DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Bild

Dorflehrer Rajaram mit seinen Schülern vor dem neuen Schulbus von Baraali. Bild: screenshot the news minute

Good-News

Weil Schulweg zu lange ist: Indischer Lehrer kauft Bus und fährt Schüler zur Schule



Die Kinder im indischen Dorf Baraali im südwestlichen Bundesstaat Karnataka haben einen beschwerlichen Schulweg. Die Schule der weit verstreuten Siedlung liegt kilometerweit entfernt von den Häusern der meisten Kinder. Eine befestigte Strasse gibt es nicht, der schnellste Weg für die Mehrheit der Kinder führt über schlammige Wege durch waldiges Gebiet.

Diese Hindernisse führten dazu, dass viele Eltern ihren Nachwuchs schon wenige Wochen nach der Einschulung nicht mehr zur Schule schickten. Das erregte den Unmut von Lehrer Rajaram, der an der Dorfschule Mathematik und Naturwissenschaften unterrichtet. Das berichtet The News Minute.

Weil Rajaram nicht tatenlos dabei zusehen wollte, wie sich sein Schulhaus mehr und mehr leerte und gar von der Schliessung bedroht war, wandte er sich an zwei Schulabgänger. Sein Vorschlag: Zu Dritt würden sie ihr Erspartes zusammenlegen und einen Schulbus kaufen. Gesagt, getan. Doch weil das Budget damit aufgebraucht war, war kein Geld zur Entlöhnung eines Busfahrers mehr vorhanden.

Bild

Der Schulbus von Lehrer Rajaram. Bild: screenshot the news minute

Also machte Lehrer Rajaram einen Führerschein für den Bus und steht seither frühmorgens auf, um mit insgesamt vier Fahrten die Kinder des Dorfes zum Schulhaus zu fahren. Um 9.30 Uhr erreicht er mit der vierten Fahrt pünktlich zum Schulbeginn das Ziel – wo seine drei Dorflehrerkollegen auf die früher eingetroffenen Schüler aufpassen.

Den Treibstoff und die Versicherung für den Bus bezahlt Rajaram aus seinem bescheidenen Lohn. Sein Engagement hat sich ausgezahlt. Seit er den Fahrdienst aufgezogen hat, ist die Anzahl der anwesenden Schülern von 50 auf 90 angestiegen. Nun sammelt Rajaram Geld für sein nächstes Projekt. Er will einen Zaun um die Schule bauen und eine Bahn für 100- und 200-Meter-Rennen einrichten. (cbe)

Schulanfang! Kennst du diese 10 Situationen noch?

Video: watson/Knackeboul, Lya Saxer

Nicht nach unten gucken! Der schwindelerregendste Schulweg der Welt

Das könnte dich auch interessieren:

So lief Tag 1 nach Bekanntgabe der «ausserordentliche Lage» für die Schweiz

Link zum Artikel

Wie ich nach 3 Stunden Möbelhaus von Wolke 7 plumpste

Link zum Artikel

Magic Johnson vs. Larry Bird – ein College-Final als Beginn einer grossen Sportrivalität

Link zum Artikel

Der Mann, der es wagt, Trump zu widersprechen

Link zum Artikel

Die Fallzahlen steigen wieder leicht an – so sieht's in deinem Kanton aus

Link zum Artikel

Das iPad kriegt Radar? Darum ist der Lidar-Sensor eine kleine Revolution

Link zum Artikel

Ein Virus beendet Jonas Hillers Karriere: «Es gäbe noch viel schlimmere Szenarien»

Link zum Artikel

Lasst meinen Sex in Ruhe, ihr Ehe- und Kartoffel-Fanatiker!

Link zum Artikel

Wie ansteckend sind Kinder wirklich? Was die Wissenschaft bis jetzt dazu weiss

Link zum Artikel

Die Schweiz befindet sich im Notstand – die 18 wichtigsten Antworten zur neuen Lage

Link zum Artikel

Corona International: EU beschliesst Einreisestopp ++ Italien mit 345 neuen Todesopfern

Link zum Artikel

BAG meldet 2744 neue Fälle in drei Tagen

Link zum Artikel

4 Gründe, weshalb die Corona-Zahlen des BAG wenig mit der Realität zu tun haben

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen
DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Themen

Good-News

Drei Monate nach der Bein-Amputation: Billy Monger sitzt wieder im Rennboliden

«Ich bin zurück», verkündet der 17-jährige Rennfahrer Billy Monger seinen Fans über die sozialen Medien. Dazu postet er ein Video, wie er aus seinem Rollstuhl in ein Rennauto einsteigt. Geschafft, er sitzt wieder auf dem Fahrersitz. Es sei zu lange her, schreibt der Teenager. Dabei sind erst drei Monate seit seinem schrecklichen Rennunfall im englischen Donington Park vergangen. 

Es passierte an einem Formel-4-Rennen am 16. April, am Ostersonntag. Das Auto seines Rennfahrkollegen Patrik …

Artikel lesen
Link zum Artikel