DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
National League
Playoff-Viertelfinals, 2. Runde:
Genf – Bern 2:3nV (0:1,0:1,1:1,0:1); Stand: 1:1
Lugano – Zug 1:5 (0:1,1:3,0:1); Stand: 0:2
Langnau – Lausanne 0:3 (0:1,0:2,0:0); Stand: 1:1
Ambri – Biel 2:3 (0:0,1:1,1:2); Stand: 0:2
Bild: KEYSTONE

Arcobello erlöst Bern in der Verlängerung – Zug demütigt Lugano – Biel siegt weiter

In der 2. Runde der Playoff-Viertelfinals gab es bloss Auswärtssiege. Während Bern und Lausanne in den Serien ausglichen, führen Zug und Biel mit 2:0 Siegen.
12.03.2019, 23:2613.03.2019, 07:44

Playoff-Viertelfinals

» Hier gibt's den Liveticker zur 2. Runde zum Nachlesen.

Genf – Bern 2:3nV

Der SC Bern befindet sich in den Playoffs wieder auf Kurs. Die Berner schaffen auswärts gegen Genf-Servette mit einem 3:2 nach Verlängerung den Ausgleich zum 1:1 in der Serie. Bern siegte dank Mark Arcobello. Der Berner Topskorer erzielte zuerst das 2:0 und in der Overtime nach 65:21 Minuten das Siegtor. Im zweiten Abschnitt wurde ein weiteres Goal des Amerikaners (zu Recht) nicht anerkannt.

Bern setzte sich auf glückhafte Art und Weise durch. Die Berner gingen durch ihren allerersten Torschuss nach sieben Minuten in Führung. Und auch in der Verlängerung schoss Bern nur einmal aufs Tor. Servette dagegen spielte für seine Verhältnisse famos. Es ist fragwürdig, ob Servette besser Hockey spielen kann. Aber trotz der tollen Leistung und 45:25 Torschüssen standen die Servettiens am Ende mit leeren Händen da.

Und trotz der Genfer Überlegenheit sah Bern schon während der regulären Spielzeit lange wie der sichere Sieger aus. Die Berner gingen nach in Unterzahl (!) und mit dem allerersten Torschuss (!) mit einem Bully-Goal durch Tristan Scherwey in Führung. Dieses Goal ermöglichte es Bern, passiv auf Konterchancen zu lauern. Nach Torschüssen stand es zur ersten Pause 19:4 für Servette, nach 30 Minuten sogar 29:6. Der Berner Minimalismus schien zum Erfolg zu führen. Bis zur 52. Minute führte Bern mit 2:0.

Das sagt Berns Tristan Scherwey zum Sieg.

Jedoch im Finish wechselte das Glück kurzzeitig die Seite. Bern traf plötzlich nicht mehr ins Tor, sondern durch Arcobello nur an die Latte (54.) und durch Eric Blum nur an den Innenpfosten (59.). Und Servette realisierte in den letzten neun Minuten, als nicht mehr viele an ein Genfer Aufbäumen glaubten, die zwei Goals zum Ausgleich. Kevin Romy fälschte einen Schuss für Leonardo Genoni unhaltbar zum 1:2 ins Netz ab. Beim Genfer Ausgleich sah aber Genoni nicht mehr gut aus: Er liess einen Schuss von Rubin nach vorne abprallen, Juraj Simek realisierte mit dem Nachschuss den Ausgleich.

Bild: KEYSTONE

Lugano – Zug 1:5

Dem letztjährigen Finalisten Lugano droht ein frühes Saisonende. Die Tessiner verlieren gegen den EV Zug zuhause 1:5. Lino Martschini zeichnete sich als Doppeltorschütze aus. 12:6 zugunsten der Luganesi lautete das Schussverhältnis im Mitteldrittel, dennoch ging dieses mit 3:1 an die Zuger. Das sagt einiges aus über die Effizienz, die am Dienstag bei den Zentralschweizern trotz des 3:2-Sieges noch ein Manko gewesen war.

Die Highlights des Spiels.

Allerdings machten die Bianconeri den Gästen das Toreschiessen einfach. Beim 0:2 (26.) griff Luganos Goalie Elvis Merzlikins nach einem harmlosen Schuss von Garrett Roe daneben. 52 Sekunden später erhöhte der ab der kommenden Saison für den HCL spielende Dominic Lammer auf 3:0, nachdem der Tessiner Verteidiger Stefan Ulmer den Puck an der gegnerischen blauen Linie an Sven Leuenberger verloren hatte. Wie der erst 20-jährige Leuenberger, der in seinem zweiten Playoff-Spiel in der National League abermals punktete, in der Folge Lammer bediente, verdient allerhöchste Anerkennung.

Das sagt Zugs Dominic Lammer.
Das sagt Luganos Stefan Ulmer.

Merzlikins zog einen rabenschwarzen Abend ein, hätte er doch auch das 5:1 von Lino Martschini nach 36 Sekunden im Schlussabschnitt verhindern müssen. Der flinke Flügelstürmer war schon beim 4:0 (31.) im Powerplay erfolgreich gewesen, nachdem er am Dienstag das wichtigen 1:0 in Überzahl erzielt hatte. Damit hat Martschini nach zwei Viertelfinalspielen gleich oft getroffen wie in den letzten vier Jahren in den Playoffs zusammengezählt.

Bild: KEYSTONE/TI-PRESS

Langnau – Lausanne 0:3

Das Schussverhältnis ist nicht immer aussagekräftig, in dieser Partie unterstreicht es jedoch die Stärkeverhältnisse. Als Lausanne in der 36. Minute dank Joël Vermin im Powerplay 3:0 in Führung ging, lautete dieses 23:4 zu Gunsten der Gäste. Die Lausanner traten im Vergleich zur 1:5-Heimniederlage am Dienstag wie verwandelt auf. Sie spielten extrem aggressiv und überforderten damit die Langnauer in den ersten 40 Minuten.

Die Highlights des Spiels.

Eine Augenweide war das 2:0 von Lausanne in der 26. Minute. Christoph Bertschy bediente Dustin Jeffrey von hinter der eigenen Torlinie, worauf der Kanadier alleine auf den Langnauer Keeper Damiano Ciaccio losziehen konnte und diesen zwischen den Schonern erwischte. Jeffrey hatte schon am Dienstag zum 1:0 getroffen. Diesmal gingen die Waadtländer mit der Führung, für die in der 13. Minute Sandro Zangger verantwortlich gezeichnet hatte, deutlich besser um.

Das sagt Lausannes Christoph Bertschy.

Die Tigers halfen mit einigen dummen Strafen mit. Zwar steigerten sie sich im letzten Abschnitt, Zählbares schaute jedoch nicht heraus. Der Lausanner Goalie Sandro Zurkirchen (15 Paraden) kam ohne grössere Probleme zu einem Shutout. Somit warten die Langnauer weiter auf den ersten Heimsieg in den Playoffs. Bei der zuvor einzigen Teilnahme im Jahr 2011 unterlagen sie dem SC Bern mit 0:4 Siegen. Dass sie nun den Heimvorteil wieder verloren haben, muss sie jedoch nicht beunruhigen. Die Emmentaler waren in der Qualifikation das drittbeste Team auf fremdem Eis.

Bild: KEYSTONE

Ambri – Biel 2:3

Ein kaltblütiges Biel gewinnt bei Ambri-Piotta nach einem 1:2-Rückstand mit 3:2. Mit dem sechsten Sieg in Folge gegen Ambri-Piotta legten die Seeländer eine 2:0-Führung in der Viertelfinal-Serie vor.

Die Highlights des Spiels.

Den Siegtreffer für die Gäste erzielte Michael Hügli (58.), der nach einem Abpraller vor Ambris Tor die Scheibe nur noch einzuschieben brauchte. Als Ambri in der 47. Minute durch einen Ablenker von Dominik Kubalik mit 2:1 in Führung ging, nutzten die Seeländer eine Strafe gegen Ambris Fabio Hofer nur 97 Sekunden später zum 2:2 durch Toni Rajala aus. Es war der Wendepunkt.

Dabei hatte der Bieler Topskorer im Mitteldrittel noch eine Möglichkeit zur 2:0-Führung ausgelassen, als er an Ambris Keeper Benjamin Conz (32.) scheiterte. Fünf Minuten später wurden die Leventiner noch ihrem Ruf als bestes Powerplay-Team der Liga gerecht. Der 1:1-Ausgleich durch Fabio Hofer auf Vorarbeit von Dominik Kubalik und Dominic Zwerger erfolgte mittels einer mustergültigen Speed-Passfolge.

Das sagt Ambris Fabio Hofer.
Das sagt Biels Damien Brunner.

Ausgerechnet Ambris früherer Stürmer Jason Fuchs hatte die Seeländer entgegen dem Spielverlauf in Führung gebracht. Er nutzte in der 25. Minute eine krasse Unaufmerksamkeit der Gastgeber aus. Die Leventiner hatten den Bieler Stürmer ungehindert im Slot zum Abschluss kommen lassen. (sda)

Bild: PPR

Die Telegramme:

Genève-Servette - Bern 2:3 (0:1, 0:1, 2:0, 0:1) n.V.
7066 Zuschauer. - SR Dipietro/Lemelin, Kovacs/Obwegeser. - Tore: 7. Scherwey (Haas/Ausschluss Ruefenacht!) 0:1. 40. (39:18) Arcobello (Moser, Ruefenacht) 0:2. 52. Romy (Simek) 1:2. 58. Simek (Rubin) 2:2. 66. (65:21) Arcobello (Ruefenacht, Moser) 2:3. -
Strafen: 2mal 2 Minuten gegen Genève-Servette, 5mal 2 Minuten gegen Bern.
PostFinance-Topskorer: Bozon; Arcobello.
Genève-Servette: Mayer; Martinsson, Tömmernes; Mercier, Fransson; Völlmin, Bezina; Antonietti; Jacquemet, Richard, Winnik; Riat, Kast, Rod; Fritsche, Berthon, Bozon; Rubin, Romy, Simek; Maillard.
Bern: Genoni; Burren, Almquist; Krueger, Blum; Anderson, Beat Gerber; Kamerzin; Ruefenacht, Arcobello, Moser; Mursak, Ebbett, Bieber; Sciaroni, Haas, Scherwey, Grassi, Heim, Berger; Brügger.
Bemerkungen: Genève-Servette ohne Almond, Bouma, Douay, Vukovic, Wick, Wingels (alle verletzt), und Skille (überzähliger Ausländer), Bern ohne Jeremi Gerber (abwesend), Kämpf und Untersander (beide verletzt). - Timeout Bern (Coach's Challenge). - Pfostenschüsse: Arcobello (54.), Blum (59.).

Lugano- Zug 1:5 (0:1, 1:3, 0:1)
6874 Zuschauer. - SR Wiegand/Tscherrig, Wüst/Progin.
Tore: 20. (19:14) Simion 0:1. 26. (25:09) Roe (Suri) 0:2. 27. (26:01) Lammer (Leuenberger) 0:3. 31. Martschini (Everberg, Roe/Ausschluss Ronchetti) 0:4. 35. Hofmann (Lapierre) 1:4. 41. Martschini (Everberg/Ausschluss Vauclair) 1:5.
Strafen: 7mal 2 plus 10 Minuten (Walker) gegen Lugano, 6mal 2 plus 2mal 10 Minuten (Morant) plus Spieldauer (Morant) gegen Zug.
PostFinance-Topskorer: Bertaggia; Alatalo.
Lugano: Merzlikins; Loeffel, Chorney; Wellinger, Chiesa; Ulmer, Vauclair; Ronchetti; Lapierre, Lajunen, Haapala; Hofmann, Sannitz, Bürgler; Bertaggia, Morini, Jörg; Fazzini, Romanenghi, Walker; Reuille.
Zug: Stephan; Alatalo, Thiry; Diaz, Morant; Schlumpf, Zgraggen; Zryd; Everberg, Roe, Simion; Martschini, Flynn, Suri; Lammer, McIntyre, Leuenberger; Albrecht, Senteler, Schnyder.
Bemerkungen: Lugano ohne Cunti und Klasen (beide verletzt). Zug ohne Stadler und Klingberg (beide krank). - Timeout Lugano (27.). - Pfostenschüsse: 38. Hofmann, 55. Fazzini.

Ambri - Biel 2:3 (0:0, 1:1, 1:2)
6090 Zuschauer. - SR Hebeisen/Salonen, Kaderli/Gnemmi. -
Tore: 25. Fuchs (Diem) 0:1. 37. Hofer (Kubalik, Zwerger/Ausschluss Künzle) 1:1. 47. Kubalik (Zwerger, Guerra) 2:1. 49. Rajala (Pouliot/Ausschluss Hofer) 2:2. 58. Hügli (Schmutz) 2:3.
Strafen: 6mal 2 Minuten gegen Ambri-Piotta, 3mal 2 Minuten gegen Biel.
PostFinance-Topskorer: Fischer; Diem.
Ambri-Piotta: Conz; Plastino, Ngoy; Fischer, Guerra; Fora, Dotti; Jelovac; D'Agostini, Novotny, Hofer; Trisconi, Kostner, Bianchi; Zwerger, Müller, Kubalik; Rohrbach, Goi, Lauper; Mazzolini.
Biel: Hiller; Kreis, Salmela; Maurer, Forster; Fey, Forster; Sataric; Pedretti, Pouliot, Rajala; Riat, Diem, Künzle; Brunner, Fuchs, Kärki; Schmutz, Neuenschwander, Hügli; Tschantré.
Bemerkungen: Ambri ohne Lerg und Pinana (beide verletzt), Biel ohne Earl (krank). - 58:27 Timeout Ambri, anschliessend ohne Torhüter.

SCL Tigers - Lausanne 0:3 (0:1, 0:2, 0:0)
6000 Zuschauer (ausverkauft). - SR Stricker/Kaukokari, Castelli/Fuchs.
Tore: 13. Zangger (Froidevaux, Lindbohm) 0:1. 26. Jeffrey (Bertschy) 0:2. 36. Vermin (Genazzi, Junland/Ausschluss DiDomenico) 0:3.
Strafen: 8mal 2 plus 10 Minuten (Gerber) gegen die SCL Tigers, 3mal 2 plus 10 Minuten (Traber) gegen Lausanne.
PostFinance-Topskorer: Giliati; Jeffrey.
SCL Tigers: Ciaccio; Glauser, Leeger; Erni, Lardi; Cadonau, Randegger; Huguenin; Elo, Gagnon, Dostoinow; DiDomenico, Pascal Berger, Giliati; Kuonen, Diem, Neukom; Rüegsegger, Gustafsson, Nils Berger; Gerber.
Lausanne: Zurkirchen; Junland, Genazzi; Trutmann, Grossmann; Lindbohm, Frick; Nodari; Moy, Emmerton, Leone; Bertschy, Jeffrey, Vermin; Zangger, Froidevaux, Kenins; Antonietti, In-Albon, Herren; Traber.
Bemerkungen: SCL Tigers ohne Pesonen (krank), Blaser, Johansson und Punnenovs. Lausanne ohne Borlat, Mitchell, Roberts (alle verletzt) und Partanen (überzähliger Ausländer). (abu/sda)

Alle NL-Topskorer der Qualifikation seit 2002/2003

1 / 21
Alle NL-Topskorer der Qualifikation seit 2002/2003
quelle: keystone / urs flueeler
Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenWhatsapp sharer

Unvergessene Eishockey-Geschichten

Alle Storys anzeigen
DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Unvergessen

Maradona rutscht bäuchlings über den Rasen – als Trainer, nicht als Spieler

11. Oktober 2009: Die Lage ist ernst, Argentinien droht die WM 2010 in Südafrika zu verpassen. Gegen Peru muss ein Sieg her, doch es steht bis zur 93. Minute 1:1. Bis Martin Palermo trifft und alle Dämme brechen.

In der Qualifikation für die WM 2010 in Südafrika stehen Argentinien und sein Trainer Diego Maradona unter Druck: Der Weltmeister von 1978 und 1986 droht das Turnier zu verpassen. Gegen das letztklassierte Peru ist ein Heimsieg Pflicht – andernfalls ist der Nationalheilige seinen Job wohl los.

38'000 Zuschauer sind ins Stadion von River Plate gekommen, um in der zweitletzten Quali-Runde dabei zu sein. Sie werden lange enttäuscht. Erst zwei Minuten nach der Pause geht Favorit Argentinien in …

Artikel lesen
Link zum Artikel