Wissen
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Er sieht 🙎‍♂️ unterdrückt und glaubt, dass 🙎‍♀️ früher glücklicher waren: Jordan Peterson

Die einen hängen an seinen Lippen, die anderen möchten ihm an die Gurgel: Der kanadische Psychologe Jordan Peterson (56) ist der wohl umstrittenste Intellektuelle der Gegenwart. Nun tritt er in Zürich auf.

Yannick Nock / ch media



Warum nicht das Nützliche mit dem Unangenehmen verbinden? Eigentlich wollte der Psychologe Jordan Peterson erst im Frühling Halt in der Schweiz machen. Weil seine Tochter diese Tage allerdings in Zürich operiert wird, tritt er schon diesen Samstag auf.

Die einen hängen an seinen Lippen, die anderen möchten ihm an die Gurgel: Der kanadische Psychologe Jordan Peterson (56) ist der wohl umstrittenste Intellektuelle der Gegenwart. Nun tritt er in Zürich auf.

Verehrt und verachtet: Jordan Petersen. Bild: zvg

Trotz der kurzfristigen Ansetzung war die Veranstaltung im Volkshaus innert kürzester Zeit ausverkauft. Egal wo Peterson in den vergangenen Monaten aufgetreten ist, in Australien, Europa oder in den USA: Überall waren die Hallen bis zum letzten Platz gefüllt. Der 56-Jährige wird von Millionen verehrt – und von mindestens so vielen verachtet.

Doch woher rührt der Hass? Peterson sieht junge Männer von Feministinnen unterdrückt. Er glaubt, an den Universitäten werde eine radikal linke Ideologie installiert. Und er sagt, Frauen seien in den 50er- und 60er-Jahren glücklicher gewesen als heute. Ach ja, und dass Frauen weniger verdienen als Männer, habe nichts mit ihrem Geschlecht zu tun. Noch Fragen?

Längst füllen Berichte über Peterson die Feuilletons dieser Welt: Für die «NZZ» ist er ein «Akademischer Rockstar». Der britische «Guardian» nennt ihn den «Selbsthilfe-Guru, den wir gerne hassen». Die «WOZ» titelte: «Dieser Mann sucht Prügel.» Und die «New York Times» nennt ihn den «einflussreichsten Intellektuellen der Gegenwart».

«Studierende werden wie in einem Kult indoktriniert.»

Jordan Petersen

Viele Medienanfragen lehnt Peterson ab, für diese Zeitung macht er aber eine Ausnahme: «Ich bewundere die Schweiz und ihre Eigenständigkeit», sagt er am Telefon. «Ihr wisst offenbar um ihren Wert.» Oft spricht Peterson davon, Dinge selbst in die Hand zu nehmen. Sich bloss nie ergeben, nein, dagegenhalten, kämpfen. «Lean, mean fighting machine» (schlanke, böse Kampfmaschine) nennen ihn denn auch Freunde und Feinde. Einmal schmeichelhaft, einmal schmähend gemeint.

Steh aufrecht, lüge nicht

Berühmt gemacht hat ihn sein Kampf gegen politische Korrektheit. Die kanadische Regierung wollte im Sommer 2017 die Bevölkerung per Gesetz dazu verpflichten, Menschen mit dem von ihnen bevorzugten Personalpronomen anzureden. Lieber würde er ins Gefängnis gehen, als sich dieser linksradikalen Ideologie zu unterwerfen, sagte Peterson. Betroffen seien vor allem die Hochschulen.

Linke Aktivisten würden die akademischen Standards dermassen senken, dass Gender-Studies kaum mehr einen akademischen Wert hätten. «Studierende werden wie in einem Kult indoktriniert.» Wenn es so weitergehe, werde es in 15 Jahren gar keine Männer mehr in den Geistes- und Sozialwissenschaften geben.

Gilt das auch für die Schweizer Hochschulen? «Die kenne ich nicht im Detail», sagt er. Allerdings habe er auf seiner Tour festgestellt, dass so gut wie alle westlichen Universitäten betroffen seien. Aber diese Schlacht möchte der Professor für klinische Psychologie nicht in den Hörsälen schlagen. «Wer mit mir sprechen will, kann meine Veranstaltungen besuchen», sagt er. «Ich brauche keine verrückten Proteste oder Menschen, die mich anschreien.» Das habe er in Kanada zur Genüge erlebt.

In Zürich wird er, wie auf allen seinen Stationen, über sein neues Buch sprechen: «12 Rules for Life», heisst der Bestseller, der zurzeit in über 45 Sprachen übersetzt wird. Es soll den Menschen Halt und Struktur geben. Allerdings klingen viele der Regeln banal: «Steh aufrecht und mach die Schultern breit», «Sag die Wahrheit – oder lüge zumindest nicht» oder «Räum erst mal dein Zimmer auf, ehe du die Welt kritisierst», heisst es darin. Bahnbrechend ist das nicht. «Die Leute spüren, dass diese Regeln richtig sind», erwidert Peterson. Er liefere den intellektuellen Hintergrund. «Die Menschen lechzen nach Orientierung.»

Er hat Demagogen studiert

Doch so simpel gestrickt, wie es seine 12 Regeln sind, ist der Kanadier nicht. Er kann Menschen fesseln, wie es nur wenigen gelingt. Ein Journalist des «Magazins» konnte es kaum fassen: «Dieser Mann kroch in meine Träume, wie ich es seit meiner Kindheit nicht mehr kannte», schreibt er. «Obwohl ich doch im Grunde alles ablehne, wofür Peterson steht, war ich in seinen Fängen.»

Andere lässt Petersons rhetorische Gewalt hingegen erschaudern. «Ich war sein grösster Unterstützer, jetzt halte ich ihn für gefährlich», sagt der ehemalige Leiter seiner Fakultät in Toronto. «Peterson hat autoritäre Demagogen studiert und von ihnen gelernt, besonders was den Umgang mit Massen angeht.» Dem widerspricht Peterson. Ihm sei jede Ideologie zuwider. «Denkt die Dinge durch, bevor ihr sprecht, und bildet euch eure eigene Meinung.» Aber ja, er wisse tatsächlich, wie man ein Publikum fesselt.

Das wird er wohl auch am Samstagabend in Zürich beweisen. Und Peterson hat schon Lust auf mehr: «Es wird nicht das letzte Mal sein, dass ich in die Schweiz komme.» Im Mai oder Juni wolle er erneut auftreten – wenn möglich in mehreren Städten. 

Fake News - So einfach ist es heutzutage alle zu täuschen

abspielen

Video: srf

Das könnte dich auch interessieren:

Neuer Kampfjet: Parlament entscheidet im Überschall-Tempo

Link zum Artikel

Wo stand die erste Manor-Filiale der Schweiz? Und wo McDonald's? Die grosse Übersicht

Link zum Artikel

Thomas Cooks Pleite und die «grösste Rückführungsaktion seit dem WWII» – 6 Antworten

Link zum Artikel

«Schwarzer Tag»: Manor schliesst Standort Zürich Bahnhofstrasse Ende Januar 2020

Link zum Artikel

Schweizer verschwindet auf LSD-Trip im Disneyland – und landet hart wieder in der Realität

Link zum Artikel

Roger Köppel sprengt die Zürcher Ständerats-«Arena» – zumindest fast

Link zum Artikel

Diese 9 Food Trucks aus New York wünschen wir uns in der Schweiz (weil absolut 🤤)

Link zum Artikel

Federer/Nadal necken sich wie ein altes Ehepaar und McEnroe will «ihre Karrieren beenden»

Link zum Artikel

«Kein Brexit ohne Parlament!» John Bercow sagt Johnson in Zürich den Kampf an

Link zum Artikel

St. Galler Polizist schiesst sich aus Versehen in den Oberschenkel

Link zum Artikel

Die lange Reise der Schiedsrichter-Pfeife an die Rugby-WM nach Japan

Link zum Artikel

Eins vor Tod will ich Sex und (eventuell) eine Ohrfeige

Link zum Artikel

CVP fährt grosse Negativ-Kampagne gegen andere Parteien – die Reaktionen sind heftig

Link zum Artikel

Wo du in dieser Saison Champions League und Europa League sehen kannst

Link zum Artikel

Migros Aare baut rund 300 Arbeitsplätze ab

Link zum Artikel

Eine Untergrund-Industrie plündert Banking-Apps wie Revolut – so gehen die Betrüger vor

Link zum Artikel

YB droht Bickel mit Gericht, nachdem er als Sportchef 40 Mio. verlochte

Link zum Artikel

Warum wir bald wieder über den Schweizer Pass reden werden

Link zum Artikel

«Ich hatte Sex mit dem Ex meiner besten Freundin…»

Link zum Artikel

Die amerikanische Agentin, die Frankreichs Résistance aufbaute

Link zum Artikel

Matheproblem um die Zahl 42 geknackt

Link zum Artikel

Wie gut kennst du dich in der Schweiz aus? Diese 11 Rätsel zeigen es dir

Link zum Artikel

«In der Schweiz gibt es zu viel Old Money und zu wenig Smart Money»

Link zum Artikel

So schneiden die Politiker im Franz-Test ab – wärst du besser?

Link zum Artikel

Röstigraben im Bundeshaus: «Sobald ich auf Deutsch wechsle, sinkt der Lärm um 10 Dezibel»

Link zum Artikel

So erklärt das OK der Hockey-WM in der Schweiz die Ähnlichkeit zum Tim-Hortons-Spot

Link zum Artikel

Die Geschichte von «Ausbrecherkönig» Walter Stürm und seinem traurigen Ende

Link zum Artikel

«Informiert euch!»: Greta liest den Amerikanern bei Trevor Noah die Leviten

Link zum Artikel

Keine Angst vor Freitag, dem 13.! Diese 13 Menschen haben bereits alles Pech aufgebraucht

Link zum Artikel

Der Kampf einer indonesischen Insel gegen den Plastik

Link zum Artikel

«Ich bin … wie soll ich es sagen … so ein bisschen ein Arschloch-Spieler»

Link zum Artikel

Alles, was du über die neuen iPhones und den «Netflix-Killer» von Apple wissen musst

Link zum Artikel

15 Bilder, die zeigen, wie wunderschön und gleichzeitig brutal die Natur ist

Link zum Artikel

Shaqiri? Xhaka? Von wegen! Zwei Torhüter sind die besten Schweizer bei «FIFA 20»

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Abonniere unseren Newsletter

93
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
93Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Nala7 19.01.2019 13:02
    Highlight Highlight Mit dem was er sagt und wie er sich gegenüber Minderheiten verhält widerlegt er sich doch selbst und bestätigt viele Konzepte wie das der hegemonialen Männlichkeit nach Connell, die Basis der Gender Studies sind.
  • äxgüsi 19.01.2019 12:50
    Highlight Highlight Wirds aufgezeichnet?
    • äxgüsi 19.01.2019 20:05
      Highlight Highlight Wieso die Blitze? Mich interessiert vorallem was für ein Publikum er in der Schweiz findet.
    • Juliet Bravo 19.01.2019 23:48
      Highlight Highlight Sein Publikum: Männer, die nicht damit klarkommen, dass Respekt und gleiche Behandlung für alle Menschen richtig und wichtig sind vielleicht, und ein Problem mit Gleichberechtigung der Geschlechter haben?
  • Sapere Aude 19.01.2019 10:45
    Highlight Highlight Sehe keinen grossen Unterschied zwischen Peterson und den von ihm kritisierten Social Justice Warrior. Eloquent mag er zwar sein, seine Ausführungen und Begründungen verdienen wenn überhaupt das Prädikat "Populärwissenschaftlich". Alleine sein Hummerbeispiel ist so beliebig, da streuben sich die Haare.
    • Menel 19.01.2019 20:46
      Highlight Highlight In seinem Fachbereich hat er ja selbst nicht wirklich was "gerissen", bekommt jetzt aber Fame in Sparten, von denen er schlicht keine Ahnung hat und sich daher an veraltetem Wissen bedient.
    • Juliet Bravo 19.01.2019 23:51
      Highlight Highlight Es ist weder wissenschaftlich noch ist es eine intellektuelle Leistung, eher dieses bemitleidenswerte arme Männer Ding.
    • Juliet Bravo 19.01.2019 23:55
      Highlight Highlight Er spielt in der Wissenschaft keine Rolle und kreiert seine Ideologie der „armen Männer“.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Janis Joplin 19.01.2019 10:28
    Highlight Highlight Frauen waren früher glücklicher? Klar doch Jordan, dann führ doch das "Frauengold" wieder ein...
    Und vor allem räum dein eigenes oberes Stübchen zwecks Selbstkritik auf. Ich brauch keinen Führer - was du so schön in "nach Orientierung lechzen" umformuliert hast - vielleicht hast du mehr Glück bei den INCELs...
  • Dong 19.01.2019 10:08
    Highlight Highlight Im tiefen Graben zwischen links und rechts können wir einen Ketzer wie Peterson gut gebrauchen.
    Er bringt halt konservative Werte, welche nicht unbedingt schlecht sind, und ich sehe darin nichts gefährliches. Ganz grundsätzlich finde ich eher die Leute spannend, die eben gerade NICHT meine eigene Meinung spiegeln (solange die Debatte respektvoll bleibt).
  • Todesstern 19.01.2019 09:45
    Highlight Highlight Das Problem liegt wohl bei der Kontrolle der Massen. Ziel und orientierungslose Menschen, lassen sich ganz einfach steuern oder unterwerfen.

    Man kann heute beobachten, dass heute nicht mir die Religion die Angst verbreitet.

    Sondern die Riesenkonzerne die Angst in Form von Existenzängsten verbreiten.

    So kreiert man einen Planeten voller williger nicht mehr selbst denker Sklaven.

    Das absolut beste Werkzeug für Kontrolle haben wir alle in der Hosentasche, das Smartphone.
  • wolge 19.01.2019 07:15
    Highlight Highlight Lest besser Reinventing Organizations von Frederic Laloux. Er zeigt auf, dass es auch anders gehen und erst noch wirtschaftlich sehr erfolgreich sein kann
  • DemonCore 19.01.2019 02:39
    Highlight Highlight Wenn man Menschen finden will, die eben nicht selber denken können oder wollen muss man nur an eine Peterson-Veranstaltung gehen. 'Wahr ist nur was sich evolutionär durchsetzt' solche und ähnliche Wortklaubereien wecken in mir Gewaltfantasien. Mit seiner Haltung bezüglich SJW Double-Good-Speak bin ich aber einverstanden. Ironischerweise macht er sich selbst dessen schuldig was er den 'Neo-Marxisten' vorwirft: Sprachvergewaltigung.
  • Pointer 18.01.2019 20:48
    Highlight Highlight 🙎‍♂️ und 🙎‍♀️. Was ist nur aus den guten alten Buchstaben geworden?
    • esmereldat 19.01.2019 10:27
      Highlight Highlight Vor allem siehts bei mir so aus....
      Benutzer Bild
  • Juliet Bravo 18.01.2019 20:46
    Highlight Highlight Armer reaktionärer Kerl. Intellektuell oder wissenschaftlich ist jetzt daran was genau?
    • just sayin' 18.01.2019 22:52
      Highlight Highlight google ist dein freund!

      wer sich nur ein wenig mit peterson auseinandersetzt, merkt schnell, dass er eines nicht ist:

      ein armer reaktionärer kerl
    • Juliet Bravo 19.01.2019 23:42
      Highlight Highlight Dann kannst du mich sicher auch gerne aufklären, was daran entweder wissenschaftlich oder gar eine intellektuelle Leistung ist? Ich sehe es leider nicht.
  • Füdlifingerfritz 18.01.2019 18:11
    Highlight Highlight "Ach ja, und dass Frauen weniger verdienen als Männer, habe nichts mit ihrem Geschlecht zu tun."
    Öhmja, ist ja auch nur ein zigfach wissenschaftlich belegter Fakt.
  • Maracuja 18.01.2019 17:44
    Highlight Highlight «Die Menschen lechzen nach Orientierung.»

    Nein, nicht DIE Menschen. Nur eine Minderheit ist offensichtlich so orientierungslos, dass sie Geld für Ratgeber mit Tipps wie „Steh aufrecht und mach die Schultern breit“ zum Fenster rauswirft. In etwa ähnlich wie Menschen, die sich von Influencern inspirieren lassen um ihren „eigenen“ Stil zu finden.
    • Rabbi Jussuf 18.01.2019 19:51
      Highlight Highlight Nur eine Minderheit?
      Das ist dann aber eine ziemlich grosse Minderheit. Denk nur an die riesige Abteilung für Lebenshilfe in den Buchläden.
      Dann sollten wir auch die nicht vergessen, die meinen eine Orientierung gefunden zu haben und mit leeren Worthülsen um sich werfen.
    • Maracuja 19.01.2019 16:36
      Highlight Highlight @Rabbi Jussuf

      ja, die Ratgeber-Abteilungen sind riesig. Aber es gibt auch breite Schichten, die kaum je eine Buchhandlung betreten.

      @Aluhut

      Ich schere nicht alle Psychologen über einen Kamm. Schreibt ja nicht jeder Bücher von obigem Niveau.
  • dinner for one MGTOW 18.01.2019 17:37
    Highlight Highlight Ich mag den Typen nicht. Der mein als Mann soll man Verantwortung für die Gesellschaft und Familie übernehmen, viel arbeiten und brav dienen. Der hat schon tausende Männer dazu motiviert ihr eigenes Leben in Dienste anderer zu stellen zu Heiraten und von den Familiengerichten geplündert und versklavt zu werden. Ein traditioneller Idealist der die aktuelle Lage für Männer komplett ignoriert.
  • Mate 18.01.2019 17:35
    Highlight Highlight Solange die Identitätspolitik die Linken beherrscht, sind Personen wie er enorm wichtig. Auch wenn seine Ansichten zu Religion und Klimawandel nicht meinen entsprechen.
  • wolge 18.01.2019 17:27
    Highlight Highlight Ohje... Liest lieber Reinventing Organizations von Frederic Laloux. Dieses Buch liefert wirklich Antworten
  • Menel 18.01.2019 17:24
    Highlight Highlight «Denkt die Dinge durch, bevor ihr sprecht, und bildet euch eure eigene Meinung.»

    Ein wahrer Ansatz. Nur die JP Jünger die ich kenne, plappern ihm 1:1 alles nach. Darum habe ich den Eindruck, dass er genau solche Leute anzieht, die nicht nachdenken sondern folgen wollen.
    Auch sind einige Aussagen von ihm schlicht falsch; zB. sein Aussage, dass Atheisten Nihilisten sind und sich dabei auf Nietzsches "Antichrist" bezieht. Wer das Buch gelesen hat weiss, dass N. damit aber die Gläubigen meinte.
    Darum mein Tipp; weniger folgen, mehr Bücher lesen und selber (nach)denken.
    • just sayin' 18.01.2019 22:57
      Highlight Highlight deine ansicht und dein schwarz-weiss denken (jp jünger🙄) sind bedauerlich.

      es hört sich irgendwie danach an, als hättest du nicht wirklich viel von ihm gelesen oder gehört.
    • Rabbi Jussuf 19.01.2019 14:24
      Highlight Highlight Menels Ansicht bestätigt sich vollumfänglich, wenn man sich die Art ansieht, wie die grosse Fan-Gemeinde von JP spricht. Dafür bräuchte man eigentlich nichts gelesen zu haben, oder es reichen ein paar wenige Abschnitte schon um zu merken, wie die Banalität seiner Aussagen/Ratschläge zum Hochlob der Fans divergieren.
    • Rabbi Jussuf 19.01.2019 14:29
      Highlight Highlight Menel
      Nihilisten sind (zumindest implizit) Atheisten, aber umgekehrt dürfte das nur in den wenigsten Fällen zutreffen. Völlig richtig bemerkt.
      Das ergibt sich alleine schon aus der Definition der Begriffe. A-theismus ist negativ (Hat keinen Inhalt), Nihilismus ist positiv (Hat einen Inhalt: auch wenn der „Nichts“ heisst.). Darum schon kann man die zwei Begriffe unmöglich gleichsetzen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Karl Marx 18.01.2019 17:17
    Highlight Highlight Wir wohl bald eine Debatte mit Zizek und Peterson geben. Bin gespannt.
    Play Icon
  • glüngi 18.01.2019 17:16
    Highlight Highlight i finde ihn eine interessante person. was ich aber gar nicht mag ist wenn er über dinge zu reden beginnt die definitiv nicht sein fachgebiet ist. obwohl er sagt er sei kein experte wirkt er für gewisse leute wie alwissend. gefährlich wenn es um dinge wie religion / umweltschutz ect. geht. Gerade bei Umweltschutz gehört er definitiv nicht zu den gebildeten.
  • alessandro 18.01.2019 17:09
    Highlight Highlight Ist Denken, Vernetzen und Forschen eine linke Doktrin?
    • mxpwr 18.01.2019 17:22
      Highlight Highlight Nein
    • wintergrün 18.01.2019 17:52
      Highlight Highlight Reality has a liberal bias.
      Steven Colbert
  • Delgado 18.01.2019 16:46
    Highlight Highlight Das gute an Jordan Peterson ist dass er seine Haltung mit Argumenten transportierte und somit transparent ist. Ich stimme ihm in ein paar Punkten zu und im anderen eben nicht. Einen Menschen zu verteufeln nur weil er andere Meinung ist finde ich gefährlicher als jede Aussage Jordan Petersons.
  • MeinAluhutBrennt 18.01.2019 16:40
    Highlight Highlight Das gefühlte 99% dieser Vortragstypen sich selber am liebsten zuhören, könnte man bei der Gelegenheit ja auch mal erwähnen.
  • Lowend 18.01.2019 16:36
    Highlight Highlight Seriöse Wissenschaftler trifft man an den Unis. Dort halten sie ihre Vorlesungen meist frei zugänglich ab und sie stellen sich jederzeit dem wissenschaftlichen Diskurs mit ihren Zuhörern.

    Geltungssüchtige Demagogen und Scharlatane trifft man in grossen Hallen. Dort zahlen die Zuhörer hohe Eintritte, die Redner verkaufen ihre Ideen als Bücher, DVD's u.ä. an ihre Gläubigen und kritische Fragen oder gar ein Diskurs ist meist nicht erwünscht.
    • Dominik Hofstetter 19.01.2019 22:03
      Highlight Highlight JP hat den Professortitel und hat an der Uni Toronto unterrichtet, viele dieser Lektüren hat er aufgezeichnet und ins Internet gestellt. Ausserdem ist bzw. war er klinischer Psychologe.

      Durch seine zunehmende Bekanntheit und Meinungsverschiedenheiten und die dadurch wachsende Kontroverse an der Uni mit einer neuen Regelung (Bill C-16) welche "Free speech" limitiert entschied er sich diese öffentlichen Veranstaltungen zu halten.
    • just sayin' 19.01.2019 22:38
      Highlight Highlight du weisst schon, dass peterson an der uni toronto (öffentliche vorträge mit wissenschaftlichem diskurs) psychologe unterrichtet?

      wohl nicht🤷🏻‍♂️
  • Oh Dae-su 18.01.2019 16:33
    Highlight Highlight Ich habe bis jetzt von ihm erst etwas über Religion gesehen. Das war jedoch ein absolut wirrer Wortsalat. Er ist sämtlichen kritischen Fragen ausgewichen und hat so lange Begriffe umdefiniert, bis schlussendlich niemand mehr wusste, wofür er eigentlich steht.
    Dies alles mit dem Zweck, seinen religiösen Fundianhängern in den USA nicht vor den Kopf zu stossen...
    • just sayin' 18.01.2019 23:06
      Highlight Highlight seine vorlesungen sind intellektuell herausfordernd und können komplex sein...

      es ist verblüffend, dass er mit führenden zeitgenössischen psychologen und philosophen stundenlange diskussionen führen kann und bis jetzt niemand aufgedeckt hat, dass er nur wirren wortsalat produziert.

      😂
    • Agamemnon 20.01.2019 11:36
      Highlight Highlight "seine vorlesungen sind intellektuell herausfordernd und können komplex sein..." Zum Beispiel: "You have a problem but that's not the problem. The problem is that there are problems..."

      Play Icon


      Wer das ganz Video anschaut muss sich wundern. Die Veranstaltung findet an der Uni Toronto statt. :-o
  • whatthepuck 18.01.2019 16:27
    Highlight Highlight Natürlich ist er gefährlich - gerade weil er eben nicht auf der politisch korrekten linken Schiene fährt. Das wird von Linkssozial dann als Bedrohung aufgefasst. Es könnte ja einer das eigene Weltbild als das nicht einzig Wahre anzweifeln.

    Ich bin im Grunde für sehr viele Werte, die aus der Linkssozialen Ecke raus kommen; mit der Art und Weise wie diese verbreitet werden bin ich jedoch je länger je weniger einverstanden. Überzeugungen sollten mMn aufgrund logischer, überzeugender Schlussfolgerungen zustande kommen, und nicht aufgrund krampfhafter Indoktrination.
    • phreko 18.01.2019 20:14
      Highlight Highlight Haha, rechts liefert etwa keine "krampfhafte Indoktrination"?

    • Juliet Bravo 18.01.2019 23:12
      Highlight Highlight Ich puck das mit dieser Indoktrination nicht. Wer indoktriniert denn wen womit?
    • Rabbi Jussuf 19.01.2019 00:34
      Highlight Highlight Juliet
      Es geht darum, dass versucht wird über einen bestimmten Gebrauch der Sprache das Denken der Leute zu beeinflussen.
      Das ist eine altbekannte Indoktrinationstechnik. Kennen wir von den Nazis, Kommunisten, jeder Art von Sekten und eben neuerdings ausgehend von den Unis, genauer von den Genderstudies, wo bereits versucht wird über Gesetze Einfluss zu nehmen. Wer dahinter steckt? Kaum konkrete Personen, eher eine Ideologie, die grade en vogue ist, ähnlich dem Kommunismus.
      Dagegen wehrt sich Peterson.
    Weitere Antworten anzeigen
  • LibConTheo 18.01.2019 15:56
    Highlight Highlight Jordan Peterson. Der "Todbringer" der SJW-Bewegung.

    Er ist nicht nur dadurch bekannt, dass er die Gutmensch-Ansichten kritisiert, sondern seine "Opfer" in TV-Shows und Vorträgen auf eine derart rationale und argumentativ-nachvollziehbare Weise zerberstet.

    Dieser Mann hat Eier und ordentlich was im Kopf, was ihn zu einer äusserst respektablen Persönlichkeit macht (wenn man denn seine Ansichten teilt ;)).
    • Juliet Bravo 20.01.2019 00:00
      Highlight Highlight Ich empfinde solche Männer eher als sehr schwach.
    • Planet Escoria auch bekannt als Gähn 20.01.2019 10:12
      Highlight Highlight Ich hab mir seine Argumentation mal angesehen.
      Ideologischer BS, sehr viel Mimimi und Logik die so allgemein ist, dass es ein schlechter Witz ist, das als wissenschaftlich zu betrachten.
      Aber Hauptsache Leute die ein ähnliches Gedankengut pflegen wie die INCEL-Bewegung, haben ein neues Idol.
  • blobb 18.01.2019 15:39
    Highlight Highlight Ich habe mich ein bischen mit Jordan Peterson befasst. Hauptsächlich wegen einem Freund der ein Fan ist. Dieser Typ und seine Anhänger sind brandgefärlich. 90% was er sagt ist voll Okay aber fast schon krankhaft oberflächlich.
    Das Problem lieg in den 10% seiner Aussagen die absolut Haarsträubend sind.
    "Atheisten sind böse, bist du nicht böse bist du kein Atheist sondern ein Christ, obwohl du es nicht weisst" ist nur ein Beispiel aus vielen.

    Play Icon
    • Dina Rudolfson 18.01.2019 18:14
      Highlight Highlight Viele Menschen lieben banale Gedanken. Am liebsten sind Ihne jene, wo man andere ohne jegliche Eigenleistung schlechter machen kann oder in wertvolle und weniger wertvolle Gruppen einteilen kann. Er kann soviel labern wie er will, nützlich wird es trotzdem nicht. Aber typisch, dass er viele Fans hat, etwas Sinnvolles zu denken ist ja auch anstrengend. Deshalb lieben die Menschen diese Populärpsychologie, aussagekräftig ist das Zeugs sowieso nicht. Aber solche Magazine haben sich schon früher gut verkauft oder diese Selbsttest "liebt mich mein Schwarm", alles seichter Zeitvertreib.
    • just sayin' 19.01.2019 22:42
      Highlight Highlight populärpsychologie😂

      https://de.m.wikipedia.org/wiki/Jordan_Peterson
  • Aeschbi 18.01.2019 15:30
    Highlight Highlight Es ist ungemein wichtig, dass die Medien Jordan Peterson thematisieren und an dieser Stelle wünsche ich mir, es wäre früher passiert. JP hat mit seinem unbestrittenen Charisma es geschafft, eine grosse Anhängerschaft aufzubauen - besonders bei jungen erwachsenen Männern, die ihren Platz in der Gesellschaft noch nicht gefunden haben. Das gefährliche dabei ist, wie er vordergründig ganz nachvollziehbare Ratschläge gibt, mit denen er aber hintergründig eine patriarchale Ideologie versteckt und somit (Youtube-Algorithmus sei Dank) Türen für nationalistische und verschwörerische Theorien öffnet.
    • zeromaster80 18.01.2019 22:33
      Highlight Highlight Da interpretierst Du aber ganz schön viel rein, verrät Deine Weltanschauung.
  • Hallo I bims. Ein AfterEightUmViertelVorAchtEsser 18.01.2019 15:30
    Highlight Highlight Erinnert irgendwie an die INCEL-Bewegung
    • blobb 18.01.2019 15:52
      Highlight Highlight Die sind um Welten schlimmer! Aber bestehen aus einem sehr kleinen Personenkreis. Ganz im gegensatz zu den JB.P-Fannboys.
    • poga 18.01.2019 18:20
      Highlight Highlight
      Play Icon
  • Platon 18.01.2019 15:06
    Highlight Highlight Wenn dieser Mann sich wirklich als Wissenschaftler rühmen will, dann sollte er auch seine Kritik wissenschaftlich vorbringen. Wenn Genderstudies gegen die Wissenschaftstheorie verstossen, sollte es im Prinzip ein leichtes sein, sie faktisch zu widerlegen. Aussagen wie: "Studierende werden wie in einem Kult indoktriniert.", mögen zwar am Stammtisch Jubel hervorrufen, wissenschaftlich bewiesen hat er dies allerdings noch lange nicht. Dieser Mann ist einfach Opportunist und schlägt wie so viele in die Kerbe der politischen Korrektheit. Die Leute wollen das hören und es lässt sich Geld machen.
    • zaphod67 18.01.2019 15:32
      Highlight Highlight Peterson hat nicht von sich aus die Öffentlichkeit gesucht. Die absurde kanadische Gesetzesvorlage, die Leuten vorschreibt, wie sie zu sprechen haben, hat bei ihm das Fass zum Überlaufen gebracht.
      Schauen Sie sich eines der unzähligen Videos auf Youtube an, wie er zunehmend verzweifelt agierende Genderbewegte regelrecht auseinandernimmt. Man muss ihn nicht mögen - einige seiner Ideen halte ich für absurd - aber der Mann kann argumentieren, und zwar sachlich und überzeugend.
    • Lörrlee 18.01.2019 15:43
      Highlight Highlight @Platon:
      Da gibt es leider ein fundamentales Problem:
      Geistes- und Sozialwissenschaften haben keine naturwissenschaftliche Grundlage. Empirie funktioniert hier anders und eine "faktische" Widerlegung ist stringent gar nicht möglich.
      Das ist im Übrigen etwas, was in den Geistes- und Sozialwissenschaften auch immer wieder thematisiert und debattiert wird, aber eine Lösung dafür gibt es schlicht und einfach nicht. Man versucht sich aber dennoch einen wissenschaftlichen Charakter zu geben, was wiederum gemäss den Theorien widersprüchlich sein kann. Sorry, klingt wirr, ist es leider auch.
    • Platon 18.01.2019 16:01
      Highlight Highlight @Lörrle
      Ja ok, man kann in den Sozialwissenschaften keine richtigen Gesetzmässigkeiten und allgemein gültige Aussagen formulieren. Alles basiert auf Beobachtung und statistischer Evidenz. Dennoch gelten die wissenschaftstheoretischen Grundsätze Poppers, die kompletten Nonsens ziemlich effektiv verhindern. Ausserdem muss ja gerade bsp. in der Philosophie alles logisch schlüssig begründet werden. Logik ist im Prinzip nichts anderes als eine Mathematik der Sprache. Auch da gibt es also eine gute wissenschaftliche Grundlage.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Theor 18.01.2019 15:05
    Highlight Highlight Personen wie Peterson sind an sich beliebig austauschbar und prinzipiell nicht das Problem. Peterson nennt in diesem Artikel aber den wahren Ursprung der heutigen Demgagogen, Absolutisten und Patrioten:

    «Die Menschen lechzen nach Orientierung.»

    Die Menschheit gibt es mehr und mehr auf, selber kritisch zu hinterfragen und sich eigene Regeln und Weltansichten zu bauen. Stattdessen wollen sie länger je mehr geradezu, dass ihnen jemand sagt, wo es lang geht, was sie denken oder glauben sollen.

    Und genau weil sich dieser Trend weiter zuspitzt, wirds in unserer Gesellschaft bald richtig unschön.
    • Firefly 18.01.2019 19:34
      Highlight Highlight Ob das nun wirklich ein Trend ist? Die meisten wollten doch schon immer geführt werden.
    • pun 19.01.2019 12:51
      Highlight Highlight "Orientierung" an gemeinsamen Wertesystemen ist sicher nichts schlechtes und wirklich ein dringendes Bedürfnis, wenn man sich die westlichen Gesellschaften so anschaut. Was Peterson damit meint ist aber ein enges patriarchales Korsett. Er steht damit für die Reaktion auf die Wirren der nach 68er-Zeit, in der die Progressiven es bisher nicht geschafft haben, auf die Krise des Zusammenbruchs ihrer Ideologie im Realsozialismus angemessene Ersatzideologien zu entwickeln.
    • Joshuuaa 19.01.2019 15:58
      Highlight Highlight Die Idee des aufgeklärten Menschen ist an eine Bedingung geknüpft: Alle Menschen erkennen, machen sie Gebrauch von ihrer Vernunft, dasselbe Gesetz als das richtige.
      Peterson verteidigt diese Implikation. Er behauptet, Werte seien naturgegeben. Entsprechend müssen sie aufrecht erhalten werden
      Die Antwort, die du gibst: Menschen müssten nur nachdenken, um gemeinsam glücklich zu werden, müsste wohl Petersons Verständins annehmen und andere Werte definieren.
      Die Idee aber ist falsch: Wir brauchen Werte, auf die wir uns einigen können, sonst zerfällt die Gesellschaft. Die sind aber nicht absolut.
  • Ale Ice 18.01.2019 15:03
    Highlight Highlight «Studierende werden wie in einem Kult indoktriniert.»
    Dann liegt es Herrn Petersen sicherlich fern, sich selbst und seine Ansichten zu einem Kult zu stilisieren.
    • mxpwr 18.01.2019 15:15
      Highlight Highlight Ich hatte bisher tatsächlich nicht den Eindruck, dass das seine intrinsische Motivation ist. Ist aber natürlich schwierig zu beurteilen.

      Mit vielem, was Peterson sagt, stimme ich nicht überein. In den Staaten und Kanada besteht aber sicherlich ein Problem hinsichtlich der Einflussnahme stark ideologisch geprägter Kreise auf die Lehre an Universitäten. Im Gegensatz zu Peterson denke ich aber nicht, dass sich das auf die extreme Linke beschränkt.
  • Eisenhorn 18.01.2019 15:02
    Highlight Highlight Peterson ist so erflogreich weil die linke US Politik Kultur im Moment auf Idenity Politics basiert und oft kompletter ideologischer Non-Sense ist (sage ich als SP Wähler). Er ist durch Auftritte im TV bekannt geworden wo irgendwelche möchtegern Journalisten(News Hosts) ihn blindlings angreifen und sich in den Interviews schlicht weg blamieren. Er ist einer der wenigen Gegenpole zu Identity Politics und somit erfolgreich. Auch wenn ich seine Meinung zu Klimawandel absolut bescheuert finde, muss ich ihm in anderen Punkten klar zustimmen.
    • Gurgelhals 18.01.2019 15:36
      Highlight Highlight Das Problem mit Peterson ist, dass sich bei ihm einige legitime Kritikpunkte betr. Identity Politics mit einem ganzen Haufen von unmöglichen Haltungen (u.A. ein absolut rückständiges Gesellschaftsbild, Unwahrheiten betr. Klimawandel, unsägliche vulgärbiologistische Argumentationsweisen, usw.) zu einer üblen Sauce vermischen.

      Dabei gäbe es durchaus differenziertere Kritiker der Identity Politics (Mark Lilla in den USA z.B. oder Robert Pfaller im deutschsprachigen Raum), die dabei nicht gleich komplett abdriften und zum Lifestyle-Guru der weltweiten Incel- und Alt-Right-Community mutieren.
    • Mutzli 18.01.2019 16:38
      Highlight Highlight @Eisenhorn

      Jede Politik basiert auf Identity Politics. Das liegt in der Natur der Sache. Die Republikaner seit Nixon betreiben z.B. strikte pro-WASP konservative Identitätspolitik. Interessiert die Parteioberen das Defizit? Nö, sieht man ja bei Trump. ->Dogwhistle um Sozialstaat abzubauen, um die "niederen Schichten" unten zu halten. Grenzüberschreitungen nehmen ab? ->Eh, trotzdem mal Nationalalarm erklären wollen.
      Es gibt da keine Seite die Id. pol. betreiben würde und ne Gegenseite die entgegentritt. Peterson macht es genau gleich, mit seinem Schwelgen in vorgestrigen sozial Ansichten.
  • greeZH 18.01.2019 15:01
    Highlight Highlight "Ach ja, und dass Frauen weniger verdienen als Männer, habe nichts mit ihrem Geschlecht zu tun. Noch Fragen?"

    In dem Punkt liegt er nicht so falsch. Es hat zumindest nicht direkt etwas mit dem Geschlecht zu tun.
    • Eine_win_ig 18.01.2019 15:20
      Highlight Highlight Naja, eigentlich hat er diesen Punkt im Interview mit Newman erklärt.

      Er stört sich daran, dass ein Vergleich aus multiplen Faktoren auf diesen einen reduziert wird... aber das Zitat tönt eben so besser...
    • Juliet Bravo 18.01.2019 20:44
      Highlight Highlight sondern?
  • Käpt'n Hinkebein 18.01.2019 14:59
    Highlight Highlight Persönlich finde ich Typen wie Jordan Peterson schlichtweg beängstigend. Die Fähigkeit, Menschen auch gegen deren Willen und gegen deren Einstellung zu fesseln, ist ziemlich creepy. Hat irgendetwas von den Sirenen der griechischen Mythologie.
  • Regenmaker 18.01.2019 14:54
    Highlight Highlight Er fordert, dass Menschen selbständig denken, setzt ihnen aber gleichzeitig schlechte Wissenschaft, neoliberale politische Ideologie und Schrottphilosophie vor.
    • just sayin' 18.01.2019 23:20
      Highlight Highlight wer sich die zeit nimmt, peterson ohne bias zu lesen, sich auch die zeit nimmt objektiv darüber nachzudenken und die intellektuelle kapazität hat es zu verstehn, wird nicht zu deinem schluss kommen.

Was ein Statistik-Professor über lügnerische Zahlen und falsche Ängste zu sagen hat

Walter Krämer erzählt, wie mit fragwürdigen Studien Panik gemacht wird, während wir uns eigentlich vor ganz anderen Dingen fürchten sollten.

Herr Krämer, Sie sind Professor für Wirtschafts- und Sozialstatistik und entlarven als solcher gern zwielichtige Datenanalysen. Haben Sie derzeit eine Lieblingsstatistik? Walter Krämer: Ja. Das ist die Tabelle der Fussball-Bundesliga. Ich wohne direkt neben dem BVB-Stadion und bin seit mehr als einem Dutzend Jahren BVB-Aktionär.

Sie haben die Deutschen mal als «Volk von Innummeraten» (Zahlen-Analphabeten) bezeichnet und ihre bedauerliche Schwäche Goethe, dem dichtenden …

Artikel lesen
Link zum Artikel