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Für «heiteres Community-Umfeld»: Twitter-Pendant Weibo verbannt homosexuelle Inhalte



Der chinesische Kurznachrichtendienst Weibo will homosexuelle Inhalte verbannen. In den am späten Freitagabend veröffentlichten neuen Richtlinien heisst es, die Plattform werde für einen Drei-Monats-Zeitraum Comics, Spiele, Texte und Videos sehr genau auf Pornografie, «blutige Gewalt» und Homosexualität hin überwachen.

Die «Säuberung» diene dazu, «ein heiteres und harmonisches Community-Umfeld» zu schaffen. Internetnutzer reagierten mit dem Hashtag «#Ichbinschwul». Solche Posts kamen in wenigen Stunden auf 130 Millionen Clicks und 135'000 Kommentare.

«Als ein Mitglied dieser Gruppe bin ich stolz, bin ich glorreich ... ich weigere mich, diskriminiert oder missverstanden zu werden», schrieb ein User.

In China ist Homosexualität seit 1997 straffrei. Gleichwohl sehen sich Lesben, Schwule, Bi- und Transsexuelle (LGBT) immer noch mit einem Tabu belegt. Nach einer Studie des Pew-Instituts glaubten 2013 nur 21 Prozent der Chinesen, dass die Gesellschaft Homosexualität akzeptiere. (wst/sda/dpa)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Ueli der Knecht 14.04.2018 23:42
    Highlight Highlight "In China ist Homosexualität seit 1997 straffrei. Gleichwohl sehen sich Lesben, Schwule, Bi- und Transsexuelle (LGBT) immer noch mit einem Tabu belegt."

    Ja natürlich, das Feindbild Chinesen, ganz nach dem Motto: "den Splitter im fremden Auge, aber nicht den Balken im eigenen sehen."

    Homosexualität in der Schweiz:

    In der Schweiz ist Homosexualität seit 1992 straffrei. Gleichwohl sehen sich Lesben, Schwule, Bi- und Transsexuelle (LGBT) immer noch mit einem Tabu belegt. Homophob motivierte Übergriffe nehmen zu.

    https://www.tagesanzeiger.ch/sonntagszeitung/der-heimliche-hass/story/13014483
  • Fabio74 14.04.2018 21:45
    Highlight Highlight nix neues in totalitären Staaten
    • Ueli der Knecht 14.04.2018 23:51
      Highlight Highlight Die Situation in der Schweiz ist ganz ähnlich. Totalitärer Staat? Oder bedienst du hier einfach Vorurteile für ein Feindbild?

      In der Schweiz glauben zwar vermutlich mehr als 21% der Bevölkerung, dass Homosexualität akzeptiert sei. Allerdings ist damit bloss gemeint, dass sie Homosexuelle akzeptieren würden, solange die nicht in der Öffentlichkeit schwul tun.

      Frag mal Schwule, ob sie sich wagen würden, in der Öffentlichkeit Händchen zu halten. Oder wie die Leute reagieren, wenn sie sich in der Öffentlichkeit küssen.

      Und Homosexualität ist in der Schweiz auch erst seit 1992 straffrei.

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