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Frauen und Geld

12 Tipps, wie du deine Sammelleidenschaft zu Geld machen kannst

Sammelst du leidenschaftlich gerne etwas? Kann man das zu Geld machen? Wie du deine Sammlung zu Geld machen kannst und was du dabei beachten musst.
10.12.2020, 15:24
Olga Miler
Olga Miler
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Unsere Pokémon-Kartensammlung hat jetzt ungefähr 5'000 Karten und hat echt ein Platzproblem. Da gibt es Zeiten, wo unsere gesamte Wohnung von Pokémon beherrscht wird, man findet sie überall, vom Sofa bis zum Küchentisch. Die Jungs und mein Mann spielen leidenschaftlich, auf die Sammlung und dass man die vielleicht auch mal ordnen müsste, angesprochen: «Wir sammeln nicht, wir sind Spieler. Man weiss ja nie, wann man die Karten brauchen kann!». Schuld an der Pokémondominanz bin wirklich ich. Vor ein paar Jahren haben die Jungs, so wie viele kleine Jungs, einfach gerne die Karten gesammelt und jemand hat auf Ricardo eine ganze Sammlung mit 350 Karten verkauft. Die landete dann bei uns….

Dinge zu sammeln liegt in unserer Natur

Ein Bericht von SRF zeigt, was Menschen in der Schweiz alles so sammeln: Neben Briefmarken, Münzen, Schallplatten und den legendären Kaffeerahmdeckeli hat es ganz viele kuriose Sachen dabei, z.B. Kühe, Eulen, Katzen, Schreibmaschinen, Korken, Grammophone, Fingerhüte, Heidibücher, Eisenbahnen, Kreisel, Muscheln, Niveadosen, Sand, Gläser, Fruchttüten, Nastüchliverpackungen, Telefone…. der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Und oft ist jede dieser Sammlungen mit einer sehr persönlichen Geschichte verbunden.

Sammeln geht weit in die Geschichte zurück, liegt quasi in unserer Natur, als Menschen noch Jäger und Sammler waren. Heute ist die systematische Suche, Beschaffung und Aufbewahrung von Dingen ein Kulturphänomen. Wie und was wir sammeln ändert sich auch ständig, so sind z.B. die Kaffeerahmdeckeli heute eher weniger gefragt und «viele Sammler verkaufen aus Platzmangel, aus Zeitgründen oder gesundheitshalber ihre Sammlungen. Es kommen leider fast keine neuen Sammler dazu. Die jungen Leute haben heute andere Hobbys. Das Angebot übersteigt die Anfrage enorm, was leider zu einem grossen Wertzerfall beiträgt» steht auf der Webseite von Doppelcreme.

Das Internet verändert auch, wie wir sammeln: weniger persönlich, globaler, manchmal auch zielgerichteter, mit Schwarmintelligenz und immer weniger in Zusammenarbeit mit Experten. Und obwohl weniger und anders gesammelt wird, sammeln wir für unser Leben gern, schon ab der Kindheit.

So kannst du deine Sammlung zu Geld machen:

Sammeln scheint uns glücklich zu machen, fördert soziale Kontakte und vermittelt Wissen. Was und wie wir sammeln, zeigt den Zeitgeist und Kulturwandel auf. Manchmal bekommen Dinge auch plötzlich eine andere Bedeutung oder kommen aus der Mode, so wie es den Kaffeerahmdeckeli gerade zu ergehen scheint.

Wenn du nicht nur zum Spass sammeln möchtest, sondern vielleicht die eigene Sammlung irgendwann auch wieder zu Geld machen willst, hier ein paar Tipps:

  • Entscheide bewusst, was du sammeln möchtest. Für den Wertaufbau eignen sich Sachen wie Kunst, Wein, Bücher, Briefmarken, Münzen etc., die von vielen Menschen gesammelt werden und somit auch einen grösseren «Markt» haben und lange wertbeständig sind besser als Kuriositäten.
  • Aufbau, Dokumentation und Ordnung der Sammlung sind essentiell, für den Wiederverkauf braucht es alle notwendigen Dokumente so wie oft eine Möglichkeit, nachzuvollziehen, woher ein Sammlerstück kommt und welchen Weg es hinter sich hat.
  • Aufbewahrung, Wartung und Pflege sind wichtig für den Werterhalt und oft mit ziemlichem Aufwand verbunden. Neben Platz braucht es vielleicht auch spezielle Lagerung etc., was ebenfalls Kosten verursachen kann.
  • Allenfalls benötigst du für die Sammlerstücke eine Versicherung.
  • Viele Menschen, die eine Sammlung als Wertanlage aufbauen, nehmen die Hilfe von Experten in Anspruch, um gezielt Stücke zu finden und die Sammlung systematisch aufzubauen.
  • Es braucht Zeit, Geduld und Leidenschaft. Das Thema für deine Sammlung sollte dir Spass machen, da oft viel Fachwissen und Geduld nötig sind, um die Stücke zu kaufen, aber auch zu verkaufen.
  • Die Sammlung sollte nur als Zusatzwertanlage dienen, damit du ein Sammlerstück nicht zu unvorteilhaften Preisen unter Zeitdruck verkaufen musst.

Ideen für den Verkauf, wenn du deine Sammlung zu Geld machen möchtest:

Wenn du deine Sammlung vielleicht aus Platzgründen nicht mehr möchtest oder eine geschenkt bekommen oder geerbt hast:

  • Spezialisierte Plattformen und Sammlertreffen sind vorteilhafter als allgemeine Verkaufskanäle und du kannst in der Regel einen höheren Preis erzielen.
  • Falls du dich mit den Sammlerstücken nicht auskennst: Expertenmeinungen einholen und die Sammlung schätzen lassen, damit keine wertvollen Stücke entgehen und du eine Vorstellung vom zu erwartenden Preis hast.
  • Für den Verkauf abwägen, ob du die ganze Sammlung oder nur Teile davon verkaufen willst. Je nach Beschaffenheit und Art der Sammlung kann es viel vorteilhafter sein, die gesamte Sammlung zu verkaufen. Sind die wertvollen Stücke erst einmal weg, dann kann es schwierig werden, für den Rest noch einen guten Preis zu erzielen.
  • Ideen für den Verkauf können sein: Spezialhändler, Antiquariate, Auktionshäuser, Sammlerbörsen, Verkaufsplattformen im Internet, Flohmärkte, Secondhandshops, Tauschbörsen, Brockenhäuser, – du kannst aber auch selber einen Online-Shop oder einen Laden eröffnen.
  • Willst du die Sammlung verschenken, dann geht das z.B. als Spende an einen Verband, andere Sammler, Stiftungen oder auch über Crowdfunding.

Sammeln ist eine sehr persönliche Leidenschaft, die viel Freude bereiten und der ein ganz persönlicher Zauber innewohnen kann. Dass man dabei reich wird, kommt wohl nicht so häufig vor, aber muss ja auch nicht sein. Wie habt ihr es so, sammelt ihr etwas Bestimmtes oder habt ihr Tipps für andere Sammler?

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bild: zvg
Olga Miler ...
... war über zehn Jahre in verschiedenen Funktionen bei der UBS tätig, unter anderem hat sie dort das Frauenförderungsprogramm Unique aufgebaut. Jüngst gründete sie das Start-up SmartPurse, eine Plattform, auf der sie digitale Kurse, Workshops und Coachings zum Thema Finanzen für Frauen anbietet. Ab dem 27. Januar wird uns Miler im watson-Blog «Frauen und Geld» an ihrer Expertise teilhaben lassen.
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