Luzern
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Mann tötet Vater in Luzerner Dorf – nun wird er als schuldunfähig beurteilt

Ein Mann tötete im Jahr 2015 seinen Vater. Das Kriminalgericht des Kantons Luzern kam nun zum Schluss, dass der Täter aufgrund einer psychischen Störung schuldunfähig ist.



Keine Schuld trifft einen Mann, der im Jahr 2015 auf einem Bauernhof im Kanton Luzern im Wahn seinen Vater erstochen hat. Das Kriminalgericht beurteilte den heute 33-Jährigen als schuldunfähig, weshalb er nicht strafbar sei.

Der gelernte Automechaniker, der sich bereits seit zwei Jahren in einer geschlossenen psychiatrischen Klinik befindet, muss sich auch weiterhin einer stationären Behandlung unterziehen, wie es im Urteil heisst, das am Montag im Dispositiv veröffentlicht wurde. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Zwar seien die Tatbestände der vorsätzlichen Tötung und der Widerhandlung gegen das Waffengesetz erfüllt. Der Beschuldigte sei aber bei der Tat ohne eigenes Verschulden schuldunfähig gewesen, urteilen die Richter.

Bereits der Staatsanwalt und der Verteidiger waren sich einig, dass der Mann im Wahn gehandelt hatte, als er im Juni 2015 seinem damals 64-jährigen Vater mit 27 Messerstichen das Leben nahm. Sie forderten beide, auf eine Strafe zu verzichten.

«In einer anderen Welt» befunden

Der geständige Täter bereut das Geschehene. Er habe sich «in einer anderen Welt» befunden, als er den Vater niederstach. Er habe damals ein psychotisches Erlebnis gehabt und sich eingebildet, der Vater würde die Familie tyrannisieren. Auch mehrere Gutachter waren zum Schluss gekommen, dass es sich um eine psychische Störung handelte. Vor der Tat habe er nie paranoide Gedanken gehabt.

Der mit der angeordneten stationären Behandlung verbundene Freiheitsentzug beträgt in der Regel höchstens fünf Jahre. Die stationären Massnahmen sind allerdings verlängerbar. Bei der sogenannt kleinen Verwahrung steht die Therapie im Vordergrund.

Die Verfahrenskosten trägt der Staat. Sie belaufen sich auf über 81'000 Franken. (sda)

Aktuelle Polizeibilder

Polizeieinsatz Reitschule

abspielen

Video: watson

Das könnte dich auch interessieren:

«Das Beste im Mann» – mit diesem Anti-Sexismus-Werbespot läuft Gillette voll in den Hammer

Link zum Artikel

Über 20'000 Schüler demonstrieren für Klimaschutz

Link zum Artikel

Ein ziemlich seltsames Outfit – so erklärt Serena Williams ihren Netzstrumpf-Auftritt

Link zum Artikel

Drei Lawinen fordern eine Tote und mehrere Verletzte im Wallis

Link zum Artikel

Nico soll Schneeketten montieren und bringt damit den Chef zur Verzweiflung 😂

Link zum Artikel

Wie der Schweizer Arzt Ruedi Lüthy in Simbabwe tausende Menschen vor dem Aids-Tod rettete

Link zum Artikel

So hast du die Karriere von Roger Federer noch nie gesehen

Link zum Artikel

Warum die Bezahl-App Twint bei Schweizer Teenagern gerade so richtig durchstartet

Link zum Artikel

Vorsicht! Mit den Apple-Ohrstöpseln wird das iPhone zur Wanze 😳

Link zum Artikel

«Der Zug stellt einfach ab»: So leiden die Lokführer unter den SBB-Pannen-Doppelstöckern

Link zum Artikel

Der Lambo-Trottel, sein High-Heels-Schrank und ich

Link zum Artikel

Die grössten Apple-Irrtümer – was nicht nur iPhone-Fans wissen sollten

Link zum Artikel

Die grosse Game-Vorschau: Auf diese 50 Spiele dürfen wir uns 2019 freuen

Link zum Artikel

So cool ist es WIRKLICH, im Januar auf Alkohol zu verzichten 🤔😂

präsentiert vonMarkenlogo
Link zum Artikel

Trump will den Notstand ausrufen – aber darf er das überhaupt?

Link zum Artikel

«Gölä ist die falsche Art von Büezer» – Nico bügelt mit dem Berner Rapper Nativ

Link zum Artikel

Samsung, Huawei oder doch Nokia? Diese Android-Handys erhalten am längsten Updates

Link zum Artikel

Sie wollte dieses Kleid kaufen – und brach bei der Lieferung (zu Recht) in Tränen aus

Link zum Artikel

Del Curtos ZSC-Debüt geht in die Hose

Link zum Artikel

Genfer Caritas-Lagerleiter vergriff sich an jungen Mädchen

Link zum Artikel

Warum Trump plötzlich die Sowjets verteidigt

Link zum Artikel

«Die toten Hoden» – neue Twitter-Challenge ruiniert die Namen deiner Lieblingsbands

Link zum Artikel

«Familie wird mich töten»: Rahaf auf Flucht aus Saudi-Arabien in Thailand vorerst sicher

Link zum Artikel

Wenn sogar Fox News Trumps Grenz-Lüge anprangert

Link zum Artikel

Das Beste an den Golden Globes? Diese Wasserträgerin

Link zum Artikel

Die bizarre Liebesgeschichte der KZ-Aufseherin, die sich in eine Gefangene verliebte

Link zum Artikel

7 Wahlen hat er analysiert – jetzt meint er: «Das System könnte aus den Fugen geraten»

Link zum Artikel

Sexy Särge oder phallische Felsen – welcher Wandkalender darf's denn sein?

Link zum Artikel

Bellydah: «Diesen Job nennt man ‹Rap-Video-Bitch›»

Link zum Artikel

Kann man wirklich zu lange schlafen?

Link zum Artikel

Der einzige Schweizer auf Mikronesien braut Bier und lebt auf diesem Inselcheln

Link zum Artikel

6 Webseiten, auf denen du dir toll die Zeit totschlagen kannst – klicken auf eigene Gefahr

Link zum Artikel

7 Dinge, die dir bei diesen bekannten Weihnachtsfilmen noch nie aufgefallen sind

Link zum Artikel

Jetzt muss Trump die Börse mehr fürchten als Mueller 

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Abonniere unseren Newsletter

5
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
5Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • maricana 04.09.2018 08:23
    Highlight Highlight Zum Zeitpunkt der Tat litt der Mann unter einer durch Cannabis induzierten psychotischen Störung, wie ein psychiatrisch-forensisches Gutachten der psychiatrischen Klinik Königsfelden feststellte. Die Gutachter attestieren dem Täter gute Heilungsaussichten trotz hoher Rückfallgefahr.
    Quelle: Kriminalgericht Luzern
  • eBart! 04.09.2018 04:16
    Highlight Highlight Er hatte davor keinerlei Probleme / Störungen... lediglich während der Tat "ein psychotisches Erlebnis". Und das reicht schon um nicht verurteilt zu werden?

    Andere fahren 50kmh zu viel auf der Autobahn und gelten gleich als Schwerverbrecher.

    Soll mal einer unsere Justiz verstehen.
    • Fabio Haller 04.09.2018 07:13
      Highlight Highlight Im Gegensatz dass man im eigenen Verstehen und selbst kontrolliert auf einer 30iger Zone 80km/h fahrlässig handelt.

      Ist hier, wohlbemerkt staatsanwalt und Verteidung schon vor dem Gericht (was man nicht alle Tage sieht) einig und später auch mehrere Gutachter dass der Täter durch psychotische Wahnvorstellungen gehandelt hat.

      Und glauben sie mir die wirken etwa so gleich echt, wie sie ein Gegenüber sehen in einem 4er Abteil in einem vollen Zug.
    • Else 04.09.2018 08:53
      Highlight Highlight "Der Beschuldigte konsumierte seit 2001 regelmässig Cannabis und er baute auch selber Marihuana an. Der Forensische Dienst der Luzerner Psychiatrie diagnoszierte eine durch Cannabis induzierte «psychotische Störung». Die Gutachter gehen von einer aufgehobenen Einsichtsfähigkeit und damit einer aufgehobenen Schuldfähigkeit aus. Die konkordatliche Fachkommission zur Beurteilung der Gemeingefährlichkeit von Straftätern kommt hingegen zum Schluss, dass eine paranoide Schizophrenie vorliegt."

      Aus der Luzerner Zeitung vom 22.08.2018
    • eBart! 04.09.2018 11:33
      Highlight Highlight @ Else

      Auf gut Deutsch: Wenn ich seit 100 Jahren Drogen nehme / kiffe, kann ich Leute umbringen und das dann auf die Drogen schieben?

      Oder Alkoholiker bin und trotzdem Auto fahre und ab und zu jemanden über den Haufen fahre? Kann ich es auf Schäden schieben die der Alkoholkonsum verursacht hat?

66-Jährige vor der eigenen Haustüre in Aarau getötet – Täterschaft ist auf der Flucht

Eine 66-jährige Frau ist am Donnerstagabend in Aarau Opfer eines Tötungsdelikts geworden. Die Schweizerin wurde vor ihrem Haus mit einem Messer angegriffen und schwer verletzt. Sie verstarb später im Spital. Die Täterschaft ist auf der Flucht.

Nachbarn wurden kurz nach 18 Uhr auf die Frau aufmerksam. Sie lag hilferufend vor der von ihr selbst bewohnten Liegenschaft an der Erlisbacherstrasse schwer verletzt und blutüberströmt auf dem Boden, wie die Aargauer Kantonspolizei am Freitag mitteilte.

Die …

Artikel lesen
Link zum Artikel