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Beide sorgten in ihren Kantonen für eine Premiere als Frau im Nationalrat: Manuela Weichelt-Picard (Zug) und Monika Rüegger (Obwalden).
Beide sorgten in ihren Kantonen für eine Premiere als Frau im Nationalrat: Manuela Weichelt-Picard (Zug) und Monika Rüegger (Obwalden). Bild: watson / keystone
Die Welt in Karten

41,5% Frauen im Parlament – so steht die Schweiz jetzt im internationalen Vergleich da

20 Sitze haben die Frauen bei den Wahlen 2019 im Nationalrat zugelegt. Der Frauenanteil in der grossen Kammer stieg von 32,5 auf 41,5 Prozent – ein historischer Sprung. Doch im weltweiten Vergleich reicht es nicht nach ganz vorne.
21.10.2019, 10:0121.10.2019, 12:56
Lea Senn
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Die Schweiz hat gestern im weltweiten Ranking, was den Frauenanteil im Parlament betrifft, einen grossen Satz gemacht – von Rang 38 auf 16.

Den weltweit höchsten Frauenanteil im Parlament hat der afrikanische Staat Ruanda. 49 von 80 Sitzen im Parlament werden von Frauen besetzt. Diese Platzierung ist das Ergebnis von jahrelangem Kampf für Gleichberechtigung – erreicht wird das durch obligatorische Trainingsprogramme für Ehepaare in Ruanda, in welchen Themen wie Gewalt gegen Frauen oder deren Bildung besprochen werden.

Trotz einigem Widerstand zeigen die Programme in Ruanda Wirkung. Die Anzahl Unternehmerinnen steigt seit Jahren. Und auch im Parlament konnten Frauen schon vieles erreichen: Vergewaltigung – früher ein Kavaliersdelikt – wird heute beispielsweise hart bestraft.

Am anderen Ende der Tabelle stehen der Inselstaat Vanuatu, Papua-Neuguinea und die Föderierten Staaten von Mikronesien, die allesamt über keine Entscheidungsträgerinnen verfügen. Danach folgen zwei Staaten der arabischen Halbinsel: Jemen (1 Frau von 301 Parlamentarier) und Oman (1 Frau von 85 Parlamentarier).

Das aktuellste Ranking ist vom 1. September 2019. Wir haben die Ergebnisse der gestrigen Wahlen mit eingerechnet, allfällige Wahlen anderer Länder aus den letzten Wochen sind noch nicht berücksichtigt.

  1. Ruanda: 61,25%
  2. Kuba: 53,22%
  3. Bolivien: 53,08%
  4. Andorra: 50%
  5. Mexiko: 48,2%
  6. Spanien: 47,43%
  7. Schweden: 47,28%
  8. Finnland: 47%
  9. Grenada: 46,67%
  10. Namibia: 46,15%

Diese Staaten stehen am Ende der Liste:

  1. Vanuatu, Papua-Neuguinea, Föderierte Staaten von Mikronesien: 0%
  2. Jemen: 0,33%
  3. Oman: 1,18%
  4. Haiti: 2,54%
  5. Nigeria: 3,38%
  6. Salomon-Inseln: 4%
  7. Malediven: 4,6%
  8. Kuwait: 4,62%
  9. Libanon: 4,69%
  10. Sri Lanka: 5,33%

Die komplette Liste der Inter-Parliamentary Union aus Genf befindet sich auf deren Website.

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Wahlen im Iran: Diese Frauen heizen den Mullahs ein

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Wahlen im Iran: Diese Frauen heizen den Mullahs ein
quelle: ap/ap / ebrahim noroozi
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Streikende Parlamentarierinnen Frauenstreik 2019

Video: srf

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33 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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RichiZueri
21.10.2019 10:18registriert September 2019
Schön gleicht sich das also langsam aus bei uns!
Doch egal ob Frau oder Mann, Linke, Rechte oder Grüne, Hauptsache die Richtigen wurden gewählt und vertreten nun die Volksinteressen in Bundesbern. Und dies gilt es nun für alle zu beweisen.
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Padcat
21.10.2019 10:15registriert Dezember 2014
Super Artikel Danke!

Mir ist aufgefallen dass die Türkei in der Grafik mit "Truthahn" beschriftet ist, Danke für den Schmunzler =)
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Simsalabum
21.10.2019 11:54registriert September 2015
42% der Nationalräte sind Frauen. Auf den Listen waren die Frauen zu 40% vertreten. Für mich zeigt es, dass wir Schweizer unabhängig vom Geschlecht gewählt haben. Das finde ich schlussendlich von grösserer Bedeutung, denn es spricht für mich für Nachhaltigkeit. Eine festgelegte Frauenquote wäre reine Kosmetik.
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