von den Einwohnerdiensten erhält. Der Bundesrat ortet nun das Hauptproblem bei fehlerhaften Gebäude- und Wohnungsidentifikationen. Die Serafe habe dieses Problem aber genauestens analysiert, um den Einwohnerdiensten eine möglichst präzise Rückmeldung geben zu können.

Die Serafe ihrerseits lobt in ihrem Jahresbericht die Gemeinden für stetige Verbesserungen. Viele seien stolz, dass sie sich dank fehlerfreien Daten wichtigeren Bürgeranliegen zuwenden dürften anstatt der Korrektur von Haushaltsdaten. Dennoch schiebt die Serafe einen derzeit einen Berg von rund 73'000 hängigen Anfragen zur Haushaltsbildung, zum Inkasso-Rhythmus und anderen Themen vor sich her.

Gemeinden seien nicht die Problemquelle

Zudem beklagen sich Kunden über lange Wartezeiten, wie das SRF-Konsumentenmagazin «Espresso» berichtete. Sprecher Heynen entgegnet, ausserhalb der erste drei Tage unmittelbar nach den monatlichen Rechnungszustellungen seien in den Call Center praktisch keine Wartezeiten mehr zu verzeichnen.

Carmela Schürmann ist stellvertretende Leiterin des Personemeldeamts der Stadt Zürich und Präsidentin des Verbandes der Schweizerischen Einwohnerdienste. Die Gemeinden erhielten noch immer häufig Anfragen wegen Serafe-Rechnungen. Sie sagt aber: «Wir führen die Einwohnerregister korrekt.»

Es stört sie deshalb, wenn die Gemeinden als Problemquelle ausgemacht werden. Schürmann weist darauf hin, dass allein in der Stadt Zürich jeden Monat über 10'000 neue Zu-, Um- und Wegzüger zählt. Es komme also zu Überschneidungen zwischen neuen und alten Mietern, die überdies zwei Wochen Zeit hätten, sich bei der Gemeinde neu anzumelden. Zudem würden die zuständigen Behörden auch die Gebäude und Wohnungsregister nicht immer in Echtzeit aktualisieren.

Kurzum: Für Schürmann ist klar, dass das Phänomen der fehlerhaften Rechnungen mit der gewählten Erhebungsmethode nie ganz verschwinden wird und den Gemeinden ein Mehraufwand bleiben wird. Auch sie stellt aber Verbesserungen fest.

36 Schwarzseher erwischt

Mit dem Wechsel auf die flächendeckende Radio- und TV-Gebühr entfällt für die Serafe die Aufgabe, Schwarzseher und -hörer zu ertappen. Ganz von der Bildfläche sind diese aber nicht verschwunden. Der Grund: In den ersten fünf Jahren nach Inkrafttreten des Systemwechsel können totale Radio- und TV-Abstinenzler ein Gesuch stellen, um von der Abgabe von derzeit 365 Franken befreit zu werden.

Bis Ende März dieses Jahres profitierten 5151 Haushalte von dieser Option. In Stichproben prüft das Bundesamt für Kommunikation (Bakom) aber, ob diese wirklich rein sind von allen technischen Errungenschaften, die daheim oder unterwegs Medienkonsum erlauben. Bis jetzt ertappte das Bakom 36 Schwarzseher und -hörer.

Die höchstmögliche Busse beträgt 5000 Franken. Zum schärfsten Mittel, zu Hausdurchsuchungen, musste der Bund nicht greifen, wie Sprecherin Silvia Canova mitteilt. Zum Vergleich: Noch im letzten Jahr unter dem Billagregime enttarnten deren Kontrolleure knapp 1000 fehlbare Haushalte.

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81
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    Alle Leser-Kommentare
  • Mitläufer 05.06.2020 05:13
    Highlight Highlight Werde nie vergessen, als ich die Gebühren meines toten Vaters nachzahlen musste. Mein Fehler, trotzdem pietätlos und lächerlich. Aber ich als Schweizer LIEBE es, für Sachen zu bezahlen, die ich nicht nur nicht benötige, sondern die ich gar strickt ablehne. Sozial nennt sich das glaube ich, zumindest von der anderen Seite aus. (Zahle gerne für tägliche, neutrale Nachrichten. Nicht aber für G&G, 25 Sender in allen 212 Landessprachen, etc)
  • freeLCT 04.06.2020 19:43
    Highlight Highlight Schalten wir diese Meldung mal auf die Ebene:

    Marktwirtschaft: mit realer Nachfrage, in welcher man sich darum bemüht, sich selbst nicht mehr Mehraufwände als nötig aufzuerlegen

    vs.

    Planwirtschaft: mit vorgegebener Nachfrage, in welcher man sich einen Dreck darum kümmern muss, denn der Schotter fliesst ja sowieso.


    Aber keine Angst, dieser Konflikt besteht effektiv nicht, denn die Marktwirtschaft kann ihre Energie innerhalb eines Zwangssystems gar nicht entfalten.

    Hauptsache das Schaf bekommt die Richtung vor, in welche es zu rennen hat.




  • Ranger55 04.06.2020 19:18
    Highlight Highlight Leider auch sehr schlechte Erfahrungen gemacht. Falsche Rechnungen, Mahnungen, Verwechslung mit Haushalten nach Korrektur etc. Die Hotline war entweder schlecht oder nicht erreichbar. Wenn man durchkam, wurde man oft schroff angemacht. Die letzte Dame war endlich hilfreich und vor allem kompetent. Die Korrekturen wurden vorgenommen und die alten Rechnungen / Mahnungen annulliert. Nach rund 14 Monaten ist die Angelegenheit endlich zur Zufriedenheit erledigt.
  • Don Alejandro 04.06.2020 16:15
    Highlight Highlight Soweit ich weiss wird ja jeder Erwachsene zur Kasse gebeten im Zeitalter der smart devices. Warum also nicht via Steuern? Ich erinnere mich noch an einen Besuch der Billag zu Studizeiten. Der Kontrolleur schaute in all meine Schränke und unter das Bett, ob doch nicht irgendwo ein Fernseher versteckt i Das waren noch Zeiten wie zur Fichenaffäre...
    • droull 04.06.2020 19:37
      Highlight Highlight bin jetz noch davon gekommen
  • Überlegemol 04.06.2020 16:00
    Highlight Highlight Wo ist das Problem? Unfähigen Firmen gehört der Auftrag entzogen. Serafe kassiert einen Haufen Kohle für ihre mise Leistung. Warum nicht einfach die Gebühr mit den Steuern verrechnen? Wozu braucht es überhaupt eine Inkassofirma? Kostet nur!!!
  • Therealmonti 04.06.2020 15:05
    Highlight Highlight Serafe braucht es nicht. Die TV- und
    Radiogebühr ist nichts anderes als eine Kopfsteuer. Also kann sie über die Steuerrechnung eingefordert werden.
  • Kiro Striked 04.06.2020 14:37
    Highlight Highlight Wie wird das eigentlich gesetzlich gerechtfertigt.

    Ich besitze weder Radio, noch TV Gerät. Habe aber einen Computer. Ich höre Musik per YT-Music und Schaue Videos auf Youtube, Serien auf Netflix, oder mal die Guilty Pleasure von "Auf Streife" *schäm* auf Sat 1 via PC mit Werbung.

    Dennoch muss ich pauschal für alle anderen mitbezahlen, für ein Angebot welches ich nutzen KÖNNTE aber nicht tue, quasi wie ein Fitnessabo was ich 1 Jahr Zahle aber nicht hingehe, nur obligatorisch. Finds unfair in dieser Form, dass ich noch mehr Geld abdrücken muss für eine "Steuer die keine ist".
    • The Destiny // Team Telegram 04.06.2020 16:12
      Highlight Highlight @Kiro, dito.
      Der Konsum muss bezahlt werden und nicht die Möglichkeit zu konsumieren!
    • Atavar 04.06.2020 16:47
      Highlight Highlight Mag störend wirken, ist aber Teil der Solidargemeinschaft.

      Wenn es nur noch privatwirtschaftliche Medien gäbe... Naja, ein Blick über den Teich oder schon nur nach GB reicht eigentlich aus um sich von dieser Wahnvorstellung dauerhaft kurieren zu lassen.

      Wenn wir schon dabei sind, die Solidargemeinschaft auszuhölen:
      - wieso bezahle ich ALV, wo ich doch arbeite
      - wieso gibt's Kindergeld aus Steuern, ich habe doch keine Kinder
      - wieso wird der ÖV subventioniert, ich fahre doch Auto
      - ...

      Merkst du selber?
    • Kiro Striked 04.06.2020 17:32
      Highlight Highlight @Atavar
      - Die ALV ist eine Versicherung, finde ich gut.

      - Der Rest wird aus STEUERN ausgeschüttet.

      Die Rundfunkgebühr ist weder eine Versicherung, obligatorisch oder nicht. Noch eine Steuer. Es ist eine, von einer Firma erhobene Gebühr, für etwas, was ich nicht konsumiere, nicht konsumieren werde, und nicht konsumieren möchte.

      Lieber Recherchiere ich selbst, wenn ich Infos möchte. Dafür ist das WWW nämlich bestens ausgestattet.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Talken 04.06.2020 13:58
    Highlight Highlight Nur schon unter den ersten Kommentaren wimmelt es von MärchenerzählerInnen. Den Artikel nicht gelesen und/oder nicht verstanden und schon auf die Hinterbeine stehen. Zum Glück schreibt niemand über eure Fehler, die ihr täglich macht und andere angepisst sind.
  • Walter Sahli 04.06.2020 13:58
    Highlight Highlight Boah, was für ein lächerliches Wutbürgergeheul in der Kommentarspalte! Als wärt Ihr bei Eurer Arbeit ohne Fehl und Tadel. Die Fehlerquote ist mit 1.5% weiss Gott nicht abartig hoch - schon gar nicht, wenn man die vielen Wohnungswechsel berücksichtigt!
    • BVB 04.06.2020 17:06
      Highlight Highlight Der einzige der lächerlich ist, ist der der andere Menschen wegen ihrer Meinung als "Gruppe X die ich nicht mag" abtut, obwohl die Meinung weder Leuten schadet noch unbegründet ist.
  • Silent_Revolution 04.06.2020 13:48
    Highlight Highlight Google Bewertung 1.2 Sterne bei 389 Rezensionen.

    Ist das Weltrekord?

    Ich verstehe aber nicht, was die Aufregung hier soll. Zu Zeiten des Abstimmungskampfes hat man sich hier auf Watson stets auf die Seite des Gebühreneintreibens durch eine Privatfirma gestellt.

    Jetzt einfach aus dem Serafe-Fanclub auszutreten ist feige.
    • sapperlord 04.06.2020 14:56
      Highlight Highlight mir machen diese (korrekten) Rechnungen nichts aus, aber fehlerhafte Rechnungen schon.
  • Goggwärgi 04.06.2020 13:16
    Highlight Highlight - Beanstandung mittels eingeschriebenem Brief im August 2019 and die Postadresse von Serafe gemäss Handelsregister. Nie eine Antzwort erhalten.
    - Telefonische Nachfrage: Völlig unprofessionelle Antwort und borniertes Verhalten seitens Serafe.
    • _andreas 04.06.2020 15:14
      Highlight Highlight Wenn du beim Eingeschriebenen Brief keine Antwort erhältst sollte die Sache für dich erledigt sein. Einfach Kopie des Schreibens und die Quittung aufbewahren.
  • taminomol 04.06.2020 12:47
    Highlight Highlight Würden die Gebühren pro Person und nicht pro Haushalt anfallen, währe das locker über die Steuern machbar. Ich verstehe nicht, wie man seit Jahren immer die selben Probleme hat und keine Lösung bringt. Bürokratie und Dienst nach Vorschrift wie aus dem Lehrbuch.
  • Kunibert der Fiese 04.06.2020 12:43
    Highlight Highlight Haha, habe letztens auch wieder eine rechnung gekriegt. Obwohl wir für unseren haushalt schon bezahlt haben.
  • FRILIE 04.06.2020 12:41
    Highlight Highlight Also die Serafe macht keinen guten Job. Man kann nicht um den heissenbrei reden. Und es ist ja auch teuer eine Firma für das anzustellen wenn man es von den Steuern günstig und kompetenter abrechnen kann. Wie unproduktiv ist unsere Schweiz?
  • Graf Zacharias von Zitzewitz 04.06.2020 12:38
    Highlight Highlight Ich würde zu gerne wissen, wer dermassen gute Connections zu unserer Landesregierung hat, dass man so einen Laden wie die Billag oder jetzt Serafe gründen und unterhalten kann, um damit staatliche PFLICHTabgaben (aka Steuern) einzutreiben. Warum nochmal sollte das Aufgabe der Privatwirtschaft sein?

    Eine vernünftige Erklärung für diese Kolossale Geldverschwendung - man denke nur mal daran, was das allein an Verwaltungsgebühren kostet - kann ich mir bis heute nicht zusammenreimen...
  • neutrino 04.06.2020 12:21
    Highlight Highlight Die Jungs haben einen Job.
  • K1aerer 04.06.2020 12:13
    Highlight Highlight Wieso braucht es überhaupt eine separate Firma, um die Gebühren einzutreiben? Das sind ja so oder so Steuern und keine Gebühren, entziehen kann man sich ja so oder so nicht mehr.
    • Ueli der Knecht 04.06.2020 13:28
      Highlight Highlight Wären es Steuern, dann müssten gemäss Verfassung diejenigen mit grösserem Einkommen auch mehr bezahlen.

      Dasselbe gilt auch für die Krankenkassenprämie. Auch das wären Steuern.

      Aber sowohl die Radio-/Fernseh-Gebühren, sowie die Krankenkassenprämien werden nicht nach Einkommen "versteuert" sondern pro Haushalt, bzw. pro Kopf.

      Das ist eine Benachteiligung, resp. eine Diskriminierung von wirtschaftlich Schwächergestellten, was die Verfassung ebenfalls verbieten würde.
    • Bits_and_More 04.06.2020 15:54
      Highlight Highlight Weil es keine Steuer ist. Die Gebühren sind zwecksgebunden, Steuern nicht. Das selbe gilt auch für die Krankenkassenprämien oder ganz einfache Abfallsäcke.
    • Don Alejandro 04.06.2020 20:34
      Highlight Highlight @Ueli der Knecht, gut auf den Punkt gebracht.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Marek Zeman 04.06.2020 12:04
    Highlight Highlight Ah schau an, die neue Gesellschaft macht den Job schlechter als die alte?

    Wechsel für nichts, topp. 🙄
  • Amras 04.06.2020 11:58
    Highlight Highlight Die erste Rechnung überhaupt von Serafe war an die falschen Personen gerichtet. Ich habe mich per E-Mail gemeldet. Auf diese E-Mail habe ich nie eine Antwort bekommen. In der Zwischenzeit bin ich umgezogen. Furchtbarer Saftladen.
  • Beat Stocker 04.06.2020 11:53
    Highlight Highlight Es kann auch ein Geschäftsmodell sein, falsche Rechnungen zu stellen. Ein Prozentsatz dieser Rechnungen wird anstandslos bezahlt, da nur wenige 'Buch führen' über die gelaufenen Rechnungen und ausstehenden Beträge.
    Spitze Zungen würden dieses 'Geschäftsmodell' auch geschäftsmässigen Betrug nennen.
  • O ¯\_(ツ)_/¯ O 04.06.2020 11:39
    Highlight Highlight Serafe macht mich auch stinkig, aber es ist gewiss weit ein nötiges Übel.
    Ich habe dafür einen Dauerauftrag gemacht, welcher wöchtentlich CHF 7.- der Serafe überweist. Leider ist es bei meiner Bank nicht möglich, täglich CHF 1.- zu überweisen :P
    • Talken 04.06.2020 14:00
      Highlight Highlight Wer für sowas Zeit hat dem sollten Ratenzahlungszuschläge von 20.00 Franken je Zahlung belastet werden. Dümmer als die Ch erlaubt.
    • AjFaxLU 04.06.2020 18:25
      Highlight Highlight Damit erhöhst du für alle anderen die Kosten.
    • Lisbon 04.06.2020 20:09
      Highlight Highlight Haha. Gute Idee. @Talken: ob man jetzt einen Einmalauftrag oder einen Dauerauftrag im ebanking erstellt spielt zeitlich keine Rolle.
  • Luzz 04.06.2020 10:51
    Highlight Highlight Ich hatte ca. im Juni letzten Jahres mal zwei Mails an Serafe gesendet bezüglich Vorgehen bei Erhalt der Rechnung kurz vor Zusammenzug zweier Haushalte. Bis heute nie eine Antwort erhalten. Wir haben dann einfach am alten Wohnort der einen Partei nur für die effektiv dort angemeldeten Tage anteilig die Serafe-Rechnung bezahlt statt der veranschlagten Fr. 365.- und bei der anderen Partei die volle Rechnung. Aber eine Rückmeldung wäre schön gewesen...
  • El Vals del Obrero 04.06.2020 10:43
    Highlight Highlight Mich hatte Serafe mit einer Nachbarin "verkuppelt". Sie reklamiert schon ständig deswegen aber trotzdem bekam ich noch nie eine Rechnung.

    Wenn sie das irgendwann mal schaffen zu korrigieren, kann ich wahrscheinlich einen vierstelligen Betrag nachbezahlen :(

    Ausser die Korrektur geht so lang, dass ein Teil dann schon verjährt ist :)
    • kobL 04.06.2020 11:57
      Highlight Highlight Dann hat wohl die Gemeinde die Daten falsch erfasst/geliefert, hast du da mal nachgefragt?
    • mukeleven 04.06.2020 12:18
      Highlight Highlight das ist eine “bring-schuld”, @kobL - keine “hol-schuld”.
    • kobL 04.06.2020 15:35
      Highlight Highlight Mal kurz nachgesehen: Verjährung nach 5 Jahren, 5% Verzugszins. Ob man auch als Schwarzseher gilt, weiss ich jetzt nicht so genau. Man wird, soweit ich das verstanden habe, nur gebüsst, wenn man sich von den Gebühren befreien lies und trotzdem ein empfangsfähiges Gerät besitzt.

      Mir ist es eigentlich egal, aber man könnte auch pro aktiv vorgehen, wenn man schon weiss, dass man Abgabepflichtig ist und noch keine Rechnung erhalten hat.
    Weitere Antworten anzeigen
  • ikea123 04.06.2020 10:31
    Highlight Highlight Machen einen besseren Job als die Bilag und verbessern nebenbei die Daten der Gemeinden. Effizienz hat ausserdem noch die Kosten für alle gesenkt. Weiter so.
  • Atavar 04.06.2020 10:19
    Highlight Highlight Was wir schon wussten:
    - Gemeinden können nix dafür
    - Serafe kann nix dafür

    Also muss es der böse Konsument sein. An ungepflegten Datenbanken in verstaubten Büros kann es nicht liegen. Natürlich! Wie konnte ich nur sowas denken...
    • Schlange12 04.06.2020 12:06
      Highlight Highlight Da kommt mir nur Beamtenmikado in Sinn. Wer sich bewegt hat verloren.
    • Talken 04.06.2020 14:01
      Highlight Highlight Du musst nicht von dir auf andere schliessen!
    • Schlange12 04.06.2020 18:49
      Highlight Highlight Ich hab was vernünftiges gelehrnt.
      Sie können gerne mal eine Tag bei mir mitarbeiten..
      Aber an der Reaktion sieht man, dass die Aussage genau bei Ihnen gepasst hat.
      Ander Frage. Welcher normale arbeitende Mensch kann um 14:01 ein post machen. Also ab an die Arbeit.
  • _andreas 04.06.2020 10:16
    Highlight Highlight Warum werden die Gebühren nicht einfach mit den Steuern abgerechnet? Das würde sicherlich sehr viele Problem lösen.
    • JayPi 04.06.2020 10:49
      Highlight Highlight Weil dann (rechtlich gesehen) der Staat die Medien finanziert und somit wären die Medien nicht mehr unabhängig.

      Sind sie natürlich auch so nicht, da die Gesetzgebung ja vom Staat kommt aber das sind Details.
    • fidget 04.06.2020 10:50
      Highlight Highlight Würde es mit den Steuern abgerechnet, ist es eine Kopfabgabe und keine Haushaltsabgabe. So müsste wieder ein komplett neues System ausgearbeitet werden.
    • Unicron 04.06.2020 11:33
      Highlight Highlight Warum werden die Steuern nicht einfach vom Lohn abgezogen? Das würde noch viel mehr Probleme lösen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Raphael Merz (1) 04.06.2020 09:58
    Highlight Highlight 10'00 sind

    10,00
    1'000
    10'000
    fehlbare Haushalte?
    • Unicron 04.06.2020 11:36
      Highlight Highlight Vielleicht 1,000 also einer?
      Egal welche der Optionen, ich find eigentlich alle erschreckend viel o_O
      Wenn das 10'000 waren, sind das ja 27 am Tag, wenn die Kontrolleure 7 Tage die Woche arbeiten.
      Kann ja fast nicht sein.
  • DeeMind 04.06.2020 09:57
    Highlight Highlight Also, pro Haushalt ist die Gebühr zu entrichten. Warum löst man das Problem also nicht über die Steuerrechnung? Dann löst man damit auch gleichzeitig nicht deklarierte WGs, so denn dies eines ist.
    Oder man löst das Ganze direkt über die Post, denn diese hat stets die korrekten Adressen. Warum nicht?
    • fidget 04.06.2020 10:54
      Highlight Highlight Man könnte es sicherlich mit den Steuern einfordern, jedoch wäre es dann keine Gebühr pro Haushalt, sondern pro Kopf. Da gibt es dann wieder ganz andere Probleme.
      Wie hoch soll die Gebühr sein? Pauschal oder Prozentual? Einige Haushalte würden vielleicht sogar mehr bezahlen als heute.
    • kobL 04.06.2020 12:04
      Highlight Highlight Auch die Post hat nicht stets die korrekten Adressen. Gerade wenn es sich um ein Einfamilienhaus handelt, spielt der Name keine grosse Rolle. In einer ehemaligen WG wurde noch Jahrelang nach Auszug Post von Ex-Bewohnern zugestellt. Zudem kann man grundsätzlich auch mehrere Adressen haben, wenn man z.B. bei den Eltern auszieht. Und Nachsendeaufträge laufen nach einem Jahr auch aus, dann wird die Sendung wieder versucht an der angegebenen Adresse zuzustellen. Und auch mit Nachsendeaufträgen werden Sendungen falsch zugestellt, zum Glück haben mir die ehemaligen Mitbewohner dies dann mitgeteilt :)
    • DeeMind 04.06.2020 12:29
      Highlight Highlight An kobL: Alles gut und recht, aber trifft nicht meine Aussage: Pro Haushalt. Da ist egal wie viele da wohnen und letztlich auch wer.
      Verschiedenen Wohnadressen ist auch kein Problem, denn jeder hat nur einen Hauptwohnsitz und der andere ist bei der Einwohnerkontrolle deklariert. Das Steueramt weiss das dann also ebenfalls. Einerseits weil sie dieselben Daten nutzen und andererseits weil man es in der Steuererklärung so deklarieren muss.
      Und das mit den falschen Adressen 'auch bei der Post'. Da hast du völlig recht, doch deren Qualität ist trotzdem eine der besten weil sie jeden Tag da hingeht
    Weitere Antworten anzeigen
  • Q anon = B annon 04.06.2020 09:57
    Highlight Highlight habe am Dienstag eine Rechnung erhalten. Bin immer noch sprachlos. Die wollen Fr. 720.- von mir!
    Teilweise für letztes Jahr, dieses jahr und noch für teile vom nächstem Jahr. Verstehe die Rechnung noch nicht, aber bin schon angepisst!
    Scheint ein Sauladen zu sein.
    • Meroë 04.06.2020 10:52
      Highlight Highlight Genau dasselbe ist mir auch passiert. Fr. 720.-! Ich hab's mir genau angeschaut, die Forderung war korrekt. Ich kann mir das glücklicherweise leisten, aber es gibt bestimmt genügend Leute, die nicht einfach mal so Fr. 720.- auf einmal bezahlen können?!
    • nukular 04.06.2020 11:13
      Highlight Highlight von mir wollens 2100fr...(!1!1)^^ habe einfach nicht mehr reagiert seit der brief vor 8 monaten kam.. seither kam auch nix mehr...
    • _andreas 04.06.2020 11:54
      Highlight Highlight @Blue Sun: War bei mir genauso. Einfach selbst schauen das man nicht zuviel bezahlt. Kommen ungerechgfertigte Forderungen, Eingeschriebener Brief mit Belegen und 20.- Rechnung für den Aufwand. Mach ich mitlerweile immer so, nicht nur bei Serafe. Und man glaubt es kaum, manche bezahlen das sogar oder geben eine Gutschrift 😅
    Weitere Antworten anzeigen
  • db13 04.06.2020 09:49
    Highlight Highlight Liesse sich nicht ein schöner Batzen sparen, wenn man die Gebühren über die Steuern einziehen würde? Ohne dieses unnötige Kasperlitheater mit den Rechnungen?
    • nukular 04.06.2020 11:15
      Highlight Highlight es wäre noch einfacher, wenn man einfach nur dies bezahlen müsste was man konsumiert.. ich habe daheim ein internetanschluss mit netflix und co.. wenn mich dann mal was auf srf intressiert, wäre ich mehr als nur bereit für die eine sendung zu bezahlen.. aber sicher nicht 365fr für niente...

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