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Der von Dava Newman entwickelte Raumanzug ist viel leichter als ein herkömmlicher. Bild: CH Media

Interview

Ehemalige Nummer zwei der Nasa: «Ich sehe den Mars nicht als Plan B»

Sie war stellvertretende Leiterin der Nasa, nun will Dava Newman mit neuartigen Raumfahrtanzügen bemannte Marsmissionen ermöglichen. Denn derzeit würde kein Mensch den Aufenthalt überleben.

Niklaus Salzmann / ch media



Das Berufsleben von Dava Newman dreht sich ums All, speziell um den Mars. Doch in ihren Vorträgen landet sie von dort aus jeweils rasch bei ihrem Lieblingsplaneten, der Erde. So auch kürzlich in Basel an einer Tagung des Schweizer Zentrums für Elektronik und Mikrotechnik. Um den Klimawandel zu stoppen, müssten alle Menschen und insbesondere die kleinen und mittleren Unternehmen zur Veränderung beitragen, lautete ihre Kernbotschaft.

Space-X-Chef Elon Musk will den Mars dauerhaft besiedeln, um das Überleben der Menschheit zu sichern, falls die Erde unbewohnbar wird. Ist das eine gute Idee?
Dava Newman: Ich sehe den Mars nicht als Plan B. Wir werden nicht Millionen Menschen dorthin senden, vermutlich nicht einmal Tausende. Es gibt gute Gründe, weshalb der Mars nicht bevölkert ist. Wir müssen nur in die Antarktis blicken: Sie ist wunderschön, aber nicht bewohnt, weil es eine harsche Umgebung ist. Menschen wollen nicht dort leben. Und Mars ist zehnmal harscher. Wir müssen in erster Linie das Raumschiff Erde retten, dies ist bei weitem der prächtigste Planet.

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Was hat die Erde davon, wenn wir zum Mars fliegen?
Gute Frage. Erstens: Wenn wir über eine Marsmission nachdenken, holen wir das Beste aus der Menschheit heraus. Wir können es nur schaffen, wenn wir die besten Technologien entwickeln und das Projekt mit internationalen Partnerschaften angehen. Zweitens wollen wir auf dem Mars Hinweise auf vergangenes Leben finden. Das bringt uns dazu, über das Leben auf der Erde nachzudenken. So realisieren wir, wie wertvoll die Erde ist. Hoffentlich macht es uns auch stärker bewusst, wie zerbrechlich Leben ist. Die Erde braucht uns nicht, wir brauchen die Erde.

Sie spielen aufs Klima an.
Der Klimawandel ist real, da gibt es nichts anzuzweifeln. Als Resultat davon werden Naturkatastrophen häufiger. Wir müssen uns dessen bewusst sein und positive Veränderungen beschleunigen. Technologie wird uns dabei helfen. Wir haben die wissenschaftlichen Daten dazu und müssen sie den Leuten ­zeigen.

Nun haben Sie einen Präsidenten, der den menschlichen Einfluss auf den Klimawandel anzweifelt. Macht das Ihre Arbeit schwieriger?
Ich würde sagen, es macht sie dringender. Wir müssen für die wissenschaftlichen Fakten geradestehen. Jeder Mensch muss Aktivist werden.

Zur Person: Dava Newman – die Raumfahrtsingenieurin

Die US-Amerikanerin Dava Newman war von 2015 bis 2017 unter Präsident Barack Obama stellvertretende Leiterin der US-Raumfahrtbehörde Nasa. Als Professorin am Massachusetts Institute of Technology erforscht die 55-jährige Ingenieurin, wie der menschliche Körper bei geringer oder fehlender Gravitation funktioniert, und entwickelt neuartige leichte Raumanzüge.

In öffentlichen Vorträgen thematisiert sie den Klimawandel und ruft dazu auf, das Raumschiff Erde zu retten. Dava Newman und ihr Ehemann sind leidenschaftliche Segler.​

Was tun Sie persönlich?
Ich bin Vegetarierin. Wir hatten zwei Autos und haben eines verkauft. Ich versuche, öffentliche Verkehrsmittel zu nehmen; das ist grossartig hier in der Schweiz. Wir müssen von fossilen Brennstoffen loskommen. Der CO2-­Fussabdruck lässt sich mit einfachen Schritten verringern, das ist gar nicht unbequem.

In der Raumfahrt gibt es aber noch keine Diskussion über eine Zukunft ohne CO2-Ausstoss.
Nein, so weit sind wir noch nicht. Es gibt aber interessante Ideen punkto Energie aus dem All. Wenn wir Sonnenenergie und sogar Mikrowellenenergie vom All auf die Erde strahlen könnten, bräuchten wir keine fossilen Brennstoffe. Das Problem ist, dass dies Milliardenprojekte wären. Die Welt spannt noch nicht genug zusammen, um so unerschwinglich Teures zu realisieren.

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Inzwischen sind mit Unternehmen wie SpaceX und Boeing auch private Gelder ins Spiel gekommen. Welches werden in Zukunft die wichtigsten Akteure der Raumfahrt sein?
Bei der Erforschung von Mond und Mars, werden es weiterhin die Behörden sein: die Europäische Raumfahrtbehörde ESA, die Nasa, auch China, Indien und Russland sind interessiert.

Steckt darin nach wie vor eine politische Dimension, wie einst beim Rennen um den ersten bemannten Mondflug?
Ein grosses Potenzial steckt in globalen Kooperationen. Bei der Internationalen Raumstation sind die wichtigsten Partner die Nasa, die ESA, Kanada, Japan und Russland. Das ist eine Form von Diplomatie. Der Bereich, wo die Zusammenarbeit zwischen Russland und Europa am besten funktioniert, ist die bemannte Raumfahrt. Vor über 40 Jahren, mitten im Kalten Krieg, haben wir uns im Weltall die Hand gereicht. So sehe ich auch die Zukunft mit Europa, China und den USA.

Sie glauben, die USA und China könnten in der Raumfahrt tatsächlich zusammenspannen?
Ich hoffe es. Ich werde alles in meiner Macht stehende tun, damit die USA und China zusammenarbeiten können.

In Ihrem Vortrag sprachen Sie davon, in den 2030ern Menschen zum Mars zu schicken. Ist Ihr ambitionierter Zeithorizont nicht etwas gar optimistisch?
Es wären die späten 2030er-Jahre. Das ist optimistisch, aber machbar, wenn wir uns auf dieses Ziel konzentrieren. Als ersten Schritt müssen wir ab Mitte der 2020er Menschen auf dem Mond haben. Nach einer Dekade Mondforschung werden wir die Technologien und die Erfahrung haben, um auf den Mars zu gehen.

Problematisch ist die kosmische Strahlung, die Krebs auslösen kann. Wie könnten Menschen im All davor geschützt werden?
Das ist eine der grossen Fragen, auch weil eine Marsmission sehr lange dauert: Hin- und Rückflug belaufen sich zusammen auf fast drei Jahre, dazu kommen 500 Tage auf der Marsoberfläche. Auch künftige Mondmissionen werden länger dauern als die Apollo-­Missionen vor 50 Jahren. Es gibt aber einige interessante Ideen. Wir könnten im Untergrund leben. Wir müssen auch darüber nachdenken, Backsteine zu machen aus Basalt – dem Material auf Mond und Mars. Und für die Raumanzüge schauen wir neue Materialien an, die sehr leicht sind und trotzdem Potenzial haben könnten, um vor Strahlung abzuschirmen. Am interessantesten finde ich aber die genetische Forschung. Aus der Krebsforschung ist bekannt, dass manche Menschen einen gewissen genetischen Schutz gegen Strahlungsschäden haben. Wenn wir das besser verstehen, können wir für eine Marsmission diejenigen Menschen auswählen, deren Gene ihnen die besten Überlebenschancen geben.

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Die Marsforschung profitiert hier also von der medizinischen Forschung. Umgekehrt soll die Medizin vom von Ihnen entwickelten Raumanzug profitieren.
Ja, es gibt biomedizinische Anwendungen für den Raumanzug. Unsere Kompressionstechnologien könnten kranken Menschen bei der Bewegungskontrolle unterstützen. Die Hälfte meiner Studierenden sind medizinische Ingenieure, die andere Hälfte eher an der Raumfahrt interessiert.

Wäre es nicht das Beste für die Menschheit, die Forschung auf die medizinische Seite zu beschränken und ganz auf die Raumfahrt zu verzichten?
Auf Entdeckungsreisen zu gehen, gehört zur Menschheit. Wir sind neugierig; ein Teil der Menschen will immer wissen, was hinter dem Horizont liegt. Und diese Neugier, das ständige Lernen ist gut. Aber ich glaube, nur wenige Personen werden physisch auf den Mars gehen. Mit der virtuellen Realität können viele Menschen von der Erde aus den Mars entdecken, sogar die Monde von Saturn und Jupiter.

Was halten Sie von kommerziellen Raumflügen?
Je mehr Menschen auf die Erde herunterblicken können, desto besser. Diese Erfahrung verändert den Menschen, das ging allen Astronauten so. Ich nenne es den Überblick-Effekt, und ich liebe ihn. Wer die Erde aus dem All betrachtet, sieht sie als grossartigen Planeten. Doch ich frage mich auch, wie sich der Effekt für dich und mich erreichen lässt, nicht nur für die wenigen, die tatsächlich ins All reisen. Können wir sieben, acht, neun Milliarden Menschen dieselben visuellen Erfahrungen geben, um unser Leben und unsere Handlungen zu verändern?

Würden Sie annehmen, wenn SpaceX-Chef Elon Musk Ihnen einen Raumflug offerierte?
Klar, es wäre grossartig, in die Erdumlaufbahn und zum Mond oder sogar zum Mars zu fliegen. Ich würde jede dieser Reisen antreten. Der Mond ist nur drei Tage entfernt, das ist eine interessante Option. Aber ich will an keinem dieser Orte bleiben, das Rückfahrticket müsste dabei sein. (bzbasel.ch)

Denkst du, wir werden innerhalb der nächsten 100 Jahre den Mars besiedeln?

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41
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41Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • James Blond 05.01.2020 19:59
    Highlight Highlight Super Business model, tauscht bestimmt niemand um und Garantiefälle gibts Zeit Lebens auch keine ;-)
  • Hardy18 05.01.2020 16:23
    Highlight Highlight "Das bringt uns dazu, über das Leben auf der Erde nachzudenken."
    Die Menschheit hat viel erforscht und viel entdeckt. Nur leider interessiert dies nur den wenigen Menschen. Bis jetzt hat man kaum etwas verwendet um die Erde zu retten und mit Antihaftbeschichtete Pfannen wird man den Planeten nicht retten. Solange man die Forscher nicht ernst nimmt und nur wartet das es z.B. ein Klimahype gibt, wird sich mit all den Erkenntnissen nichts ändern. Traurig aber war.
  • Miau 05.01.2020 12:08
    Highlight Highlight Eine brillante und gescheite Frau. Und trotzdem macht sie einen Denkfehler. Es reicht nicht, wenn wir dann mal so im 2039 sehen, wie wertvoll die Erde ist. Anstatt in die Ferne zu schweifen, sollten wir die vorhandenen Kräfte auf die Rettung des Planeten im JETZT richten.

    Auch sie, als potentiell supergescheite Dame, sollte ihre Kapazitäten besser auf die nachhaltige Rettung des Planeten richten. Für die Eroberung des Mars haben wir danach noch genügend Zeit.

  • winglet55 05.01.2020 07:54
    Highlight Highlight Es wird nie einen Plan B, respektive einen Ausweichplaneten geben!
    • Hierundjetzt 05.01.2020 10:44
      Highlight Highlight Warum? Es geht ja nicht um den Umzug von 8 Mrd Menschen.

      Kolumbus war ja auch nur zu 100 (?)
    • Kaishakunin 05.01.2020 11:31
      Highlight Highlight Aber Kolumbus betrat 'nur' ein (vermeintlich) unbekanntes Stück Land, mit gleichen Umweltbedingungen, gleicher Natur etc. Und wie die Dame ja schreibt, warum haben wir denn keine blühenden Städte in der Arktis/Antarktis? Wir könnten über hunderte von Jahren dort mal üben, wie es wäre, unter schlechten Bedingungen zu leben und Rohstoffe umständlich herzukarren. Und wie öde wäre es für 10 Forscher, 5 Jahre (oder für immer) in einer Röhre in der Wüste Gobi zu leben? Warum macht das niemand, wenn es so spannend ist? Klar, der Mars ist mit Prestige beladen, aber die Öde und Einsamkeit ist die selbe
    • Scaros_2 05.01.2020 11:36
      Highlight Highlight @Hierundjetz

      https://ieeexplore.ieee.org/document/7744349
      Damit die Menschen "gesund" weiterleben braucht man 98 Personen. Also 49 Männer/Frauen, damit das Erbgut gut bleibt.

      Rechnet man noch Risikofaktoren etc. dazu die bei einer Reise auftretten können ist man mit 100 Leuten doch ganz risikofreudig eine neue Zivilisation aufzubauen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • lilie 05.01.2020 05:19
    Highlight Highlight Eine ganz tolle Frau, mit Herz und Hirn! 👍❤

    Ich sehe es genau wie sie: Die Marsmissionen müssen eine Gelegenheit sein, Ehrgeiz und Neugier der Menschheit zu befriedigen und die Menschheit als Ganzes zusammenwachsen zu lassen.

    Und mit jeder Weltraummission sollte die Erkenntnis wachsen: Wir haben nur diese eine Erde. Sie ist unser Zuhause, und wir müssen alles in unserer Kraft Stehende tun, um sie zu pflegen, zu erhalten und Friede und Wohlergehen aller Lebewesen darauf zu sichern.

    Wenn die Marsmissionen diese Erkenntnisse fördern, ist (fast) kein Preis zu hoch dafür.
    • _kokolorix 05.01.2020 12:21
      Highlight Highlight Auch wenn ich deine Begeisterung verstehe und teile, denke ich wir müssten uns auf die Venus konzentrieren. Die Umweltbedingungen dort werden wohl eher dem nahekommen was uns in Zukunft auf der Erde erwartet...
    • lilie 05.01.2020 12:51
      Highlight Highlight @_kokolorix: Die Venus hat zwar eine Athmosphäre, aber die besteht fast nur aus CO2. Und der Druck am Boden ist 92 bar, das ist nicht einmal in einem Raumanzug zu überleben.

      Aber ich halte die Besiedelung anderer Planeten zum jetztigen Zeitpunkt und in den nächsten, sagen wir mal, 1000 Jahren eh für unrealistisch.
    • _kokolorix 05.01.2020 20:20
      Highlight Highlight Ich meinte auch nicht Besiedelung, davon sind wir noch extrem weit entfernt. Wir schaffen es gegenwärtig nicht einmal für eine kurze Stippvisite auf den Mond.
      Ich dachte eher an Erforschung mit Sonden. Gerade weil die Venus so extreme Bedingungen hat, die dem hohen CO₂ Gehalt der Atmosphäre geschuldet sind
    Weitere Antworten anzeigen
  • Millennium-Falke 05.01.2020 02:15
    Highlight Highlight Interessante Frau und tolles Interview! Ich bin ein riesen Sci-Fi Fan und alles was mit dem Weltraum zu tun hat interessiert mich mega. Ich bin überzeugt davon dass ich die bemannte Mars-Landung noch erleben werde:-) Möge die Macht mit uns sein..
  • Finöggeli 05.01.2020 00:36
    Highlight Highlight 2 Formatierungs-Typos bei den Überschriften "Sie spielen aufs Klima an." und "Nun haben Sie einen Präsidenten, der den menschlichen Einfluss auf den Klimawandel anzweifelt. Macht das Ihre Arbeit schwieriger?"
    • Pascal Scherrer 05.01.2020 00:57
      Highlight Highlight Danke, ist behoben.
  • Hierundjetzt 05.01.2020 00:32
    Highlight Highlight Es geht ehrlicherweise nicht um ein Hobby von ein paar Menschen, wenn wir auf den Mars siedeln würden

    Es geht darum, das Überleben unserer Spezies zu sichern, wenn uns ein Gammablitz trifft (bereits vorgekommen), wir vor einem Meteoreinschlag stehen oder die Sonne sich ändert.

    In der Geschichte des Lebens auf der Erde wurde bereits 6x das Leben zu 99% ausgelöscht. Es ist mehr als Zufall das es uns überhaupt gibt.

    Es ist aus diesem Grund sehr sinnvoll eine Alternative in der Hinterhand zu haben
    • Millennium-Falke 05.01.2020 02:15
      Highlight Highlight Das sehe ich auch so!
    • lilie 05.01.2020 05:26
      Highlight Highlight @Hierundjetzt: Der Mars hat viel zu wenig Ressourcen, um ohne Nachschub von der Erde menschliches Überleben zu gewährleisten.

      Selbst wenn eine dauerhafte Besiedlung gelingen würde (was ich bezweifle), würde eine Marskolonie mit Zerstörung der Erde nach kurzer Zeit ebenfalls zugrunde gehen.

      Und des Leben auf der Erde wurde etwa alle 500 Millionen Jahre fast ausgelöscht. Das letzte Mal vor 65 Millionen Jahre. Wir haben also noch ein bisschen Zeit.

      Nächstes Ziel: Dafür sorgen, dass es die Menschheit auch in 100 Jahren noch gibt.
    • Hierundjetzt 05.01.2020 10:42
      Highlight Highlight Da sind wir wohl diametral anderer Auffassung.

      Kern und Zweck jeglicher Raumfahrtprogramme sind das Finden von Leben (sind wir die einzigen im Universum, bzw wie lange braucht es, dass sich Leben wie wir es kennen entwickelt) sowie die Suche nach Alternativen.

      Das kann aktuell auch Titan sein. Mars ist einfach die Alternative die am nächsten liegt.

      Wieviele Sateliten sind aktuell Im Orbit des Mars? 5?

      Das wir es schaffen ist klar. Vor ca. 100 Jahren gabs nicht mal Flugzeuge...
    Weitere Antworten anzeigen
  • Heini Hemmi 05.01.2020 00:18
    Highlight Highlight Eine richtig grüne US-Amerikanerin: „Wir hatten zwei Autos und haben eines verkauft.“

    😂😂😂
    • Tekk 05.01.2020 09:48
      Highlight Highlight In den meisten Regionen der USA gibt es keinen vernünftigen ÖV, oder die Züge laufen mit Diesel da es nur wenig Elektrifizierung gibt. Ohne Auto praktisch unmöglich von A nach B zu kommen, vor allem da die Distanzen auch noch viel grösser sind als hier.
    • Ökonometriker 05.01.2020 10:10
      Highlight Highlight Ist leider so - in den USA hast Du an den meisten Orten ohne Auto ein gröberes Problem.
  • Patsia 05.01.2020 00:09
    Highlight Highlight Sehr spannend, danke für dieses Interview.
    Das erinnert mich gerade an die beiden hervorragenden Bücher von Andy Weir über einen auf dem Mars gestrandeten (der Marsianer) und eine sympathische "Kleinkriminelle", die zur Retterin der ersten Siedlung auf dem Mond wird (Arthemis), die auch mir als sonst kein Sci-Fi-Fan super gefallen haben. Kennt sich da jemand aus und hätte Tipps für ähnliche Bücher? 👋😊
    • Pascal Scherrer 05.01.2020 00:51
      Highlight Highlight Hast du auch die Verfilmung gesehen? Ist wirklich gelungen.

      Ansonsten:

      Ready Player One
      Paradox-Trilogie von Phillip P. Petersen
      Bobiverse-Trilogie
      Die Kinder der Zeit

      Und falls es auch ne Space Opera sein darf:

      Die Starfarer-Verschwörung.
    • Buckweed 05.01.2020 01:50
      Highlight Highlight versuch‘s mal mit einem Kurzgeschichtenband von Philip K. Dick.
    • Patsia 05.01.2020 10:55
      Highlight Highlight Ja ich habe die Verfilmung gesehen und war ehrlich gesagt masslos entäuscht. Es fehlt so viel von dem, was das Buch so toll macht.
      Ready for Player One habe ich per Zufall gerade letzte Woche in einer Wühlkiste mit Mängelexemplaren gefunden. Freue mich schon darauf.
      Und natürlich vielen Dank für alle anderen Tips, Pascal und Buckweed, werde mir alle anschauen. 😊
  • Antinatalist ⚠ Lockdown-Fan-Club 04.01.2020 23:23
    Highlight Highlight Der Anzug selbst ist ja ganz schick. Aber die Glaskuppel dazu sieht total bescheuert aus. Da bekommt Glühbirne eine neue Bedeutung.
    • leverage 05.01.2020 10:16
      Highlight Highlight Der Helm gehört nicht zum Anzug. Ich glaube der wurde nur für das Promo Foto angezogen. Ansonnsten scheint es dieser Helm zu sein. Der sieht auch funktional aus, im Gegensatz zu dem auf dem Promofoto.
      Benutzer Bild
    • Patrik Hodel 05.01.2020 10:21
      Highlight Highlight Mir kommt da irgendwie "Mars Attack" in den Sinn... :-)
    • Twinleaks 05.01.2020 10:44
      Highlight Highlight Erinnert mich an Helferlein 💡
      Benutzer Bild
  • Gsnosn. 04.01.2020 23:22
    Highlight Highlight Danke für das Interview!
  • Kaishakunin 04.01.2020 23:15
    Highlight Highlight Endlich sagt es mal jemand mit aller Deutlichkeit. Es mag ja in der Natur des Menschen sein, neue Ufer betreten zu wollen, aber warum sollte der Mars ein Plan B sein? Es ist völlig absurd, denn wenn wir es für der Weisheit letzten Schluss halten, in einer öden, unwirtlichen Welt eine Zukunft zu sehen, dann sind wir ja auf dem besten Weg, uns diesen Ort hier zu schaffen, wenn wir nicht besser auf unser Mutterschiff Acht geben. Es gäbe genug Wüsten hier, wo man Röhren aufstellen kann, dafür müssen wir nicht auf den Mars, abgesehen davon, dass unser Körper hier an die Schwerkraft gewöhnt ist.

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