Afrika
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Diese Drohnenbilder beweisen auf einen Blick, dass Rassen in Südafrika immer noch total getrennt sind



Vusimuzi/Mooifontein Cemetery, Johannesburg

Bild

bild: johnny miller

Zwischen 1990 und 1994 hat Südafrika die Apartheid und die Diskriminierung der Schwarzen überwunden. Eigentlich. 

Doch dass in dem Land Schwarze und Weisse nach wie vor in ganz verschiedenen Welten leben, zeigt ein Projekt des Fotografen Johnny Miller: Für seine Unequal Scenes hat der Südafrikaner bloss eine Drohne aufsteigen lassen, deren Luftbilder deutlich zeigen, wo die einen und wo die anderen leben.

Hout Bay/Imizamo Yethu, Kapstadt

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bild: Johnny Miller

Ob in Johannesburg, Durban oder Kapstadt: Das Schema ist immer dasselbe. In dem einen Gebiet stehen kleine Häuser dicht gedrängt an staubigen Strassen. Es folgt eine Art «Todesstreifen» wie zwischen der Grenze DDR-BRD – mit Strassen, Schienen oder einer Kanalisation, die die Stadtviertel voneinander trennen. Dahinter dann das Quartier, in dem es sich leben lässt: mit jeder Menge Grün, mit Einfamilienhäusern und Autos, die vor diesen parkieren.

Kya Sands/Bloubosrand, Johannesburg

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bild: johnny miller

«Wenn man aus einer Höhe von ein paar hundert Metern fotografiert, tauchen unglaubliche Bilder der Ungleichheit auf. Einige Viertel sind ausdrücklich mit der Teilung im Kopf gebaut worden, und einige sind mehr oder weniger organisch gewachsen», beschreibt Miller sein Projekt.

Manenberg/Phola Park, Kapstadt

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bild: johnny miller

Die «Todesstreifen» habe es bereits unter der Apartheid gegeben, so Miller. «Strassen, Flüsse, Brachland als ‹Pufferzone› und andere Barrieren wurden gebaut und modifiziert, um die Menschen zu trennen. 22 Jahre nach dem Ende der Apartheid existieren viele dieser Barrieren und Ungleichheiten noch.»

Vukuzenzele/Sweet Home, Kapstadt

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bild: johnny miller

Freud und Leid liegen unmittelbar beieinander. «Extrem reiche Quartiere liegen oft nur wenige Meter von armseligen Verhältnissen und Bruchbuden entfernt.» Miller habe diese Ungleichheit so objektiv wie möglich dokumentieren wollen – «durch einen neuen Blick auf ein altes Problem». So will der Fotograf einen konstruktiven, friedlichen Dialog ins Rollen bringen.

Nomzamo/Lwandle, Kapstadt

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bild: johnny miller

Dabei ist Miller eigentlich Amerikaner: Er wurde in Seattle geboren und zog nach Kapstadt, um Anthropologie zu studieren, berichtet CNN. Als der Mann seine Drohne steigen liess, wollte er ursprünglich nur ein Andenken mitnehmen. Dann entdeckte er die Apartheid im Stadtbild Südafrikas. 

Golfplatz Papwa Sewgolum, Durban

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bild: johnny miller

Die Reaktionen auf das erste solcher Fotos auf Facebook waren «sehr negativ»: Nicht nur Südafrika habe solche Probleme, argumentierten die Kritiker. Doch heute verlaufe die Diskussion offener. «Viele sagen mir, sie hätten nicht bemerkt, dass sich so wenig seit 1994 geändert hat, bis sie diese Fotos gesehen haben.»

Sandton/Alexandra, Johannesburg

Bild

bild: johnny miller

Im Video zeigt sich die Teilung des Landes auch sehr eindrücklich:

Den schwarzen Elvis hat Johnny Miller auf seinem Instagram-Account veröffentlicht.

(phi, via BusinessInsider)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Karl Müller 06.09.2016 21:54
    Highlight Highlight Mal am Rande: Woher stammen eigentlich die Ortsangaben in diesem "Artikel"? Überschrift Bild 1: "Vusimuzi/Mooifontein Cemetery" ... aha, links in der Hüttensiedlung Vusimuzi wohnen mutmasslich die Schwarzen, und rechts wohnen dann folgerichtig die Weissen ... auf dem Friedhof? Mit sehr opulenten Gruften offenbar ... Also irgendwas kann da nicht ganz stimmen!
  • Abel Emini 06.09.2016 20:52
    Highlight Highlight Europäer und Afrikaner bauen halt anders :) finde das nicht schlimm. In Europa leben ja jetzt mehr Afrikaner als Europäer in Afrika!
  • Gollum27 06.09.2016 18:28
    Highlight Highlight Für die letzten, dies noch nicht kapiert haben: es ist nicht mehr eine frage der Rasse, sondern der Klasse. Wessen rassenhintergrund offensichtlich aus der Rassentrennung enstanden ist. Ein klassenunterschied findet ihr allerdings auch, wenn ihr die luftaufnahmen von hottingen und schwamendingen vergleicht..
  • sheshe 06.09.2016 16:02
    Highlight Highlight Eine Frage noch an die ZA-Kenner:
    Mir hat eine ältere (weisse) Frau in Kommetjie gesagt, wenn ein Schwarzer auf ihrem Grundstück eine Barracke (Häuschen) baut und darin wohnt, kann sie nichts legales dagegen unternehmen. Ist das richtig oder war das nur eine populistische Aussage? Kennt sich jemand mit ZA-Gesetz aus?
    • JoJodeli 06.09.2016 17:13
      Highlight Highlight Anscheinend nur wenn er es schafft innerhalb von 24h "bezugsfertig" aufzubauen. Was das auch immer heissen mag. Ich kann keinen Quelle nennen, habe auch nur davon gehört
    • Irieman 06.09.2016 20:53
      Highlight Highlight Hier die Antwort auf deine Frage aus ZA:
      Yes ofcoarse. But I depends on how fast he can put up the planks and how fast you can empty magazines of ammunition at him.
  • lilie 06.09.2016 15:48
    Highlight Highlight Es ist wohl niemand so naiv zu glauben, dass man bloss die Rassentrennung aufheben müsse und schon lösten sich alle Probleme in Wohlgefallen auf.

    Die gewachsenen Realitäten - getrennte Wohnquartiere, Schulen, Institutionen, Familien - bleiben bestehen.

    Und auch wenn heute Schwarz und Weiss (und Coloured und Braun und alle Regenbogenfarben) wohnen dürfen, wo sie wollen, heisst das noch lange nicht, dass sie es können - oder wollen.

    Allerdings gibt es unterdessen auch durchmischte Quartiere, was die Fotos ja nicht dokumentieren können.

    Trotzdem: Die Bilder sind natürlich sehr eindrücklich!
    • Saraina 06.09.2016 16:03
      Highlight Highlight Einige dieser Bilder zeigen auf der einen Seite ein Township, und auf der anderen ein "informal settlement". (Vukuzenzele/ Sweet Home z.B) In beiden wohnen Schwarze. Die in den Blechhütten sind entweder vom Land in die Stadt gezogen, oder gehören zu den vielen Migranten aus Simbabwe oder anderen Teilen Afrikas, oder sie sind schlicht ärmer. Ganze traditionelle, hübsche Quartiere in Kapstadt wurden wiederum von (weissen) Europäern aufgekauft und die Häuser als Ferienwohnungen vermietet. Mit Rassentrennung hat die Situation nichts zu tun.
    • lilie 06.09.2016 16:18
      Highlight Highlight @Saraina: Danke für die Hinweise!

      Genau das meinte ich: Die Strukturen stammen zwar aus der Zeit der Apartheid - sie wurden aber teilweise mit neuen "Inhalten" (Menschen, Verwendungszwecke) gefüllt.

      Die Bilder zeigen nur die Strukturen, nicht aber den "Inhalt".
  • Monti_Gh 06.09.2016 14:13
    Highlight Highlight Wenn ich so die Kommentare lese, bin recht erschrocken über mangelnde Kenntnisse oder bewusstes Ignorieren der Fakten über die Apartheid. Hey Leute das ist wenige Jahrzehnte her! Die Grundidee der Apartheid ist diese räumliche Trennung der "Rassen" (eigent. Hautfarbe).
    Das sieht jeder eindeutig auf den Bildern und Videos.
    Unglaublich.
  • Lumpirr01 06.09.2016 13:10
    Highlight Highlight Natürlich gibt es auch in Südafrika wie überall die grossen Unterschiede zwischen arm & reich. Aber der Artikel blendet die Mentalitätsunterschiede komplett aus. In den afrikanischen Siedlungen lebt man traditionell sehr eng zusammen. Da ist es unüblich, in einigem Abstand zwecks Wahrung der Diskretion (möglichst mit einer kleinen Grünzone) zum Nachbarn zu leben............
    • Monti_Gh 06.09.2016 14:08
      Highlight Highlight Es sind beides afrikanische Siedlungen!
    • Lumpirr01 06.09.2016 14:50
      Highlight Highlight @Monti_Gh: Ja, logisch, eine nach originalem afrikanischen Stil und die andere mit Europäischem Einfluss mit ähnlichem Erscheinungsbild wie in Holland oder England..............

      Hier noch ein Dorfbild meiner letzten Reise aus Burkina Faso:
      Benutzer Bild
    • Trouble 06.09.2016 15:08
      Highlight Highlight Wofür ist jetzt das Bild?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Binnennomade 06.09.2016 12:46
    Highlight Highlight Haha, such mal einen Weissen in Manenberg! :D Die Bilder zeigen soziale Unterschiede, nichts mehr. In anderen Entwicklungsländern sieht es genauso aus.
  • retofit 06.09.2016 12:29
    Highlight Highlight Diese Bilder beweisen lediglich, dass es auch in Südafrika krasse Unterschiede bei Reich und Arm gibt. Vom "DDR-Todeskorridor" zu schreiben, finde ich dann doch zuu billig. Zu Apartheid-Zeiten wäre es unmöglich für Schwarze gewesen, soo reich zu werden, wie es die jetzigen (korrupten) ANC-Leader sind. Interessanter wären Reportagen über Schulbildung und Berufsaussichten für Schwarz und Weiss in Südafrika und Vergleiche mit anderen Ländern mit ähnlich durchmischter Population. Schade für die Effekthascherei, watson begibt sich nicht mehr nur bei den Leserkommentaren auf BILD-Niveau.
  • Prinz Eisenherz 06.09.2016 12:16
    Highlight Highlight Das ist eine ganz dumme Ueberschrift. Die Aussage:

    Diese Drohnenbilder beweisen auf einen Blick, dass Rassen in Südafrika immer noch total getrennt sind

    ist falsch.

    Sie beweist nur, das es ärmere und reichere Leute gibt. Sonst gar nichts.
  • Ruffy 06.09.2016 12:12
    Highlight Highlight Das hat doch nichts mit Rassen zu tun sondern mit reich oder arm. Logisch gibt es da eine Trennung. Die gibt es übrigens auch in der Schweiz überall, nur natürlich nicht so extrem.
    • Ratchet 06.09.2016 14:43
      Highlight Highlight Diese Trennung zwischen arm und reich in Südafrika hat aber durchaus mit Rassen zu tun.
  • Mehmed 06.09.2016 11:50
    Highlight Highlight Ist wahrscheinlich angemessener, von Klassen anstatt von Rassen zu sprechen.
    Auch wenn dann das Problem peinlicherweise sofort keins mehr ist, weil Classism, Favelas und Armut in unserer kapitalistischen Gesellschaft politisch korrekt und akzeptiert sind.
  • nimmersatt 06.09.2016 11:00
    Highlight Highlight sehr heikler Titel, der suggeriert, dass es menschliche Rassen gibt.

    Wenn der Begriff schon vorkommt, dann sollte er aber in Anführungs-/Schlusszeichen stehe
    • Lutz Pfannenstiel 06.09.2016 11:54
      Highlight Highlight Jetzt mal halblang. Natürlich gibt es "Rassen". Deswegen ist es auch wichtig, dass niemand wegen seiner Rasse (wie auch wegen seines Geschlechts, seines Geschlechts, seiner Herkunft, usw.) diskriminiert werden darf (steht so auch in Art. 8 unserer Bundesverfassung). Weiter gibt es etwa die Strafnorm gegen Rassendiskriminierung (Art. 261bis StGB).
    • Gantii 06.09.2016 12:42
      Highlight Highlight es gibt die menschliche rasse, und weiter?
    • TJ Müller 06.09.2016 14:28
      Highlight Highlight @Lutz
      Nope, es gibt keine Rassen bei den Menschen, wir sind eine einzige Rasse, diese Theorie ist schon lange überholt und gehört eigendlich der Geschichte an. Es ist erschreckend wie hier sogar dein Kommentar noch geliked wird! Es gibt verschiedene Ethnien, aber genetisch gibt es keine geügende Unterscheidungen zwischen verschiedenen Menschen um Unterrassen zu definieren. Informier dich doch mal zB für den Anfange bei Wikipedia über Rassen und Menschenrassen.
      @Watson. Ich bin schwerstens enttäuscht, dass Ihr diesen Begriff verwendet und somit dem Irrglauben noch Vorschub leistet.
    Weitere Antworten anzeigen
  • PuRpLE_KusH 06.09.2016 10:58
    Highlight Highlight Wer kam den auf die Idee, dass sie die Apartheid überwunden haben?
    • Saraina 06.09.2016 14:06
      Highlight Highlight Mit Apartheit hat das gar nichts zu tun, sondern mit dem Gefälle zwischen Arm und Reich. Zum Beispiel wurde Imizamo Yethu auf Land gebaut, dass die vorwiegend weisse Bevölkerung von Hout Bay Obdachlosen, meist Flüchtlingen und Migranten aus anderen afrikanischen Ländern gratis zur Verfügung stellten. Ich möchte mal das europäische Land sehen, dass Flüchtlingen und Wirtschaftsmigranten hier derart entgegenkommt... Stichwort Calais! Die Kriminalität in Hout Bay ist seither gestiegen, aber als es in Imizamo Yethu brannte, war die anschliessende Hilfsbereitschaft der Leute von Hout Bay gross.
  • Fendant Rüpel 06.09.2016 10:50
    Highlight Highlight Hier sieht man einzig die Ungleichheit zwischen arm und "reich" ähnlich wie bei den Favelas in Rio, dies kann daher sicherlich nicht mit der Apartheid verglichen werden (Im Gegenteil zur fixen Rassentrennung von früher).
    Ich war vor 5 Jahren in einem Township in Soweto (Johannesburg) zu besuch dort wohnten einige weisse Leute und in den besseren Gegenden gibt es ebenfalls etliche aus der schwarzen Bevölkerung.
    Mich macht eher Nachdenklicher das immer mehr Bewohner quasi über Nacht aus Townships vertrieben werden (durch weisse und schwarze) damit der Boden anderweitig benützt werden kann...

  • chrach 06.09.2016 10:49
    Highlight Highlight Hier geht es weniger um Rasse als um Wohlstand. Die "Schere" ist in Südafrika noch viel grösser. Die Reichen, Weisse UND Farbige, Mauern sich in ihren Wohnanlagen mit privatem Sicherheitsdienst und Golfplatz ein. Die ärmsten leben zusammengedrängt in den Townships. Ich bin auch schon durch ein "besseres" Township gefahren und habe dort Weisse gesehen die dort wohnen. Das ganze wird sich auch nicht so schnell ändern, dass braucht viel Geld in die Bildung und weitere Jahrzente an Zeit. Wer reich werden will sollte nach Südafrika gehen und Stacheldraht verkaufen... ;-)
  • sheshe 06.09.2016 10:24
    Highlight Highlight Naja, es ist kein Geheimnis, dass viele Leute mit der momentanen Situation unzufrieden sind und sich die Apartheid wieder wünschen. Ich habe teilweise mit Coloureds gesprochen, welche nirgendwo richtig dazugehören und meinten, früher ginge es ihnen besser. Heute werden sie von den Schwarzen be- und von den Weissen in die Townships verdrängt, wo sie wiederum von den Schwarzen ausgenommen/getötet werden...
    • sheshe 06.09.2016 10:59
      Highlight Highlight Noch ein kleiner Nachtrag für die Nicht-ZA-Kenner: Coloureds und Schwarze sind Angehörige unterschiedlicher Ethnien https://de.wikipedia.org/wiki/Coloured ähnlich wie die Mulatten, Kreolen, uvm.
  • Umbulubumbulu 06.09.2016 10:22
    Highlight Highlight Danke für den Artikel, zwei Kritikpunkte meinerseits.

    Der Artikel suggeriert in den schönen Häusern wohnen keine Farbigen sondern nur Weisse. Ergo leben in den Slums nur Farbige. Persölich glaube ich das letzteres sicher zutrifft, ersteres aber nicht. Es ist ja schliesslich eine Luftaufnahme und zeigt lediglich eine Schnittstelle zweier Siedlungsstrukturen. Der korrekte Schluss wäre somit eine Trennung entlang sozialer Gruppen. Siehe Mexico, Caracas, etc.

    Ist es möglich das man die Bezeichnung "Rasse" im Jahr 2016 endlich abschafft, sie ist schlicht falsch, ethnische Gruppe wäre korrekt.
    • PuRpLE_KusH 06.09.2016 11:17
      Highlight Highlight Bei den Hunden sind es doch auch Rassen, warum beim Menschen nicht? Vom biologischen Standpunkt aus betrachtet sind wir nicht alle gleich.
    • Umbulubumbulu 06.09.2016 13:14
      Highlight Highlight Nun es geht ja nicht darum den Begriff "Rasse" als solches abzuschaffen. Er trifft beim Menschen (Art: Homo Sapiens) biologisch nicht zu. Früher gab es Rassentheorien die unsere Art in Unterarten einteilen wollte. Dies wurde jedoch wissenschaftlich wiederlegt, da die Variation zu breit und zu fliessend ist. Zudem beruhen Unterschiede mehr auf geografischen Gegebenheiten und sind nicht auf ein Volk anwendbar. Sonst würde dies ja bedeuten das blauäugige oder blonde Menschen, kleine Italiener oder Leute mit Polydaktylie eine eigene Rasse sind.
      Eine Rasse ist das Resultat einer spezifischen Zucht
    • SemperFi 06.09.2016 13:22
      Highlight Highlight @H.L. Der Begriff ist wissenschaftlich überholt und wird gemieden (Quelle Wikipedia). Verwendet wird er noch von Rassisten und Pseudowissenschaftlern (Quelle Semper Fi)
    Weitere Antworten anzeigen
  • Hirnwinde 06.09.2016 10:03
    Highlight Highlight Die Bilder beweisen eigentlich nur, dass es unterschiedliche Bauzonen gibt.
    Es gibt Zonen mit viel Vegetation und kaum Gebäuden, Zonen mit eher bescheidenen Häusern, umgeben von einem Garten,und Zonen mit lauter winzigen ganz dicht aneinandergereihten Hütten ohne Grünflächen.
    Wer weshalb (Armut, Sparsamkeit, Gartenhäuschen, Wochenendparties, ...) in welcher Art von Bauzone sich wie lange aufhält, das bezeugen die Bilder nicht. Schon gar nicht beweisen sie, wo das Schwarzhäutige und Weisshäutige zu finden sind, auch nicht, dass es eine Rassentrennung gibt.
    • pd90 06.09.2016 10:36
      Highlight Highlight Bin aktuell sechs Monate im Studienaustausch in Südafrika und ja in 99% der Fälle leben die Dunkelhäutigen in den Townships. Leider ist es immer noch so, dass es gewisse Gebiete gibt, in denen sich mehrheitlich Weisse oder Schwarze aufhalten (besonders Port Elizabeth z.B.). Wieso sonst wurde von der EFF (extrem-links Partei) propagiert, dass man weisse Landeigentümer entmachten soll und das Land den Schwarzen zurückgeben?
    • Hirnwinde 06.09.2016 11:47
      Highlight Highlight @pd99: Ich sagte bloss, was sich aus den Bildern herauslesen lässt und was nicht.
      Deine Worte, dazu noch als Zeuge vor Ort, sind eine zusätzliche Information. Danke dafür. Ich wünsche Dir eine schöne, lehrreiche Zeit in Südafrika.
    • pd90 06.09.2016 12:32
      Highlight Highlight @hirnwinde:
      Merci vielmals, abgesehen von den sozialen Problemen im Land wunderschön hier! :-)
      @Mencken: Das mit der Gewalt ist leider definitiv so. Ein Leben hat hier praktisch keinen Wert und die Tageszeitungen sollte man am Besten gar nicht lesen...
    Weitere Antworten anzeigen
  • BossAC 06.09.2016 10:02
    Highlight Highlight Hätte mir gerne noch ein wenig mehr Infos gewünscht. Gerade in Südafrika ist diese Trennung sicherlich leider noch in vielen Köpfen verankert. Aber ich hege den Verfacht, dass das was wir auf diesen Bildern sehen vor allem eine Verdeutlichung der Schere zwischen arm und reich ist.
    • Failai 06.09.2016 11:39
      Highlight Highlight Oft wird aber arm mit "schwarzen" bzw "dunklen" verbunden und reich mit "weissen"... Ist auch in vielen lateinamerikanischen Länder so e.g. Brasilien
  • Sillum 06.09.2016 09:51
    Highlight Highlight Und was sagen uns nun diese Bilder? Dass es Leute gibt, welche ihr Geld durch Arbeit verdienen und damit Häuser bauen und diesen Häusern Sorge tragen. In Südafrika gibt es viele Schwarze, welche behaupten, dass bei einem Tausch der Bevölkerung der beiden Seiten, innert wenigen Monaten die "schönere" und "reichere" Seite ebenfalls wie ein Slum aussehen würde. Spielt da vielleicht die Mentalität ebenfalls eine Rolle?
    • pd90 06.09.2016 10:41
      Highlight Highlight Die Mentalität spielt definitiv eine Rolle, sowie auch die Effizienz. In Coffee Bay (Ostküste) hat es drei Backpackers von Weissen geführt und ein Hotel, dass einfach leer steht, aber dem Stamm gehört. Wenn man sie fragt, wieso sie dieses nicht wiedereröffnen, hört man, dass sonst einer der Chef von allen wär oder dass sie ja genug essen hätten. Hausen tut man dann aber in der Wellblechhütte oder Lehmhütte...
    • sheshe 06.09.2016 11:02
      Highlight Highlight Du hast recht, aber was sagt uns das? Wie fast jedes heutige soziale Problem kann durch Bildung und Erziehung gelöst werden. Überspitzt aber durchaus auf den Punkt gebracht worden im Roman: "Die Analphabetin, die Rechnen konnte" - Jonas Jonasson
    • Masta Ace 06.09.2016 11:49
      Highlight Highlight @Sillum:
      Das hat viel mehr mit der jahrhundertenlangen Unterdrückung der Volksgruppe zu tun, als mit der Mentalität!
    Weitere Antworten anzeigen
  • SVARTGARD 06.09.2016 09:46
    Highlight Highlight Wieso war das jetzt neu für Euch🤔🤔🤔

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