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ARCHIVE --- VOR 45 JAHREN, AM 21. JANUAR 1969 KAM ES IM VERSUCHSATOMKRAFTWERK BEI  LUCENS ZU EINEM FOLGENSCHWEREN ZWISCHENFALL. ÜBERHITZUNG DER BRENNELEMENTE FÜHRTEN ZU EINER PARTIELLEN KERNSCHMELZE. DIE REKTORKAVERNE WURDE MASSIV VERSTRAHLT UND DIE ANLAGE MUSSTE STILLGELEGT UND DEKONTAMINIERT WERDEN. DIE ZUGÄNGLICHEN TEILE DIENEN HEUTE ALS DEPOT FUER KULTURGUETER --- Arbeiter mit Brennstaeben im Versuchsatomkraftwerk Lucens im Kanton Waadt, aufgenommen im Dezember 1966. (KEYSTONE/Photopress-Archiv) === ONE TIME USE ONLY, NO SALES, NO ARCHIVES, BW ONLY ===

Arbeiter mit Brennstäben im unterirdischen Versuchsatomkraftwerk Lucens im Kanton Waadt, aufgenommen im Dezember 1966. Bild: PHOTOPRESS-ARCHIV

Vor 50 Jahren: Als der Traum von der Schweizer Atombombe platzte

Vor 50 Jahren ereignete sich in Lucens VD das schlimmste Atomunglück der Schweizer Geschichte: Im unterirdischen Versuchskraftwerk kam es zur Kernschmelze – ein Störfall des Schweregrads 5 von 7. Der Traum vom Reaktor Marke Eigenbau und von der Atombombe platzte.



Dem Strahlenschutzbeauftragten rutschte schier das Herz in die Hose, als er kurz nach der überraschenden Selbstabschaltung der Anlage seinen Kontrollgang machte. Am Eingang zur Reaktorkaverne hing eine Personen-Kontrollmarke. Mit solchen Plaketten zeigten in Lucens Arbeiter an, dass sie sich im jeweiligen Bereich aufhielten.

Hinter der Tür, in der Reaktorhöhle, war schon allein die Konzentration an ausgetretenem Kühlgas tödlich. Die Radioaktivität konnte erst gar nicht gemessen werden, weil sie über dem Maximum auf den Messinstrumenten lag. Doch Glück im Unglück: Der entsprechende Arbeiter wurde heil und munter anderswo aufgefunden. Er hatte vergessen, seine Marke abzuhängen.

Aber die Reaktorkaverne war nicht ganz dicht: Die Radioaktivität breitete sich bis zum 100 Meter entfernten Kontrollraum aus. In der dem Reaktor nächstgelegenen Maschinenkaverne wurde eine mit dem Abstellen der Turbine beschäftigte Equipe verstrahlt. Da die Dekontaminations-Duschen unbrauchbar waren, mussten die Arbeiter in einem Provisorium ohne Warmwasser duschen - eine recht prickelnde Erfahrung so mitten im Winter, wie ein Zeitzeuge 1972 auf einem Kongress in Karlsruhe berichtete.

--- ARCHIVE --- AM 21. JANUAR 1969 VOR 50 JAHREN KAM ES IM VERSUCHSREAKTOR IN LUCENS IM KANTON WAADT ZU EINEM SCHWEREN REAKTORUNFALL --- A team of the operating personnel wearing radiation protection equipment enters the reactor cavern of Lucens, Switzerland, after the nuclear reactor accident, pictured on January 29, 1969. On January 21, 1969, Switzerland came dangerously close to nuclear catastrophe. After renovation works, the reactor was restarted when a serious incident took place: After problems with the cooling system, a partial core meltdown occurred. (KEYSTONE/PHOTOPRESS-ARCHIV/Joe Widmer)

Eine Equipe des Betriebspersonals mit Strahlenschutzausruestung betritt nach dem Reaktorunfall die Reaktorkaverne Lucens, aufgenommen am 29. Januar 1969. Am 21. Januar 1969, ist die Schweiz knapp einer atomaren Katastrophe entgangen. Nach einer Revision wurde der Reaktor wieder angefahren, worauf sich ein schwerer Zwischenfall ereignete: Nach Problemen mit dem Kuehlsystem kam es zu einer partiellen Kernschmelze. (KEYSTONE/PHOTOPRESS-ARCHIV/Joe Widmer)

Eine Equipe des Betriebspersonals mit Strahlenschutzausrüstung betritt nach dem Reaktorunfall die Reaktorkaverne Lucens, aufgenommen am 29. Januar 1969. Bild: PHOTOPRESS-ARCHIV

Bevölkerung vor dem schlimmsten bewahrt

Gegen aussen war die Anlage auch nicht ganz hermetisch, aber zwei angeforderte Strahlenschutzbeauftragte der Eidgenössischen Kommission für die Überwachung der Radioaktivität konnten in den umliegenden Dörfern nur einen geringen Anstieg der Strahlung feststellen.

Die unterirdische Bauweise der Anlage hatte Bevölkerung und Umwelt vor dem schlimmsten bewahrt. Zugleich war sie wohl auch mit schuld an der Havarie: Von aussen eindringendes Wasser war immer wieder ein Problem gewesen.

ARCHIVE --- VOR 45 JAHREN, AM 21. JANUAR 1969 KAM ES IM VERSUCHSATOMKRAFTWERK BEI  LUCENS ZU EINEM FOLGENSCHWEREN ZWISCHENFALL. ÜBERHITZUNG DER BRENNELEMENTE FÜHRTEN ZU EINER PARTIELLEN KERNSCHMELZE. DIE REKTORKAVERNE WURDE MASSIV VERSTRAHLT UND DIE ANLAGE MUSSTE STILLGELEGT UND DEKONTAMINIERT WERDEN. DIE ZUGÄNGLICHEN TEILE DIENEN HEUTE ALS DEPOT FUER KULTURGUETER --- Der Kommandoraum des Versuchsatomkraftwerks Lucens im Kanton Waadt, aufgenommen am 30. Januar 1968. (KEYSTONE/Photopress-Archiv/Gassmann) === ONE TIME USE ONLY, NO SALES, NO ARCHIVES, BW ONLY ===

Der Kommandoraum des Versuchsatomkraftwerks Lucens im Kanton Waadt, aufgenommen am 30. Januar 1968. Bild: PHOTOPRESS-ARCHIV

So auch nach der ersten dreimonatigen Betriebsphase 1968, als die Anlage zwecks Revision stillgelegt wurde. Von der Belegschaft unbemerkt drang Wasser ein und brachte die Magnesiumummantelung der Brennstäbe zum Korrodieren. Die Rostflocken sanken nach unten und verstopften die Kanäle für das Kühlgas. Als der Betrieb in den frühen Morgenstunden des 21. Januars 1969 wieder aufgenommen wurde, dauerte es 13 Stunden bis zu Kernschmelze, Brand und Explosion.

Die Anlage wurde bis 1973 rückgebaut, das radioaktive Material in Fässer eingeschweisst und zum Teil auf dem Gelände eingemauert, zum Teil ins Zwischenlager Zwilag in Würenlingen verbracht. Der Bund liess die Strahlung in und um die Anlage bis in die 1990er Jahre regelmässig messen - ohne besorgniserregenden Befund. Heute nutzt der Kanton Waadt diejenigen Räume, die nicht zubetoniert wurden, als Museumsdepot.

ARCHIVE --- VOR 45 JAHREN, AM 21. JANUAR 1969 KAM ES IM VERSUCHSATOMKRAFTWERK BEI  LUCENS ZU EINEM FOLGENSCHWEREN ZWISCHENFALL. ÜBERHITZUNG DER BRENNELEMENTE FÜHRTEN ZU EINER PARTIELLEN KERNSCHMELZE. DIE REKTORKAVERNE WURDE MASSIV VERSTRAHLT UND DIE ANLAGE MUSSTE STILLGELEGT UND DEKONTAMINIERT WERDEN. DIE ZUGÄNGLICHEN TEILE DIENEN HEUTE ALS DEPOT FUER KULTURGUETER --- Eine Equipe des Betriebspersonals mit Strahlenschutzausruestung betritt nach dem Reaktorunfall die Reaktorkaverne Lucens, aufgenommen am 29. Januar 1969. Am 21. Januar 1969, ist die Schweiz knapp einer atomaren Katastrophe entgangen. Nach einer Revision wurde der Reaktor wieder angefahren, worauf sich ein schwerer Zwischenfall ereignete: Nach Problemen mit dem Kuehlsystem kam es zu einer partiellen Kernschmelze. (KEYSTONE/PHOTOPRESS-ARCHIV/Joe Widmer) === ONE TIME USE ONLY, NO SALES, NO ARCHIVES, BW ONLY ===

Eine Equipe des Betriebspersonals mit Strahlenschutzausrüstung betritt nach dem Reaktorunfall die Reaktorkaverne Lucens, aufgenommen am 29. Januar 1969. Bild: PHOTOPRESS-ARCHIV

Aus mit der strahlenden Aussicht

Die Schweiz war haarscharf an einem GAU vorbeigeschrammt - und schwieg hübsch still. Als zehn Jahre später in Three Mile Island bei Harrisburg ein Atomunfall vom selben Schweregrad vorfiel, ging ein Aufschrei um die Welt.

Nicht so im Fall von Lucens. Ende der 60er Jahre genoss man in der Schweiz noch die strahlende Aussicht auf Atomkraft als saubere und unerschöpfliche Energiequelle. Und dass bei der Stromproduktion waffenfähiges Plutonium als Spaltprodukt anfiel, kam der Schweiz im Kalten Krieg auch ganz gelegen.

--- ARCHIVE --- AM 21. JANUAR 1969 VOR 50 JAHREN KAM ES IM VERSUCHSREAKTOR IN LUCENS IM KANTON WAADT ZU EINEM SCHWEREN REAKTORUNFALL --- Overview of the subterranean experimental nuclear power plant in Lucens, Switzerland, pictured on January 30, 1968. On January 21, 1969, Switzerland came dangerously close to nuclear catastrophe. After renovation works, the reactor was restarted when a serious incident took place: After problems with the cooling system, a partial core meltdown occurred. The nuclear accident in Lucens today counts as the 7th most serious such incident worldwide. It brought a definite end to the plans of a Swiss nuclear reactor. (KEYSTONE/PHOTOPRESS-ARCHIV/Gassmann)

Uebersicht ueber das unterirdische Versuchs-Atomkraftwerk bei Lucens, aufgenommen am 30. Januar 1968.  Am 21. Januar 1969, ist die Schweiz knapp einer atomaren Katastrophe entgangen. Nach einer Revision wurde der Reaktor wieder angefahren, worauf sich ein schwerer Zwischenfall ereignete: Nach Problemen mit dem Kuehlsystem kam es zu einer partiellen Kernschmelze. Der Atomunfall von Lucens 1969 gilt heute als siebtschwerster Reaktorunfall weltweit. Er liess den Traum von einem schweizerischen Atomreaktor definitiv platzen. (KEYSTONE/PHOTOPRESS-ARCHIV/Gassmann)

Übersicht über das unterirdische Versuchs-Atomkraftwerk bei Lucens, aufgenommen am 30. Januar 1968. Bild: PHOTOPRESS-ARCHIV

In den letzten Jahren haben mehrere Kritiker betont, dass das militärische Interesse im Fall von Lucens primär war, und nicht die zivile Nutzung zur Stromversorgung. Denn als der Versuchsreaktor am 29. Januar 1968 erstmals Elektrizität ins öffentliche Netz abgab, war das bereits kalter Kaffee.

Anstatt auf den eigenen Reaktor zu warten, hatten sich Stromproduzenten wie BKW oder NOK für den Bau von Atomkraftwerken mit amerikanischen Reaktoren entschieden. Bereits 1965 hatten die Bauarbeiten für das AKW Beznau I begonnen, zwei Jahre später für das AKW Mühleberg. Sulzer hatte sich 1967 aus dem Projekt Lucens verabschiedet.

Krimistoff

Dass in Lucens danach trotzdem weiter gebaut wurde und sich dabei die budgetierten Kosten fast verdoppelten, führen zwei Autoren von neueren Bücher auf das Interesse an der Atombombe zurück: der Physiker und Chemiker Peter Beutler in seinem Krimi «Lucens» und der Historiker Michael Fischer in seinem demnächst erscheinenden Sachbuch «Atomfieber».

Zusammen mit dem Energie- und Atompolitikberater Mycle Schneider referieren und diskutieren die beiden am 21. Januar auf einer Veranstaltung der Energiestiftung Schweiz im Volkshaus in Zürich. (whr/sda)

Trinity: Die erste Atombombe

Nuklearkrieg, was bedeutet das eigentlich genau?

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48Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • AfterEightUmViertelVorAchtEsser___________________ 21.01.2019 09:15
    Highlight Highlight Kim Jong Rösti 😄
  • John Henry Eden 20.01.2019 23:29
    Highlight Highlight Die Hauptaufgabe unserer Armee ist die Landesverteidigung. Als neutraler Staat setzt man dabei primär auf Abschreckung.

    Ein Dutzend strategische Kernwaffen wäre einiges abschreckender und auch massiv günstiger - als unsere aktuelle Truppe. Eine kleine Force de frappe könnte die ganze Schweizer Armee problemlos ersetzen.

    Rein militärisch und wirtschaftlich gesehen, war die Idee genial.
  • 2sel 20.01.2019 18:14
    Highlight Highlight Solange noch irgend ein Land einsatzfähige Atombomben hat, ist es eigentlich irrelevant, ob die kleine Schweiz keine hat(te) oder nicht... Mir macht mehr Sorgen, welche Kreaturen heute "am roten Knopf" sitzen...
  • Biotop 20.01.2019 16:51
    Highlight Highlight "Als der Traum von der Schweizer Atombombe platzte"?Offensichtlich ist dabei weit mehr als nur ein Traum geplatzt, "13 Stunden bis zu Kernschmelze, Brand und Explosion".
  • Sveniboy 20.01.2019 15:22
    Highlight Highlight Die Armee hat doch sicher schon ausversehen eine Bombe gekauft, eingebunkert und vergessen.
    😁
  • werther 20.01.2019 04:48
    Highlight Highlight der vorfall erschien auf s.1 vom blick. die empörung/angst/protest blieb aus. die leute wussten noch nix über atomkraft und deren gefahr. darum.
    erst ende 70er dann wurde in kaiseraugst protestiert. das sickerwasser wird regelmässig getestet. noch bis 2034.
    zufälligerweise gestern abend alles recherchiert.
  • CHPolitics2019 19.01.2019 23:24
    Highlight Highlight Die Vermischung von militärischer mit ziviler Nutzung in Lucens ist eine Erfindung von linken Historikern und entspricht nicht der Wahrheit. Technisch war der Reaktor auf einen möglichst vollständigen Spaltstoffabbrand ausgelegt, was für eine geplanten Entnahme von waffenfähigem Plutonium keinen Sinn gemacht hätte. Zudem wurde die zivile Verwendung des Urans und des Schweren Wassers für Lucens durch die Internationale Atomenergieorganisation kontrolliert. Zum Glück haben Pläne für eine eigene Schweizer Atombombe nachweichslich nie das Stadium von Vorstudien überschritten.
    • Hierundjetzt 20.01.2019 14:36
      Highlight Highlight Klar, darum auch die 150 kg waffenfähiges Plutonium, dass wir an Lager hatten 🙄
    • Nik G. 20.01.2019 22:26
      Highlight Highlight Wieso sind es immer "linke" dies oder "linke" das? Nur weil eine Recherche oder Studie nicht ihren Ansichten entspricht ist es automatisch Links? Einfache Welt....
  • EnnoConda 19.01.2019 21:49
    Highlight Highlight Wir hätten viel die bessere Verhandlungsposition beim Rahmenabkommen
    • Hierundjetzt 20.01.2019 14:34
      Highlight Highlight Ja genau 😂😂😂

      Ok der war gut 😃
    • DemonCore 20.01.2019 15:15
      Highlight Highlight Das Vereinigte Königreich ist auch Atommacht, scheint nicht viel zu helfen...
  • Hierundjetzt 19.01.2019 20:12
    Highlight Highlight Bonus: erst in den 90gern wurde in Ruanda das letzte Stück des CH Atombombenprogramms vernichtet. (Ruanda war ein sehr enger Partner)

    Bonus II: erst im 2015 (?) wurde das waffenfähige Plutonium (Menge: mehrere Atombomben), im Sinne der Abrüstung den USA übergeben

    Bonus III, Tanners (CH Ingenieurbüro) entwickelten in den 90ger für Pakistan die Atombombe.

    Obwohl das Bundesverw. Gericht(!) anordnete die Baupläne zu behalten (Beweis), waren die USA nicht damit einverstanden, dass die CH Atombomben bauen könnte. Daher Pläne zerstört. Da Blocher (Minister) sich über das BVger (!) hinwegsetzte.
    • WickedPanda 19.01.2019 22:35
      Highlight Highlight Bonus III: Wirklich? Krass...
    • Liselote Meier 20.01.2019 12:38
      Highlight Highlight Gab auch eine nuklearwissenschaftliche Zusammenarbeit mit dem Apartheidsregime in Südafrika ab den 50er. Da haben Schweizer Unternehmungen tatkräftig mit gabaut am südafrikansichen Atombomben Projekt.

      Gegen den Atomwaffensperrvertrag verstossen, Embargos unterlaufen usw.

      Die Schweiz war alles andere als Neutral im Kalten Krieg. Die Schweizer Neutralität ist eine reine Worthülse
    • danmaster333 20.01.2019 13:42
      Highlight Highlight Hast du irgendwelche Quellenangaben dazu? Das klingt recht spannenf, würde mich gerne etwas mehr damit beschäftigen :)
    Weitere Antworten anzeigen
  • bullygoal45 19.01.2019 18:02
    Highlight Highlight Wir schlafen diesen WK in Moudon. Jedes mal wenn wir von Payerne am unauffälligen Reaktor vorbeifahren kommt mir ein mulmiges Gefühl hoch 😕

    • DemonCore 19.01.2019 19:13
      Highlight Highlight Wenn du häufig fliegst oder im dich im Tessiner Ferienhäuschen regelmässig im Keller (Radon) aufhältst, nimmst du einere höhere Dosis auf, als wenn du drei Wochen lang jeden Tag vor Lucens durchfährst.
    • bullygoal45 19.01.2019 21:31
      Highlight Highlight Wenn du meinst ich hätte ein mulmiges Gefühl wegen der Stahlung, ist dem nicht so. Eher weil das Teil einfach zubetoniert wurde und es noch vor sich hin kocht im innern.

      Die Strahlung ist mir eigentlich egal..
    • DemonCore 20.01.2019 15:17
      Highlight Highlight Ich glaube nicht, dass die Kettenreaktion noch läuft, müsste es aber recherchieren. Es würde mich aber überraschen wenn die Reaktorgeometrie nicht komplett zerstört wäre.
  • DasBier 19.01.2019 16:18
    Highlight Highlight Wir Schweizer spinnen schon manchmal....
    • DemonCore 19.01.2019 17:15
      Highlight Highlight Aus heutiger Sicht klingt das etwas abwegig. Auf der anderen Seite kann man den unbedingten Überlebens- und Kampfwillen auch bewundern.
    • Bowell 19.01.2019 20:00
      Highlight Highlight Das waren andere Zeiten.
    • werther 20.01.2019 04:55
      Highlight Highlight finde nicht, liebes Bier. war keine schnaps-idee. einfach mal mit der zeit gehn. NICHT nur in der forschung. damals war sowas noch einfacher. siehe auch FFA P-16. nur sollte man sich nach einer niederlage wieder aufrappeln und weitermachen.
      und heute sind solche projekte wohl für die ch nicht mehr alleine zu bewältigen.
      trotzdem: eine einfache reaktortechnologie mit - von u.s. unabhängigem - rohuran hätte über jahrzehnte der schweizer wirtschaft dienen können.
    Weitere Antworten anzeigen
  • darkshadow 19.01.2019 16:08
    Highlight Highlight Die Atommacht Schweiz :D
    • Wiederkehr 19.01.2019 16:59
      Highlight Highlight Es war geplant eine sowjetische Angriffsfront im Raum München mit Atombomben zu vernichten. Darum wurden die Mirage Flugzeuge gekauft. Heute brauchen wir keine Atombomben mehr, die Bedrohungslage ist anders als damals. Die damaligen Ängste sind heute schwer verständlich. Eine waffenstarrende Weltmacht stand Angriffsbereit in der Mitte Deutschlands und hinter Österreich. Unter dem Eindruck der Vernichtung der deutschen Zivilbevölkerung im 2.Weltkrieg wurden ja auch Milliarden in Luftschutzbunker investiert.
    • DerewigeSchweizer 19.01.2019 18:18
      Highlight Highlight Vielleicht wurden die Milliarden in Luftschutzbunker (ab den 80er Jahren, nicht früher) ausgegeben,
      ... nicht für den Schutz der Bevölkerung vor einer Bedrohung die gar nicht mehr besteht,
      ... sondern um gewissen Schweizer Baufirmen schöne Aufträge auf Staatskosten zu bescheren.

      Kein anderes Land auf der Welt befand es für notwendig, dass 95% der Bevölkerung einen Schutzplatz hat.
    • Wiederkehr 19.01.2019 19:45
      Highlight Highlight Eine Bedrohung die heute nicht mehr besteht. Noch in den 80 er Jahren hofften linke Kreise auf eine „Befreiung“ durch die Sowjetarmee. Die Verbunkerung der Schweiz endete nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion. Dass die Schutzbauten in den 80 er Kahren entstanden sein sollen, habe ich so noch nie gehört.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Caturix 19.01.2019 16:06
    Highlight Highlight Selbe Geldverschwendung wie die Schweizer Militärflugzeuge Marke eigenbau.
    • nuchox 19.01.2019 18:42
      Highlight Highlight eine Geldverschwendung wie jedes Kriegsgerät...
    • Normi 19.01.2019 19:57
      Highlight Highlight @nuchox

      So wie das Internet auch nur eine Geldverschwendung ist...
    • Las Niklas 19.01.2019 21:09
      Highlight Highlight Nur leider wäre z. Bsb die Luftfahrt oder GPS-Technik nicht soweit vorangeschritten ohne Kriege.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Wander Kern 19.01.2019 15:56
    Highlight Highlight Für die Bevölkerung bestand zu keinem Zeitpunkt Gefahr...
    • Wiederkehr 19.01.2019 19:49
      Highlight Highlight Das kannst Du jetzt Rückblickend leicht sagen, weil der kalte Krieg eben kalt blieb. Bei einem sowjetischen Vorstoss durch Oesterreich und die Schweiz wären massive Zerstörungen zu erwarten gewesen. Luftschutzbunker hätten Leben gerettet.

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