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Trockenheit gibt es in den Alpen laut Studie schon seit 3000 Jahren

A hiking trail leads through larches, pictured on Foppa in the surrounding area of the planned new national park "Parc Adula" in the Val Malvaglia in Serravalle, Switzerland, on November 3,  ...
Im Alpenraum gibt es langfristig betrachtet immer wieder Trockenperioden.Bild: KEYSTONE

Dürreperioden in den Alpen gibt es laut Forschern seit 3000 Jahren

04.04.2025, 22:0804.04.2025, 22:08

Trockene und heisse Sommer wie in den Jahren 2003, 2015 und 2018 erscheinen den derzeit im Alpenraum lebenden Menschen aussergewöhnlich. Sie sind es aber über längere Zeit hinweg betrachtet nicht, wie eine neue Studie mit Beteiligung der Universität Bern zeigt.

Analysen von bis zu 9000 Jahre alten Holzstücken aus dem Alpenraum zeigten, dass die Sommer im Alpenraum bis etwa ins Jahr 3000 vor Christus relativ feucht gewesen waren. Das teilte die Universität Innsbruck (Ö) am Freitag mit.

Regelmässig feucht und trocken

Seit 3000 vor Christus zeichne sich ein langfristiger Austrocknungstrend ab, charakterisiert von mehreren markanten Feucht- und Trockenphasen. Insofern seien aktuelle Dürreperioden über die ganzen 9000 Jahre hinweg gesehen laut der Studie «nicht einzigartig».

Hauptautor der Studie ist der Paläoklimatologe Tito Arosio, der nach Aufenthalten an den Universitäten von Bern und Cambridge nun an der Schweizer Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft (WSL) tätig ist. Er und sein Team nahmen allein an der Uni Bern während acht Jahren Messungen von Isotopenwerten in Hölzern eines Archivs der Universität Innsbruck vor.

Isotopen liefern Erkenntnisse

Die bei der Holzbildung eingebauten Sauerstoffisotope zeigen nämlich laut der Mitteilung empfindlich die Verdunstungsverhältnisse während des Wachstums an. Sie sind daher Indikatoren für saisonale klimatische Bedingungen.

Jeweils entlang der Jahrringe schnitten die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler die Lächen- und Arvenhölzer auf und extrahierten in mehreren Schritten den Hauptbestandteil der Zellwände von Jahrringen, die Zellulose. Anschliessend wurde mittels Massenspektronomie ermittelt, wie viel von jeder Isotopenform vorhanden ist.

Publiziert wurde die Studie mit dem Titel «Tree-ring stable isotopes from the European Alps reveal long-term summer drying over the Holocene» am Freitag in der Fachzeitschrift «Sciences Advances».

(vro/sda)

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