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Aller Anfang ist schwer – aber das ist ganz normal. bild: pleated-jeans.com

Keine Sorge, liebe (angehende) Eltern, mit diesen 10 Problemen seid ihr nicht allein

Ein Baby kann das Leben ganz schön durcheinander wirbeln. Alles ist neu und unbekannt. Man will nichts falsch machen und steht plötzlich vor zahlreichen Fragen. Doch so viel sei gesagt: Ihr seid nicht allein – und es gibt eine Menge Sorgen, die sich praktisch ALLE Eltern machen.



Was die meisten Eltern teilen, ist der Wunsch, alles möglichst perfekt machen zu wollen. Und genau dadurch kann eine grosse Verunsicherung entstehen. Googeln und tausend verschiedene Meinungen im Internet lesen ist da eher kontraproduktiv. Nur schon allein deswegen, weil jedes Baby anders ist.

In den Kinder- und Jugendhilfezentren, kurz kjz, haben Eltern die Möglichkeit, ihre ganz persönliche und individuelle Lösung zu finden. Marianne Steiner ist dort seit vielen Jahren als Mütter- und Väterberaterin tätig. Sie weiss, welches die häufigsten Anliegen sind – gemeinsam mit ihr haben wir das folgende Listicle erstellt.

Wie oft muss ein Baby schlafen?

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Der Schlafrhythmus ist kein einfaches Thema. gif: giphy

In den ersten paar Monaten sollte ein Kind alle ein bis zwei Stunden schlafen. Ein Baby, das schon früh deutlich länger wach ist, kommt in die Übermüdung. Für das Kind wird es immer schwieriger den Schlaf zu finden. Daher macht es Sinn, dem Säugling spätestens nach zwei Stunden zu helfen in den Schlaf zu finden.

Viele Eltern sind über diese Zahl verwundert, denn ihr Kind ist schon früh deutlich länger wach. Was gleich zum nächsten Punkt überleitet.

Wie oft muss ein Baby essen?

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Und auch der Trinkrhythmus ist so eine Sache ... gif: giphy

Wenn Babys anfangen, an den Fingern ihrer Eltern herumzusaugen, denken viele sofort: «Das Kind hat Hunger!» Doch dies kann ein Trugschluss sein. Denn das Nuckeln dient oftmals viel mehr der Entspannung und kann unter anderem ein Zeichen dafür sein, dass der kleine Sprössling gerne schlafen möchte. Von Mahlzeit zu Mahlzeit dürfen in der Regel drei Stunden vergehen. Und wo wir schon beim Trinken sind, kommen wir gleich zum nächsten Thema.

Was, wenn das Stillen nicht klappt?

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Stillen ist gut – aber kein Muss. bild: imgur

Muttermilch ist für das Kind das Beste. Doch es gibt auch noch andere Dinge, die für das Baby sehr wichtig sind – wie zum Beispiel die Bindung zur Mutter. Diese wird zwar grundsätzlich durch das Stillen gefördert, kann aber auch dadurch gestört werden – nämlich dann, wenn das Stillen zum Stress wird. Sei es, weil der Körper nicht genügend Muttermilch produziert oder weil es aus anatomischen Gründen Schwierigkeiten beim Stillen gibt.

Viele Mütter wollen nicht akzeptieren, dass es nicht klappt. Sie möchten ihr Kind unbedingt stillen und setzen sich das so fest in den Kopf, dass ein irrsinniger Druck entsteht, der die Beziehung zum Kind belastet. In solchen Fällen – oder wenn das Stillen eine riesige Herausforderung für alle darstellt – kann es helfen, einfach die Entscheidung zu treffen: Dann bekommt das Kind eben den Schoppen. Das kann unter Umständen viel Ruhe in die Familie zurückbringen.

Zur Person:

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bild: zvg

Marianne Steiner ist seit 15 Jahren als Mütter- und Väterberaterin tätig. Die Mütter- und Väterberaterinnen des Kinder- und Jugendhilfezentrum (kjz) sind Pflegefachfrauen mit Schwerpunkt Kind, Jugend, Frau und Familie und haben ein Nachdiplomstudium Mütter- und Väterberatung absolviert. Das Beratungsangebot des kjz im Kanton Zürich richtet sich an Familien mit Kindern von 0 bis 18 Jahren, ist vertraulich und kostenlos.​

Wie kann ich mein Kind bestmöglich fördern?

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Dein Kind kann schon schwimmen? Cool! Ist aber kein Muss. gif: giphy

In einer Gesellschaft, in der Leistung und Erfolg eine so zentrale Rolle spielen, ist es kein Wunder, dass sich viele Eltern schon früh fragen: «Wie kann ich mein Kind fördern und dafür sorgen, dass es sich ideal entfaltet?» Angebote wie Babyschwimmen, Bewegungskurse und Co. gibt es entsprechend wie Sand am Meer.

Doch hier gilt es unbedingt, das richtige Mass zu finden. Denn man darf nicht vergessen: Ein Kind braucht viel Ruhe. Einen derartigen Kurs zu besuchen, ist also okay. Aber es muss ja nicht gleich alles auf einmal sein.

Wie, ich soll jetzt einfach mit dem Kind zu Hause bleiben?

mütter

Der Austausch ist vielen Müttern wichtig. Bild: shutterstock

Noch ein Grund, warum viele Mütter Angebote wie Babyschwimmen gerne nutzen, ist die Suche nach Gleichgesinnten und einem neuen Netzwerk. Oftmals geht die Familiengründung mit einem Umzug in eine fremde Umgebung einher. Am neuen Ort angekommen, suchen die Frauen Anschluss.

Hinzu kommt, dass es vielen frischgebackenen Mamis am Anfang schwer fällt, sich darauf einzulassen, mit dem Kind einfach nur allein zu Hause zu sein – und das auch zu geniessen. Sie wollen rauskommen, Dinge unternehmen und Leute treffen. Aber keine Sorge: Die Ruhe und der Genuss kommen mit der Zeit.

Wer gibt eigentlich mir Halt?

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Für viele Frauen ist die eigene Mutter am Anfang die wichtigste Bezugsperson. bild: imgur

Apropos Netzwerk: Der Austausch mit anderen Müttern kann am Anfang sehr hilfreich sein – aber auch für Verunsicherung sorgen. Schnell kommen Gedanken auf wie: «Warum kann ihr Kind schon dies und jenes, mein Kind aber noch nicht?!» Darum hilft es, eine Bezugsperson zu haben, die einem Halt gibt und die einem hilft, solche Fragen einzuordnen.

Meistens ist diese Person weiblich und selbst schon Mutter oder hat viel Erfahrung mit kleinen Kindern. Das kann die eigene Mutter, die Schwester, aber auch eine gute Kollegin sein. Von grosser Wichtigkeit ist natürlich ebenfalls, dass die Mutter sich vom Vater des Kindes verstanden und unterstützt fühlt. Bekommt eine Mutter genügend Halt, kann sie genau diesen Halt auch an ihr Baby weitergeben.

Kind und Job – geht das wirklich?

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«Tschüss» sagen kann einem sehr schwer fallen. gif: giphy

Klar, wer ein Kind erwartet, muss sich früher oder später die Frage stellen: «Will ich, wenn das Baby da ist, wieder arbeiten oder nicht?» Doch das ist für die meisten Frauen kein allzu grosses Problem. Das frühzeitige Gespräch mit dem Partner ist für eine gute Meinungsbildung von grosser Bedeutung. Schwierig wird es erst, wenn man sich für «Ja, ich möchte wieder arbeiten» entschieden hat und dieser Moment dann immer näher rückt.

Die Vorstellung, wieder 60 oder 80 Prozent in den Job einzusteigen, wenn das Kind zwischen vier und sechs Monate alt ist, wirkte aus der Ferne so gut. Doch wenn es dann wirklich ernst wird und es gilt, diesen Schritt tatsächlich auch zu gehen, geraten viele Mütter ins Wanken. Der Partner ist in dieser Phase eine wichtige Unterstützung.

Schicke ich mein Kind in die Krippe?

kind krank

In der Krippe kommt man an Erkältungen mit Fieber oder Magen-Darm-Grippe nicht vorbei. Bild: shutterstock

Eltern, die ihr Kind in die Krippe geben, teilen am Anfang wohl alle dieselbe Sorge. Nämlich: «Wird sich unser kleiner Schatz dort überhaupt wohlfühlen können?!» In den meisten Fällen stellt sich schnell heraus, dass das überhaupt kein Problem ist und die Kleinen die Eingewöhnung mit Bravour meistern.

Doch dann kommt es früher oder später zu einem Problem, an das viele Eltern vorher gar nicht denken, und das sich als ein grosser Stressfaktor entpuppen kann: Kinderkrankheiten. Geht der Sprössling in die Krippe, nimmt er praktisch alles mit, was geht. Und dann kann die Kombination Arbeiten UND Kind schnell schwieriger werden als erwartet.

Beim ersten Mal hat der Arbeitgeber noch Verständnis, doch immer wieder zu Hause bleiben, weil das Kind krank ist, bringt Eltern in ein Dilemma. Darum ist es wichtig, im Voraus zu überlegen, wer die Familie in solchen Situationen unterstützen kann (zum Beispiel Grosseltern etc.). Was uns zum nächsten Punkt bringt.

Muss ich wirklich alles allein hinkriegen?

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Unter Druck geht das Intuitive manchmal verloren. bild: shutterstock

Wenn das Kind krank ist, wollen sich die meisten Eltern am liebsten höchstpersönlich um den kleinen Patienten kümmern. Das ist auch gut so, denn für ein krankes Kind sind Mama und Papa sicher die beste Stütze. Doch wenn man Arbeit und Familie unter einen Hut bringen möchte, gehört es eben gelegentlich auch dazu, eine zweitbeste Lösung zu nutzen.

Zwar ist es Eltern grundsätzlich erlaubt, zu Hause zu bleiben, wenn das Kind krank ist. Doch da draussen in der Wirtschaft herrscht ein anderer Wind. Wer sich diese Freiheit regelmässig nimmt, riskiert bei einer Umstrukturierung des Unternehmens den Kürzeren zu ziehen – und seinen Job zu verlieren.

In solchen und vielen anderen Momenten gilt es darum, die Erwartungen an sich selbst als perfektes Elternteil etwas herunter zu schrauben und nach passenden Lösungen zu suchen. Das kann zum Beispiel eine gute Kollegin sein, die das Kind regelmässig – also möglichst einmal pro Woche – sieht und gut kennt.

Eine individuelle – auf die Situation angepasste – Lösung lässt sich fast immer finden. Doch die hohen Erwartungen an einen selbst machen Probleme manchmal schwieriger als sie eigentlich sind. Weil vor lauter Druck die Intuition verloren geht und man auf der Hand liegende Lösungen nicht mehr erkennt.

Was wird jetzt aus unserer Beziehung?

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Bleibt jetzt noch genügend Zeit für die Liebe? gif: giphy

Last but not least wird auch die Liebesbeziehung zwischen Mama und Papa durch das neue Familienmitglied auf die Probe gestellt. Die Frage «Wo bleibt für uns als Paar überhaupt noch Zeit?» stellt sich bei vielen frischgebackenen Eltern. Doch das ist noch nicht alles: Häufig zeigt sich ausserdem, dass Vater und Mutter unterschiedliche Vorstellungen davon haben, wie das Leben mit Kind ablaufen soll.

Sei es in Erziehungsfragen, aber auch wenn es darum geht, wie man sich von nun an organisiert. Diese Vorstellungen sind natürlich davon geprägt, wie man es selbst als Kind erlebt hat. Da gilt es nun also einen Weg zu finden, der für beide passt.

Doch das Schöne an all diesen Fragen, Sorgen und Probleme ist doch: Man ist damit alles andere als allein – sie gehören zum Elternsein einfach dazu!

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Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
14Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Egon Kisch 22.02.2017 06:54
    Highlight Highlight Watson, jung und modern? Aber nicht in Familienfragen! Ich musste gleich noch mal schauen, ob das nicht ein Gastbeitrag der AZ oder so ist... Jetzt mal im ernst, spätestens beim Punkt "wo bleibt die Beziehung?" hätte die Autorin merken können, dass da was vergessen ging. Für alle, die das gleich sehen: Initiative für Vaterschaftsurlaub unterschreiben. Für die Autorin: It's Parenting, not babysitting googeln
  • Andreas Weibel (1) 21.02.2017 23:30
    Highlight Highlight Warum kommen in dem Artikel nur Frauen vor, die sich zuhause um das Kind kümmern? Das mag im 20. Jahrhundert vielleicht meist so gewesen sein und im Entlebuch ist das vielleicht auch heute noch so. Aber irgendwann sollte es doch wirklich an der Zeit sein, dass zumindest MüBe-Beraterinnen wissen, dass es durchaus auch Männer gibt, die auf ihre Kinder aufpassen. (In der MüBe-Sprechstunde, wo ich jeweils war, waren mindestens etwa ein Drittel der Elternteile Männer.)
  • zialo 19.02.2017 12:02
    Highlight Highlight Das mit dem Arbeiten ist hierzulande recht schwierig.
    Studien zeigten, dass in einer Krippe mit 40 Kindern 5 Knaben und 2 Mädchen grosse Problem damit haben (10% Mädchen /25% Jungen).
    In der Schweiz muss man bereit sein 1/5 des Einkommens für die Kita auszugeben.
    Ab Einschulung können in den 14 Wochen Schulferien grosse Kosten durch Erwerbstätigkeit entstehen. Je nach Gemeinde gibts Subventionen. In Oberwil BL kostet es 100 CHF pro Tag und Subventionen sind möglich. Und dann gibts auch zunehmend Grosseltern, die sich nicht regelmässig um die Kinder kümmern wollen. All das macht es schwierig.
    • Wilhelm Dingo 20.02.2017 07:11
      Highlight Highlight Könntest ja auch arbeiten und der Partner reduziert um diesen Anteil. Dann geht es wunderbar auf. Mit der Karriere geht es dann halt weniger gut.
  • NicoleTa 19.02.2017 10:24
    Highlight Highlight Als ich meine erste Tochter bekommem habe, stellte sie unser Leben auf den Kopf. Schnell haben wir bemerkt das es so nicht sein muss... haben die Eltern Ratgeber zur seite gelegt und uns auf unser Gefühl verlassen. 3 Jahre danch kam der kleine zur Welt und alles lief wie am schnürchen. Wir Mütter sollten uns mehr auf underen Instinkt verlassen. Meine Kinder schliefen wahrscheinlich nie nach Lehrbuch, assen nicht alle 3 Stunden und wurden mit dem Schoppen gefütter, da das Stillen einfach nicht klappen wollte. Nun beide haben trotzdem eine Beziehung zu mir und lassen uns auch wieder ausschlafen
    • Wilhelm Dingo 20.02.2017 07:14
      Highlight Highlight Seriöse Beratungen und Bücher weisen darum auch immer darauf hin, dass es beim eignen Kind völlig anders sein kann. Darum ist es sicher das beste auf sich selber zu hören.
  • goschi 19.02.2017 10:19
    Highlight Highlight Im Titel schreibt ihr zwar von Eltern, im Artikel dreht sich viel aber explizit um Mütter, wieso? Die Väter werden nicht mit einbezogen?

    • Mikki 19.02.2017 10:55
      Highlight Highlight Die männer tun ja eeh nichts ausser zeugen...🙄
    • Typu 19.02.2017 11:02
      Highlight Highlight Ist doch meistens so. Dabei arbeite ich 100%, bin nach der arbeit voll für unser kind da und am wochenende mache ich den hauptteil.
    • AnnaBanana 19.02.2017 14:53
      Highlight Highlight Mikki, diese Ansicht ist veraltet!!
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Bei der Familienfreundlichkeit rangiert die Schweiz gemäss einer neuen Studie des Uno-Kinderhilfswerks Unicef in Europa auf dem letzten Platz. Die familienfreundlichsten Regeln und Gesetze gibt es demnach in Schweden, dahinter folgen Norwegen und Island.

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