Sport

Europa League, Gruppenphase, 4. Runde

FC Zürich – Steaua Bukarest 0:0

Villarreal – Osmanlispor 1:2 (0:1)

Wirklich zufrieden ist FCZ-Trainer Uli Forte nicht. Bild: KEYSTONE

Farbloses Unentschieden für den FCZ – jetzt kommt's zum Finale gegen Villarreal

Der FC Zürich und Steaua Bukarest trennten sich in der Europa League auch im zweiten Aufeinandertreffen mit einem Remis. Weil Osmanlispor überraschend Villarreal bezwang, ist der FCZ nach dem 0:0 im Letzigrund in den letzten beiden Gruppenspielen unter Zugzwang.

Publiziert: 03.11.16, 23:18 Aktualisiert: 04.11.16, 08:07

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Derweil Osmanlispor gegen den Gruppenfavoriten Villarreal zum zweiten Mal punktete und diesmal sogar auswärts gewann (2:1), flachte das Spiel zwischen dem FCZ und Steaua im Letzigrund nach einer animierten ersten Halbzeit nach der Pause ab und blieb die etwas offensivere Schlussphase ohne Zählbares. Die besten Chancen für den FCZ hatten Roberto Rodriguez (22. Minute) und Dzengis Cavusevic (40./64.). Für Steaua hätte William Amorim (ebenfalls 22.) treffen können, ja müssen.

Die Zürcher sind damit in den verbleibenden Spielen gegen Villarreal (am 24. November zu Hause) und Osmanlispor (am 8. Dezember auswärts) gefordert. Die Türken führen die Tabelle nun mit sieben Punkten an, Villarreal und der FCZ folgen zwei Punkte dahinter.

Nef und Tudorie ohne Orientierung. Bild: KEYSTONE

«Wir haben nicht mehr als einen Punkt verdient. Gute Kontermöglichkeiten haben wir nicht verwertet.»

FCZ-Trainer Uli Forte

Die Torchancen waren da

Wie vor zwei Wochen in Bukarest begegnete der Challenge-League-Leader dem rumänischen Rekordmeister auch im Letzigrund auf Augenhöhe. Der einzige Rumäne, der imstande schien, Torgefahr zu kreieren war erneut Steauas Flügelspieler Adrian Popa, den die Zürcher aber immer besser in den Griff kriegten. Der FCZ erspielte sich ein kleines Chancenplus, ist nach dem zweiten Remis gegen Steaua im Kampf um den Einzug in die K.o.-Phase aber unter Zugzwang. Wirklich bereit, für einen Treffer Risiken einzugehen, waren die Team erst in den Schlussminuten, ohne jedoch zum Erfolg zu kommen.

Lange hielten sich die Zürcher in der Offensive zugunsten einer stabilen Abwehr zurück. Während Steaua trotz viel Ballbesitz nur selten gefährlich wurde, war es der FCZ, der dank schnellem Umschaltspiel nach gut 20 Minuten zur ersten richtigen Torchance gelangte. Nach einem Ballgewinn in der Offensivzone lancierte Oliver Buff Rodriguez, der diagonal auf Steauas Keeper Florin Nita ziehen konnte, den Abschluss aber am langen Posten vorbeizog.

«Zum Glück steht hinten die Null, insgesamt finde ich das Unentschieden kein schlechtes Resultat.»

FCZ-Stürmer Dzengis Cavusevic

Koné ärgert sich über eine missglückte Aktion. Bild: EPA/KEYSTONE

Das gelungene Debüt

Gleich im Gegenzug bot sich den Gästen die Gelegenheit zum Führungstreffer. Popa, wie im Hinspiel vor zwei Wochen der gefährlichste Rumäne, flankte von rechts, im Strafraum setzte der völlig freistehende William Amorim den Ball über das Tor.

In der Folge verteilte sich der Ballbesitz ausgeglichener, ehe die Zürcher gegen Ende der ersten Halbzeit ein zweites Mal hätten erfolgreich sein können. Winter lancierte Cavusevic, der den richten Laufweg, aber den falschen Abschluss wählte. Aus etwas spitzem Winkel sah er seinen Schuss von Nita pariert.

Nicht in die Karten spielte dem FCZ, dass sich Aussenverteidiger Kay Voser früh am Oberschenkel verletzte. Nicolas Stettler gelangte dadurch innerhalb einer Woche gelangte Stettler nach dem Cup (gegen St. Gallen) und in der Challenge League (gegen Neuchâtel Xamax) auch in der Europa League zu seinem Debüt. Und der 20-Jährige, der derzeit die Sportler-RS absolviert, machte seine Sache auch gegen Steaua gut, obwohl er es auf der linken Abwehrseite wiederholt mit Popa zu tun hatte.

Die Telegramme

Zürich - Steaua Bukarest 0:0 8060 Zuschauer. - SR Schörgenhofer (AUT).
Zürich: Vanins; Brunner, Kecojevic, Nef, Voser (29. Stettler); Sarr, Kukeli; Winter (65. Koné), Buff (75. Schönbächler), Rodriguez; Cavusevic.
Steaua Bukarest: Nita; Tamas, Moke, Tosca, Momcilovic; Bourceanu (63. Aganovic), Muniru (85. Tudorie); Popa, Boldrin, William Amorim; Golubovic (72. Achim).
Bemerkungen: Zürich ohne Yapi, Sadiku, Bangura, Brecher und Kleiber (verletzt). Steaua ohne Enache (gesperrt), Ovidiu Popescu und Tanase (verletzt). Verwarnungen: 71. Kecojevic (Foul).

Villarreal - Osmanlispor 1:2 (0:1) 12'000 Zuschauer. - SR Lechner (AUT).
Tore: 8. Webo 0:1. 48. Hernandez 1:1. 75. Rusescu 1:2.
Villarreal: Fernandez; Rukavina, Alvaro, Ruiz, José Angel; Dos Santos (80. Sansone), Hernandez Cascante, Bruno, Tscheryschew (69. Castillejo); Bakambu, Borre (63. Pato).
Osmanlispor: Arikan; Bayir, Curuksu, Prochazka, Pinto; Cagiran (85. Demir), Ndiaye; Umar, Maher, Delarge (67. Regattin); Webo (72. Rusescu).
Bemerkungen: Villarreal ohne Soldado, Jokic und Bonera (alle verletzt). Osmanlispor ohne Güven (gesperrt) und Bekdemir (verletzt). Verwarnungen: 39. Bayir (Hands), 56. Ruiz (Foul), 70. Cagiran (Foul). (sda/rst)

Die Tabelle

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  • Singam 04.11.2016 07:58
    Highlight Auf dem letzten Bild sieht man Moussa Koné und nicht Sangoné Sarr, wie es in der Bildbeschhreibung steht.
    0 0 Melden
    • Laurent 04.11.2016 08:08
      Highlight @Singam: merci, ist angepasst.
      0 0 Melden
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  • Jol Bear 04.11.2016 00:10
    Highlight Die Kommentatoren auf SRF hatten beim Match von Basel und bei jenem vom FCZ eine ziemlich unterschiedliche Sichtweise als die Trainer Fischer und Forte in ihren Interviews darlegten. In beiden Fällen sagten dann die Fernsehleute sinngemäss, "wir da oben haben halt eine etwas andere Übersicht und weniger Emotionen als die Trainer unten an der Seitenlinie." Ist das ein neuer Trend, die eigene Meinung zu rechtfertigen oder die Trainer zu kritisieren? Wäre interessant zu wissen, wie es die Zuschauer gesehen haben.
    1 3 Melden
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