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Studie zeigt: «IS»-Propaganda schwächelt gegenüber Vorjahr

This undated image posted on Wednesday, Aug. 27, 2014 by the Raqqa Media Center of the Islamic State group, a Syrian opposition group, which has been verified and is consistent with other AP reporting ...
Immer weniger solche Bilder: Propaganda mit Kämpfer des «IS» Bild: AP Raqqa Media Center of the Islamic State group

Studie zeigt: «IS»-Propaganda schwächelt gegenüber Vorjahr

12.10.2016, 00:0012.10.2016, 02:56

Die Propagandamaschinerie der Terrormiliz «Islamischer Staat» («IS») ist laut einer neuen Studie deutlich geschwächt. Die Miliz habe ihre Aktivitäten wegen des Drucks durch die US-geführte Militärkoalition reduzieren müssen.

Sowohl die Zahl der Videos sei gesunken, als auch ihr Inhalt habe sich verändert, erklärte der Leiter der Studie, Daniel Milton, vom Anti-Terror-Zentrum der US-Militärakademie West Point. Laut der Erhebung ist die Zahl der Foto- und Videobeiträge der Gruppe, die für ihre aggressive und elaborierte Kommunikationsstrategie bekannt ist, von 700 im August 2015 auf knapp 200 im August 2016 gesunken.

Anders als früher zeigten die Beiträge zudem weniger Märkte, Schulen und andere öffentlichen Einrichtungen, die das angeblich blühende Alltagsleben im «Kalifat» illustrieren sollten. Demnach fällt es der Miliz zunehmend schwer, den Anschein eines funktionierenden Staates aufrecht zu erhalten.

Mehr Hinrichtungen

Der Anspruch, in einem eigenen Staat die islamistische Utopie eines Gemeinwesens gemäss den Regeln des Islam zu verwirklichen, war ein wichtiges Werbemittel der Miliz. Dies unterschied sie zudem von ihrem Konkurrenten Al-Kaida, der niemals versucht hatte, ein eigenes Gebiet zu kontrollieren.

Laut der Studie nahm auch die Zahl der Videos stark zu, die die Hinrichtung angeblicher Spione zeigen. Dies deute entweder auf wachsende Paranoia oder auf zunehmende Unterwanderung hin. (ehi/sda/afp)

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