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Meisterfeier in Basel: Fans des FCB lösen Mini-Erdbeben aus

Ein Spieler des FC Basel stemmt an der offiziellen Meisterfeier des Clubs am Samstag, 3. Juni 2017 den Meisterpokalauf dem Balkon am Barfuesserplatz in Basel in die Hoehe. (KEYSTONE/POOL FCB/Uwe Zinke ...
Basel feiert das Double: Barfüsserplatz, 3. Juni 2017.Bild: POOL FC BASEL

«Wär nid gumpt, dä isch kai Basler»: FCB-Fans lösen Erdbeben aus

Seismologen der ETH Zürich und des Schweizer Erdbebendienstes (SED) messen während den Double-Feierlichkeiten am 3. Juli 2017 auf dem Barfüsserplatz ein Mini-Erdbeben. Auslöser ist das kollektive Gehüpfe der FCB-Fans, die gemeinsam mit der ersten Mannschaft den Gewinn des Schweizer Cups und des 20. Meistertitels feiern.
15.09.2017, 06:5415.09.2017, 06:59
Jakob Weber / bz Basel

«Wär nid gumpt, dä isch kai Basler, hey, hey!» FCB-Spieler Taulant Xhaka mimt den Anpeitscher, mehrere Tausend Fans auf dem Barfüsserplatz stimmen mit ein. Gleichmässig hüpfen sie während der Feierlichkeiten zum zweiten Stern Anfang Juli im Takt und sorgen dafür, dass der Geophysiker John Clinton (43) nur 50 Meter entfernt verblüfft auf seine Messgeräte schaut.

Der FCB holt den 20. Meistertitel

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Diese hat er vor dem Historischen Museum am Rande des Barfüsserplatzes installiert. Nun schlägt der mobile Seismograph regelmässig aus. Das lässt nur einen Schluss zu: Die hüpfenden FCB-Fans sind tatsächlich für ein kleines Erdbeben verantwortlich. «Auf der bekannten Richterskala würde das Fan-Beben den Wert von 0.1 zwar nicht erreichen. Aber wir können definitiv messen, dass die Fans die Erde zum Zittern bringen», sagt Clinton.

Auf Anregung des SRF-Magazins «Einstein», dass sich in der gestrigen Sendung dem Thema Erdbeben widmete, ist Clinton Berichten aus Barcelona gefolgt. Diese besagten, dass in der katalanischen Hauptstadt Fans für ein Mini-Erdbeben verantwortlich waren. Auslöser sollen die Feierlichkeiten nach dem Last-Minute-Siegtreffer von Luis Suarez im Champions League-Achtelfinal gegen Paris gewesen sein. «Diese These wollten wir auf dem Barfüsserplatz überprüfen», sagt Clinton.

Jetzt auf

Mit Erfolg. Das Experiment zeigt deutlich, dass jubelnde Menschenmassen tatsächlich für ein Mini-Beben sorgen können. «Das ist unglaublich. Man sieht ganz klar die Zeiger-Ausschläge, wenn die Fans immer wilder springen», sagt Clinton und fügt an: «Fussballfans können definitiv für einen gewaltigen Energieausbruch sorgen.»

Dass Clinton mit seinem mobilen Seismografen direkt neben den Fans auf dem Barfüsserplatz regelmässige Ausschläge misst, erstaunt den Iren nicht. Vielmehr sorgt die Reichweite des Bebens für Verwunderung.

«Wir waren sehr überrascht, dass das Beben auch in sämtlichen 15 permanenten Messstationen in der Region Basel registriert worden war», sagt Clinton. Sogar im zehn Kilometer entfernten Kaiseraugst waren die durch die Fans ausgelösten Erschütterungen messbar.

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