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Rüfenacht (links) lacht Lapierre aus und lässt sich vom Lugano-Provokateur schlagen, ohne sich zu wehren.
Rüfenacht (links) lacht Lapierre aus und lässt sich vom Lugano-Provokateur schlagen, ohne sich zu wehren.Bild: KEYSTONE

Darum ist Thomas Rüfenacht für den SC Bern so unheimlich wertvoll

Thomas Rüfenacht gilt als Provokateur. Der Stürmer des SC Bern kann aber mehr als das. Das hat er mit zwei Toren beim 4:1-Heimsieg in der Halbfinalserie gegen Lugano einmal mehr bewiesen.
26.03.2017, 10:16

Spieler wie Thomas Rüfenacht braucht eine Mannschaft in der entscheidenden Meisterschaftsphase. Der amerikanische-schweizerische Doppelbürger bringt Emotionen ins Spiel, geht den Gegnern unter die Haut und skort zudem regelmässig. Zum Titelgewinn des SCB im vergangenen Jahr steuerte er in den Playoffs drei Tore und vier Assists bei. Nun hat er nach acht Partien sechs Punkte (drei Assists) auf dem Konto.

Goalie Manzato ist geschlagen, Rüfenacht jubelt über sein Tor zum 4:1.
Goalie Manzato ist geschlagen, Rüfenacht jubelt über sein Tor zum 4:1.Bild: KEYSTONE

Gestern schoss Rüfenacht zwei Tore, das 3:0 (34.) und 4:1 (52.). Ersteres erzielte er im Powerplay, insgesamt waren die Berner in Überzahl dreimal erfolgreich. «Wenn wir diese Tore schiessen, dann öffnet das das Spiel», so Rüfenacht. «Dann muss Lugano versuchen, bei fünf gegen fünf Druck zu machen, und wir erhalten Konterchancen. Es war eine souveräne Leistung. Wir liegen in die Schüsse, kämpfen. Das macht das Team speziell.» Der Titelverteidiger SC Bern führt in der Halbfinal-Serie gegen Lugano nun mit 2:1 Siegen.

Eismeister Zaugg: «Er kann auch den Mund halten»

Für das Spiel vom Dienstag in Lugano fordert Rüfenacht, erneut Druck zu machen, um weitere Strafen der Tessiner zu erzwingen. Gegen Ende des Spiels gestern, als es bereits entschieden war, holte er selber eine 2+2-Minuten-Strafe gegen Maxim Lapierre heraus. Rüfenacht liess es bereitwillig zu, zwei Hiebe zu kassieren und konterte nicht mit den Fäusten, sondern einem breiten Grinsen.

Lapierres Hiebe gegen Rüfenacht.Video: streamable

Im Vorjahr schrieb watson-Eismeister Klaus Zaugg über den in Nordamerika aufgewachsenen Rüfenacht: «Er ist einer der schlimmsten verbalen Provokateure der Liga. Aber er kann auch den Mund halten.»

Der mittlerweile 32-Jährige hat sich spielerisch weiterentwickelt und ist in den vergangenen Jahren zu einem Spieler gewachsen, der weit mehr kann, als nur zu provozieren und zu verklopfen. Auch neben dem Eisfeld ist Rüfenacht wichtig für den SC Bern. Der Stürmer gilt als ein beliebter Mitspieler, als Stimmungsmacher, dessen Bedeutung für die Chemie im Team gross ist.

Luganos Hirschi: «Wir haben nichts zu verlieren»

Die Berner, die als erste Mannschaft seit den ZSC Lions im Jahr 2001 den Titel verteidigen wollen, sind in den laufenden Playoffs auswärts noch ungeschlagen. Die Fortsetzung dieser Serie gilt es für die Luganesi unbedingt zu verhindern, ansonsten droht ihnen das gleiche Schicksal wie im letztjährigen Final. Damals bezwangen sie den SCB in der ersten Partie ebenfalls, ehe sie viermal hintereinander verloren.

«Wir müssen jetzt Vollgas geben», sagte Luganos Routinier Steve Hirschi, der für die kommende Saison keinen neuen Vertrag erhalten hat. «In den ersten 20 Minuten wurden wir überfahren, waren wir immer einen Schritt zu spät.» Sie seien der Aussenseiter, der gesamte Druck liege bei Bern. «Von daher haben wir nichts zu verlieren. Wir müssen versuchen, mehr das Spieldiktat zu übernehmen. Die Berner sind ein sehr gutes Team, aber auch sie machen unter Druck Fehler.» (ram/sda)

Scherwey fehlt in Spiel 4
Nach fünf Minuten war das Spiel für Luganos Stefan Ulmer und Berns Tristan Scherwey gestern bereits vorbei. Bei Scherweys Bandencheck verletzte sich der Tessiner, der SCB-Spieler kassierte eine Spieldauer-Disziplinarstrafe – schon seine zweite in diesen Playoffs. Scherwey fehlt deshalb am Dienstag in der Resega gesperrt.
Scherweys Check gegen Ulmer.Video: srf

Dieser Name verpflichtet: Ein Rüfenacht war mal Schwingerkönig

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Alle Schwingerkönige seit 1961
quelle: keystone / alexandra wey
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20 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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MARC AUREL
26.03.2017 12:00registriert Dezember 2014
Einfach nur geil wie Rüfi zeigt wie lächerlich Lapierre ist!
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TheMan
26.03.2017 17:18registriert April 2015
Blick meldet, keine Sperre gegen Scherwey. Er spielt somit am Dienstag.
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20
Slowakei löst letztes Ticket – so lauten die Viertelfinals an der Eishockey-WM

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