Schweiz

«Flüchtlinge willkommen» – 2500 demonstrieren in Lausanne für die Rechte von Asylsuchenden

Publiziert: 01.10.16, 18:24 Aktualisiert: 02.10.16, 09:35

Rund 2500 Personen sind am Samstag in Lausanne für die Rechte von Asylsuchenden auf die Strasse gegangen. «Stoppt die Rückschaffungen», «Flüchtlinge willkommen» oder «Kein Platz für Rassisten» stand auf Transparenten geschrieben. Die Demo verlief ohne Zwischenfälle.

Der verregnete Umzug in der Lausanner Innenstadt begann um 15 Uhr und führte von Montbeton auf den Place de la Riponne. Während die Polizei die Teilnehmerzahl mit 2500 bis 3000 angab, sprachen die Organisatoren von «3000 teilnehmenden Personen aus der ganzen Schweiz».

Kritisiert wurden insbesondere Rückschaffungen im Rahmen des Dublin-Abkommens. Die Protestierenden appellierten an Justizministerin Simonetta Sommaruga, die Schweizer Asylpraxis zu überdenken. Heute gebe es zu viele Flüchtlinge, deren Rechte eingeschränkt seien oder sogar mit Füssen getreten würden. (sda)

Alles zur Asyldebatte 2016

In der Schweiz verschwinden immer mehr Flüchtlinge – hierhin könnten sie abtauchen

Asyl-«Arena»: Sheriff Gobbi verliert das Duell gegen Marschall Glättli

Vom Flüchtling zum Kioskbesitzer im Zürcher HB – die beeindruckende Geschichte von Hamid

Schweizer Grenze ist, wo Kinder auf dem Boden schlafen – weh dir, Helvetia!

10 Kommentare anzeigen
10
Logge dich ein, um an der Diskussion teilzunehmen
Youtube-Videos und Links einfach ins Textfeld kopieren.
600
  • Maria B. 02.10.2016 10:51
    Highlight 2500 Unbelehrbare, gängigen Rechts Unkundige, oder nur in Mathematik einen Fensterplatz gehabt?

    Nun ja, immerhin gerade mal soviele bzw. sowenige Teilnehmer wie beim jährlichen Treff des Schweizerischen Kleintierzüchterverbandes :-)!
    37 15 Melden
    • Fabio74 02.10.2016 11:54
      Highlight Warum hast du nur dämliche Beleidigungen und keine Argumente?
      Es gibt in diesem Land Demonstrationsfreiheit und Meinungsäusserungsfreiheit. Diese Leute nutzen dies um ihre Meinung kundzutun.
      Es gilt den Rechtsnationalen die Themenherrschaft zu entreissen.
      10 24 Melden
    • Lorent Patron 02.10.2016 11:59
      Highlight Mit Beleidungen zu argumentieren zeugt auch nicht wirklich von viel Sachverstand.

      Und apropos rechtsunkundig, wär'es vielleicht angebracht, dich selber mal etwas schlau zu machen:

      http://www.nzz.ch/schweiz/europaeischer-gerichtshof-fuer-menschenrechte-strassburg-ruegt-die-schweiz-1.18417986
      5 21 Melden
    • Sunking_Randy_XIV. 02.10.2016 12:33
      Highlight 2500 die nicht resigniert haben; die sich nicht mit tausenden Ertrunkenen, Stacheldraht, Flüchtlingshetze und brennenden Asylheimen abgefunden haben. Wer diese Leute so wie du auch noch diffamiert, den muss man auch nicht weiter nach seiner politischen Gesinnung fragen..
      7 15 Melden
    • Maria B. 02.10.2016 16:15
      Highlight Fabio74 :

      Die nachvollziehbaren Argumente der Denkfähigeren unter uns, sollten eigentlich längst zureichend bekannt sein, die gängigen CH-Asylgesetze und die gültigen Schengenverträge mindestens ebenso.

      Lorent Patron :

      Das sind keine Beleidigungen sondern legitime Feststellungen, sorry...

      Sunking_Randy_XIV :

      Während 8 Mio. Schweizer "resigniert" haben ;-)? Meine politische Gesinnung in zumindest DIESER Angelegenheit muss man nicht hinterfragen, zumal ich mich nicht ungern an bestehenden Gesetzen orientiere.

      Dessen ungeachtet wünsche ich euch aber dennoch einen angenehmen Sonntag :-)!


      12 5 Melden
    • Sunking_Randy_XIV. 02.10.2016 18:35
      Highlight @ Maria - Auch wenn es eine einzige Person auf der ganzen Welt wäre, die nicht resigniert hätte, für Humanität muss man sich nie rechtfertigen. Mit dem Verweis aus das bestehende Gesetz wurde ausserdem bereits jedes erdenkliche Unrecht begangen; Recht ist immer nur das Recht des herrschenden Systems. Und falls du auf hiesiges Recht pochst, dann solltest du auch mal die Behörden an der Tessiner Grenze dahingehend orientieren, dass sie sich an die Gesetze halten sollten. Dessen nicht ungeachtet noch einen schönen Sonntag -)
      3 4 Melden
    • Fabio74 02.10.2016 20:19
      Highlight @Maria: Du lieferst auch in deinem 2. Kommentar keine Argumente und beledigst nur.
      Gesetze und Schengen sind das eine. Wobei zum Thema Asyl Dublin das Abkommen ist und nicht Schengen.
      Aber es gibt noch Menschen in diesem Land, denen Menschenleben was wert sind und nicht der rechten Hasspropaganda zum Opfer gefallen sind.
      4 6 Melden
    600
  • Maett 01.10.2016 21:43
    Highlight Was soll das heissen, "Stoppt die Rückschaffungen"? Damit wäre das Asylrecht ja quasi obsolet, weil jeder kommen könnte, dem es in seiner Heimat schlechter geht, als uns hier (und das ca. 7 Mia. Menschen).

    Solche Gedankengänge kann ich absolut nicht nachvollziehen.
    116 25 Melden
    • Lorent Patron 02.10.2016 09:33
      Highlight Das Asylrecht wird "quasi obsolet", weil es die CH-Behörden systematisch verletzen.

      Viele Rückschaffungen entsprechen nicht dem Recht; weder dem schweizerischen, noch dem europäischen (Dublin) Recht, noch den humanitären Verpflichtungen der Flüchtlingskonvention. Viele Rückschaffungen sind rechtswidrig. Die Betroffenen erhalten oft nicht einmal rechtliches Gehör. Das verletzt Menschenrecht.

      Das Asylrecht, welches du meinst, ist Unrecht.

      Um den Gedankengang nachzuvollziehen, empfehle ich dir die folgende Lektüre:

      http://iusgentium.ch/wp-content/uploads/2013/11/Evelyne_Schmid_Tarakhel.pdf
      9 44 Melden
    600
  • dmark 01.10.2016 20:19
    Highlight Moll. In Deutschland würde man sagen, dass sich alle Grünen trafen, um gemeinsam zu demonstrieren.
    72 15 Melden
    600

Wie die SVP mit rechnerischen und grafischen Tricks den Ausländeranteil in der Schweiz hochpuscht

Die Schweizerische Volkspartei ist für ihre prägnanten Grafiken bekannt. Diese stehen im Ruf, die Wirklichkeit nicht immer ganz genau abzubilden. 2014 etwa fragte die SVP auf einem Werbeplakat: «Bald 1 Million Muslime?» Das brachte ihr eine Strafanzeige ein.

Die Tradition ist nun um ein Beispiel reicher: ein Diagramm zur Bevölkerungsentwicklung der nächsten 15 Jahre, über ein Inserat in der Gratiszeitung «20 Minuten» diese Woche 500'000 Mal unter die Leute gebracht.

Sieht man sich diese Grafik …

Artikel lesen