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Berns Thomas Ruefenacht, links, streitet sich mit Luganos Maxim Lapierre im dritten Eishockey Playoff-Halbfinalspiel der National League A zwischen dem SC Bern und dem HC Lugano am Samstag, 25. Maerz 2017, in der PostFinance Arena in Bern. (KEYSTONE/Peter Schneider)

Rüfenacht (links) lacht Lapierre aus und lässt sich vom Lugano-Provokateur schlagen, ohne sich zu wehren. Bild: KEYSTONE

Darum ist Thomas Rüfenacht für den SC Bern so unheimlich wertvoll

Thomas Rüfenacht gilt als Provokateur. Der Stürmer des SC Bern kann aber mehr als das. Das hat er mit zwei Toren beim 4:1-Heimsieg in der Halbfinalserie gegen Lugano einmal mehr bewiesen.



Spieler wie Thomas Rüfenacht braucht eine Mannschaft in der entscheidenden Meisterschaftsphase. Der amerikanische-schweizerische Doppelbürger bringt Emotionen ins Spiel, geht den Gegnern unter die Haut und skort zudem regelmässig. Zum Titelgewinn des SCB im vergangenen Jahr steuerte er in den Playoffs drei Tore und vier Assists bei. Nun hat er nach acht Partien sechs Punkte (drei Assists) auf dem Konto.

Berns Thomas Ruefenacht, Mitte, jubelt nach seinem Tor zum 4-1 gegen Luganos Torhueter Daniel Manzato, im dritten Eishockey Playoff Halbfinalspiel der National League A zwischen dem SC Bern und dem HC Lugano, am Samstag, 25. Maerz 2017 in der Postfinance Arena in Bern. (KEYSTONE/Peter Klaunzer)

Goalie Manzato ist geschlagen, Rüfenacht jubelt über sein Tor zum 4:1. Bild: KEYSTONE

Gestern schoss Rüfenacht zwei Tore, das 3:0 (34.) und 4:1 (52.). Ersteres erzielte er im Powerplay, insgesamt waren die Berner in Überzahl dreimal erfolgreich. «Wenn wir diese Tore schiessen, dann öffnet das das Spiel», so Rüfenacht. «Dann muss Lugano versuchen, bei fünf gegen fünf Druck zu machen, und wir erhalten Konterchancen. Es war eine souveräne Leistung. Wir liegen in die Schüsse, kämpfen. Das macht das Team speziell.» Der Titelverteidiger SC Bern führt in der Halbfinal-Serie gegen Lugano nun mit 2:1 Siegen.

Eismeister Zaugg: «Er kann auch den Mund halten»

Für das Spiel vom Dienstag in Lugano fordert Rüfenacht, erneut Druck zu machen, um weitere Strafen der Tessiner zu erzwingen. Gegen Ende des Spiels gestern, als es bereits entschieden war, holte er selber eine 2+2-Minuten-Strafe gegen Maxim Lapierre heraus. Rüfenacht liess es bereitwillig zu, zwei Hiebe zu kassieren und konterte nicht mit den Fäusten, sondern einem breiten Grinsen.

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Lapierres Hiebe gegen Rüfenacht. Video: streamable

Im Vorjahr schrieb watson-Eismeister Klaus Zaugg über den in Nordamerika aufgewachsenen Rüfenacht: «Er ist einer der schlimmsten verbalen Provokateure der Liga. Aber er kann auch den Mund halten.»

Der mittlerweile 32-Jährige hat sich spielerisch weiterentwickelt und ist in den vergangenen Jahren zu einem Spieler gewachsen, der weit mehr kann, als nur zu provozieren und zu verklopfen. Auch neben dem Eisfeld ist Rüfenacht wichtig für den SC Bern. Der Stürmer gilt als ein beliebter Mitspieler, als Stimmungsmacher, dessen Bedeutung für die Chemie im Team gross ist.

Luganos Hirschi: «Wir haben nichts zu verlieren»

Die Berner, die als erste Mannschaft seit den ZSC Lions im Jahr 2001 den Titel verteidigen wollen, sind in den laufenden Playoffs auswärts noch ungeschlagen. Die Fortsetzung dieser Serie gilt es für die Luganesi unbedingt zu verhindern, ansonsten droht ihnen das gleiche Schicksal wie im letztjährigen Final. Damals bezwangen sie den SCB in der ersten Partie ebenfalls, ehe sie viermal hintereinander verloren.

«Wir müssen jetzt Vollgas geben», sagte Luganos Routinier Steve Hirschi, der für die kommende Saison keinen neuen Vertrag erhalten hat. «In den ersten 20 Minuten wurden wir überfahren, waren wir immer einen Schritt zu spät.» Sie seien der Aussenseiter, der gesamte Druck liege bei Bern. «Von daher haben wir nichts zu verlieren. Wir müssen versuchen, mehr das Spieldiktat zu übernehmen. Die Berner sind ein sehr gutes Team, aber auch sie machen unter Druck Fehler.» (ram/sda)

Scherwey fehlt in Spiel 4

Nach fünf Minuten war das Spiel für Luganos Stefan Ulmer und Berns Tristan Scherwey gestern bereits vorbei. Bei Scherweys Bandencheck verletzte sich der Tessiner, der SCB-Spieler kassierte eine Spieldauer-Disziplinarstrafe – schon seine zweite in diesen Playoffs. Scherwey fehlt deshalb am Dienstag in der Resega gesperrt.

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Scherweys Check gegen Ulmer. Video: srf

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    Alle Leser-Kommentare
  • plapperi 26.03.2017 17:28
    Highlight Highlight Scheint, als hätten die Luganesi mit dem Erreichen des HFs ihr Saisonziel erreicht und, als würden sie nicht schnell genug in die Ferien fliegen können.
    Schiris und die Berner Härte für das Versagen des eigenen Teams schlecht zu schreiben ist die billigste aller Ausreden.

    Auch wenn im Moment nichts auf das Erreichen des Finales hindeutet ... Die Hoffnung stirbt zuletzt ...

    FORZA LUGANO!
  • TheMan 26.03.2017 17:18
    Highlight Highlight Blick meldet, keine Sperre gegen Scherwey. Er spielt somit am Dienstag.
  • MARC AUREL 26.03.2017 12:00
    Highlight Highlight Einfach nur geil wie Rüfi zeigt wie lächerlich Lapierre ist!
  • cb illgau 26.03.2017 11:24
    Highlight Highlight Leider hatten sich die Schiedsrichter gestern wieder ein SCB Trikot übergezogen. Warum hatte gester der SCB eigentlich ein Geisterspiel? Oder hört mann die Fans einfach nicht? Ich dachte es kommen immer so viele Fans an die Heimspiele des SCB.
    • Pius C. Bünzli 26.03.2017 12:38
      Highlight Highlight War auch Eishockey und kein Fussball. Da ists normal wenn man die "Fans" nicht hört
    • ben_fliggo 26.03.2017 12:43
      Highlight Highlight haha
    • DINIMAMIISCHNDUDE 26.03.2017 12:47
      Highlight Highlight Was hast denn du für ein Spiel geschaut. Wenn du denkst die Schirris haben das Spiel entschieden hast du, leider Gottes, keine Ahnung.
      PS: Lieber 17'000 gesittete Fans, als 3000 müllwerfende Vollidioten in der Kurve.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Tikkanen 26.03.2017 10:43
    Highlight Highlight ..Weltklasse Leistung vom Rüfi👍🏻Nebst den Toren natürlich das coole Abblitzen lassen des Geleiers der üblen ex NHL 4th line Pussy🤢 Lapi😎Ja, der Tristan wird am Dienstag fehlen, obwohl die souveräne Berner Hockeymaschine zum Obsiegen über die überforderten Tessiner mit ihrem schludrigen Goalie👶, ihren ausser beim Einsatz von hahnedämlichen Stockschlägen äusserst blassen🇸🇪 sowie dem knorrigen Sannitz😜, auch relativ locker auf Tristan verzichten kann. Lugano kann abgehakt werden, wir freuen uns auf die Finalfreilose aus dem Murmeliland oder den EV Weltkonzern🤗Noch 6 bis🐻🏆🍺
    • cb illgau 26.03.2017 11:11
      Highlight Highlight Wow, du bist aber cool
    • Karl24 26.03.2017 12:26
      Highlight Highlight Der Tikkanen war natürlich ein NHL 1th Liner und nein ich meine nicht Esa!!
    • FDS 26.03.2017 13:37
      Highlight Highlight 1th, really? ;)
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