Interview
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Ein Logo von Transgender Network Switzerland TGNS, steht auf dem Bundesplatz, am Mittwoch, 7. Maerz 2018 in Bern. Die Transgender Network Switzerland fordert dass die Schweiz eine Vorreiterrolle bei der beruflichen Integration von Trans Menschen einnehmen soll. (KEYSTONE/Peter Schneider)

Wie willkommen sind Transmenschen im Bundeshaus? Aktion vom März 2017 auf dem Bundesplatz. Bild: KEYSTONE

Kritik am Transmenschen-Gesetzesentwurf: «Der Bundesrat signalisiert: Ihr existiert nicht»

Der Bundesrat will weniger Bürokratie bei Geschlechtsänderungen im Personenstandsregister. Für Transgender-Aktivist Alecs Recher ist der Vorschlag unzureichend – wer sich keinem Geschlecht zugehörig fühle, werde weiterhin diskriminiert.

24.05.18, 18:45 25.05.18, 09:48


Herr Recher, der Bundesrat kommt Transmenschen und Menschen mit einer Geschlechtsvariante entgegen: Sie sollen ihr Geschlecht und ihren Vornamen im Personenstandsregister unbürokratisch anpassen können. Sind Sie zufrieden?
Alecs Recher: Das Ziel, die Geschlechtsänderung zukünftig unbürokratisch, schnell und kostengünstig vornehmen zu können, begrüssen wir. Aber ganz zufrieden mit dem Vorentwurf sind wir nicht. Es braucht Nachbesserungen.

Welche? Das ist doch ein progressiver Vorentwurf.
Wir müssen den Vorentwurf natürlich noch im Detail analysieren. Es zeigen sich aber bereits drei hauptsächliche Probleme. In erster Linie problematisch ist der Ermessensspielraum, welchen die Zivilstandsbeamten haben sollen. Sie können im Zweifelsfall weitere Abklärungen treffen, Arztzeugnisse einfordern oder die Änderung ganz ablehnen. Damit widerspricht sich der Bundesrat selbst: Denn in seinen Erläuterungen hebt er das Selbstbestimmungsrecht des Individuums hervor. Selbstbestimmung heisst, dass eine Person ihre Geschlechtsidentität selber am besten kennt, besser als der Staat.

Alecs Recher Transgender Network Switzerland

Der Jurist Alecs Recher (42) ist Leiter der Rechtsberatung beim Transgender Network Switzerland. Bild: zvg

Diesen Ermessensspielraum brauchen Zivilstandsämter laut Bundesrätin Sommaruga, um Missbrauch zu verhindern. Sonst kann sich ein 19-jähriger Mann dank Geschlechtsänderung vor dem Militärdienst drücken.
Diese Überlegung ist absurd. Niemand beantragt eine Änderung des amtlichen Geschlechts, um sich vor dem Militär zu drücken. Der Blick auf andere Länder, wo Geschlechtsänderungen bereits unbürokratisch und basierend auf Selbstbestimmung möglich sind, zeigt: Es gibt keinen Missbrauch. Wer das machen würde, der würde sich in seinem Alltag der extrem belastenden Situation von Zwangsoutings, Diskriminierung und Gewalt aussetzen, der Transmenschen entkommen wollen. Das tut sich niemand an, bloss um dem Militär zu entkommen.

Es bräuchte Ihrer Meinung nach also keinerlei Kontrolle?
Hypothetische Fälle von Missbrauch könnten mit den bestehenden Mitteln des Strafrechts problemlos belangt werden. Man muss nicht den Zivilstandsämtern eine Kontrollfunktion über die Geschlechtsidentität von Transmenschen zuweisen. Viel wichtiger ist, dass Zivilstandsämter, wenn sie diese neue Funktion erhalten sollten, gut geschult werden in einem korrekten Umgang mit Transmenschen.

«Mit seinem Entscheid, auf ein drittes Geschlecht zu verzichten, signalisiert der Bundesrat diesen Menschen: Ihr existiert für den Staat nicht.»

Welche anderen Mängel hat der Vorentwurf für Sie?
Er sieht vor, dass bei Minderjährigen die Zustimmung der Erziehungsberechtigten notwendig ist. Sollte das so umgesetzt werden, ist das ein Rückschritt im Vergleich zum Status Quo.

Weshalb?
Gemäss der heutigen Praxis können auch urteilsfähige Minderjährige eine Geschlechtsänderung beim Gericht verlangen. Der Begriff der Urteilsfähigkeit ist eine wunderbare Errungenschaft unseres Zivilrechts. Er ist an kein absolutes Alter gebunden. Die Urteilsfähigkeit wird anhand der Reife des einzelnen Minderjährigen und der Tragweite des Entscheidungsgegenstands relativ bewertet. So müsste man es wie bisher auch bei Geschlechtsänderungen handhaben. Schliesslich gibt es damit in der Praxis auch kein Problem.

Der Bundesrat will darauf verzichten, ein drittes Geschlecht einzuführen für Leute, die sich weder dem männlichen noch dem weiblichen Geschlecht zugehörig fühlen. Enttäuscht?
Hier hätte ich mir tatsächlich mehr Mut von Bundesrätin Sommaruga gewünscht – schliesslich heisst es im Bericht ja, dass sich die Schweiz mit dieser Frage wird auseinandersetzen müssen. Etwa 60 Prozent der Transmenschen fühlen sich im binären Geschlechtersystem nirgendwo zugehörig. Mit seinem Entscheid, auf ein drittes Geschlecht zu verzichten, signalisiert der Bundesrat diesen Menschen: Ihr existiert für den Staat nicht. Das ist inakzeptabel.

Bundesraetin Simonetta Sommaruga, rechts, spricht an der Seite von Martin Dumermuth, Direktor des Bundesamtes fuer Justiz, links, an einer Medienkonferenz ueber die

Justizministerin Simonetta Sommaruga mit Martin Dumermuth vom Bundesamt für Justiz. Bild: KEYSTONE

Sie sind seit zehn Jahren in der Rechtsberatung für Transmenschen tätig. Auf welche Schwierigkeiten treffen Menschen, die eine Geschlechtsänderung wünschen?
Man muss festhalten: In der Praxis hat sich – auch dank unseres Einsatzes – vieles stark verbessert in den letzten Jahren. Die vorgeschlagene Gesetzesänderung würde in vielem lediglich den Status Quo festhalten und die Kompetenz von den Gerichten an die Zivilstandsämter übertragen. Doch trotz der Fortschritte sind ein paar Schwierigkeiten geblieben.

Zum Beispiel?
Der amtliche Weg bis zur Geschlechtsänderung kostet die Betroffenen viel, mehrere hundert bis gut tausend Franken. Für Transmenschen, die überdurchschnittlich oft von Arbeitslosigkeit und Armut betroffen sind, ist das ein Problem. Die Möglichkeit der unentgeltlichen Rechtspflege kennen viele nicht oder sie kommen mit den komplizierten Formularen nicht alleine zurecht.

«In der Schweiz dürften  mindestens 140’000 nicht-binäre Menschen leben – gleich viele, wie in der Landwirtschaft tätig sind.»

Welche Probleme haben Betroffene früher erlebt?
Bis vor etwa zehn Jahren haben die Gerichte teilweise eine Auflösung der Ehe verlangt, bevor sie eine Geschlechtsänderung erlaubt haben. Obwohl das dem Zivilgesetzbuch klar widerspricht. Der Vorentwurf legt erfreulicherweise eindeutig fest, dass eine Geschlechtsänderung keinen Einfluss auf die Ehe oder eingetragene Partnerschaft hat.

Und sonst?
Das Schlimmste, was Menschen auf dem Weg zur Geschlechtsänderung erleben mussten, waren gerichtlich angeordnete medizinische Nachweise. Damit wurden Menschen, nur weil sie trans sind, zu sterilisierenden Operationen gezwungen. Das ist eine schwere Menschenrechtsverletzung. Diese Praxis hat der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) mit einem Urteil vom April 2017 verboten. Daran halten sich zum Glück die Schweizer Gerichte seither.

Bundesrätin Sommaruga sagte am Donnerstag, die vorgeschlagene Gesetzesänderung betreffe sehr wenige Leute, sei für diese aber sehr wichtig. Wie viele Transmenschen und Menschen mit einer Geschlechtsvariante leben eigentlich in der Schweiz?
Genaue Zahlen gibt es nicht. Gemäss einer repräsentativen Umfrage siedeln sich in Deutschland 2 bis 3 Prozent der Bevölkerung im Transspektrum an. Davon identifizieren sich 60 Prozent weder als weiblich noch als männlich. Umgerechnet auf die Schweiz wären das also etwa 140’000 nicht-binäre Menschen – ähnlich viele, wie in der Landwirtschaft tätig sind.

LGBT-Paar in Disney-Serie – Konservative drohen mit Boykott

Video: watson

Die LGBT+ Helpline kümmert sich um Verbrechen gegen schwule und lesbische Menschen

Das könnte dich auch interessieren:

«Jetzt gegensteuern, sonst werden die Folgen fatal sein»: 11-Jährige erleiden Burn-out

Der Kampf um die Seele der Amerikaner hat begonnen

«Aus Gewissensgründen» – Diese Apothekerin verbannt Homöopathie aus Regalen

Wie du dir als Gymi-Schüler die Lehre vorstellst – und umgekehrt

Hol dir die App!

Yanik Freudiger, 23.2.2017
Die App ist vom Auftreten und vom Inhalt her die innovativste auf dem Markt. Sehr erfrischend und absolut top.

Abonniere unseren Daily Newsletter

89
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
89Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • grandvlad 27.05.2018 10:07
    Highlight Bei Grundsatzdiskussionen schwebt plötzlich als höchstes Gebot wieder die Biologie, ach ja der sogenannte Ursprung des sein.... Die Menschen haben sich dem Ursprung selbst entfremdet und tragen tagtäglich dazu bei, wie: natürlich ist, der Menschen bewegt sich nur mit eigener Körperkraft fort; natürlich ist, der Mensch isst das, was er sich selber anpflanzen kann; natürlich ist, der Mensch braucht organische Materialien aus Seiner nächsten Umgebung....Seid ihr biologische natürlich?
    4 5 Melden
  • Tom5562 25.05.2018 22:59
    Highlight Die erste Frage, wenn ein Kind auf die Welt kommt, ist meist nicht: "Ist es gesund?", sondern: "Was ist es?". Gemeint ist das Geschlecht. Bin ich der einzige, der das traurig findet?
    18 13 Melden
  • Genital Motors 25.05.2018 09:45
    Highlight Entfernt. Bitte beachte die Kommentarregeln. Danke, die Redaktion.
  • Swissbex 25.05.2018 08:12
    Highlight Wenn der Staat niemanden diskriminieren möchte, dann verstehe ich nicht weshalb man überhaupt noch zwischen Mann und Frau unterscheidet. Weshalb das Geschlecht nicht ganz aus dem staatlichen Kontext streichen.
    Ach ja, dann müssten plötzlich alle gleichviel Lohn bekommen, alle ins Militär, etc.
    58 25 Melden
  • Anonymous222 25.05.2018 06:40
    Highlight Die Bundesfassung fängt ja mit religiösen Machtwörtern an:
    'Im Namen Gottes des Allmächtigen!'

    Dann steht 'Alle Menschen sind vor dem Gesetzt gleich'

    Und danach werden Menschen in Geschlechter aufteilt und unterschiedliche Gesetze definieren:
    z.B. 'Er kann den Schutzdienst für Männer obligatorisch erklären. Für Frauen ist dieser
    freiwillig.'

    Mir fällt es schwer so ein Paper als Gesetzt anzuerkennen, dir auch?
    31 49 Melden
    • Eine_win_ig 25.05.2018 20:29
      Highlight Nein.
      18 9 Melden
  • Factfinder 24.05.2018 22:22
    Highlight Ist der Titel tatsächlich mit Absicht Irreführend? Intersexuell ist nicht gleich Trans und im Interview ist der Kontext dieser Aussage ausschliesslich auf Intersexuelle bezogen.
    29 8 Melden
  • AB_light_wins 24.05.2018 20:45
    Highlight Frau Somaruga ist eine Powerfrau, welche viele Rechte einräumt. Ich danke für diese gute Arbeit.

    Klar sind Tendezen nach oben da, aber schon mal ein Schritt in eine gute neue Welt...

    Queer and proud!
    74 110 Melden
  • happygoalone 24.05.2018 20:21
    Highlight Endlich! Ich würde mir ein drittes Geschlecht, also weder männlich noch weiblich wünschen. Gerade auch für intersexuelle Menschen, die ohne erkennbares Geschlecht-anatomisch-geboren werden. Früher wurden solche Menschen im Kindesalter operiert, eben um auf einer der beiden Seiten zugehörig zu sein. Das hat sich glücklicherweise etwas gebessert.
    68 84 Melden
    • Redly 24.05.2018 21:16
      Highlight Nachvollziehbar.
      Zugleich: hier geht es um ganz wenige Promille die echt ein unklares biologisches Geschlecht haben (und alle anderen sexuelle Neigungen und Gefühle sind Privatsache und haben nichts mit dem Geschlecht zu tun). Die Kosten für Reslisierung von Prozessen und IT sind aber horrend! Sollen wir das bei Bedürfnissen sparen, die mehr zugute kommen? Sozialhilfe, AHV, Gesundheit, Bildung?

      Und jetzt bitte nicht ausweichen. Wer konkret soll viele Millionen weniger erhalten für ein Promille-Problem?
      115 51 Melden
    • Enzasa 24.05.2018 22:43
      Highlight Weil es nur wenige sind, ist es leicht Ihnen zu helfen. Wenig Bürokratie, wenige Hürden und ein riesiges Problem für die Betroffenen lässt sich schnell und einfach und kostengünstig lösen
      29 23 Melden
    • OkeyKeny 24.05.2018 23:01
      Highlight @redly - Transmenschen lassen so oder so ihr Geschlecht oftmals bürokratisch anpassen. Dieser Entscheid erleichtert und verschnellert den Prozess lediglich, ich sehe also dein Problem nicht.
      22 9 Melden
    • Obey 24.05.2018 23:09
      Highlight Bauer und das Militär zum Beispiel? Erhalten beide mehr pro Kopf als es nur ansatzweise kosten würde ein 3. Geschlecht in den Staats-Appart einzufügen.
      20 11 Melden
    • SanchoPanza 25.05.2018 01:58
      Highlight früher? In der Schweiz passiert das zur Zeit immer noch! Eine Interpellation von Frau Sommaruga wurde abgelehnt und Ärzte in Kinderspitälern raten Eltern nach wie vor zu geschlechtsangleichenden Operationen im Kleinkindalter!!
      Es ist womöglich nicht mehr so schlimm wie vor 10 Jahren, aber die Schweiz wird für dir aktuelle Praxis immer wieder von internationalen Organisationen gerügt.
      22 8 Melden
    • Gar Manarnar 25.05.2018 09:51
      Highlight @redly: So teuer kann das gar nicht sein. Andere Länder haben es auch hinbekommen.
      16 9 Melden
    • Fabio74 26.05.2018 20:08
      Highlight @redly Genau immer wieder fadenscheinige Gründe warum man etwas nicht tun soll
      0 2 Melden
  • MacB 24.05.2018 20:01
    Highlight Wieso muss sich der Staat neu immer unterordnen? Lebt aus, was immer ihr wollt aber richtet eich nach den regeln.

    Ich hab mich in Schindellegi auch wohl gefühlt damals und fühle mich da zugehörig. Darf ich deswegen meine Steuern da zahlen, obwohl ich nicht mehr da wohne? Nein...
    60 60 Melden
    • Factfinder 24.05.2018 21:10
      Highlight Nur wenn du mehrere Millionen verdienst und einen Alibiwohnsitz dort hast :P
      40 12 Melden
    • MacB 24.05.2018 22:29
      Highlight Factfinder, der war gut 😂👍
      12 2 Melden
    • Enzasa 24.05.2018 22:46
      Highlight Warum muss ich meine Gefühle nach den Regeln von ein paar Menschen richten?
      Demokratie und Gleichberechtigung bedeuten dass jeder Mensch seinen individuellen Lebensentwurf leben darf.
      Diese große Aussage soll nun an ein paar Kleingeister scheiterten?
      18 25 Melden
    • MacB 25.05.2018 09:40
      Highlight Jaja, individueller Lebensentwurf bedeutet aber nicht, dass ich mich aus der Gesellschaft ausklinken kann.
      Man ist nun mal als Bürger eines Staats nicht nur mit Rechten gesegnet sondern auch an Pflichten gebunden. Es ist ja nicht so, dass man hier Transgender verbieten will sondern ihnen die Hand reicht. ALs Dank kommen...noch mehr Forderungen nach dem Motto ICH ICH ICH WILL.. mich nervt das!
      30 15 Melden
    • Fabio74 26.05.2018 20:10
      Highlight Wo ist das Problem? Warum muss man als Minderheit der Mehrheit die Füsse küssen,wenn diese der Minderheit ein paar Brosamen hinwirft?
      1 5 Melden
    • MacB 27.05.2018 12:05
      Highlight Niemand muss füsse küssen, einfach mal zufrieden sein würde reichen.
      2 0 Melden
    • MacB 27.05.2018 12:06
      Highlight Ist ja nicht so als wären es menschen zweiter klasse oder verfolgte im eigenen land. Sie sind 100% und vollwertig wie jeder andere hier auch. Uns gehts einfach zu gut.
      2 1 Melden
  • G. Schmidt 24.05.2018 19:33
    Highlight Ganz einfache Lösung.

    Drittes Geschlecht mit X zulassen und diese der Wehrpflicht unterstellen.

    Keine Diskriminierung und freie Wahl.
    47 51 Melden
    • Factfinder 24.05.2018 21:00
      Highlight Wenn Gleichzeitig auch das Geschlecht "weiblich" der Wehrpflicht unterstellt würde (alle gleiches Rentenalter usw.), dann los.

      Ansonsten ist es immer noch Diskriminierung und für die grösste Minderheit der Schweiz keine "freie Wahl"
      68 23 Melden
    • Redly 24.05.2018 21:17
      Highlight ...das X kostet Millionen. So einfach...
      41 37 Melden
    • Fabio74 26.05.2018 20:11
      Highlight Und redly? Soll ich aufzählen was uns auch Milliarden kostet Jahr für Jahr?
      2 3 Melden
  • Factfinder 24.05.2018 19:32
    Highlight "Sonst kann sich ein 19-jähriger Mann dank Geschlechtsänderung vor dem Militärdienst drücken."
    Und das wäre eine Sauerei.
    Wir behandeln schliesslich alle gleich. Ausser Schweizer Männer.
    Wenn die etwas was alle anderen gar nicht tun müssen, auch nicht tun wollen, dann "drücken" sie sich. Momoll, mega fortschrittlich wie man es von euch kennt watson ;)
    102 16 Melden
  • raues Endoplasmatisches Retikulum 24.05.2018 19:26
    Highlight Eine andere mit Bekannte Studie kommt auf 0.58%, sie ist sehr aktuell und gut.https://williamsinstitute.law.ucla.edu/wp-content/uploads/How-Many-Adults-Identify-as-Transgender-in-the-United-States.pdf
    46400 Menschen, Prävalenz /170
    Damit sind wir aber immernoch um den Faktor 6 von 3% entfernt.
    54 2 Melden
  • kloeti 24.05.2018 19:24
    Highlight "Diese Überlegung ist absurd. Niemand beantragt eine Änderung des amtlichen Geschlechts, um sich vor dem Militär zu drücken."
    Würde man in diesem Fall auch keine Militärersatzzahlungen leisten? Dann sehe ich ein riesiges Missbrauchspotenzial...
    63 26 Melden
    • Factfinder 24.05.2018 21:03
      Highlight Worin liegt der Missbrauch?
      Ich bin ein freier Mensch der sich nicht zu einem Zwangsdienst zwingen lässt. Da das für natürliche Personen vom Geschlecht männlich offenbar nicht so ist, hat man meine Person wohl dem falschen ____amtlichen____ Geschlecht zu geordnet.
      Und du unterstellst mir jetzt missbrauch weil ich das ___amtliche___ Geschlecht meiner Person dann entsprechend der "amtlichen Realitäten" anpassen würde?
      20 63 Melden
    • kloeti 24.05.2018 22:47
      Highlight Ich hätte diese Möglichkeit wohl genutzt um mir ein paar tausend Franken an Militärersatzzahlungen zu sparen, obwohl ich mich mit meinem biologischen Geschlecht identifiziere.

      Was ist das, wenn nicht ein Missbrauch einer Verfahrenserleichterung welche speziell für Transmenschen geschaffen wurde?
      20 19 Melden
    • Citation Needed 25.05.2018 16:41
      Highlight ich würde wetten, das hättest Du nicht gemacht, Klöti. Genausowenig wie Du Dich als Invaliden ausgibst (um Rente zu beziehen) oder sonstwie von Erleichterungen für Bedürftige profitierst. Theoretisch könnte man das ja. Erklär mal jedem Arbeitgeber warum Du auf dem AHV-Ausweis und in der ID nicht als M sondern als X stehst. Bei jeder Reise fragt das Bodenpersonal ob Du Mister oder Mrs genannt werden willst, oft wohl schräger Blick inklusive.
      8 6 Melden
    • Factfinder 25.05.2018 19:34
      Highlight @kloeti: Bei der Gesetzesänderung geht es eben genau NICHT um das biologische Geschlecht, sondern um das amtliche.
      Dachte mit der extra Betonung sei das auch für diejenigen die nicht so genau lesen auffällig genug. Offenbar nicht.
      7 0 Melden
  • raues Endoplasmatisches Retikulum 24.05.2018 19:20
    Highlight Anstelle solcher unnötiger und komplexer Spezialregelungen könnte man zb auch den Militärdienst vom Geschlecht unabhängig machen oder noch besser, den Verein direkt schliessen.
    Die am Schluss präsentierten Zahlen fand ich interessant, mich würde noch interessieren, von wo er die hat und wie Transmenschen überhaupt definiert werden. Beispiel: Mann (XY), physiologische Norm, fühlt sich aber als Frau, dann doch trans?
    Die aktuellste Studie im englischen Wiki gibt die Prävalenz mit 1:11000 (m) und 1:15000 (f) an, auch auf der Seite des Netzwerks stehen bis zu drei Prozent, das währe 1:33! Studien?
    54 13 Melden
  • Tiny Rick 24.05.2018 19:10
    Highlight Wir müssen aufhören Gefühle als Fakt anzusehen. Du kannst dich keinem Geschlecht zugeordnet fühlen, Fakt ist aber das du biologisch ein Geschlecht hast. Punkt. Das nennt man Biologie. Gefühle nicht gleich Fakten. Ich bin für Gleichstellung aller Art aber solche Empörungen über Details helfen der Sache bestimmt nicht.
    451 123 Melden
    • Taliscaolila 24.05.2018 19:56
      Highlight Und was ist mit all denen, die trans geboren werden? Dürfen die sich dann nicht akzeptieren wie sie sind? Die werden so ja gezwungen sich zu entscheiden.
      44 61 Melden
    • Fox Devil Wild 24.05.2018 19:58
      Highlight Natürlich sind Gefühle auch Fakt. Wenn ich mich verbrenne, fühle ich den Schmerz und der ist sehr real!
      Trans*menschen fühlen nicht nur welches Geschlecht sie haben, sie wissen es auch, das ist Realität. Punkt. Nur leider stimmt der Körper mit diesem Wissen nicht überein. Ein Bisschen wie beim Phantomschmerz. Wenn du selbst nicht betroffen bist, kannst du dir ja gar nicht vorstellen wie das ist. Also sprich uns bitte nicht die Existenz ab.
      61 89 Melden
    • Sensient 24.05.2018 20:14
      Highlight Fakt ist einzig, dass deine Aussage falsch ist.
      Ich würde an deiner Stelle Intersexualität googeln. Zudem gehe ich davon aus, dass du keine Transmenschen persönlich kennst. Ansonsten kann ich mir nur schwerlich vorstellen, wie man auf eine derart lapidare Schlussfolgerung kommt.

      Wie man sich fühlt ist zugleich auch die eigene Realität. Ich frage mich weshalb man sich über die „Empörung“ von Herrn Rechner aufregt wenn man für „Gleichstellung aller Art“ steht. Wem wäre mit den geforderten Änderungen geschadet? Was wäre an deinem Leben schlechter, wenn es Betroffenen besser ginge?
      57 48 Melden
    • Menel 24.05.2018 20:16
      Highlight Das ist eine grobe Vereinfachung von komplexen Faktoren, die für die Geschlechteridentität verantwortlich sind. Dabei spielen auch ganz viele biologische, strukturelle und anatomische Faktoren eine Rolle; zB. der Hormoncocktail der Mutter bei der Strukturierung des Gehirns des Fötus. Dazu auch noch die Tatsache, dass es zB. auch "Frauen" mit XY-Chromosomen gibt oder Menschen mit Geschlechtsmerkmalen aus beiden Geschlechtern....usw. Die Biologie ist da sehr vielfälltig und "kreativ"....und das sind nur die biologischen Faktoren.
      47 38 Melden
    • Super 24.05.2018 20:22
      Highlight Das ist gefährlicher Schwachsinn was du da behaptest.
      In vielen Fällen ist eine medizinisch eindeutige Festlegung des Geschlechts bei Hermaphroditen eben nicht möglich!
      Diese Menschen wurden und werden zum Teil heute noch als Kleinkinder, ohne deren Einwilligung Genitalverstümmelt um ins gewohnte Rollenbild zu passen!
      52 24 Melden
    • Tiny Rick 24.05.2018 20:27
      Highlight Kleinen Korrektur; Das „keinem“ sollte „einem“ heissen.
      4 10 Melden
    • Asmodeus 24.05.2018 20:39
      Highlight Vielleicht sollten Leute wie Du ihre Gefühle was echt sein kann auch nicht als Fakt einstufen.

      Die Biologie widerspricht Transmenschen nicht. Dafür müsste man sich bloß informieren.
      43 28 Melden
    • AB_light_wins 24.05.2018 20:59
      Highlight Wir müssen uns eingestehen, das Bildung bei gewissen Menschen versagt hat. Es ist biologisch auch möglich mit zwei Geschlechtern gleichzeitig auf die Welt zu kommen. Nicht?!
      29 33 Melden
    • Factfinder 24.05.2018 21:04
      Highlight @KeksSusi:
      Nein, eben genau nicht.
      Wenn du dich REAL verbrennst, dann hast du Verbrennungen.
      Sonst könnte es auch Phantomschmerz sein.
      Der Schmerz ist dann bestimmt für dich "REAL", aber deswegen bist du noch lange nicht verbrannt.
      37 25 Melden
    • Scaros_2 24.05.2018 21:32
      Highlight Nein

      Gefühle sind kein Fakt. Siehe Trump. Der glaubt auch alles mögliche obwohl Fakten widersprechen

      So was hat man bei der Aufklärung damals gelernt das Fakten und Gefühle 2 Paar Schuhe sind.
      14 10 Melden
    • Matthiah Süppi 24.05.2018 21:36
      Highlight So ein Seich was du da schreibst. Vielleicht fühlst du dich auch als Zürcher, obwohl du in Bern lebst. Das ist vielleicht nicht gerade der Beste Vergleich, aber was zählt ist, wie sich ein Mensch fühlt und als dieses Geschlecht möchte diese Person wahrgenommen und angesprochen werden. Ich kann mir vorstellen, dass es für mich extrem diskriminierend wäre, wenn man mich als Frau ansprechen würde, obwohl ich mich als Mann fühle (und glücklicherweise auch biologisch bin).
      18 8 Melden
    • Enzasa 24.05.2018 22:41
      Highlight Also willst du Rückschritt.
      Heute ist die Medizin endlich so weit den Mensch ganzheitlich zu betrachten (bin Fan der Schulmedizin)
      und du schreibst lapidar es geht nur um das Biologische.
      Nein
      Der Körper und die Seele sind eine Einheit, man kann es nicht trennen. Das Gefühl steht sogar über den Körper, denn es beeinflusst ihn.
      19 5 Melden
    • Citation Needed 24.05.2018 22:44
      Highlight Du hattest einfach Glück, dass Du Dich deinem biologischen Geschlecht zugehörig fühlst. Ich auch. Viele andere nicht. Denen zu erzählen, sie hätten ja ein biologisches Geschlecht, punkt, und ergo keinen Grund sich zu 'empören' (würd ich nicht so nennen), ist nicht nur ignorant, sondern zeugt auch von totalem Mangel an Vorstellungsvermögen. Erstens ist Biologismus eine Auffassung unter vielen, zweitens haben viele gar kein eindeutiges biologisches Geschlecht. Wo gehören z.B. Intersexuelle geschlechteridentitätstechnisch hin? Darf sowas überhaupt sein?
      22 12 Melden
    • seuchengaul 24.05.2018 22:59
      Highlight @ Taliscaolila
      "all die" trangender geboren werden... das sind nicht "all die"... das sind "die ganz wenigen" (und es sind auch weniger als 3%). und darin liegt meiner meinung nach eines der hauptprobleme der heutigen zuvielisation: die gesellschaft muss sich nach jeder kleinstminderheit richten. die "genderdiskussion" ist dafür symptomatisch.
      19 22 Melden
    • Kabeljau 24.05.2018 23:49
      Highlight Die Verwirrung ist darauf zurückzuführen, dass das biologische Geschlecht auf englisch "Sex" und nicht "Gender" genannt wird.

      Bsp.: Wenn Sie sich also als Frau fühlen haben Sie das "Sex": Mann aber das "Gender": Frau

      Im Deutschen ist es natürlich etwas schwieriger.
      12 3 Melden
    • Grittibenz 25.05.2018 01:07
      Highlight Es ist jedoch auch biologisch gesehen nicht einfach Schwarz und Weiss. Bei vielen Menschen sind die Geschlechtsorgane nicht "normal" ausgeprägt, da ist eine eindeutige Zuteilung bei der Geburt zum Teil schwer. Auch gibt es nicht nur XY und XX sondern auch überlebensfähige Embryonen mit mehr als zwei Gonosomen.

      16 3 Melden
    • -xoop- 25.05.2018 05:45
      Highlight Nein. Das ist eines der Probleme. Weil du denkst es gibt Mann oder Frau. Das ist nicht richtig. Es kann sein, dass das Geschlecht bei der Geburt nicht eindeutig bestimmt werden konnte. Man hilft dann ein bisschen nach und macht Mann oder Frau draus, weil man ein Kreuz im Formular machen muss. Somit kann es sein, dass das bei Geburt zugewiesene Geschlecht nicht das ist, was die Person für richtig empfindet.

      Kannst ja mal das lesen https://www.welt.de/gesundheit/article13873950/Ein-Geschlecht-das-weder-Frau-noch-Mann-ist.html oder das https://www.tgns.ch/de/information/
      14 6 Melden
    • majortom79 25.05.2018 07:30
      Highlight Und was ist mit den Menschen, welche mit biologisch männlichen und weiblichen Organen auf die Welt kommen? Das soll‘s ja auch geben. Es fällt niemandem eine Zacke aus der Krone, wenn man einfach noch ein weiteres Geschlecht ankreuzen kann. Wo ist das Problem?!
      15 5 Melden
    • Troxi 25.05.2018 08:05
      Highlight Tiny Rick, bei den Transmenschen bin ich bei dir, da soll die Biologie richten, allerdings weiss ich zu wenig über das Gesetz wie es zu Intersex Personen steht. Denn es gibt Syndrome welche keine Geschlechter bilden lassen oder ein Teil des weiblichen und des männlichen, zB Vagina und Hoden. Was dort? Ein drittes Geschlecht wäre an der Zeit da man die Laune der Natur berücksichtigen soll, aber Gefühle sollen da keinen Platz finden dürfen.

      DieKeksSissi, du fühlst den Schmerz nicht, das ist nur die Übersetzung des Gehirns um dich zu schützen. Was du effektiv fühlst ist eine wärmere Temperatur.
      6 10 Melden
    • Scaros_2 25.05.2018 08:26
      Highlight Seele? Beweise
      7 4 Melden
    • Citation Needed 25.05.2018 08:43
      Highlight Schau mal die Geschlechtergrenzen in der Leichtathletik an. Es gibt keine eindeutige 'biologische' Regel; im Frauen-800m-Lauf rennen Athletinnen mit, deren Physis für das Auge vieler Betrachter männlich ist, dennoch ist es schwer, diese Athletinnen eindeutig nach Geschlecht einzuordnen. Caster Semenya z.B. war mal gesperrt, wurde dann aber mit tieferem Hormonlevel wieder zugelassen. Der Gendertest dauert ca. 2 Jahre und prüft nebst Genetik, Hormone und Anatomie auch Psychosoziale Eigenschaften. Soviel zur 'unfehlbaren' Biologie! Biologismus ist ein Reduktionismus und daher zu eng gefasst.
      13 4 Melden
    • Tiny Rick 25.05.2018 09:04
      Highlight Ohne werten zu wollen, handelt es bei menschen die weder mit weiblichen noch männlichen Geschlechtsmerkmalen geboren werden dann nicht um einen Geburtsfehler? Und ist die Rate wirklich so hoch das es eine Gesetzesanpassung oder Schaffung eines neuen Geschlechts nötig ist?
      11 13 Melden
    • Menel 25.05.2018 10:30
      Highlight Wie gesagt, es gibt auch Frauen mit XY-Chromosomen; das sind eigentlich Männer, bei denen die Gene auf dem Y-Chromosom "versagt" haben. Sind übrigens super Sportlerinnen; aber was sind sie? Mann, Frau...beides? Was unterscheidet Mann und Frau? Sex, Gender...oder sind die meisten von uns einfach Mischformen und nur ein paar sind die "Extreme"? ...und bei ein paar stimmt "Sex" und "Gender" überhaupt nicht überein?
      13 5 Melden
    • JaneSoda*NIEwiederFaschismus 25.05.2018 11:15
      Highlight Nicht immer lässt sich biologisch gesehen ein Mensch einem Geschlecht zuordnen ;-)
      Gefühle sind sehr individuell und trotzdem sind sie ein Fakt.

      12 1 Melden
    • JaneSoda*NIEwiederFaschismus 25.05.2018 11:47
      Highlight Es handelt sich um eine Laune der Natur ;-) Ein Geburtsfehler ist es gewiss nicht.
      Insofern also natürlich biologisch :D
      10 3 Melden
    • Citation Needed 25.05.2018 14:14
      Highlight Zu Deiner nicht-werten-wollenden Frage, Tiny Rick: Früher betrachtete man z.B. Fehlbildungen als 'göttliche Zeichen', die den Menschen prüfen sollen. Schon in der Antike gab es z.B. Geschichten, in denen Hermaphroditen verehrt wurden, alles kein Problem. Unsere Idee der 'Normabweichung' entstand erst viel später. Überhaupt unser Normierungswahn. In der Natur ist Geschlecht eher ein Kontinuum, mit Häufungen an den Polen. Die Idee zweier klar abgegrenzter Kategorien mit 'no man's land' dazwischen ist menschengemacht.
      7 2 Melden
    • lilie 25.05.2018 16:18
      Highlight @Tiny: Nein, so einfach ist das leider nicht. Bereits das biologische Geschlecht ist nicht eindeutig bestimmt. So gibt es phänotypische Frauen (weibliche Geschlechtsteile, Brustentwicklung in der Pubertät), deren Genetik jedoch eine XY-Konfiguration aufweisen.


      https://de.m.wikipedia.org/wiki/XY-Frau

      Und wie ordnest du Zwitter zu, die sowohl männliche wie auch weibliche biologische Geschlechtsmerkmale haben?

      https://de.m.wikipedia.org/wiki/Intersexualität
      7 2 Melden
    • Tom5562 25.05.2018 22:49
      Highlight Eine Frage an Dich: Und was schlägst Du vor, wenn "die Biologie" nicht eindeutig ist, jemand beide Geschlechtsmerkmale hat?
      5 0 Melden
  • 7immi 24.05.2018 19:09
    Highlight das problem mit der dienstverweigerung liesse sich ganz einfach lösen: gleichberechtigung. also wehrpflicht für alle. wären zwei probleme auf einmal gelöst.
    267 41 Melden
    • Attilaquetzal 24.05.2018 21:47
      Highlight Den Laden schliessen, wäre noch einfacher!
      25 10 Melden
    • \L/ 24.05.2018 23:38
      Highlight Oder gar keine Wehrpflicht, dann wären noch mehr Probleme gelöst.
      24 8 Melden
    • Swissbex 25.05.2018 08:08
      Highlight Für das müssten wir lediglich die Verfassung anpassen, bzw. eine Initiative lancieren.
      Ich frage mich schon länger ob man die Unterschriften dafür zusammen kriegen würde. 🤔
      11 6 Melden
    • 7immi 25.05.2018 08:40
      Highlight @attila / L
      wenn man zuerst kriege, krisen und naturkatastrophen abschafft bin ich dabei.
      schweden hat die allgemeine wehrpflicht abgeschafft und nun wieder eingeführt, da es nicht die beste idee war. wir müssen ja nicht den gleichen fehler machen...
      6 8 Melden
  • Scaros_2 24.05.2018 19:07
    Highlight Ich habe Mühe damit zu verstehen wie man sich überhaupt keinem Geschlecht verpflichtet fühlen kann. Aber evtl. denke ich auch in zu logischen Zügen und 0 und 1. Entweder oder halt.
    162 58 Melden
    • Menel 24.05.2018 20:17
      Highlight Was macht denn das Frau- und Mannsein denn aus?
      23 45 Melden
    • Asmodeus 24.05.2018 20:44
      Highlight Das ist nicht per se logisch. Du gehst bloß davon aus, daß es nichts ausser Mann und Frau geben könnte.

      Non-binary sieht aber die ganzen Graubereiche zu denen z.B. auch Menschen mit XYY-Chromosomen etc. Zugehören.

      Der Mensch hat die Anlagen sich sowohl männlich als auch weiblich zu entwickeln. Sowohl körperlich als auch im Gehirn.

      Ein männlicher Körper und ein weibliches Gehirn (oder ein Mischgehirn) passt daher nicht in dieses "logische" Schema.
      28 12 Melden
    • Factfinder 24.05.2018 21:08
      Highlight Ernsthafte Frage Menel?
      Komme mir da nämlich ein bisschen blöd vor einer erwachsenen Frau zu erklären wo die offensichtlichen Unterschiede liegen.
      Ich umschreibe es mal so: Mag mich erinnern dass du über Tamponalternativen gesprochen hast als dies hier mal Thema war.

      Nicht falsch verstehen, ich meine das nicht negativ und fand die Kommentare interessant.
      Aber mindestens ein simples Beispiel für offensichtliche Unterschiede sollte sich darin finden ;)
      35 34 Melden
    • Redly 24.05.2018 21:19
      Highlight X-Chromosom. Punkt.
      22 21 Melden
    • Matthiah Süppi 24.05.2018 21:37
      Highlight Die Welt ist nicht Schwarz und Weiss.
      15 5 Melden
    • Menel 24.05.2018 21:51
      Highlight @Factfinder; ich bezog mich auf "Gender" und nicht "Sex". Müsste ich das nächste mal wohl noch anfügen.
      15 6 Melden
    • Factfinder 24.05.2018 22:01
      Highlight "Ein männlicher Körper und ein weibliches Gehirn"
      Wenn du mit "weibliches Gehirn" die Gedanken meinst was die sich in diesem Körperteil abspielen - wovon ich ausgehe - möchte ich dir ja eigentlich gar nicht widersprechen.
      Aber die Aussage an sich ist so unsinnig, die kann man einfach nicht so stehen lassen :/
      Denn das Gehirn ist genau das: ein Körperteil.
      https://de.wikipedia.org/wiki/Anatomie
      5 16 Melden
    • Enzasa 24.05.2018 22:57
      Highlight Factfinder die Frage stellt jeder Psychologie sofort, wenn es um Transsexuallität geht.
      So simpel wie du es siehst ist es nicht, ist es die Monatsblutung die eine Frau ausmacht?
      Nach den Wechseljahren in der Menopause ist die Frau, deiner Meinung nach also keine Frau mehr?
      Die Frau die aufgrund von Diät oder Leistungssport keine Periode hat, ist also nach deiner Meinung auch keine Frau?
      Ist Menstruation ein Kriterium von Frausein?
      Warum sind Mädchen im Kindesalter dann Mädchen? Die Menstruation setzt erst während der Pubertät ein.
      16 9 Melden
    • Citation Needed 25.05.2018 09:02
      Highlight Factfinder: die Frage von Menel ist doch gar nicht so schlecht? Ist es wirklich nur die Biologie, die das Geschlecht ausmacht? Mein Freund hat z.B. grossen Familiensinn und ist sehr fürsorglich (was ich extrem schätze!). Kinder fliegen auf ihn, weil sie merken, dass er sie bedingungslos annehmen kann, was manche Frauen in unserm Freundeskreis nicht hinkriegen. Gleichzeitig kann er sich gut durchsetzen, ich auch, und wir fetzen uns respektvoll, aber hart. Im Sport bin ich schneller als er und ausdauernder. Die landläufige Vorstellung weiblichen/männlichen Wesens passt bei uns also gar nicht..
      11 9 Melden
    • Asmodeus 25.05.2018 11:17
      Highlight Factfinder. Du bist so sehr an Fakten interessiert wie Donald Trump.

      Wir sind extrem von unserer Gehirnchemie abhängig und es gibt x verschiedene Möglichkeiten wieso wir uns entwickeln wie wir uns entwickeln.


      Mein Partner hat einen weiblichen Körper, während der Schwangerschaft ging man jedoch immer von einem Jungen aus, bis die Schwangerschaft hormongestützt (mehr Östrogen) werden musste.

      Der Körper meines Partners hat sich weiblich entwickelt. Das Gehirn war jedoch zu einem grossteil schon "männlich" programmiert. Dadurch hängt mein Partner zwischen den Geschlechtern fest.
      12 7 Melden
  • bullygoal45 24.05.2018 18:57
    Highlight Hatte jetzt gerade keine Zeit das durchzulesen, heute Abend dann sicher!

    Frage: Wäre es möglich in einer Gesellschaft komplett auf das Geschlecht in Amtlichen Dingen zu verzichten?

    Problematik: Militär, Duschen in Schulen,ä etc..

    37 28 Melden
    • Factfinder 24.05.2018 19:27
      Highlight Ja Mädchen und Junge am Anfang ihrer Pubertät sollen zusammen duschen.
      Weil da fühlen sich alle bestimmt wohler als bei den bisher fies diskriminierend geschlechtergetrennten Duschen...
      Are you serious?
      Beim Militär bin ich zwar mit dir einig was die Problematik angeht. Die Lösung wäre dort aber ganz einfach: Echte Gleichberechtigung und nicht einfach Frauenmehrberechtigung ;)
      36 19 Melden
    • DreamerDu 24.05.2018 19:46
      Highlight Das frage ich mich auch. Weshalb brauchen wir ein amtliches Geschlecht? Warum können wir nicht einfach alle Menschen sein?
      29 16 Melden
    • Domino 24.05.2018 20:14
      Highlight War auch meine Idee: Geschlechter einfach abschaffen.

      Aber da würden strengreligiöse Gruppen wohl einen Aufstand machen, wie zum Beispiel Muslime, die ihre Mädchen gar nicht mehr zur Schule schicken würden.
      13 30 Melden
    • Herr Kules 24.05.2018 20:31
      Highlight Guter Ansatz, doch ich denke gerade beim Duschen in Schulen gäbe es Probleme (Übergriffe, etc.)
      13 11 Melden
    • Roland Bach 24.05.2018 20:32
      Highlight Militär? Warum nicht, sollen alle den Spass an der Aushebung miterleben dürfen. Duschen? Nö, schön trennen. Welches Geschlechtliche Problem sehen sie an den Schulen?
      11 6 Melden
    • Enzasa 24.05.2018 22:59
      Highlight Domino: in Afghanistan dürfen Jungen auch nicht zur Schule gehen.
      Wie berücksichtigst du das in deinem Weltbild?
      3 7 Melden
    • bullygoal45 24.05.2018 23:00
      Highlight Eh wow Leute, ganz Ruhig.. das war eine Frage, kein wunsch..

      Die Frage ist eher was könnte man mit solch intimen Dingen wie den Duschen tun. In Einzelkabinen umbauen?

      Militär.. ja.. alle Dienstpflichtig machen.. wäre eine Idee..

      oder auf was läuft das ganze raus?
      5 2 Melden

1 Jahr Haft für 234 Menschenleben: An diesem Mann soll ein Exempel statuiert werden

Claus-Peter Reisch, früher konservativer Bayer und CSU-Wähler, heute Seenotretter im Mittelmeer. Für sein Engagement soll er nun in Malta verurteilt werden. Im Interview mit watson rechnet er mit Horst Seehofer, Matteo Salvini und der europäischen Flüchtlingspolitik ab. 

Eigentlich könnte Claus-Peter Reisch ein ruhiges, geordnetes Leben haben. Als selbstständig Erwerbender steht er finanziell auf sicherem Boden, mit seinem eigenen Segelboot zieht es ihn immer wieder in die Ferne. Doch jetzt ist Reisch zwischen die Fronten geraten. In Deutschland prangte sein Antlitz auf jeder Tageszeitung. 

Es ist 2015 als Reisch mit seiner Lebenspartnerin im Sommer nach Griechenland segelt. Die Flüchtlingskrise ist bereits in Gang. Er stellt sich die Frage: «Was tun wir, …

Artikel lesen