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Was verbindet sie? Wladimir Putin und Donald Trump am G7-Gipfel in Hamburg.
Was verbindet sie? Wladimir Putin und Donald Trump am G7-Gipfel in Hamburg.
Bild: AP/AP

Überblick verloren? Das sind die wichtigsten Köpfe und Momente in Trumps Russland-Affäre

Sonderermittler Robert Mueller macht ernst: Heute hat er die ersten Anklagen im Rahmen seiner Untersuchung einer möglichen Einflussnahme des Kremls im US-Wahlkampf bekanntgegeben. Im Visier: Trumps Ex-Wahlkampfchef Paul Manafort. Wie es soweit kam, zeigt die Chronologie der Russland-Affäre.
30.10.2017, 15:36

Diese Akteure in der «Russian Connection» musst du kennen

Michael Flynn, ehemaliger nationaler Sicherheitsberater von Trump

Bild: EPA/EPA

Nur drei Wochen nach Trumps Amtsübernahme am 20. Januar 2017 trat sein umstrittener Sicherheitsberater Michael Flynn zurück. Er hatte mehrere Treffen mit dem russischen Botschafter in den USA während des Wahlkampfs verschwiegen und machte sich in diesem Zusammenhang auch einer Falschaussage schuldig.

James Comey, entlassener FBI-Chef

Bild: AP/AP

Comey war als Chef des FBI eine der zentralen Figuren in den Ermittlungen zu den möglichen Verbindungen zwischen Trumps Kampagne und Russland. Trump hat Comney am 9. Mai 2017 entlassen – als die Ermittlungen der Bundespolizei bereits bekannt waren. Für die Gründe seiner Entlassung interessierten sich die Untersuchungs-Ausschüsse des US-Kongresses. Der Verdacht: Mit der Entlassung Comey könnte Trump versucht haben, die Ermittlungen des FBI zu behindern.

Robert Mueller, Sonderermittler

Bild: EPA/EPA

Weniger als eine Woche nach der Entlassung Comeys setzt das US-Justizministerium am 17. Mai 2017 den weitum respektierten, ehemaligen FBI-Chef Robert Mueller als Sonderermittler ein. Eine unabhängige Untersuchung soll Licht ins Dunkel der Russland-Affäre bringen.

Paul Manafort, Ex-Kampagnenchef

Bild: AP/AP

Paul Manafort war ein Kampagnen-Berater und Lobbyist mit langjähriger Erfahrung in Washington, als ihn Trump im April 2016 zu seinem Wahlkampfchef ernannte. Im August 2016 trat Manafort zurück. Medienberichte hatten zuvor über seine langjährige Tätigkeiten als politischer Berater im Ausland berichtet. Manafort war unter anderem für pro-russische Politiker in der Ukraine tätig.

Die Chronologie der «Russian Connection»

  • Juli 2016: Die US-Bundespolizei FBI beginnt Ermittlungen zu einer möglichen Einflussnahme Russlands auf den Präsidentschaftswahlkampf. FBI-Chef James Comey bestätigt das aber erst acht Monate später – nachdem die Wahl gelaufen ist.
  • 7. Oktober 2016: US-Geheimdienstler machen ranghohe russische Vertreter öffentlich für Hackerangriffe und Desinformationskampagnen während des US-Wahlkampfs verantwortlich.
  • 8. November 2016: Trump gewinnt die Präsidentschaftswahlen.
  • 29. Dezember 2016: US-Präsident Barack Obama verhängt noch vor dem Amtsantritt von Trump Sanktionen gegen Russland wegen russischer Hackerangriffe im Wahlkampf. Moskau nennt die Vorwürfe unbegründet und spricht von Methoden aus dem Kalten Krieg.
  • 6. Januar 2017: Comey und drei ranghohe Geheimdienstvertreter informieren Trump über ihre Einschätzung, dass Kreml-Chef Wladimir Putin persönlich hinter dem Versuch der Einflussnahme in den USA steht. Trump spricht von «Fake News».
  • 13. Februar 2017: Sicherheitsberater Michael Flynn tritt zurück. Er stürzt über seine umstrittenen Kontakte zum russischen Botschafter in Washington und eine diesbezügliche Falschaussage.
  • 1. März 2017: Der neue US-Justizminister Jeff Sessions gerät unter Druck, weil er bei Senatsanhörungen Treffen mit dem russischen Botschafter verschwiegen hat.
  • 20. März 2017: Comey bestätigt erstmals, dass sich die FBI-Untersuchungen zu den mutmasslichen russischen Hackerangriffen im Wahlkampf auch auf eine mögliche Verwicklung des Trump-Teams konzentrieren.
  • 9. Mai 2017: FBI-Chef James Comey wird von Trump wegen der Russland-Ermittlungen gefeuert.
  • 15. Mai 2017: Die «Washington Post» berichtet, Trump habe streng geheime Informationen von einem befreundeten ausländischen Geheimdienst an Russlands Aussenminister Sergej Lawrow weitergegeben.
  • 16. Mai 2017: Medienberichten zufolge soll Trump Mitte Februar versucht haben, direkten Einfluss auf die Ermittlungen des FBI zu den Moskau-Kontakten seines Teams auszuüben. Mit den Worten «Ich hoffe, Sie können das sein lassen», soll er Comey gedrängt haben, die Ermittlungen gegen Flynn zu stoppen.
  • 17. Mai 2017: Das US-Justizministerium ernennt den früheren FBI-Chef Robert Mueller zum Sonderermittler für die Untersuchung der möglichen Einmischung Russlands in den US-Wahlkampf. Trump erklärt, er erwarte eine Entlastung von den Vorwürfen.
  • 8. Juli 2017: Die «New York Times» berichtet, dass sich Donald Trumps Sohn Donald Junior, sein Schwiegersohn Jared Kushner sowie sein damaliger Kampagnenchef Paul Manafort im Juni 2016 im Trump Tower mit einer russischen Anwältin mit Verbindungen zum Kreml getroffen hatten. Donald Jr. veröffentlicht E-Mails, aus denen hervorgeht, dass er sich vom Treffen kompromittierende Informationen über Hillary Clinton erhoffte.
  • 30. Oktober 2017: Sonderermittler Robert Mueller gibt bekannt, dass er gegen Paul Manafort, ehemaliger Kampagnenchef von Trump und dessen langjähriger Geschäftspartner Rick Gates, der ebenfalls für die Trump-Kampagne tätig war, in 12 Punkten Anklage erhoben hat – darunter Verschwörung gegen die Vereinigten Staaten. (cbe/sda)

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