Luftfahrt
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Ryanair-Piloten streiken – bis zu 55'000 Passagiere  betroffen



Beim irischen Billigflieger Ryanair hat der bisher härteste Pilotenstreik in der Geschichte des Unternehmens begonnen. Das bestätigte am Freitagmorgen ein Sprecher der deutschen Pilotengewerkschaft «Vereinigung Cockpit» (VC).

Die irische Fluggesellschaft hat wegen der angekündigten Streiks in Deutschland, Belgien, Schweden, Irland und den Niederlanden jeden sechsten ihrer 2'400 geplanten Europaflüge abgesagt. Schwerpunkt ist Deutschland, wo wegen des auf 24 Stunden beschränkten Streiks der Vereinigung Cockpit 250 Flüge gestrichen wurden.

epa06937651 A Ryanair airplane stands on the tarmac at the Niederrhein airport in Weeze, Germany, 09 August 2018. A German pilots' union has called on its members to join a strike on 10 August 2018. Hundreds of Ryanair flights will be cancelled starting 10 August in Europe as other Ryanair pilots from Sweden, Ireland and Belgium will be on strike too.  EPA/SASCHA STEINBACH

Jeder sechste Ryanair-Flug in Europa wurde abgesagt. Bild: EPA/EPA

Ryanair fliegt aus Basel nach Dublin, London und Palma de Mallorca und führt pro Woche zehn Flüge durch. Ob diese stattfinden, war zunächst unklar. Die betroffenen Passagiere sollten per E-Mail oder SMS individuell benachrichtigt werden, hiess es beim Unternehmen auf Anfrage.

Vor allem am frühen Morgen wird dem Plan zufolge kaum ein Ryanair-Flieger von einem deutschen Flughafen abheben. Im Laufe des Tages finden dann einige Flüge statt mit Maschinen, die aus anderen, nicht bestreikten Ländern landen und auch wieder starten.

Streik soll bis Samstag dauern

Der Streik der deutschen Ryanair-Piloten trifft auch die österreichische Tochter Laudamotion: Mehr als 20 Flüge ab Deutschland, die Ryanair für Laudamotion durchführt, werden am Freitag gestrichen. Österreich-Verbindungen seien nicht betroffen, hiess es von Laudamotion. Die betroffenen Passagiere wurden informiert.

Europaweit sind bei 400 Flugstreichungen rund 55'000 Passagiere betroffen, davon gut 42'000 in Deutschland. Sie konnten umbuchen oder sich ihre Tickets erstatten lassen. Weitere Entschädigungen lehnt Ryanair ab.

Der Ausstand begann am Freitag um 03.01 Uhr und soll am Samstag um 02.59 Uhr enden. Die Piloten streiken für bessere Arbeitsbedingungen und höhere Gehälter. Weitere Streiks in der Urlaubszeit hat die VC nicht ausgeschlossen, will sie aber mit einer Frist von 24 Stunden vorher ankündigen. (sda/apa/dpa)

Fachkräftemangel über den Wolken wird zum Problem

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Video: srf

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    Alle Leser-Kommentare
  • Waedliman 12.08.2018 14:40
    Highlight Highlight Die Vorteile von Ryanair und Easyjet sind, dass man zu sehr vielen Flughäfen gelangt, die Swiss & Co. gar nicht anfliegen und dass man für dieselbe Leistung einen Bruchteil des Preises bezahlt. Dass das attraktiv für Kunden ist, ist doch unbestritten. Dass dies zu Lasten der Angestellten und ihrer Bezahlung geht, ist auch klar. Nun können Passagiere reagieren und überlegen, ob sie diese Airlines boykottieren. Ergebnis wäre dann: Preise steigen, da die Auslastung sinkt, oder Verluste entstehen und Personal wird entlassen. Wer zahlt dann am Ende die Zeche?

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