Wirtschaft

«Grundeinkommen in der Schweiz und Finnland: Gleiches Geld für alle», so titelt heute Spiegel Online. 

«Spiegel»-Artikel wirft hohe Wellen: 43 Prozent sind Feuer und Flamme für Schweizer Idee des Grundeinkommens 

25.12.15, 17:10 28.12.15, 10:48

Für viele Deutsche mag es sich wie ein Weihnachtsmärchen angehört haben: In der Schweiz wird man vielleicht bald einfach so Geld verdienen, ganz ohne zu arbeiten. So steht es in einem Artikel von Spiegel Online, der am heutigen Weihnachtstag veröffentlicht wurde. 

Die Einleitung des Berichts, in dem die zwei verschiedenen Konzepte des bedingungslosen Grundeinkommens aus Finnland und der Schweiz verglichen werden, beginnt wie folgt: «Eine Idee geht um in Europa – die Idee des Grundeinkommens. Unter diesem Motto könnte das Jahr 2016 stehen.»

Die Prognose, dass das Grundeinkommen im Jahr 2016 die politische Agenda in Europa dominieren könnte, wirkt auf den ersten Blick etwas gar gewagt. Zumal die Chancen auf eine tatsächliche Einführung des Grundeinkommens, zumindest in der Schweiz, relativ gering sind. Doch die Idee wird bei unseren Freunden aus dem Nachbarland rege diskutiert – und findet erstaunlich viel Anklang.

Laut einer Umfrage am Ende des «Spiegel»-Artikels finden über 43 Prozent der Teilnehmenden das Schweizer Modell «eine gute Idee». Nur gerade 18,8 Prozent halten gar nichts von einem bedingungslosen Grundeinkommen. Teilgenommen am Poll haben bereits über 30'000 Personen. 

#Grundeinkommen trendet auf Twitter

Der «Spiegel»-Artikel hat in Deutschland eine Debatte ausgelöst: Nicht nur in den Kommentarspalten, sondern auch auf Twitter wird das Konzept des Grundeinkommens intensiv diskutiert. Der Hashtag #Grundeinkommen gehörte praktisch den ganzen Nachmittag zu den fünf meist diskutierten Themen Deutschlands.

Und auch auf Twitter wird die Idee des Grundeinkommens mehrheitlich positiv aufgenommen. Hier ein paar Beispiele:

In den Kommentarspalten von Spiegel Online ist ob der Idee des bedingungslosen Grundeinkommens ebenfalls eine Diskussion ausgebrochen. Die User betrachten das Konzept durchaus kritisch, doch der Tenor ist überraschend positiv. Es wird allerdings stark daran gezweifelt, ob die Schweizer die Initiative denn auch tatsächlich annehmen werden. (cma)

Beispiele aus der «Spiegel»-Kommentarspalte

«Die Schweizer stimmen jedes Jahr über alles mögliche ab. Die Tatsache, dass es ein Referendum zum Thema geben wird bedeutet noch lange nicht, dass das auch angenommen wird. Im Gegenteil. Ich gebe dem Referendum keine Chance. Aber schön, dass wir das Thema mal wieder platzieren konnten.»

«Spiegel»-Userin mica221

«Die Schweizer voran, sie haben begriffen. [...] Die Unwirtschaftlichkeit der Arbeitsagentur in D und der Zustände der Hartz 4 Geissel als auch die Chancengleichheit der Schichten die ein solches Modell birgt.

«Spiegel»-User hornochse

«Anders als die Politiker, die nie den Folgen ihrer Entscheidungen ausgesetzt sind oder diese gar verantworten müssten, weiss die Schweizer Bevölkerung, dass letztlich sie für jedes Ergebnis einer Volksabstimmung hinstehen muss bzw. sie die Kosten trägt. Das bedingungslose Grundeinkommen wird deshalb in der Schweiz, in welcher Form auch immer, keine Mehrheit finden. Vor kurzem wurde darüber abgestimmt, ob der gesetzliche Urlaubsanspruch von 4 auf 6 Wochen heraufgesetzt wird - es fand sich keine Mehrheit dafür. - So als kleiner Hinweis zur Realität in der Schweiz.»

«Spiegel»-User raphael_vomsee

«In der Schweiz standen in den vergangenen Jahren schon viele Linke Träumereien zur Abstimmung, alle wurden ausnahmslos mit großer Mehrheit abgelehnt. Die Schweizer haben halt schon immer gewusst, dass man nach ‹Freibier für alle› mit einem dicken Kater aufwacht.»

«Spiegel»-User aspi01

«Wenn schon, ist das Schweizer Modell aus den im Artikel genannten Gründen interessant. Als Wirtschaftslaie würde ich aber vermuten, dass dann die Preise enorm steigen würden und der Grundbetrag infolge dieser Inflation entsprechend an Wert verlöre - so dass man eben doch weiterhin auf Einkommen aus Erwerbstätigkeit angewiesen wäre. [...] Dennoch: der Gedanke bleibt verführerisch ...»

«Spiegel»-User baiki

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BGE-Initianten im goldenen Tesla: «Das Grundeinkommen ist eine Initiative gegen Faulheit»

Das bedingungslose Grundeinkommen ist der erste Schritt einer Reise ins Unbekannte

Das bedingungslose Grundeinkommen hat nichts mit Sozialismus und Schlendrian zu tun – es würde uns von staatlicher Hilfe emanzipieren

Wir müssen jetzt ernsthaft über ein bedingungsloses Grundeinkommen sprechen

Sie wollen ein Grundeinkommen: Die spinnen die Finnen – oder doch nicht? 

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Zeno Hirt, 25.6.2017
Immer wieder mal schmunzeln und sich freuen an dem, was da weltweit alles passiert! Genial!
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  • gaba 29.12.2015 14:09
    Highlight Ich glaube, ich hätte da noch eine neue, gute Idee, wie sich das finanzieren lässt... Würde gerne mal mit Andreas Gross darüber sprechen. Liest der hier?
    1 0 Melden
  • R&B 26.12.2015 14:17
    Highlight Wer keine direkte Demokratie hat, muss sich nicht mit den ganzen Auswirkungen befassen und die Konsequenzen der eigenen Handlung tragen. Ich bin mir sicher, dass wenn deutsche Bürger darüber entscheiden dürften, die Zustimmung dramatisch abnehmen würde.
    4 5 Melden
  • Tilman Fliegel 26.12.2015 06:51
    Highlight Ich hätte mir jetzt mehr Informationen und weniger tweets und Leserkommentare gewünscht. Z.b. Was sind die Unterschiede zwischen dem schweizerischen und finnischen Model.
    29 0 Melden
  • Aberbitterschön 26.12.2015 00:02
    Highlight Es ist sehr wichtig, dass wir die Frage heut diskutieren. Ob das bedingungslose Grundeinkommen "die" Lösung ist mag ich nicht mit Bestimmtheit zu beantworten. Ich bin mit aber sicher, dass es durch die fortschreitende automatiesierung der Wirtschaft sehr bald zu wenig Arbeit giebt um alle zu beschäftigen. Da braucht es ein System wo für alle ein Leben ermöglicht. Kreative Köpfe sind gefragt.
    18 0 Melden
    • Stefan von Siegenthal 29.12.2015 22:55
      Highlight Und nächstes Jahr bei der Abstimmung mitmachen! Natürlich wird das abgelehnt werden (die AHV wurde im ersten Anlauf auch haushoch abgelehnt), aber es geht darum ein Zeichen zu setzen. Die Mehrheit der Schweizer wird erst dann darauf ansprechen, wenn wir eine Arbeitdlosenquote über 10% haben (wie die Finnen jetzt) aber je eher, desto besser. Heute haben wir ein sehr gutes System, das ist aber so nicht skalierbar auf 40% Arbeitslose (wäre zu teuer).
      0 0 Melden
  • Gelöschter Benutzer 25.12.2015 23:11
    Highlight Das römische Reich ist an der Dekandenz untergegangen aber nicht mal auf diese Idee sind sie damals gekommen.
    5 20 Melden
    • Gelöschter Benutzer 26.12.2015 11:46
      Highlight Was ist daran dekadent? Ich finde die Idee sehr interessant, obschon ich erhebliche Zweifel an der Machbarkeit habe.
      11 0 Melden
    • Stefan von Siegenthal 26.12.2015 19:12
      Highlight Gat es no so zu proletisieren? :) Das Grundeinkommen hat nichts zu tun mit Dekadenz, sondern in ein paar Jahrzehnten eine Notwendigkeit. Automatisierung und Jobverlagerung wird viele Stellen verschwinden lassen und Selbst Leute, die Arbeiten wollen, werden keine Stelle mehr finden und unser heutiges Sozialsystem ist schlichtweg nicht für 40% Arbeitslose ausgelegt. Das Grundeinkommen ist ein Weg dem zu begegnen, obs der Beste ist, wird sich zeigen. Darüber reden sollte man aber unbedingt, aber bitte nicht mit diffarmierenden oder dümmlichen angriffen.
      12 1 Melden
  • demokrit 25.12.2015 23:04
    Highlight Dass die Zustimmung in Deutschland so hoch ist, ist eine direkte Folge des Demokratiedefizits in Deutschland, welches zu einem Mangel an politischer Erziehung geführt hat.
    10 5 Melden
  • Raphie 25.12.2015 19:23
    Highlight Ja klar finden die die idee super. Bei so vielen harz 4 bezügern wird es auch nicht lange dauern und es stehen noch mehr vor den toren der schweiz. ( sorry die tore haben wir ja abgeschafft)
    42 75 Melden
    • kiawase 25.12.2015 21:32
      Highlight sorry aber dieser kommentar tut hier nichts zur Sache
      34 25 Melden
    • Gelöschter Benutzer 25.12.2015 22:17
      Highlight Doch der Kommentar tut sehr viel zur Sache, denn wenn überhaupt kann das BGE nur in Kombination mit einer restriktiven Einwanderungspolitik funktionieren.
      36 27 Melden
    • E. Edward Grey 25.12.2015 22:25
      Highlight Raphie, sie tun so als erhielten Sozialhilfebezügler ein Wirtschaftsasyl in der Schweiz. Sie disqualifizieren sich damit nachhaltig als ahnungslos und reiner Populist. Die Realität ist anders und wird anders bleiben. Ihre dumpfen Antipathien gegen nicht existierende Probleme sind ohne Fundament. Halten sie ihr reiches Besitztum gut fest, denn keiner will es Ihnen weg nehmen.
      57 24 Melden
    • Gelöschter Benutzer 25.12.2015 22:51
      Highlight In der Initiative wird klar gesagt, dass die zuständigen Stellen im Fall einer Annahme der Initiative bei der Abstimmung einen entsprechenden Passus ausarbeiten, der verhindern soll, dass das Grundeinkommen zu viele Leute anlockt. Irgendwas im Stil, dass es nur diejenigen mit einer bestimmten Aufenthaltsbewilligung erhalten, die schon so und so lange im Land sind. Die Details sollen eben ausgearbeitet werden.
      9 2 Melden
    • E. Edward Grey 26.12.2015 09:28
      Highlight Heute wird man erst mit einer Niederlassungsbewilligung C regulär besteuert. Um diese zu erlangen muss man nachweisen dass man über mindestens die letzten 5 Jahre keine Sozialhilfe bezogen hat, Sozialversichert ist und in einem unbefristeten Arbeitsverhältnis steht. Was muss hier geändert werden dass es als Kriterium zu einem Grundeinkommen reicht? Ich meine: nichts.
      13 1 Melden
    • samara 26.12.2015 11:01
      Highlight @simply smarter: Das Grundeinkommen soll ja auch überall eingeführt werden, nicht nur in der Schweiz. Dann brauchen die Leute ihre Heimat nicht mehr zu verlassen.
      10 0 Melden
    • Gelöschter Benutzer 26.12.2015 11:43
      Highlight @Christian Grey: Ja, die C-Bewilligung wäre in meinen Augen ein taugliches Kriterium.
      Aber dann wäre das Grundeinkommen nicht mehr bedingungslos. ;-)
      7 1 Melden
    • semi-nonsens 29.12.2015 21:07
      Highlight @simply smarter
      Das "bedingungslos" ist nicht auf Personen bezogen, sondern auf die Leistung, die zu erbringen wäre.
      1 0 Melden
  • Gelöschter Benutzer 25.12.2015 19:18
    Highlight Die Idee ist durchaus interessant, nur ist sie kaum finanzierbar und auch das Gegenargument, dass danach niemand mehr arbeiten will, ist für mich zu stark.
    28 45 Melden
    • AdiB 25.12.2015 20:46
      Highlight ich würde gerne arbeiten gehen, sie können mir aber das steuerbare einkommen um die summe senken.
      23 1 Melden
    • kiawase 25.12.2015 21:33
      Highlight alle kommen immer mit diesem 'ist nicht finanzierbar' ; woher wissen sie das eigentlich so genau ? Selber durchgerechnet oder sich auf manipulierte statistiken gestützt ?
      41 21 Melden
    • Gelöschter Benutzer 25.12.2015 23:27
      Highlight kiawase, genaue Zahlen kann ich Ihnen nicht nennen, da der Initiativtext selbst keine nennt.

      Es ist aber ohnehin egal wie hoch das Grundeinkommen wäre, sicher würde die Zuwanderung dadurch sehr stark ansteigen. Ein solches Grundeinkommen lockt logischerweise Menschen an und diese Menschen treiben die Kosten in die Höhe. Irgendwann ist es nicht mehr möglich, alles zu bezahlen.
      Wenn überhaupt ein BGE, dann mit einer (äusserst) restriktiver Zuwanderungspolitik.
      4 2 Melden
    • poga 26.12.2015 00:13
      Highlight @kiawase leider hat auch noch niemand, nur ansatzeeise erklährt, wie es finanzierbar währe. Da es aber Leute gibt, die wollen dass die Initiative durchkommt müsste man da schon ein mal einen Ansatz bringen. Ich persönlich sehe nicht, wie das in einem Erzräglichen Mass finanziert werden kann, ohne dass die Arbeitenden im grossen Stiel gerupft werden.
      7 3 Melden
    • Tilman Fliegel 26.12.2015 06:53
      Highlight Man müsste einfach die Höhe des Grundeinkommens variabel halten. Dann sinkt es, wenn zuwenig Leute arbeiten.
      4 0 Melden
    • maxy 26.12.2015 12:20
      Highlight @poga Eine Idee wäre z.B. sich auf der Seite der Initiative zu informieren: http://www.grundeinkommen.ch/finanzierung/ statt einfach davon auszugehen dass niemand darüber nachgedacht hat.
      7 0 Melden
    • Stefan von Siegenthal 26.12.2015 19:18
      Highlight Platinum, nur weil du nicht mehr arbeiten willst, wenn du ein Grundeinkommen hast, sagt das ja nichts über andere aus. Bereits heute haben die Schweizer eine Art Grundeinkommen, die Sozialhilfe. Aber trotzdem gibt es kaum Bürger die deswegen einfach aufhören zu arbeiten. Die allermeisten Menschen wollen arbeiten. Das Problem ist nur, dass es aufgrund der Automation und Jobverlagerung immer weniger Stellen gibt in den nächsten 7-15 Jahren und hier muss eine Lösung her. Ob Grundeinkommen oder nicht, lasst uns nicht von Pauschalisierungen abhalten sachlich darüber zu reden
      3 0 Melden
    • Gelöschter Benutzer 26.12.2015 21:13
      Highlight @Stefan, gut, lassen wir die Pauschalisierungen. Ich verstehe was Sie meinen mit der Sozialhilfe, nur bezieht die nicht jeder. Wenn jeder in der Schweiz Sozialhilfe beziehen würde, käme es dem Grundeinkommen gleich. Ich kann mir aber nicht vorstellen, wie man das langfristig finanzieren kann.
      1 0 Melden
  • Kookaburra 25.12.2015 19:16
    Highlight Ich sag ja:

    Weil sich für Unternehmen die Lohnkosten pro Person um 2'500.- verringern. (Was jenachdem eine Halbierung der Lohnkosten ausmachen kann.)

    Weil der Konsum angekurbelt (und fairer verteilt) würde.

    Weil durch frei werdende Kapazität Innovation geschaffen werden könnte.

    Weil der wuchernden Sozialindustrie der Boden entzogen würde.

    Weil das Machtgefüge sich von der Wirtschaft weg zum Bürger verschöbe.

    Weil die Finanztransaktionssteuer überffällig ist und Spekulation vermindert.

    Weil Kinderaufziehen, Haushalt, Freiwilligenarbeit und Kulturschaffen möglichst Möglich sein sollte.
    68 22 Melden
    • Gelöschter Benutzer 25.12.2015 20:49
      Highlight moooment... die Lohnkosten pro Unternehmen ändert sich in keiner Art und weise, diese Lohnkosten ist teil der Finanzierung des Grundleinkommens, sprich der Staat zahlt die 2500 nicht für Arbeitnehmer, das zahlen die Firmen genau gleich weiter
      21 6 Melden
    • Gelöschter Benutzer 25.12.2015 21:54
      Highlight http://www.grundeinkommen.ch/wie-kann-das-grundeinkommen-finanziert-werden-die-berliner-zeitung-berichtet-uber-die-schweizer-volksinitiative/
      8 8 Melden
    • Ikarus 25.12.2015 22:00
      Highlight Falsch, da die ahv/iv/arbeitslosenkassen usw zusammen in einen topf wandern ist das meiste bereits bezahlt und wird nicht nur von firmen finanziert;) bist du also falsch informiert worden
      14 5 Melden
    • Charlie Brown 25.12.2015 22:33
      Highlight @Gargamel: Der Beweis, dass das mit den sinkenden Lohnkosten Augenwischerei ist, liefert Rhabarber verdankenswerterweise mit ihrem Link. Darin steht: "Dafür kämen aber durch eine „BGE-Steuer“ in Höhe von rund 50 Prozent des neuen Gehalts (5000 Franken) Steuerkosten hinzu. Die Gesamtkosten für einen Arbeitsplatz würden deshalb im Durchschnitt gleichbleiben." Aha. Nix gespart an Lohnkosten. Also: Bitte bei der Wahrheit bleiben.
      5 0 Melden
    • Gelöschter Benutzer 25.12.2015 22:53
      Highlight Arbeitslosenkassen und Sozialdienste, die aufgehoben werden, bringen nach ersten Rechnungen etwa ein Drittel der Kosten zusammen. Arbeitgeber müssen zwar um das Grundeinkommen den Angestellten weniger Lohn bezahlen, aber dafür höhere Steuern. Unterm Strich verändert sich für die Arbeitgeber nichts.
      4 0 Melden
    • Kookaburra 26.12.2015 13:35
      Highlight Die Lohnkosten bleiben für den Arbeitgeber gleich.

      Ihr habt recht!

      Ich habe Mist verzählt! Ich habe es diesmal aber nicht absichtlich gemacht und entschuldige mich. Sorry.
      6 0 Melden
  • Gelöschter Benutzer 25.12.2015 18:46
    Highlight Arbeitgeber werden via Falschinfos und Panikmache dafür sorgen, dass es abgelehnt wird.

    Die meisten Menschen haben Angst vor neuen Ideen. Man bleibt lieber in einem schlechten System, das man kennt, als in ein besseres zu wechseln, das man erst kennenlernen muss.

    Wir reden hier immerhin von dem Volk, das eine weitere Ferienwoche abgelehnt hat, weil die Arbeitgeber behaupteten, die Wirtschaft würde sonst zusammenbrechen.

    Wenn schon die Freiheit einer einzigen zusätzlichen Ferienwoche soviel Angst macht, dann ist das Grundeinkommen für die armen Seelen sowas wie Ragnarök oder Armageddon.
    70 23 Melden
    • kiawase 25.12.2015 21:35
      Highlight ja leider lassen sich die Leute von Angstmachern und Propagandisten mit grossem finanziellen Background ins bockshorn jagen. Die Schweiz ist kein land mehr in dem grosse würfe a la AHV möglich sind
      22 10 Melden
    • Charlie Brown 25.12.2015 22:27
      Highlight @Rhabarber: Bitte löse dich ein wenig von den Stereotypen. Ich bin sehr weltoffen, innovativ und grundsätzlich für alles neue zu haben. Aber unrealistischen weil beim besten Willen nicht finanzierbaren Ideen stehe ich mit einer imho gesunden Portion Kritik gegenüber.
      21 18 Melden
    • Gelöschter Benutzer 25.12.2015 22:55
      Highlight Leute, bitte informiert euch doch bevor ihr solche Behauptungen in die Welt stellt. Es wurden schon vor Jahrzehnten mehrere Theorien zur Finanzierung eines Grundeinkommens entwickelt. Die Idee ist nicht neu. Mir persönlich ist sie seit Anfang 80er bekannt. Ich habe weiter oben einen Artikel verlinkt, der das eine oder andere zum Thema anspricht.

      Es gibt etliche Webseiten zum Thema und auch mehrere Bücher. Wenn das Grundeinkommen nicht machbar wäre, wär die Idee schon längst tot. Die Befürworter sind nicht nur Idioten.
      13 6 Melden
    • EvilBetty 26.12.2015 00:30
      Highlight 🍸
      3 2 Melden
    • Charlie Brown 26.12.2015 07:30
      Highlight @Rhabarber: Ich habe niemanden als Idioten bezeichnet. Bei diesem Thema wird man als Kritiker zum Teil ja schon fast sektiererisch behandelt.

      Dein Argument, dass die Idee tot wäre wenn nicht umsetzbar, finde ich schwach und beweist gar nichts. Im Gegenteil; wäre die Sache finanzierbar, umsetzbar und gewünscht... Dann wäre es heute keine Idee mehr sondern wäre Realität.
      4 8 Melden
    • Gelöschter Benutzer 26.12.2015 11:39
      Highlight Tell99, du hast zwar nichts von Idiot gesagt, aber deine Aussagen implizieren das. Als würdest du die Idee des Grundeinkommens verstehen und die Befürworter seien zu blöd dafür.

      Hast du den Link gelesen, den ich weiter oben gepostet habe? Woher nimmst du überhaupt deinen Glauben - und mehr als Glaube ist es nicht - dass es nicht finanzierbar sei? Hast du auch Links, wo das aufgerechnet wird? Dann zeig her!

      Und schliesslich: Du scheinst deine eigene Spezies nicht zu kennen. Sonst hättest du deinen letzten Abschnitt nicht geschrieben. Sorry :-)
      8 1 Melden
    • Charlie Brown 26.12.2015 13:09
      Highlight @Rhabarber: Nun stellst du mich recht dumm hin. Schade.
      1 4 Melden
    • Gelöschter Benutzer 26.12.2015 13:16
      Highlight Das hab ich genauso wenig gesagt, wie du "Idiot" gesagt hast. Den Schuh ziehst du dir also selbst an.

      Wie wär es stattdessen mit Antworten? Hast du also Belege für deine Aussage, das Grundeinkommen wäre nicht finanzierbar? Oder woher nimmst du diesen Glauben?
      5 1 Melden
    • Charlie Brown 26.12.2015 17:26
      Highlight @Rhabarber: Lassen wir die persönlichen Differenzen beiseite und konzentrieren uns auf die Sache.

      Nichts ist nicht finanzierbar, da gebe ich dir sogar theoretisch recht. Nur stösst das ganze in einer Demokratie dort an Grenzen, wo sich keine Mehrheit finden lässt. Und dann sprechen wir halt einfach de facto von nicht finanzierbar. Und das gilt es dann zu akzeptieren.

      Wie schon mehrfach unter anderen Artikeln zum Thema erwähnt stört mich bei dem Thema die massive Falschinformation vieler Befürworter (keine Steuern notwendig, Minderbelastung der Arbeitgeber). Das ist einfach total unseriös.
      1 7 Melden
    • Stefan von Siegenthal 26.12.2015 19:21
      Highlight @tell wer sagt denn dass keine Steuern nötig seien? Es gibt zig Variante wie sich ein Grundeinkommen sichern lässt und Steuern sind ein sehr geeigneter Weg um dies zu realisieren.
      4 1 Melden
    • Charlie Brown 26.12.2015 19:24
      Highlight @Stefan: Das wurde hier und anderswo in den Kommentarspalten mehrfach behauptet. Natürlich ginge es nur so, das ist offensichtlich.
      0 6 Melden
    • Stefan von Siegenthal 26.12.2015 19:33
      Highlight @Tell Die haben ja auch recht. Es gibt tatsächlich diverse Modelle, die keine Steuern vorsehen. Aber ich halte diese, die ich gesehen habe bisher nicht für optimal. Sozialaparateinsparungen und Steuern sind zum jetzigen Zeitpunkt viel verlässlicher. Es gäbe auch die Variante Transaktionssteuer, welche sämtliche bisherigen Steuern aufhebt und stattdessen jegliche finanzielle Transaktion mit 0,78% besteuert. Damit könnten alle öffentlichen Ausgaben inkl. BGE gedeckt werden (basiert auf US Berechnungen).
      2 0 Melden
    • Charlie Brown 26.12.2015 19:46
      Highlight @Stefan: Und wie genau ohne Steuern?
      0 0 Melden
    • Gelöschter Benutzer 26.12.2015 20:03
      Highlight Also ist das Grundeinkommen doch finanzierbar. Und du gehst gegen mich vor, wegen Falschinformationen die du nicht von mir, sondern von anderen hast. Da kann ich nur noch den Kopf schütteln.

      Wenn alle so umfassend - sprich aus Kommentarspalten - informiert sind wie du und noch nie ein Buch zum Thema oder auch nur den Initiativetext gelesen haben, ist es kein Wunder, dass es abgelehnt werden wird. Noch dazu, weil die meisten Menschen Angst vor neuen Ideen haben.
      6 2 Melden
    • Charlie Brown 26.12.2015 20:27
      Highlight @Rhabarber: Bitte bleib sachlich und anständig. Du greifst mich hier wiederholt persönlich an.

      Ich vertrete hier eine andere Meinung als du. Warum stellst du mich hier als dumm hin? Ich finde das nicht fair.

      Ich habe nirgends dich persönlich der Fehlinformation bezichtigt. Ich habe mich recht neutral ausgedrückt.
      1 5 Melden
    • Charlie Brown 27.12.2015 08:02
      Highlight @Rhabarber: Wenn du darauf bestehst, poste ich hier auch einen link zum Thema, welcher meine Meinung stützt: http://www.oekonomenstimme.org/artikel/2013/04/das-garantierte-grundeinkommen-eine-leider-nicht-bezahlbare-idee/

      Es gäbe noch viele weitere, aber die kommen alle aus der bösen Propagandaecke der geldgierigen Arbeitgeber. Ich verzichte darauf, diese anzufühern.

      @Stefan: Hilfst du mir noch kurz auf die Sprünge? Wie lässt sich das BGE ohne Steuern finanzieren?
      2 0 Melden
    • maxy 27.12.2015 10:31
      Highlight @Tell99 Danke für den Link. Auch die Kommentare unter dem gelinkten Artikel sind ausserordentlich lesenswert.

      Wer Recht hat oder wer wen persönlich angegriffen hat muss hier nicht extra diskutiert werden, das kann jeder Leser selber bewerten.
      3 1 Melden
    • Gelöschter Benutzer 30.12.2015 19:54
      Highlight ...
      0 1 Melden

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