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Europas Klima im Wandel – ein Problem für Küsten und den Süden, aber auch für die Schweiz

26.01.17, 13:02

Der Klimawandel hat heute schon deutliche Auswirkungen auf Europa – und trifft den Süden und die Küsten des Kontinents besonders hart. Zu diesem Schluss kommt ein neuer Klimabericht der Europäischen Umweltagentur (EEA), der am Mittwoch in Kopenhagen veröffentlicht wurde.

Steigende Meeresspiegel und extremes Wetter wie Hitzewellen, Überflutungen, Dürren und Stürme stellen demnach eine immer grössere Gefahr dar. Doch auch Mitteleuropa drohen immer mehr Hitzeextreme, Überschwemmungen und Waldbrände.

Der Bericht, den die Umweltagentur alle vier Jahre veröffentlicht, wertet die Risiken des Klimawandels für die Ökosysteme, die Gesundheit der Menschen und die Wirtschaft in Europa aus. Seit 1980 haben klimaabhängige Extremwetter die Mitgliedstaaten der Europäischen Umweltagentur demnach mehr als 400 Milliarden Euro gekostet.

Auch Schweiz stark betroffen

Vor allem im Mittelmeer werde es künftig noch teurer werden, warnte die EEA. Überschwemmungen hätten im vergangenen Jahrzehnt Millionen Menschen in Europa betroffen. Zehntausende seien aufgrund der intensiven Hitze gestorben.

Auch die Schweiz ist stark vom Klimawandel betroffen, wie kürzlich ein Bericht des Forums ProClim der Akademie der Naturwissenschaften Schweiz zeigte.

Die grössten Klimasünder

Seit 1850 stieg die Jahresdurchschnittstemperatur hierzulande um 1,8 Grad Celsius – rund doppelt so viel wie im globalen Mittel (etwa 0,85 Grad). Die Folgen zeigen sich bereits deutlich im Rückgang der Gletscher, die wichtige Wasserspeicher darstellen, häufigeren Hochwassern, Dürren und Hitzewellen.

Laute EEA-Bericht werde zudem der Klimawandel in anderen Teilen der Welt auch Europa in Zukunft betreffen – etwa, wenn es um den Handel mit landwirtschaftlichen Rohstoffen, Störungen von Transportnetzwerken, geopolitische Sicherheitsrisiken oder Migration gehe.

Klimaschutz und Anpassungen

«Das Ausmass des künftigen Klimawandels und seine Auswirkungen hängen davon ab, wie effektiv unsere globalen Vereinbarungen umgesetzt werden, aber auch davon, dass wir sicherstellen, dass wir die richtigen Anpassungsstrategien haben, um die Risiken von derzeitigen und vorausgesagten Klimaextremen zu verringern», sagte der Direktor der Umweltagentur, Hans Bruyninckx, laut einer Mitteilung.

Der EEA-Bericht ist in Zusammenarbeit mit dem Joint Research Centre der Europäischen Kommission, dem Europäischen Zentrum für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten, dem Regionalbüro Europa der Weltgesundheitsorganisation und anderen Partnern entstanden.

(sda/dpa)

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Charly Otherman, 5.5.2017
Watson kann nicht nur lustig! Auch für Deutsche (wie mich) ein Muss, obwohl ich das schweizerische nicht immer verstehe.
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  • Z&Z 27.01.2017 06:35
    Highlight Ich bin kein Klimazweifler, aber glaube ich auch, das Klimaproblem ist deutlich komplexer. Jedenfalls, wenn ich diesen Artikel lese, habe ich mehr Fragen und weniger Antworten. Wie kommen die 400Mrd zustande? Welche Schadenereignisse wurden da alles mitgezählt? Wie unterscheidet man zwischen "normalen" Schäden und solche durch Klimaerwärmung? Seit 1850 stieg die Durchschnittstemparatur jährlich um 1.8 Grad? Wirklich? *holt sich mal den Rechner* usw. Auch bei diesem Thema wieder. Wie soll man je zu einem Ziel kommen, wenn die Studien so unklar ausfallen?
    2 0 Melden
    • Z&Z 27.01.2017 10:57
      Highlight Korrektur sorry, das mit der Durchschnittstemparatur habe ich falsch gelesen.
      2 0 Melden
  • Informant 26.01.2017 14:33
    Highlight "...trifft den Süden und die Küsten des Kontinents besonders hart"

    soso...

    13 4 Melden
  • Holla die Waldfee 26.01.2017 13:25
    Highlight Wir richten uns unter den Bäumen zwischen Waldrand und Teich eine kleine Laube ein, wo man den Tag verbringen kann. Da der Wald dort einen Südwesthang aufsteigt, gibts unter den Bäumen nur bis etwa 13 Uhr direkte Sonne. Dort ist es permament kühler als an anderen Ecken. Während Hitzewellen haben wir schon Temperaturunterschiede von bis zu 18 Grad gemessen. Dazu bauen wir den kalten Steinkeller zum Notschlafzimmer aus. Und damit lässt sich dann hoffentlich leben bis bei uns Ende Fahnenstange ist.

    Was machen diejenigen, die Umweltschützer wie mich seit Jahrzehnten beleidigen und niedermachen?
    21 9 Melden
    • OhDeaSu 26.01.2017 15:10
      Highlight Die anderen machen die Klimaanlage an und geniessen im Sommer die langen Sonnenstunden.
      6 3 Melden
    • Libertas 26.01.2017 15:22
      Highlight Die glauben nicht an diese Klima Hysterie und leben ihr Leben ganz normal weiter!
      4 8 Melden
    • Holla die Waldfee 26.01.2017 18:38
      Highlight Weil 35 Grad im Schatten in Schweizer Sommern schon immer Normalität waren. Klar, wenn man in den 90ern geboren ist.

      Erhöhte Sterblichkeit bei Senioren während Hitzewellen ist pure Einbildung,
      tote Jungvögel nur Märli,
      sterbenden Fische in überhitzten Gewässern reine Fantasie,
      und so weiter und so fort.

      Kennt man ja jetzt. Nennt sich alternative Fakten.
      4 4 Melden

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