Krankenkasse
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Heute präsentiert Berset die neuen Prämien – sicher ist eines: Billiger wird's nicht



Innenminister Alain Berset und das Bundesamt für Gesundheit (BAG) veröffentlichen heute Donnerstag die Höhe der Krankenkassenprämien 2018. Eines ist so gut wie sicher: Die Prämien für die obligatorische Krankenversicherung werden auch nächstes Jahr nicht billiger.

Bundesrat Alain Berset aeussert sich an einer Medienkonferenz zum Ergebnis der Abstimmung zur Rentenreform, am Sonntag, 24. September 2017, in Bern.(KEYSTONE/ Peter Schneider)

Was verkündet Bundesrat Berset heute Nachmittag? Bild: KEYSTONE

Jedes Jahr wird im Vorfeld der Veröffentlichung der Prämien heftig über den Anstieg gemutmasst, auch wenn der Bund sowohl den Versicherern als auch den Vergleichsdiensten verbot, vor der Ankündigung des Gesundheitsministers zu informieren.

Verschiedene Prognosen

Dennoch glauben Experten und Journalisten jeweils schon in den Tagen und Wochen davor zu wissen, um wie viel die Prämien teurer werden. Im kommenden Jahr dürften sie um 3 bis 4 Prozent steigen. Zu diesem Resultat kam zum Beispiel das Konsumentenportal Verivox, das zusammen mit Versicherungsexperten bei den Krankenkassen nachgefragt hatte.

Der «SonntagsBlick» wusste, dass die Standardprämien durchschnittlich um 3,5 bis 5 Prozent steigen werden. Von der «Aargauer Zeitung» befragte Versicherungsexperten sagten, sie rechneten mit einem Aufschlag von 3 bis 3,5 Prozent.

Fakt ist: 2016 stiegen die Kosten in der obligatorischen Krankenpflegeversicherung pro versicherte Person um 3.8 Prozent. Diese Zahl veröffentlichte am Dienstag der Krankenversicherer-Verband santésuisse. Die Gesundheitskosten 2016 zulasten der Krankenversicherung prägen die Krankenkassenprämien 2018.

Bundesrat überbringt «bad news»

Gesundheitsminister Berset wird die Höhe der Prämien heute um 13 Uhr bekanntgeben. Für die Vorsteher des Eidg. Departements des Innern (EDI) ist die Überbringung der «bad news» mittlerweile zum «courant normal» geworden, von der sie sich nicht drücken. Das war aber nicht immer der Fall.

2003 verzichtete der damalige EDI-Vorsteher Pascal Couchepin darauf, die Prämien 2004 selber zu präsentieren und kommentieren. Das brachte ihm viel Kritik ein. Ihm wurde vorgeworfen, er stelle sich nicht der politischen Verantwortung.

Der Durchschnitt der Krankenkassenprämien sage nicht viel aus für die einzelnen Versicherten, verteidigte sich Couchepin damals. Deshalb habe er darauf verzichtet, den Prämienanstieg gegenüber der Öffentlichkeit zu kommunizieren. (sda)

Das könnte dich auch interessieren:

Wie ich nach 3 Stunden Möbelhaus von Wolke 7 plumpste

Link zum Artikel

Die Fallzahlen steigen wieder leicht an – so sieht's in deinem Kanton aus

Link zum Artikel

Der Mann, der es wagt, Trump zu widersprechen

Link zum Artikel

Magic Johnson vs. Larry Bird – ein College-Final als Beginn einer grossen Sportrivalität

Link zum Artikel

4 Gründe, weshalb die Corona-Zahlen des BAG wenig mit der Realität zu tun haben

Link zum Artikel

Wie ansteckend sind Kinder wirklich? Was die Wissenschaft bis jetzt dazu weiss

Link zum Artikel

Das iPad kriegt Radar? Darum ist der Lidar-Sensor eine kleine Revolution

Link zum Artikel

Lasst meinen Sex in Ruhe, ihr Ehe- und Kartoffel-Fanatiker!

Link zum Artikel

So lief Tag 1 nach Bekanntgabe der «ausserordentliche Lage» für die Schweiz

Link zum Artikel

Corona International: EU beschliesst Einreisestopp ++ Italien mit 345 neuen Todesopfern

Link zum Artikel

Die Schweiz befindet sich im Notstand – die 18 wichtigsten Antworten zur neuen Lage

Link zum Artikel

«Lockdown ist möglich» – Berset zu Corona-Krise

Link zum Artikel

Ein Virus beendet Jonas Hillers Karriere: «Es gäbe noch viel schlimmere Szenarien»

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen
DANKE FÜR DIE ♥

Da du bis hierhin gescrollt hast, gehen wir davon aus, dass dir unser journalistisches Angebot gefällt. Wie du vielleicht weisst, haben wir uns kürzlich entschieden, bei watson keine Login-Pflicht einzuführen. Auch Bezahlschranken wird es bei uns keine geben. Wir möchten möglichst keine Hürden für den Zugang zu watson schaffen, weil wir glauben, es sollten sich in einer Demokratie alle jederzeit und einfach mit Informationen versorgen können. Falls du uns dennoch mit einem kleinen Betrag unterstützen willst, dann tu das doch hier.

Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen?

(Du wirst zu stripe.com (umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)

Oder unterstütze uns mit deinem Wunschbetrag per Banküberweisung.

Nicht mehr anzeigen

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

18
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
18Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Gubbe 28.09.2017 10:32
    Highlight Highlight Für einen AHV-Bezüger müsste das heissen, 4% Aufschlag auf die Rente. Wären fast 100 Fr. Ja, ich weiss, die 4% schlagen nur auf den Prämien auf. Bei den Kassen, ist das aber ein Gesamtaufschlag ihrer Einnahmen. Bei mir macht dieser Prämienaufschlag 28 Fr. aus. All diese Aufschläge zehren doch schon heftig an meiner Rente. Ohne Erspartes und hätte ich ein grosses Problem.
  • Sveitsi 28.09.2017 09:38
    Highlight Highlight Wie soll die Rechnung denn langfristig gesehen aufgehen? Jedes Jahr 0er-Runden bezüglich des Gehalts aber gleichzeitig auch jedes Jahr ca. 5% mehr Krankenkassenkosten. Nebst anderen steigenden Alltagskosten.
    Finde den Fehler.
  • baBIELon 28.09.2017 09:36
    Highlight Highlight Wie wärs mit einer Volksinitiative? "Lobbyismus verbieten, damit die Politik wieder für die Bevölkerung arbeitet!"
  • FrancoL 28.09.2017 09:10
    Highlight Highlight Ich lese die bösen KK, die bösen Ärzte, die bösen Spitäler und die böse Pharma.

    Sicherlich machen alle diese Player nichts oder nur sehr wenig um die Kostenexplosion im Gesundheitswesen zu bremsen.

    ABER

    Wer geht denn zum Arzt für jede Kleinigkeit (weil er ja die KK bezahlt hat) Ewer rennt und warum dem Arzt die Türe ein um ein Zeugnis zu bekommen um der Arbeit fern zu bleiben? Wer lässt sich gerne mit Medis voll stopfen? Wieso ist der Konsument da nicht in der Lage auch auf die Kosten zu schauen? Dann könnte man auch die ganze REHA Seite anschauen; auch hier Forderungen über Forderungen.
    • Eskimo 28.09.2017 10:26
      Highlight Highlight Die Kosten derjenigen die keine KK Prämien bezahlen werden auch noch auf uns abgewälzt. Und das sind nicht wenige. Und ausgerechnet diejenigen haben anscheinend grossen Nachholbedarf.
    • Amboss 28.09.2017 10:56
      Highlight Highlight @Franco: Sehe ich ähnlich.
      Man redet immer von bösen Ärzten, Spitälern, Krankenkassen etc....

      Du gehst einen Schritt weiter und sprichst die Rolle des Patienten an, der ja das alles konsumiert und somit zumindest auch eine Mitschuld trägt.
      Ich finde, man muss noch einen Schritt weitergehen und die wirklich unbequemen Fragen anpacken: Es sind immer mehr Krankheiten therapierbar. Früher sind Patienten einfach gestorben. Tote kosten nichts.

      Es stellt sich wirklich die Frage nach einer Begrenzung: Soll man Patienten nicht behandeln, obwohl eine Therapie zur Verfügung steht? Unangenehm ich weiss
    • FrancoL 28.09.2017 11:01
      Highlight Highlight Ich glaube da liegst Du nicht ganz richtig, diese Prämien werden über die Sozialleistungen gedeckt und nicht auf die Prämien überwälzt und hat somit nichts mit den Prämien zu tun, ausser Du möchtest behaupten, dass diese Menschen öfter Krank sind als andere Gruppen, doch das müsste man dann etwas untermauern, findest du nicht?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Watson - die Weltwoche der SP 28.09.2017 08:58
    Highlight Highlight Er sollte wahre Grösse zeigen und endlich zurücktreten.
    • FrancoL 28.09.2017 10:21
      Highlight Highlight Und warum denn genau?
  • dorfne 28.09.2017 08:24
    Highlight Highlight Sorry, werde immer pessimistischer. Es läuft hier wie bei der Finanzkrise. Man weiss dass alles in die Luft fliegen wird, und lässt weiter laufen, bis es soweit ist. Schuld ist dann niemand. Gestern sagte meine 92zigjährige Mutter am Telefon, sie habe eine ärztl. Aufgebot zu einem "Generalcheck" bekommen, mit Blutuntersuchungen im Labor und dem ganzen Rösslispiel. Obwohl ihr nichts weh tut. Sie lebt zu hause und macht den Haushalt selbständig. Seit dem Tod des Vaters ist sie manchmal etwas durcheinander. Ich kümmere mich um sie. Mehr bräuchte es zur Zeit nicht.
    • Carl Gustav 28.09.2017 11:02
      Highlight Highlight Meine Grossmutter ist sogar noch ein paar Lenze älter.
      Sie wird medizinisch gut betreut und ihr wird nichts aus Kostengründen verweigert.
      Klar wird niemand unsterblich, aber ich bezahle gerne jedes Jahr ein paar hundert Franken mehr, wenn unsere Ältesten dafür ihr Leben geniessen könne.
      Und nein, ich verdiene nicht sehr gut und auch mir tut die Prämienerhöhung weh.
    • dorfne 28.09.2017 12:44
      Highlight Highlight @Marlon. Völlig einverstanden. Wollte nur auf fragwürdige Gesundheitchecks bei Hochbetagten hinweisen. Meine Mam getraut sich nicht, dem Arzt zu sagen, sie halte das für überflüssig.
  • N. Y. P. D. 28.09.2017 07:35
    Highlight Highlight Nun denn, ein Freudentag für all die Lobbyisten in Bundesbern. Die Gesundheitskosten konnten wieder 4% gesteigert werden.

    Für 2018 wurde das Ziel 5% ! ausgegeben. In Zukunft sollen die Prämien im Schnitt 5% nach oben getrieben werden.

    Hausärzte sind mittels Bonusprogrammen auf Linie. Die Kosten ambulanter Behandlungen +10% sind auch auf Kurs. Die Spitäler konnten die Zahl unnötiger Operationen erneut steigern und die Auslastung verbessern.

    Somit alles im grünen Bereich.
    • Raphael Stein 28.09.2017 08:30
      Highlight Highlight So wäre die korrekte Pressemeldung abzufassen.

Vergiftete Böden und Kinderarbeit – was sich Schweizer Firmen im Ausland alles erlauben

Am 29. November stimmt die Schweiz über die Konzern-Initiative ab. Sie soll Schweizer Unternehmen bei Rechtsverstössen im Ausland stärker haftbar machen. Höchste Zeit also, um sich ein paar Beispiele von bis jetzt ungeahndeten Menschenrechts- und Umweltvergehen anzusehen.

Nach der Abstimmung ist vor der Abstimmung: Bereits am 29. November kann das Schweizer Stimmvolk erneut wählen gehen. Zum Beispiel über die Konzernverantwortungsintiative. Diese fordert, dass globale Konzerne mit Sitz in der Schweiz einem zwingenden Regelwerk unterstellt sind, wenn es um die Beachtung von Menschenrechten und Umweltschutz bei ihren weltweiten Tätigkeiten geht.

Oder einfach gesagt: Schweizer Unternehmen und ihre Tochterfirmen könnten für ihre Tätigkeiten im Ausland rechtlich …

Artikel lesen
Link zum Artikel