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Die Strassen von Corleone. bild: wanda frischknecht

Corleone – oder die vergebliche Suche nach dem Bösen in der Mafia-Hauptstadt

Gibt es das Böse, gibt es die Mafia? Eine Reise ins Herz der Finsternis. Ein Augenschein in Corleone auf Sizilien, der Welthauptstadt der Mafia.



Was wissen wir eigentlich? Kann ein einfacher Chronist die Wahrheit finden, wenn er durch die Welt reist? Oder ist alles nur ein Film?

Noch immer ist «Der Pate» («The Godfather») einer der besten Filme aller Zeiten. Das Meisterwerk aus dem Jahr 1972 von Francis Ford Coppala mit Marlon Brando und Al Pacino in den Hauptrollen basiert auf dem Roman von Mario Puzo.

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Die besten Zitate von Don Vito Corleona. Video: YouTube/PonAdidas

Es ist die Geschichte eines amerikanischen Mafiabosses, der seinen Nachnamen nach seiner sizilianischen Heimatstadt wählt und als «Don Vito Corleone» das organisierte Verbrechen von New York beherrscht.

Corleone ist seither der berüchtigtste und berühmteste Mafia-Ort der Welt. In unserer Vorstellung, wenn wir so wollen, eine Welthauptstadt des Bösen.

Mafia. Dazu erst einmal ein paar Ausführungen. Wer mit der Mafia vertraut oder vielleicht sogar Mitglied ist, kann ja die nächsten paar Abschnitte überspringen.

Das Wort Mafia beflügelt die Fantasie und die Faszination des Bösen nimmt uns gefangen: weltweite Geschäftsbeziehungen in ganz legalen Bereichen, aber auch Gelder, die aus illegalen Geschäften wie Drogenhandel, Glücksspielen, Prostitution und Schutzgelderpressung kommen, Kontrolle über staatliche Bauaufträge in Italien. Und natürlich zahllose Tote. Durch Attentate und Bandenkriege. Alles sehen wir im Kopfkino. Nichts scheint böse genug.

Die Wurzeln der Mafia reichen wahrscheinlich bis ins 17. Jahrhundert zurück und sie entwickelt sich aus einer Art Geheimgesellschaft.

Aber erst durch die Einigung und Demokratisierung Italiens («Risorgimento») in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts entwickelt die Mafia ihre heutige Form. Die Gesellschaftsordnung, die über Jahrhunderte hinweg Bestand hatte, gerät ins Wanken. Auf der einen Seite die Feudalherren, die Barone und die Kirche, auf der anderen Seite die Klasse der Bauern, Handwerker und Händler, der sämtliche Steuern aufgebürdet werden.

Um die Arbeiter einzuschüchtern und den Pachtzins und sonstige Abgaben auch nach einer Öffnung der Gesellschaft einzutreiben, bedienen sich die bedrängten Grundbesitzer bösen Schlägertpyen – und werden die Geister nicht mehr los, die sie gerufen haben. Denn nach und nach machen sich diese rauen Geldeintreiber selbständig, organisierten sich und beginnen nun ihre einstigen Auftraggeber einzuschüchtern und zu bedrohen und bekommen erst einmal die Kontrolle über den lukrativen Zitrusfrüchte-Handel.

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Die Altstadt von Corleone 2017. bild: shutterstock

Durch brutale Gewalt scharren die Mafiabosse einerseits eine bedingungslos treu ergebene Gefolgschaft um sich, andererseits nützen sie die Demokratisierung, um ihre Interessen auch auf der Ebene der Politik durchzusetzen. Sie durchdringen alle Schichten der Gesellschaft. Sie gehen den Weg durch die Institutionen.

Beste Beziehungen zur Politik öffnen den Weg zu riesigen Gewinnen bei der Bodenspekulation, aber auch im internationalen Drogen- und Waffenhandel. Der Begriff Mafia taucht bereits in den 1870er Jahren in vielen europäischen Gesellschaften auf.

Aus den einstigen Schlägertrupps ist inzwischen eine international operierende Organisation geworden, die zwar nach wie vor Geld mit illegalen Geschäften (Drogenhandel, Schutzgelderpressung, Prostitution, Glücksspiel) verdient. Aber längst investiert die Mafia erfolgreich in legale Geschäfte. Besitzt Hotelketten, Baufirmen und Anteile an allen möglichen Firmen.

«Wer taub, blind und stumm ist, lebt hundert Jahre in Frieden.»

Sizilianisches Sprichwort

Durch die Auswanderung in die USA fasst die Mafia in Nordamerika Fuss. Von 1919 bis 1933 wird der Alkoholkonsum in den USA generell verboten und diese sogenannte «Prohibition» beschert der Mafia so gewaltige Gewinne, dass es möglich wird, sich in die legale Wirtschaft einzukaufen.

Heute prägen nicht mehr Gangster das Bild der Mafia. Sondern smarte Geschäftemacher. Doch nach wie vor sind die Mitglieder der Mafia an strenge Verhaltensregeln gebunden.

Über allem steht die «Omerta». Die Schweigepflicht gegenüber Aussenstehenden (Polizei, Staatsanwälten, Richtern), die zum Ehrenkodex der Mafia gehört. Ein Sizilianisches Sprichwort lauter daher:

«Cu è surdu, orbu e taci, campa cent’ anni ’mpaci»
«Wer taub, blind und stumm ist, lebt hundert Jahre in Frieden.»

Bis heute hat die Polizei grösste Schwierigkeiten bei der Bekämpfung der Mafia. In den USA sind die meisten Mafiabosse nicht wegen aufgeklärten Untaten (Mord etc.) verurteilt worden. Sondern wegen Steuerhinterziehung.

Aber auch andere Tugenden werden weiterhin gepflegt. Die Ehre, der unbedingte Gehorsam, der Vorrang der «Familie» vor dem Staat, das Recht auf Selbstjustiz und das katholische Patriarchat. So «darf» ein echter sizilianischer Mafiosi zwar morden, aber niemals seine Ehefrau betrügen.

Die Mafia profitiert bei der Rekrutierung nicht nur von den nach wie vor grossen wirtschaftlichen Problemen und sozialen Ungerechtigkeiten auf Sizilien.

Sie stillt in unseren unruhigen Zeiten auch ein Bedürfnis nach Identität und Orientierung durch die Zugehörigkeit zu einer auserwählten Gesellschaft mit klaren Regeln. Der Einfluss der Mafia durchdringt auf Sizilien die ganze Gesellschaft bis hinauf in die höchsten Kreise. Jeder beruft sich auf persönliche Beziehungen und Empfehlungen, erwidert bereitwillig einen Gefallen, weil man weiss, dass auf diesem System von Geben und Nehmen letztlich die ganze sizilianische Gesellschaft beruht. Jemandem einen Gefallen zu verweigern, kann tödlich sein.

Ich habe «Der Pate» gesehen und die Literatur über die Mafia verschlungen. Daher ist mir bekannt, dass Corleone die unumstrittene «Hauptstadt» der Mafia, des Bösen ist.

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bild: wanda frischknecht

Berühmte Mafiosi wie Luciano Liggio, Salvatore Riina oder Bernardo Provenzano stammen aus dem Ort. So richtig berühmt geworden ist Corleone aber durch den verfilmten Roman von Mario Puzo (Der Pate).

Aber wie ist es dort, wo die Mafia herkommt? In Corleone auf Sizilien? Sozusagen im dunklen Herzen der Finsternis? Im Zentrum des Bösen, das sich angeblich von hier aus über die ganze Welt ausgebreitet hat?

Die Reise nach Sizilien beginnt mit einem Flug nach Palermo und der Mietwagenübernahme auf dem Flughafen. Corleone liegt nur ungefähr 50 Kilometer südlich von Palermo.

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Corleone – das Langnau von Sizilien. bild: wanda frischknecht

Die Stadt ist mit knapp 12'000 Einwohnern kleiner als Kloten und mit der ländlichen Struktur eher mit Langnau vergleichbar.

Die Ortsbezeichnung setzt sich aus den italienischen Wörtern «Cuore» (Herz) und Leone (Löwe) zusammen und bedeutet «Löwenherz».

Ein Besucher sollte immer unvoreingenommen sein. Nehmen wir also an, ich wüsste nichts über Corleone. Was würde ich dann nach einem Besuch berichten? Ich würde behaupten, dass es die Mafia wahrscheinlich gar nicht gibt. Und Corleone eine gottesfürchtige, fromme und friedliche Stadt ist.

Es mag wie eine bittere Ironie der Geschichte klingen, dass Corleone auch als «Stadt der hundert Kirchen» bezeichnet wird.

Aber im Kampf um die Macht sind in der Stadt seit dem 2. Weltkrieg um die 300 Mafia-Morde begangen worden. Und als am 11. April 2006 mit Bernardo Provenzano der Boss der Bosse der sizilianischen Mafia nach über 40 Jahren auf der Flucht in der Nähe Corleones festgenommen wird, erklärt die Stadt den 11. April zum Gemeindefeiertag und benannte eine Strasse um in Via 11 Aprile (Strasse des 11. April).

FILE - In thisTuesday, April 11, 2006 file photo, Mafia boss Bernardo Provenzano, center with white scarf, is escorted by hooded police officers as he enters a Police building in downtown Palermo, Italy upon his arrest after four decades on the run. According to reports, Provenzano died at a Milan hospital Wednesday, July 13, 2016 at the age of 83. (AP Photo/Luca Bruno, files)

Bernardo Provenzao bei seiner Festnahme 2006. Bild: AP/AP

Wir wählen als Weg nicht die Strasse direkt von Palermo über die Berge, sondern den Zugang von Süden her. Die Stadt duckt sich am Ende eines sich weit hinziehenden, leicht aufsteigenden Tals am Fusse von Felsen. Eine sanfte Melancholie liegt im winterlichen Licht des Südens über der Landschaft.

Die Zeit scheint hier stillgestanden zu sein. Es gibt praktisch keine Industriebetriebe und fast nur Landwirtschaft.

Die Strasse hinauf nach Corleone ist zwar asphaltiert. Aber so wellig, dass die Benzinkutsche durchgeschüttelt wird, und viele Bodenwellen werden erst im letzten Moment sichtbar. Schliesslich passieren wir die Ortstafel. Aber auf der naiven, arglosen Suche nach dem Bösen, der Mafia, dem Schrecken, werden wir nicht fündig.

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bild: wanda frischknecht

Zwar gibt es hier tatsächlich das Mafia-Museum mit dem sperrigen Namen «Centro Internazionale di Documentazione sulla Mafia e del Movimento Antimafia». Es ist mit viel Pomp 2011 eröffnet worden. In Anwesenheit des UNO-Generalsekretärs. Eine grosse Sache also.

Aber wir werden enttäuscht. Das Museum ist nicht einfach zu finden. Und als wir vor der Türe stehen, sagt ein Schild, das Besichtigungen nur mit Führung und gegen Voranmeldung möglich sind. Dieses unauffällige Museum mahnt eher an die beschaulichen Heimatmuseen, die wir bei uns gelegentlich auf dem Land finden und von pensionierten Lehrern oder Beamten gemanagt werden.

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Ein Flyer vom Mafia-Museum. Bild: wanda frischknecht

Beinahe haben wir auch eine kleine Gedenkstätte am Strassenrand übersehen und es gibt auch eine Mafia-Graffiti an einer Mauer. Aber nur weil wir gezielt Ausschau nach Mafia-Hinweisen Ausschau halten, entdecken wir beides.

Also fragen. Beispielsweise in den Kaffee-Bars. Die Menschen in Corleone sind herzlich, liebenswürdig und sie haben sich wohl daran gewöhnt, dass vorwitzige, unsensible Besucher gedankenlos nach der Mafia fragen.

Die Mafia, so wird uns gesagt, ja, die müsse es geben. Man lese ja davon in den Zeitungen. Das Fernsehen bringe Sendungen über die Mafia. Man könne Bücher von berühmten Dichtern über die Mafia lesen und das sei grossartige Literatur.

Ja, natürlich, man kenne Leute, die sagen, sie hätten einmal einen Mafiosi gesehen oder sogar mit einem gesprochen. Aber wo, wisse man nicht.

Einer hat eine wunderbare Erklärung: «Mein Herr, haben wir nicht alle schon von Atlantis gehört? Darüber in der Zeitung gelesen? Und Sendungen über Atlantis im Fernsehen geschaut? Die Bücher über Atlantis füllen doch ganze Bibliotheken, nicht wahr? Aber bedeutet das, dass es Atlantis gibt? Waren Sie schon mal in Atlantis? Nein, denn niemand weiss, wo Atlantis liegt und ob es Atlantis überhaupt je gegeben hat. Verstehen Sie?»

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Der Panorama-Blick auf Corleone. bild: shutterstock

Wir beginnen zu verstehen. Nach allem, was wir von den Menschen hier in Corleone erfahren und auf einem Spaziergang durch die Stadt sehen, sind wir sicher: die Mafia existiert nur noch im Museum, in der Literatur und im Film. Die Mafia gibt es nicht mehr, die Mafia hat es möglicherweise zumindest hier in Corleone gar nicht gegeben. Corleone ist einfach eine etwas ärmlich wirkende, verschlafene typische sizilianische Stadt mit einem leisen Hauch von Traurigkeit.

Der geneigte Leser mag daran erkennen, wie schwierig es für einen rechtschaffenen Chronisten sein kann, eine Wahrheit zu finden. Wie wir an diesem Beispiel sehen, hilft es nicht einmal, zu schreiben, was ist und einfach wiedergeben, was die Menschen vor Ort erzählen. Und ich kenne ja die italienische Seele nicht so gut und kann nicht so wunderbar darüber schreiben wie Umberto Eco, der Gotthelf der Italiener.

Wir verlassen die Stadt im Licht der tiefstehenden Abendsonne. Es ist dieses wunderbare Licht des Südens, das die Landschaft verzaubert. Es ist ein Bild des tiefsten Friedens.

Wie heisst doch die Pflicht, die über allem steht. Richtig: «Omerta». Erst jetzt, nach einer Reise nach Corleone verstehe ich, was Schweigen tatsächlich bedeutet.

Mehr Reiseberichte von Klaus Zaugg:

Im Hochsicherheitstrakt des kalifornischen Staatsgefängnisses

Mafiosi-Treffen in Frauenfeld gefilmt

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33
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33Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Beat-Galli 29.12.2019 09:31
    Highlight Highlight Die Schweiz ist auch Mafia-Frei.
    Haben sich halt umbenennt.
    -Kesp
    -Asylorganisationen
    -Banken
    -Anwälte
    -Politiker
    -Bauunternehmungen
    Usw
  • Chanichang 29.12.2019 08:24
    Highlight Highlight In Napoli und Umgebung muss man nicht lange suchen.
  • Spooky 29.12.2019 06:03
    Highlight Highlight Omertà, nicht Omerta! 🙊
  • dho 29.12.2019 01:12
    Highlight Highlight Jetzt wissen wir, woher der Eismeister alle diese Interna über das Schweizer Eishockey hat... CORLEONE.

    Übrigens: Austragungsort Spengler Cup 2020 ist nicht Kuweit, nicht Moskau, sondern eben in 37.812893,13.302580
  • Mophisto 29.12.2019 00:34
    Highlight Highlight Sauregurkenzeit mitten im Winter
  • Silly_Carpet 28.12.2019 23:27
    Highlight Highlight Dass sich der Zaugg inflationär als Chronisten bezeichnet finde ich langsam peinlich.
  • Triple A 28.12.2019 22:28
    Highlight Highlight Na ja, ein bisschen bedeutungsschwangerer Artikel. Bei meinem (zufälligen) Besuch im Antimafiamuseum wurde mir
    gegenüber geschildert und dokumentiert, wie die Mafia heute bekämpft wird. Dies hat Italien übrigens zum europäischen Zentrum für die Bekämpfung organisierter Kriminalität gemacht. Die Italiener kennen ihr Problem - wir erst seit der Bauaffäre im Bündnerland...
    • dho 29.12.2019 01:16
      Highlight Highlight Wir im Bündnerland kennen erst den Zustand im Unterengadin. Die damals (und immer noch) Verantwortlichen sind in der Zwischenzeit von der Stimmbevölkerung in den Regierungsrat befördert worden.
  • The oder ich 28.12.2019 21:58
    Highlight Highlight Wer Gotthelf mit Eco vergleicht, hat mindestens einen davon nicht gelesen
    • regen 29.12.2019 13:26
      Highlight Highlight hab ich auch gedacht....& die einzahl von mafiosi ist mafioso.....sorry, stört mich halt, bin italienisch sprechend....
  • P. Silie 28.12.2019 21:51
    Highlight Highlight Das für mich kriminellste an Corleone war der Juve-Fanclub
  • feuseltier 28.12.2019 18:48
    Highlight Highlight Corleone – das Langnau von Sizilien...


    Echt jetzt... Sogar hier schafft er es
  • lilie 28.12.2019 18:22
    Highlight Highlight Tja, hätte der Chronist mal versucht, ein paar Kilogramm Kokain, eine kleine Armada Panzer oder ein paar "unkomplizierte" Mädchen für eine Orgie zu finden, dann wäre er vielleicht schneller mit der Mafia in Kontakt gekomme, als ihm lieb sein kann...

    Falls das nicht sein Ding ist, hätte er ja mal versuchen können, ein Stück Land zu kaufen und zu bebauen.

    Das wär halt einfach viel länger gegangen.

    Aber der Atlantis-Typ scheint mir eine vielversprechende Spur zu sein. Wer leugnet, dass es etwas gibt, was es ganz sicher gibt, hat wohl ein Schweigegelübde abgelegt. 😉
    • Watchdog2 28.12.2019 19:49
      Highlight Highlight Vielfach akzeptiere ich Ihre Meinungen mit dem Hinweis Team lilie - doch mit diesem Kommentar bin ich nicht einverstanden.
      Der Chronist, Sie oder Normalbürger Krüsimüsi können keine unkomplizierten Mädchen für eine Orgie oder 1 Kilo Kokain kaufen.

    • Watchdog2 28.12.2019 19:50
      Highlight Highlight Mit etwas Verstand und klarem Kopf sollte man verstehen, wenn und wann man über den Tisch gezogen wird (gilt nicht nur für Italien).
      Und wieso ist der leugnende Atlantis-Typ eine vielversprechende Spur der ein Schweigegelübde abgelegt hat?
      Er hat Freude am Fabulieren und ist sicher kein Mafiosi der sich rechtfertigen will/muss.
      Wir können gern mal diskutieren darüber.
      Mit Ihren Beziehungen zu watson finden Sie meine elektronische Post-Adresse.
      Merry everything and a happy always!
    • lilie 28.12.2019 20:12
      Highlight Highlight Liebster @watchdog, es passiert ab und zu, dass in meinen Kommentaren Spuren von Ironie zu finden sind. Dies stellt allerdings keine Qualitätsminderung dar, sondern ist tatsächlich ein gewollter Teil meiner intellektuellen Kreativität. 😉

      Wünsch dir von Herzen frohe Festtage und einen federleichten Übergang ins neue Jahr! 😊😘
    Weitere Antworten anzeigen
  • Mia_san_mia 28.12.2019 18:13
    Highlight Highlight Klaus ist super, er schafft es immer Langnau und Gotthelf in seinen Artikeln unterzubringen 😉
  • bullygoal45 28.12.2019 18:11
    Highlight Highlight „Corleone – das Langnau von Sizilien.“

    Es ist wahrlich eine Kunst, sogar bei einem Mafia Artikel unsert Hockeydorf aus dem Emmental einzubinden - well done! 😉
    • Mia_san_mia 28.12.2019 18:29
      Highlight Highlight Genau das habe ich mir auch gedacht 😉 Gotthelf darfst Du nicht vergessen.
  • moedesty 28.12.2019 18:02
    Highlight Highlight Um die Mafia zu suchen muss man nicht die Schweiz verlassen. ZH Paradenplatz geht auch.
    • Watchdog2 28.12.2019 18:57
      Highlight Highlight Eben!
  • Sherlock_Holmes 28.12.2019 18:01
    Highlight Highlight Sehr lesenswert ist in diesem Zusammenhang das Porträt

    «Schon als Schüler legte er sich mit der Mafia an»

    über den erst 26 jährigen Juristen und Buchautor Elia Minari im TA vom 28. Dezember.

    Es sind die Ermittlungen eines Netzwerks von jungen Leuten über die Machenschaften der kalabrischen Mafia ‘Ndrangheta in der Reggio Emilia, die im März zum «Aemilia»-Prozess mit 237 Angeklagten führten.

    Im Bericht wird jene «Ahnungslosigkeit» und das viel zulange Schweigen über das Offensichtliche deutlich.

    Für die Lektüre lohnt sich der Tagespass von 2.-!

    Das Buch:
    «Der Mafia in die Augen schauen»
  • Sherlock_Holmes 28.12.2019 17:25
    Highlight Highlight Die Impressionen erinnern mich an meinen Studienaufenthalt in Cinisi bei Palermo vor 30 Jahren.

    Ich wohnte bei einer Gastfamilie – der Vater auch Lehrer, die Mutter ehemalige Lehrerin, zwei Söhne.

    Die unbeschreibliche Gastfreundschaft und die Landschaft sind bis heute unvergesslich.

    Ich erfuhr einiges über das Leben einer mittelständischen Familie – und auch über die Mafia.

    Wenige Jahre später wurde Giovanni Falcone ermordet.

    Als die Wut in der Bevölkerung grösser wurde als die Angst vor dem Tod, wurde die Omertà immer brüchiger und der Druck auf die Mafia grösser.

    Sie jedoch bleibt.
  • Madison Pierce 28.12.2019 17:18
    Highlight Highlight Fremde Leute nach der Mafia zu fragen gehöre sich nicht, wurde mir von der Familie meiner sizilianischen Frau gesagt. :)

    So wie ich die Leute verstanden habe, gibt es nicht mehr die Mafia aus den Filmen, mit Maschinengewehren und Auftragskillern.

    Die Mafia ist ein System, das auf Beziehungen beruht. Ein Beispiel: wenn man in Palermo ein Restaurant bauen und betreiben will, kann man die Bauarbeiten ausschreiben. Es geht dann halt ewig, bis man eine Bewilligung hat. Oder man vergibt die Arbeiten etwas teurer an die Firma, bei welcher der Cousin des Chefs bei der Behörde arbeitet...
    • Raphael Stein 28.12.2019 17:49
      Highlight Highlight Ganz ähnlich wie hier ja auch.
    • Tanit 28.12.2019 18:09
      Highlight Highlight Das kommt mir aber irgendwie bekannt vor!
    • Watchdog2 28.12.2019 18:46
      Highlight Highlight Das gibt es nicht nur in Italien!
      Passiert überall auf der Welt!
    Weitere Antworten anzeigen
  • Ihre Dudeigkeit 28.12.2019 17:12
    Highlight Highlight Man sollte sich gut überlegen dazu gehören zu wollen, wer einmal ja sagt kommt nur tot wieder aus der Sache raus... Das sizilianische Sprichwort ist so falsch nicht. Aber schon recht beeindruckend wie man basierend auf Angst ein so erfolgreiches globales 'Unternehmen' aufbauen / führen kann.
    • Hans007 30.12.2019 07:22
      Highlight Highlight Das erinnert sehr an das Schicksal eines schweizweit bekannten Baumeisters im Unterengadin.

      Im übrigen funktioniert die Politik bei uns in grossen Bereichen auch so. Meinungen und damit Wahlen und Abstimmungen werden von den Interessenverbänden nach Belieben manipuliert und wer aussteigt, wird nicht umgebracht, aber künftig gnadenlos gemieden.

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