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Satanisten verklagen Netflix wegen der Serie «Sabrina» – und gewinnen

26.11.2018, 16:4326.11.2018, 16:50

Am 26. Oktober erschien bei Netflix «The Chilling Adventures of Sabrina» und erfreute Fans und Kritiker. Etwas weniger Freude hatte eine satanistische Sekte aus den USA an der neuen Serie. Sie sahen durch die düster gehaltene Geschichte eine Verletzung ihres Urheberrechts.

Die Sekte warf Netflix vor, dass sie in der Serie eine Figur verwendeten, die ganz klar von einer Statue des Satanic Temple abgekupfert sei. Tatsächlich hat die Baphomet-Statue in der Serie verblüffende Ähnlichkeit mit der Skulptur, die der Sekte als zentrale Figur ihres Glaubens dient.

Bereits Ende Oktober drohte die Organisation daher damit, Netflix auf 50 Millionen Schadenersatz zu verklagen. Netflix und Warner Bros, welche die Serie mitproduzieren, äusserten sich zuerst nicht zum Thema, woraufhin die Sekte ihre Drohung wahr machte.

Sie verklagten Netflix nicht nur auf die 50 Millionen Schadenersatz, sondern verlangte auch, dass die Statue aus der Serie genommen wird. Das gab der Sprecher der Sekte, Lucien Greaves, über Twitter bekannt.

Zwar gab es Darstellungen der Figur Baphomet schon im 19. Jahrhundert, allerdings hat die Figur der Sekte ein Alleinstellungsmerkmal: Der Oberkörper ist der eines Mannes und nicht der einer Frau. Und genau so wird die Figur auch in der Serie «Sabrina» dargestellt.

Eine Baphomet-Darstellung aus dem Jahr 1854.
Eine Baphomet-Darstellung aus dem Jahr 1854.
Bild: Wikipedia

Diese Ähnlichkeit wurde nun anscheinend auch Netflix zu brenzlig, denn der Streaming-Gigant entschloss sich, die Klage mit einem Vergleich aus der Welt zu schaffen. Die Sekte sowie Greaves werden fortan im Abspann der Serie als Urheber der Statue genannt. Weiterhin ist wohl auch ein ungenannter Betrag an die Sekte geflossen.

Für Greaves ist das immerhin ein Teilsieg, auch wenn er mit der Serie noch immer unzufrieden ist. Laut ihm vermittle die Netflix-Serie ein völlig falsches, negatives Bild des Satanismus und ziehe ihn populistisch in den Dreck. (pls)

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