Brasilien
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Warum Indigene Brasiliens neuen Präsidenten besonders fürchten



epa07128303 Indigenous educator of the 'Bare' ethinicity Ana Claudia Martins Tomas (2R), 40, whose indigenous name is 'Suri', heads to a polling station at the rural community of 'Nossa Senhora do Livramento', in Rio Negro, near Manaus, Brazil, 28 October 2018.  EPA/Raphael Alves

Der Regenwald ist für den ultrarechten Ex-Militär Jair Bolsonaro vor allem eine ungenutzte wirtschaftliche Chance. Er will im Amazonasgebiet neue Weideflächen schaffen, den Bergbau ankurbeln und Energieprojekte vorantreiben. Die Ureinwohner bangen um ihre Existenz.

Auf dem Papier sind die Karipuna Grossgrundbesitzer. 152'000 Hektar Regenwald gehören der indigenen Gemeinschaft im Westen Brasiliens. «Wir leben glücklich. Wir fischen, wir jagen, wir baden im Fluss», sagt André Karipuna. Doch das wertvolle Tropenholz und die riesigen Ländereien wecken Begehrlichkeiten bei illegalen Holzfällern und Rinderzüchtern. 11'000 Hektar wurden bereits zerstört.

«Wir haben keinen Frieden mehr wie früher. Es ist sehr beängstigend. Mit den Holzfällern sind auch illegale Fischer gekommen – sie vertreiben uns vom Fluss.»

Das Amazonasgebiet und die riesigen Steppengebiete im Norden von Brasilien sind seit jeher rechtsfreier Raum. Landkonflikte zwischen der indigenen Urbevölkerung und Kolonisten werden dort häufig mit blanker Waffe ausgetragen.

Zwar verfügen die traditionellen Gemeinschaften über verbriefte Rechte, doch Tausende Kilometer von der Hauptstadt Brasília und den Wirtschaftsmetropolen im Süden entfernt zählt oft nur das Recht des Stärkeren.

Neuer Präsident als Schreckgespenst

This May 8, 2018 photo released by the Brazilian Environmental and Renewable Natural Resources Institute (Ibama) shows an illegally deforested area on Pirititi indigenous lands as Ibama agents inspect Roraima state in Brazil's Amazon basin. Scientists warn that Brazil's President-elect Jair Bolsonaro could push the Amazon rainforest past its tipping point by  loosening environmental protections, with severe consequences for global climate and rainfall. (Felipe Werneck/Ibama via AP)

Bild: AP/Ibama

Indigene, Umweltschützer und Menschenrechtsaktivisten befürchten, dass sich die Lage bald weiter verschärft: Mit Jair Bolsonaro zieht jetzt ein Mann in den Präsidentenpalast ein, der wenig von Naturschutz hält und die wirtschaftliche Nutzung des Amazonasgebiets vorantreiben will. «Das ist das Ende aller indigenen Rechte», befürchtet Karipuna.

Präsident Bolsonaro will keine neuen Schutzgebiete im Amazonasgebiet ausweisen, weitere Rodungen im Regenwald zulassen und den Umweltschutz an den Bedürfnissen der Wirtschaft ausrichten. «Wir wollen die Natur schützen, aber ohne Hindernisse für den Fortschritt zu schaffen», sagte Bolsonaro schon vor Amtsantritt an Neujahr.

Ausserdem spielt der Ex-Militär mit dem Gedanken, wie bereits die Vereinigten Staaten, das Pariser Klimaschutzabkommen zu verlassen. Für die Begrenzung der Erderwärmung wäre das fatal: Brasilien hat mit dem Amazonasgebiet als weltgrösster CO2-Speicher eine Schlüsselrolle im internationalen Klimaschutz inne.

People hold a banner with a photo of Brazil's former army captain Jair Bolsonaro before the swearing-in ceremony, in front of the Planalto palace in Brasilia, Brail, Tuesday Jan. 1, 2019.  Once an outsider mocked by fellow lawmakers for his far-right positions, constant use of expletives and even casual dressing, Bolsonaro is taking office as Brazil's president Tuesday. (AP Photo/Silvia Izquierdo)

Bild: AP/AP

«Die grösste Gefahr für den Klimaschutz in Brasilien ist die brasilianische Regierung», sagte die indigene Aktivistin und Klimaschützerin Sonia Guajajara zuletzt bei der Uno-Klimakonferenz im polnischen Kattowitz.

Es gebe Bestrebungen, entgegen der Verfassung indigenes Land zu enteignen oder dort etwa Bergbau zu erlauben. Das sei fatal für den Klimaschutz, weil die Ureinwohner mit ihrer traditionellen Lebensweise ihr Land vor Abholzung schützten.

Profit vor Augen

Bolsonaro sieht die Stammesgebiete hingegen vor allem als ungenutzte Chancen auf Profit. «Unter dem indigenen Land liegt Wohlstand», sagte er einmal. Seinen Wahlerfolg verdankt er unter anderem der mächtigen Agrarlobby Brasiliens, die auf die Freigabe weiterer Flächen zur Rodung dringt. Auch Energie- und Bergbaukonzerne hoffen unter der neuen Regierung auf freie Hand bei ihren Projekten.

«Das wäre eine Tragödie: Die globale Klimakrise würde beschleunigt. Der wichtigste globale Schatz an Artenvielfalt würde geplündert. Und die Menschenrechte der mit und vom Amazonas lebenden indigenen Völker stehen auf dem Spiel», sagt der Vorstandsvorsitzende der deutschen Nichtregierungsorganisation Germanwatch, Klaus Milke.

Grossgrundbesitzer, Rinderzüchter und Holzfäller vertreiben bereits jetzt immer wieder Indigene mit Gewalt aus ihren Stammesgebieten. «Der Schrei der Betroffenen angesichts dieser grossen Ungerechtigkeiten darf nicht ungehört bleiben», sagt der Geschäftsführer des katholischen Hilfswerks Misereor, Pirmin Spiegel.

«Es darf nicht dazu kommen, dass die Interessen etwa von Soja- und Fleisch-Produzenten mehr zählen als die in der brasilianischen Verfassung garantierten Rechte der Indigenen.»

Für die Karipuna steht ihre Existenz auf dem Spiel. In den 1970er Jahren kamen sie zum ersten Mal in Kontakt mit Weissen. Viele wurden getötet oder starben an eingeschleppten Krankheiten. Heute umfasst der Stamm nur noch 58 Menschen. «Wir hören die Sägen und die Trucks, sie sind nur noch zwei Kilometer vom Dorf entfernt», sagt André Karipuna. «Manchmal sehen wir Waldarbeiter. Sie bedrohen uns. Sie wollen uns vernichten. Sie kommen immer näher.» (aeg/sda/dpa)

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39Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • malu 64 02.01.2019 12:09
    Highlight Highlight Der Regenwald ist die Lunge der Welt. Bin überzeugt, wenn sich die Ureinwohner mit Waffen gegen die Holzfäller wehren würden, wäre die Armee schnell da um das sogenannte Recht durzusetzen. Die Geschichte wiederholt sich, ist ähnlich wie Amerika und die Indianer!
  • m4in CS 02.01.2019 09:57
    Highlight Highlight Südamerika ist wie Afrika verloren. Das schlimmste ist, dass sie für Geld ihre eigene Schwester verkaufen würden. Die Europäer waren genug “intelligent” die Fremden auszubeuten. Die Afrikaner und Südamerikaner bereichern sich an ihrem eigenen Land und Volk und merken nicht mal, dass nur der Westen bzw. Osten profitiert.
  • Weber Daniele 02.01.2019 01:49
    Highlight Highlight Dank dem Dieselfahrverbot in vielen Deutschen Städten wird der Abbau des Amazonas vollständig kompensiert *ironieoff* Aber Bolsano wird das Land wider stark machen
    • Fabio74 02.01.2019 10:48
      Highlight Highlight So wie in der Militärdiktstur die er verherrlicht? Gegner liquidieren die im Weg stehen.
  • Muselbert Qrate 01.01.2019 18:30
    Highlight Highlight Das ist ein sehr einseitiger Bericht. So kommen ja ausschliesslich die Umweltschützer und die indigene Urbevölkerung zu Wort..

    Diese indigene Urbevölkerung ist übrigens meist arbeitslos und vom Staat abhängig und die Mehrheit fordert von der neuen Regierung in Brasilia, dass in den Bundesstaaten Amazonas und Para Jobs im Bergbau und in der Landwirtschaft geschaffen werden.

    Ist relativ einfach aus der Schweiz heraus die linke Moralkeule zu schwingen.. Reist mal da hin!
    • N. Y. P. 01.01.2019 19:20
      Highlight Highlight Mit dem Flugzeug ?
    • manhunt 01.01.2019 19:25
      Highlight Highlight die indigenen völker brasiliens sind überhaupt nicht arbeitslos, sie leben überwiegend als selbstversorger, unabhängig vom staat. und weil sie ein selbstbestimmtes leben führen, was industriellen und konservativen nicht passt, sollen sie nun als lohnsklaven für korrupte konzerne ihre lebensgrundlage zerstören? du solltest einmal selbst die welt bereisen, um deinem eingeschränkten horizont etwas mehr perspektive zu verschaffen.
    • Dina Rudolfson 01.01.2019 22:16
      Highlight Highlight Was für ein rechtsbürgerlicher Mist. Diese devote Liebe für herrische Männer ist pervers. Diese Indigenen wurden enteignet, bestohlen und vertrieben der alte Sack lebt auf deren Grundstück, also lebt er eigentlich vom Geld der Indigenen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • salamandre 01.01.2019 17:11
    Highlight Highlight Es ist eine oekologische Katastrophe was dieser Bolsonaro vor hat und wird Auswirkungen auf den gesammten Planeten haben, aber eben grad so richtig Vorbildlich verhalten wir und der Rest der westlichen Welt uns auch nicht.
  • Jol Bear 01.01.2019 17:04
    Highlight Highlight Die drohende Verantwortungslosigkeit im Umgang mit den Regenwäldern wegen Bolsonaros Politik ist tatsächlich eine globale Bedrohung. Aber: vor klimahistorisch gesehen sehr kurzer Zeit war z.B. Europa weitgehend von (Ur)Wald bedeckt. Dieser wurde zu Gunsten von Bevölkerungswachstum und industrieller Entwicklung genauso rücksichtslos abgeholzt. Zu einfach, von bequemen Sesseln im entwaldeten Europa aus in Südamerika Sündenböcke zu identifizieren. Das alleine ist unglaubwürdig.
    • Blablatok 01.01.2019 18:46
      Highlight Highlight Das ist zwar korrekt, der Urwald Europas wurde aber hauptsächlich unter den Römern und im frühen Mittelalter abgeholzt, als sich die Menschen den Folgen noch nicht bewusst waren. In der heutigen Zeit kennen wir die Folgen genau. Ein solches Verhalten ist daher heuzutage einfach nicht mehr zu rechtfertigen.
    • Mutzli 01.01.2019 21:08
      Highlight Highlight Als Ergänzung zu Blablatok: Nach Ende der römischen Ära dehnte sich der Wald dann wieder sehr aus, wurde dann aber seit dem Frühmittelalter extrem ausgedünnt, bis wir in der Schweiz im 19. Jh. eine Trendwende hatten. Heutzutage hats hierzulande bedeutend mehr Wald als vor 500 Jahren. Ist zwar kontraintuitiv, aber Realität und ist ein Erfolg.

      Doch das ist eigentlich egal, Brasilien ist bereits eine Industrienation und der Amazonas von globaler Bedeutung. Es geht da nicht um einen Wettbewerb wer das heiliger ist, sondern darum eine ökologische Katastrophe zu verhindern.
  • wasps 01.01.2019 17:00
    Highlight Highlight Unglaublich, wieviele Politiker mit Matsch zwischen den Ohren die Welt regieren. Noch schlimmer, dass solche Deppen auch gewählt werden!
  • rodolofo 01.01.2019 16:32
    Highlight Highlight Mit Bolsonaro geht Brasilien in die falschest mögliche Richtung!
    Wenn der Amazonas (ein Lungenflügel des Welt-Organismus) wie die Krebs-Lunge eines Kettenrauchers aussieht, können sich Bolsonaro und seine Wähler gegenseitig auf die Schultern klopfen:
    "Was sind wir doch für harte Typen! Wir marschieren über Leichen und gehen dabei selber zugrunde!" (wie die Nazis unter Hitler einen Massenmord verbrochen haben und selber vor Stalingrad elendiglich krepierten)
    Was soll man dazu im Jahre 2 nach Trump noch sagen?
    Der Mensch ist wohl doch nicht die Krone der Schöpfung, sondern ihr Arschloch...
    • Neunauge 01.01.2019 17:24
      Highlight Highlight Das würd ich nicht so sagen. Auf mein Arschloch würd ich nur sehr ungern verzichten.
    • DomKi 01.01.2019 22:35
      Highlight Highlight Doch, der Mensch ist die Krone der Schöpfung, das Problem ist er weiß nicht sie mit Würde zu tragen...
  • banda69 01.01.2019 16:25
    Highlight Highlight "Mit Jair Bolsonaro zieht jetzt ein Mann in den Präsidentenpalast ein, der wenig von Naturschutz hält und die wirtschaftliche Nutzung des Amazonasgebiets vorantreiben will."

    Wäre Bolsonaro Schweizer, wäre er in der SVP. Wer SVP wählt, wählt Menschen wie Bolsonaro und Donald Trump.
    • Ruggedman 01.01.2019 18:43
      Highlight Highlight Einen anderen Spruch hast du wohl nicht drauf?
      Nicht falsch verstehen, finde Bolsonaro und Co. zum kotzen aber die immer gleichen Sprüche von deiner Seite sind langsam langweilig.
    • The Destiny // Team Telegram 01.01.2019 20:02
      Highlight Highlight @Ruggedman, kommen eben wahrscheinlich alle von der gleichen Seite.
    • Dina Rudolfson 01.01.2019 22:29
      Highlight Highlight banda69 hat recht. In den Tagi-Kommentare sieht man, dass der durchschnittliche SVPler einen neuen Schwarm in Bolsonaro gefunden hat.
      Die würden für diesen gefleckten Herr alles machen und ich meine wirklich alles.
      Es sind lustigerweise die selben Typen, die lautstark über den türkischen Erdoganwähler und die Salafisten gefrotzelt haben. Da wird der Türke verspottet, der den Wolfsgruss zeigt oder der Pakistani mit der TLP-Flagge und selber stehen sie auf Bolsonaros und wünschen sich "brutales Durchgreifen" in Europa. Ob Salafist oder Faschist - es ist eben beides ekliger Mist.
  • Clife 01.01.2019 16:24
    Highlight Highlight Da fragt man sich doch ernsthaft, ob Demokratie überhaupt noch sinnvoll ist, wenn die Wählerschaft keine Ahnung hat (Vgl. Trump, Erdogan, Bolsonaro, was in China eigentlich seit Jahrtausenden vor sich geht...). Das Witzige ist insbesondere, dass die Teppichetage keinen Cent drum wettet, was in Zukunft passiert, solange sie heute in Saus und Braus leben können.
  • manhunt 01.01.2019 16:23
    Highlight Highlight faschisten, rechtsnationale und neokonservative sind weltweit auf dem vormarsch. und millionen jubeln ihnen zu. obwohl sie damit ihre eigenen interessen mit füssen treten. bis die welt endgültig in schutt und asche liegt. für den profit weniger, zum leidwesen der überwiegenden mehrheit. hüben wie drüben dasselbe.
    • katerli 02.01.2019 08:45
      Highlight Highlight Es musste ja soweit kommen. Danke sagen können wir den Neoliberalen. Die als Konzern- und Bankvasallen seit Jahren dafür sorgen, dass das Geld nur in eine richtung fliesst. Ich frage mich wie lange noch diese sogenannte Elite die einfachen Menschen mit Brot und spielen ruhig halten können. Ein Trump, Orban, LePen, Bolsonaro, Blocher, Gauland usw. sind erste Anzeichen dafür wie ohnmächtig die „einfachen“ Bürger mittlerweile sind.
    • rodolofo 02.01.2019 10:47
      Highlight Highlight Die Geschichte wiederholt sich.
      Nicht genau gleich, wie vor dem 2.Weltkrieg, aber in den Grundzügen ganz ähnlich.
      Ich frage mich, ob das wirklich so sein müsse und komme resignativ zum Schluss:
      Ja es muss anscheinend so sein.
      Erst wenn der letzte Baum im Amazonas gefällt oder abgebrannt worden ist, werden die Bolsonaros merken, dass dieser Baum kein böser Linker war, sondern dass er den Boden vor der Erosion schützte, indem er in der brennenden Hitze Schatten spendete und indem er die heftigen Regenfälle abbremste, wie ein grosser Regenschirm.
      Die Amazonas-Indianer wussten das schon immer.
    • manhunt 02.01.2019 10:56
      Highlight Highlight @katerli: blocher ist ja genau bestandteil dieser neoliberalen elite. oder wie hatte er noch genau seine milliarden verdient, bspw. mit dem ausverkauf der alusuisse? auch trump hat sein geld auf ähnliche weise gemacht. gerade die rechte vertritt ja stets neoliberale positionen. von wegen „der markt reguliert sich selbst“ und so. wieso also wählen jene, welche stets von dieser elite verarscht werden, genau solche politiker? das versteh ich nicht.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Markus97 01.01.2019 16:12
    Highlight Highlight Wer so verantwortungslos mit dem Ökosystem der Erde umgeht gehört enteignet. Mir doch egal wenn die Bradilianer beschliessen in einer Militärdiktatur zu Leben. Selber Schuld. Die Zerstörung des Regenwaldes geht uns jedoch alle an und darf nicht akzeptiert werden.
    • Der Kritiker 01.01.2019 16:50
      Highlight Highlight Markus97. Grosse Worte von uns. Unsere Taten bleiben jedoch überschaubar, und unser Einfluss ist nicht eine müde Träne schwer. Meine Frage an Dich: was ist Dir der Regenwald, was sind Dir die Indigenen wirklich wert? Und dies soll sich jeder hier fragen, der zwar gerne über die Abholzung motzt, dem jedoch nichts entgegenzusetzen vermag, resp. nichts dagegen unternimmt.
    • Silent_Revolution 01.01.2019 20:27
      Highlight Highlight Da kritisiert ernsthaft einer aus der Schweiz die Verantwortungslosigkeit gegenüber Ökosystemen und erhält Zustimmung.

      Wir beheimaten Ableger von fast allen Unternehmen die den Regenwald mutwillig zerstören. Deren Profite sind auf unseren Banken. Die führenden 7 Unternehmen der Schweiz sind alles abartige globale Umweltsünder. Auch im Inland ist Umweltschutz rar - Artenschutz existiert schon mal gar nicht.

      Bevor man die Enteignung (wohl eher Entmachtung gemeint) fremder Staatsoberhäupter fordert, sollten wir unsere ersetzen und eine Vorbildfunktion sein, was wir bisher einfach nicht sind.
    • Der Kritiker 01.01.2019 21:53
      Highlight Highlight Blitzen ist einfach! Ihr liegt auf der faulen Haut und motzt über Brasilien und die Abholzung des Regenwaldes, blitzt selbstgefällig Meinungen anderer und denkt jetzt: ich han echt de Hufe tah für de Regewald, ich bi scho en Sibesiech! Deshalb seid Ihr Gutmenschen nichtsnutzige, selbstverliebte Ignoranten.
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