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In this China National Space Administration (CNSA) photo released by Xinhua News Agency, a simulated image of the ascender of Chang'e-5 spacecraft blasting off from the lunar surface at the Beijing Aerospace Control Center (BACC) in Beijing on Dec. 3, 2020. The Chinese lunar probe lifted off from the moon Thursday night with a cargo of lunar samples on the first stage of its return to Earth, state media reported. (China National Space Administration/Xinhua via AP)

Eine computersimulierte Ansicht des Startmanövers der Aufstiegsstufe. Unten der Lander, der auf dem Mond zurückbleibt. Bild: keystone

So hast du den Mond noch nie gesehen – dank diesem Foto der chinesischen Raumsonde



China greift nach den Sternen. Der bisher einzige Staat, der neben den USA und Russland bemannte Raumfahrtmissionen unternimmt, hat erneut eine unbemannte Raumsonde auf den Mond geschickt: Chang'e 5 startete am 23. November und landete wohlbehalten am 1. Dezember im Oceanus Procellarum im Westen der erdzugewandten Mondseite. Es handelt sich um die erste Rückführmission der Chinesen und die erste seit einer sowjetischen Mission 1976; sie soll etwa zwei Kilogramm Staub- und Gesteinsproben zurück auf die Erde bringen.

Am 3. Dezember ist die Aufstiegsstufe erfolgreich von der Mondoberfläche gestartet und hat zwei Tage später an den Orbiter angekoppelt – eine technische Leistung, die bisher nur von den USA und der Sowjetunion vollbracht wurde. Um den 15. Dezember herum wird die Landung in der autonomen chinesischen Region Innere Mongolei erwartet.

Bereits auf der Erde angekommen sind jedoch Bilder der Mission. Die chinesische Raumfahrtbehörde CNSA hat ein kurzes Video der Landung auf dem Mond veröffentlicht:

Noch eindrücklicher aber ist eine Aufnahme von der Oberfläche unseres Trabanten, die die Mondlandschaft in nie dagewesener Schärfe zeigt. Zu sehen ist ein Panoramabild der Landeregion im Oceanus Procellarum mit Hügeln im Hintergrund. Im Vordergrund zeigt die Aufnahme den Lander und eines seiner Beine.

Aufnahme der Mondoberfläche der chinesischen Raumsonde Chang'e 5, Dezember 2020.

Atemberaubender Blick auf die Mondoberfläche: Die Panoramaaufnahme der chinesischen Raumsonde Chang'e 5. Bild: CNSA

Das Bild ist nicht weniger als 15'000 • 7947 Pixel gross und zoombar. Es sind daher auch Details in atemberaubender Schärfe zu erkennen, etwa die Steine, die der Landefuss der Sonde seitlich weggedrückt hat.

Landefuss der chinesischen Raumsonde Chang'e 5, Dezember 2020. (Ausschnitt)

Das Bild hat eine so grosse Auflösung, dass auch Details gut zu erkennen sind. Bild: CNSA

Hier kann das Panoramabild in voller Auflösung heruntergeladen werden.

Kann man auf dem Mond leben?

Video: srf/Roberto Krone

Am Horizont ist – in der Mitte, nahe beim oberen Bildrand – eine kleine Unebenheit zu sehen. Es handelt sich um einen Bearbeitungsfehler, der dem Editor beim Zusammensetzen der verschiedenen Aufnahmen zum Panoramabild unterlaufen ist. Hinweise darauf kursieren bereits auf Twitter:

Solche Bildbearbeitungsfehler sind natürlich Wasser auf die Mühlen derjenigen, die – analog zu den Mondlandungen der Amerikaner – einen Hoax wittern:

Der erste chinesische Taikonaut im Weltall war Yang Liwei im Jahr 2003. Aber noch hat China keine Menschen auf den Mond gebracht. Dafür hat Chang'e immerhin eine Fahne auf dem Erdtrabanten gehisst:

Auch dieses Bild dürfte Verschwörungstheoretiker auf den Plan rufen. Schliesslich sind die US-Flaggen, die von den Apollo-Missionen auf dem Mond gehisst wurden, das Lieblingsargument der Zweifler: Sie sollen sich demnach bewegt haben, was ja aufgrund der mangelnden Atmosphäre gar nicht möglich sei. Mehr dazu gibt's hier zu lesen:

Am 6. Dezember hat sich die Aufstiegsstufe wieder vom Orbiter gelöst, nachdem sie die Bodenproben mit einem Greifarm in den Orbiter transferiert hatte. Der Orbiter wartet nun auf den optimalen Zeitpunkt für die Rückkehr zur Erde.

(dhr)

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