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Patrizia Laeri wickelt ihre Nebenjobs über eine eigens dafür gegründete Firma ab.
Patrizia Laeri wickelt ihre Nebenjobs über eine eigens dafür gegründete Firma ab.
bild: srf.ch

So oft arbeiten SRG-Mitarbeiter fremd – nun liegen erstmals Zahlen vor

01.03.2018, 08:2601.03.2018, 19:11

Kurz vor der No-Billag-Abstimmung liess «Rundschau»-Moderator Sandro Brotz die Hosen runter. In der Sendung von letzter Woche gab er vor der ganzen Schweiz seinen Lohn bekannt: 130'000 Franken brutto pro Jahr. Dazu kämen Nebeneinkünfte von rund 5000 Franken pro Jahr, präzisierte er anschliessend.

Wie Brotz verdienen viele SRG-Aushängeschilder nebenher noch einen Zustupf. Nach Schätzungen von Branchenkennern lassen sich Top-Shots wie Sven Epiney für externe Moderationen bis zu 10’000 Franken zahlen – pro Event. Manche wie Sport-Moderator Rainer Maria Salzgeber oder «Börse»-Moderatorin Patrizia Laeri haben gar eigene Firmen, über die sie ihre Nebengeschäfte abwickeln, schrieb die Schweiz am Wochenende unlängst. 

Wie viele Auftritte die SRG-Mitarbeiter neben ihrem Job leisten, galt allerdings als gut gehütetes Geheimnis. Bis jetzt. Auf Anfrage von watson gibt das Unternehmen erstmals Zahlen bekannt.

Letztes Jahr hat die SRG 65 Gesuche von publizistisch tätigen Vollzeitangestellten bewilligt, wie Mediensprecher Daniel Steiner sagt. Dazu kommen gut 200 Gesuche von Teilzeit-Mitarbeitern.

«Der Datenschutz verbietet es der SRG allerdings, einen Teilzeitbeschäftigten oder einen selbstständigen Auftragnehmer zu verpflichten, all seine Einkünfte zu melden», so Steiner.

«Unsere publizistisch tätigen Mitarbeitenden dürfen nur in passendem Rahmen auftreten und sich nie in Abhängigkeiten begeben.»
Daniel Steiner, SRG-Sprecher

Die Nebenbeschäftigungen sind laut Steiner breit gefächert: Sie reichten von Moderationen von Anlässen und Podien bis hin zu Nebenjobs als Teilzeit-Fitnesstrainer.

Alle Mitarbeiter – ob Vollzeit oder Teilzeit angestellt – müssten sich dabei an strenge Richtlinien halten. Oberster Grundsatz: «Unsere publizistisch tätigen Mitarbeitenden dürfen nur in passendem Rahmen auftreten und sich nie in Abhängigkeiten begeben.»

Alles zur No-Billag-Initiative [05.03.2018,cbe]

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