Zürich
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Wahlplakat von Ernst Stocker und Natalie Ricki zu den kommenden Zuercher Regierungsratswahlen, in Weiningen, am Montag, 11. Februar 2019. (KEYSTONE/Walter Bieri)

Bild: KEYSTONE

Kassieren SVP und SP eine Schlappe? 7 wichtige Punkte zu den Zürcher Wahlen

Die Wahlen im Kanton Zürich gelten jeweils als wichtiger Gradmesser für die nationalen Wahlen im Herbst. Im Fokus stehen dieses Jahr die beiden grossen Polparteien und eine mögliche «grüne Welle».



Am Sonntag werden Regierung und Parlament im Kanton Zürich neu gewählt. Von einem Wahl«kampf» aber kann keine Rede sein. Nicht einmal der SVP gelingt es, für Aufregung zu sorgen – mit Ausnahme eines Kantonsratskandidaten, der auf einen zweifelhaften Telefonstreich herein fiel. Die Wahlbeteiligung dürfte entsprechend tief ausfallen.

Für den geringen Emotionspegel gibt es vor allem einen Grund: Zürich geht es blendend. Dabei waren die Wahlen im einwohnerreichsten und wirtschaftlich stärksten Kanton der Schweiz in der Vergangenheit stets ein Indikator für die nationalen Wahlen im Oktober. Was ist dieses Jahr zu erwarten? Ein Überblick über die wichtigsten Punkte:

Bleibt die Regierung «stabil»?

Thomas Vogel im Gespraech mit einem Passanten, fotografiert an einem oeffentlichen Anlass zu den kommenden Kantons- und Regierungsratswahlen, am Samstag, 23. Februar 2019, in Zuerich. (KEYSTONE/Melanie Duchene)

FDP-Kandidat Thomas Vogel muss zittern. Bild: KEYSTONE

Vor acht und vier Jahren ereignete sich Denkwürdiges: Beide Male wurde ein Regierungsrat abgewählt. Das hatte es in Zürich zuvor während fast 50 Jahren nicht mehr gegeben. 2011 musste Hans Hollenstein (CVP) wegen des Fukushima-Effekts und Führungsmängeln über die Klinge springen. «Entthront» hatte ihn der Grüne Martin Graf, dem 2015 die Affäre Carlos zum Verhängnis wurde.

Dieses Jahr haben die fünf Bisherigen – Markus Kägi (SVP) und Thomas Heiniger (FDP) treten nicht mehr an – wenig zu befürchten. Spannend ist die Frage, ob die SVP mit Natalie Rickli und die FDP mit Thomas Vogel ihre Sitze verteidigen können. Die Wahlumfragen der NZZ vom Januar und des «Tages-Anzeiger» von letzter Woche zeigen, dass zumindest Vogel zittern muss. Er wird vom erst 32-jährigen Grünen Martin Neukom bedrängt.

SVP im Abwärtstrend

Appenzell Ausserrhoden ist kein repräsentativer (Halb-)Kanton. Trotzdem muss das Ergebnis der Parlamentswahl vom Sonntag der SVP zu denken geben. Die erfolgsverwöhnte Partei verlor fünf ihrer zwölf Sitze im Kantonsrat. In ihrer Hochburg Zürich droht der SVP ebenfalls eine Schlappe: In der «Tages-Anzeiger»-Umfrage verliert sie 1,8 Prozent, mehr als jede andere Partei.

Für den Abwärtstrend gibt es Gründe. Ihre Kernthemen Asylpolitik und Zuwanderung haben keine Konjunktur. Umso mehr setzt die SVP im Wahlkampf auf Europa und das Rahmenabkommen mit der EU. Mit zweifelhaften Argumenten und ebenso zweifelhaften Erfolgschancen. Das Thema mag in den Medien stark präsent sein, für die breite Bevölkerung aber ist es noch ziemlich weit weg.

Letzte Woche verschickte die SVP einen Flyer an die Zürcher Haushalte, in dem sie SP und FDP vorwarf, sie würden sich «von der Schweiz verabschieden». Das könnte ins Auge gehen. Die FDP und ihr Anhang haben nicht vergessen, wie sie von der SVP als «Nette» und «Weichsinnige» verhöhnt wurden. Muss am Ende gar Natalie Rickli um ihre sicher geglaubte Wahl bangen?

SP im Europastrudel

Mario Fehr, Regierungsrat, beim Ausfuellen seines Stimmzettels an der Ausserordentlichen Delegiertenversammlung der SP Kanton Zuerich, im Volkshaus, in Zuerich, am Dienstag, 29. Mai 2018. Die Delegierten der SP Kanton Zuerich entscheiden, ob sie erneut mit Jacqueline Fehr und Mario Fehr als KandidatInnen fuer den Regierungsrat in die kantonalen Wahlen ziehen moechten. (KEYSTONE/Patrick Huerlimann)

Mit Mario Fehr hat sich die SP zusammengerauft, dafür droht Ungemach in Sachen Europa. Bild: KEYSTONE

Lange sah es gut aus für die Zürcher SP. Das Verhältnis zum ungeliebten Regierungsrat Mario Fehr schien einigermassen bereinigt. Und nun das: In der Tagi-Umfrage des Instituts Sotomo verliert die SP 1,1 Prozent. Hauptgrund dürfte die Europapolitik sein: Beim Rahmenabkommen bewegten sich die Sozialdemokraten unter dem Einfluss der Gewerkschaften lange auf Nein-Kurs.

Bei ihrer urbanen, mittelständischen Wählerschaft kommt diese virtuelle Nähe zur SVP nicht gut an. Ein Viertel der befragten SP-Wähler ist laut der Umfrage unzufrieden mit der Europapolitik ihrer Partei. Dabei dürfte der Galladé-Effekt eine Rolle spielen. Die Befragung fand laut Sotomo-Leiter Michael Hermann direkt nach dem Parteiwechsel der früheren Nationalrätin zur GLP statt.

Fragezeichen bei der FDP

Parteipraesident Hans-Jakob Boesch spricht am Spaziergang der FDP Kanton Zuerich anlaesslich des kantonalen Wahlkampfs, aufgenommen am Samstag, 19. Januar 2019 in Zuerich. (KEYSTONE/Ennio Leanza)

Die FDP wird kaum ein weiteres Mal abheben. Bild: KEYSTONE

Ob national oder kantonal: Die Freisinnigen schienen in den letzten Jahren kaum etwas falsch machen zu können. Von Wahl zu Wahl legten sie zu. Ausgerechnet im «Superwahljahr» 2019 gerät der FDP-Express ins Schlingern. In der Umwelt- und der Europapolitik hinterlässt die Partei mit ihren wechselhaften Positionen einen alles andere als stilsicheren Eindruck.

Trotzdem dürfte die FDP mit einem blauen Auge davonkommen. In der «Tages-Anzeiger»-Umfrage kann sie sogar leicht zulegen, um 0,3 Prozent. Mögliche Abwanderungen nach links wegen der Klimathematik könnten durch Zugänge von enttäuschten SVP-Wählern kompensiert werden. Der Verlust einer ihrer beiden Sitze im Regierungsrat wäre allerdings ein schwerer Schlag.

Die «Modefarbe» Grün

Die besten Bilder des Klimastreiks

Die Ökoparteien erlebten in den letzten Jahren eine Achterbahnfahrt. 2011 profitierten Grüne und Grünliberale von der Atomkatastrophe in Fukushima, vier Jahre später stürzten sie ab. Nun verhilft ihnen die verschärfte Klimadebatte zu einem erneuten Boom. In der Umfrage des «Tages-Anzeiger» legen beide Parteien um mehr als zwei Prozent zu.

Besonders rosig sind die Perspektiven der Grünliberalen, die gleich doppelt profitieren könnten. «Sie gewinnen Stimmen von einstigen FDP-Wählern aufgrund ihrer Klimapolitik und von SP-Wählern aufgrund ihres dezidierten Pro-Europa-Kurses», sagt Michael Hermann. Es wäre ein Traumstart für das neue Co-Präsidium mit Corina Gredig und Nicola Forster.

Die Kleinen bangen

Für die kleinen Parteien geht es vor allem darum, weiter im Kantonsrat vertreten zu sein. Dafür müssen sie in mindestens einem der 18 Wahlkreise die Fünf-Prozent-Hürde überwinden. Bedroht ist vor allem die BDP. Sie hatte es schon vor vier Jahren nur knapp geschafft und muss erneut mit Verlusten rechnen. Für CVP, EVP und EDU sind die Perspektiven laut der NZZ etwas besser.

Wirklich auf der sicheren Seite befindet sich nur die Alternative Liste (AL). Auf dem Land ist sie faktisch inexistent, doch im Stadtzürcher Wahlkreis 4/5 kommt sie regelmässig auf zweistellige Ergebnisse. Die Linksaussen-Partei kann dem Wahlsonntag deshalb beruhigt entgegenblicken.

Die Agglo auf Linkskurs

THEMENBILDER ZUR MK DES KOMITEES

Die Agglogemeinden (Bild Schlieren) verstädtern und wählen linker. Bild: KEYSTONE

Eine besondere Beachtung verdient das Wahlverhalten in den städtischen Agglomerationen. Sie waren während Jahren Richtung Land und damit politisch nach rechts gedriftet. Peter Moser vom statistischen Amt des Kantons Zürich begründete dies in der NZZ mit einem Gefühl des Heimatverlustes. In Dübendorf oder Urdorf weht eben nur noch dem Namen nach Landluft.

Bei den Zürcher Gemeindewahlen im letzten Jahr aber hat der Wind gedreht. Die Agglo orientierte sich nach links, Federn lassen musste vor allem die SVP. Mit der Urbanisierung haben sich die Bedürfnisse der Bevölkerung gewandelt und jenen der Städter angenähert: Bezahlbare Wohnungen und Kinderbetreuung, besserer (öffentlicher) Verkehr. Davon profitiert die Linke.

Falls Zürich auch in diesem Fall ein Trendsetter ist, könnte dies weitreichende Auswirkungen auf die nationale Politik haben und den Graben zwischen Stadt und Land vertiefen. Erste Anhaltspunkte könnten die Wahlen in Baselland eine Woche später liefern, auch wenn die dortigen Verhältnisse speziell sind: Die Baselbieter Agglobewohner orientieren sich häufig an der Stadt Basel und interessieren sich wenig für die Politik in ihrem Halbkanton.

8 Leute, die auch finden, dass Zürich zum Kotzen ist

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    Alle Leser-Kommentare
  • Posersalami 19.03.2019 23:32
    Highlight Highlight Mehr Grün in der Regierung kann nicht schaden! Wenn das zu Lasten der Pole geht kann man sagen, dass eine Wahl auch schlechter verlaufen kann.

  • gegen_links_grün 19.03.2019 19:53
    Highlight Highlight " Ihre Kernthemen Asylpolitik und Zuwanderung haben keine Konjunktur." Ach ja, wurden denn die Probleme bei der Migration und bei den Flüchtlingen gelöst?

    " Zürich geht es blendend " wo denn? Beispiele bitte.

    " in dem sie SP und FDP vorwarf, sie würden sich «von der Schweiz verabschieden». Das könnte ins Auge gehen. " Der Vorwurf stimmt aber.

    " Trotzdem dürfte die FDP mit einem blauen Auge davonkommen. In der «Tages-Anzeiger»-Umfrage kann sie sogar leicht zulegen, um 0,3 Prozent. " nur noch. Und bei der Tagi-Umfrage zur NR Wahl verliert sie schon 0,5%.



  • Mikey51 19.03.2019 12:33
    Highlight Highlight Nach der Abwahl des SVP Gemeindepräsidenten Renzo Adriani von Herisau äussert sich Christian Oertle, Präsident der SVP Herisau folgendermassen: ....“ Das Volk müsse nun die Verantwortung für den Entscheid tragen“ (hat es ja demokratisch gemacht) und ..... „er wird von unserer Seite keine Unterstützung erhalten“. Das ist Verantwortungsverweigerung und politisches „täubele“. Solch ein Verhalten zeigt im Kleinen auf, weshalb die SVP zunehmend unwählbar geworden ist. Das ist Erpressung gegen den demokratischen Volksentscheid und ein absolut intolerantes Verhalten.
    • Gonzolino_2017 19.03.2019 16:12
      Highlight Highlight Da haben Sie völlig recht! Aber auch SP, CVP, BDP und FDP regierten genau so - damit ist die SVP im guten Kreise angekommen! Auch dieses Verhalten ist absolut intolerant - aber hier wird es schöngeredet! Die Grünen laufen so oder so separat und damit Ist die einzige Partei, die noch lösungsorientierte Sachpolitik betreibt, und damit versucht dem Volkswillen zu entsprechen die GLP!
  • Schreimschrum 19.03.2019 10:31
    Highlight Highlight Gut so. Wenn sich Leute von den radikalen, nicht umsetzbaren Konzepten von ganz Rechts & ganz Links abwenden, heisst das die Bevölkerung wird erwachsen.
  • Der Tom 19.03.2019 09:52
    Highlight Highlight Mir ein Rätsel wie die SVP so viele Anhänger haben kann. Da mache ich mir wirklich Sorgen. Gut wenn sich das ändert. Die FDP könnte den rechten Flügel eigentlich auch alleine übernehmen. Die SVP gehört nicht in den Bundesrat. GLP oder Grün sollte unbedingt in den Bundesrat.
    • Makatitom 19.03.2019 12:55
      Highlight Highlight Grün von mir aus, neolibertäre Kapitalfaschisten sind jedoch bereits jetzt übervertreten, da braucht es keine weiteren, auch nicht mit grünem Tarnmantel
  • rodolofo 19.03.2019 09:51
    Highlight Highlight Wartet doch einfach die paar Tage bis zur Auszählung der Stimmen!
    Dann erübrigt sich nämlich Eure Frage!
    Ein Grossteil des Tagesschau-Journalismus besteht mittlerweile aus solchen bescheuerten Zukunft-Befragungen, an die "modernen Wahrsager vor Ort":
    Lieber Herr Rahmspeck, Sie befinden sich ja jetzt direkt vor Ort, draussen auf der Strasse, vor dem Brüsseler EU-Parlaments!
    Was meinen Sie als "Maus im Speck", wie wird die EU auf die neuesten Verzögerungen und Nachverhandlungs-Sondierungen der 7 Zwerge hinter den 7 Bergen reagieren?
    - "Das kann man jetzt noch nicht so genau sagen..."
    usw.
  • Jesses! 19.03.2019 09:50
    Highlight Highlight Die grüne Welle ist absehbar. Endlich! Momentan können wir keine festgefahrenen, politische Parteien gebrauchen. Sie sind zu sperrig, zu wenig offen für Veränderungen, zu blockiert um rasch zu handeln, zu verbissen in ihren Kernthemem. Das ist nicht mehr zeitgemäss.
    • _Jay_ 19.03.2019 12:07
      Highlight Highlight Noch ist rein gar nichts entschieden, man soll den Tag nicht vor dem Abend loben.
    • gegen_links_grün 19.03.2019 20:00
      Highlight Highlight so so, das hatten wir schon 2011 und verbessert haben die Grünen nichts, darum auch wieder die Talfahrt 2015. Und 2019 möchten sie wieder die Welt retten.
  • TheDoctor 19.03.2019 09:40
    Highlight Highlight Ich finde, man muss die FDP als wirtschaftsliberale Polpartei betrachten.


    Es ist ein weit verbreiteter und gefährlicher Irrtum, dass politische Positionen nur in ein eindimensionales Links-Rechts Schema einordenbar sind und Extreme nur daran erkennt werden, wie weit links oder rechts von der Mitte sie sind.
  • Fairness 19.03.2019 08:55
    Highlight Highlight Die SP wird weniger gewählt wegen ihrer übertriebenen Asylpolitik (und deren enormen Kosten) und EU-Freundlichkeit. So einfach ist das.
    • FrancoL 19.03.2019 09:32
      Highlight Highlight Nein das ist nun mal eine Fehlsicht. Das JETZT zählt und das wird durch andere Themen beeinflusst.
      Es ist eben nicht so einfach, aber man kann es sich einfach machen, ist nur keine nachhaltige Haltung.
    • TheDoctor 19.03.2019 09:36
      Highlight Highlight Fairness muss sein. Darum nein, du hast nicht Recht. Wer SP gewählt hat, hat fast immer ein Weltbild, das Offenheit und Solidarität beinhaltet. Wenn nun die SP weniger EU-freundlich scheint wegen des Rahmenabkommens, verliert die SP Wähler an EU-freundlichere Parteien.
    • dorfne 19.03.2019 10:48
      Highlight Highlight Dann fragen Sie doch mal diese Leute, welche Partei für die Renten, für anständige Löhne, den Service publique, für Sozialhilfeempfänger, IV-Rentner usw. kämpft. Den einen geht es gut, drum denken sie, es brauche die SP nicht, die andern glauben dem was die SVP sagt, dass nämlich an Allem die Ausländer schuld sind und der Klimaschutz dem Büezer ans Portemonnaie ginge. Letzteres stimmt, aber nur weil die SVP genau das will, um es dann links-grün in die Schuhe schieben zu können. Achtet nur mal auf die Wahlkampfreden eines Herrn Rösti und Co..
    Weitere Antworten anzeigen
  • N. Y. P. 19.03.2019 08:53
    Highlight Highlight Technische Frage :

    Thema sind zwar die Wahlen. Da aber das Rahmenabkommen die Wahlen beeinflusst..

    Die EU würde eigentlich keine Lohnschutzmassnahmen befürworten. Für die EU ist es also in Ordnung, wenn Handwerker aus dem Osten für 1200 Euro hier malochen würden ?

    Zweite Frage : Auch bei 400 Euro würde die EU kein Problem sehen ?

    Dritte Frage : 10 Euro ?

    Dass unser Arbeitsmarkt ohne Lohnschutz implodieren würde, lässt Brüssel kalt ?
    • dan2016 19.03.2019 09:07
      Highlight Highlight in der EU gibt es Lohnschutzmassnahmen, sogar viele und bürokratische und ineffiziente. Insofern kann man noch vor Deiner ersten Frage abbrechen und Dir empfehlen, Dich zu informieren. Die SP hat dazu im übrigen ein fast totgeschwiegenes Papier gemacht:)… Lohnschutz heisst nicht 8-tägige Anmeldungsfrist (auch wenn dies in der SChweiz offenbar das Verständnis ist)
    • ingmarbergman 19.03.2019 09:10
      Highlight Highlight Hast du dich mal gefragt, wer Handwerker für 1200€ einstellt? Es sind die ach so bodenständigen Unternehmer der SVP und FDP, denen die Schweizer Arbeiter egal sind und nur Profit wichtig ist.
      Dass der Arbeitsschutz überhaupt unter Druck gerät daran sind die Bürgerlichen Schuld.
    • reaper54 19.03.2019 09:21
      Highlight Highlight Die EU ist eine Wirtschaftsunion, es geht nur darum, dass die Konzerne einen möglichst grossen Gewinn einfahren. Der einzelne Mensch ist dabei egal. Oder wiso denkst du sind in Italien, Frankreich, Spanien abertausende von Jobs verschwunden während in Deutschland der grösste Billiglohnsektor europas entstand von dem
      man ohne zusätzliche Unterstützung nicht einmal überlebt obwohl man 100% arbeitet?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Glenn Quagmire 19.03.2019 08:44
    Highlight Highlight Kultiges Bild, könnte meinen es sei in Tschenorbyl oder so entstanden :-D
  • whatthepuck 19.03.2019 08:33
    Highlight Highlight Die GLP: Neoliberales Gedankengut im grünen Gewand mit EU-Turbo-Antrieb. Das sind Wachstumsgläubige, die dir alten Wein in neuen (grünen) Schläuchen ausschenken.

    Kann man das wählen?
    • Glenn Quagmire 19.03.2019 08:45
      Highlight Highlight je nach eigener Meinung ist alles wählbar, von ganz rechts bis ganz links. Das ist ein Vorteil der Meinungsfreiheit, welche in einem demokratischem Land herrscht. Auch wenn die extremen Pole sicher nicht zur Förderung des Landes beitragen werden.
    • PC Principal 19.03.2019 11:22
      Highlight Highlight Die glp als "neoliberal" zu bezeichnen ist ziemlich absurd. In Wirtschaftsfragen unterscheidet sie sich relativ stark von FDP und SVP und liegt irgendwo Mitte-Links. Im Unterschied zur SP hält sie Wachstum nicht für böse. Wachstum ist notwendig, um die Löhne hoch und die Arbeitslosigkeit tief zu halten.
    • Safster 19.03.2019 11:57
      Highlight Highlight Irgendwie stellen sich doch immer dieselben Fragen. Und irgendwie geht es doch auch immer darum, die besten Antworten und Lösungen zu finden. Mich überzeugt die glp in ihrem Meinungsfindungsprozess. Die wissen nicht schon im Voraus, was die Lösung ist. Die müssen sie zuerst finden, weil sie noch nicht jahrzehntelang verkrustetes Gedankengut in sich tragen. Gleichzeitig verfestigt sich die Partei zu einer Gruppe, die den Sozialstaat nicht in Frage stellt und gleichzeitig eine langfristige Finanzierung im Auge behält. Gut so.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Triumvir 19.03.2019 08:07
    Highlight Highlight Die Jungwähler sollen sich gut überlegen, welche Parteien ihre berechtigten Anliegen am besten vertreten. Das sind sicher nicht die bürgerlichen Parteien, sondern vielmehr Rot - Grün. Mein Wahlzettel habe ich entsprechend ausgefüllt und abgeschickt.
    • Patrik Lori 19.03.2019 09:31
      Highlight Highlight WIR alle BRAUCHEN ein Politik-Verständnis 5.0.🤔
      Wir brauchen Politiker die sich in 1. Priorität FÜR eine GESUNDE Gesellschaft einsetzen & NICHT nur für partikulären Interessen der globalisierten Wirtschaft; die viel zu wenig Ethik, Würde & Empathie kennt & die manchmal sogar Menschenrechte missachtet !!! 😉
    • DerMeiner 19.03.2019 10:23
      Highlight Highlight Schön dass du die Anliegen von Anderen zu kennen scheinst und ihnen daher sagen kannst, was am besten für sie ist.

      Ich meinerseits (Jungwähler) sehe das aber komplett anders.
    • M. Bakunin 19.03.2019 15:09
      Highlight Highlight Ich denke für alle die bei den Wahlen mit machen (egal ob Jungwähler oder pensionierte Wählerin) ist es wichtig sich zu Informieren. Wenn man keine Lust oder Zeit hat sich gründlich durch die Parteibücher zu kämpfen , ist die Seite smartvote zu empfehlen. Es geht nur ein paar Minuten und es gibt danach eine Wahlempfehlung (mit Prozent der Übereinstimmung). In meinem Umfeld war es überraschend zu sehen wie viele dachten sie seihen SVP-Wähler, nach dem Test war es auf einmal FDP oder sogar SP die gewählt wurden.
  • die Freiheit die ich meine 19.03.2019 08:07
    Highlight Highlight Das Nein der SP zum Rahmenabkommen:

    Bei ihrer urbanen, mittelständischen Wählerschaft kommt diese virtuelle Nähe zur SVP nicht gut an“

    Da sieht man, wie schlau der Wähler ist. Weil die SVP gegen das Abkommen ist, ist man selbst dafür. 🤦‍♂️
    So ist der Mensch.
    • dorfne 19.03.2019 10:52
      Highlight Highlight Unheilige Allianzen tragen es im Namen. Unheilig. Die SP ist für den Lohnschutz, für die FlaM und die SVP ist gegen die EU und deshalb gegen Alles was von Brüssel kommt. Ein Riesenunterschied.
  • dorfne 19.03.2019 08:04
    Highlight Highlight Der Gallade-Effekt! Ich glaube nicht, dass Leute, die sich Zeit ihres Lebens für soziale Gerechtigkeit eingesetzt und entsprechend gewählt haben nun plötzlich wegen dieser Abtrünnigen eine neoliberale Partei im Tenu grün wählen werden.
    • wasps 19.03.2019 08:26
      Highlight Highlight Zumal von den Befragten SP-Wählern Dreiviertel den Europakurs der Partei unterstützt. Ich finde das ziemlich viel.
    • PC Principal 19.03.2019 11:25
      Highlight Highlight Die SP hat einfach den Bezug zur Realität verloren und würde am liebsten jedes Wirtschaftswachstum ersticken. Die glp ist nicht neoliberal sondern sozialliberal, die Wirtschaftspolitik ist ausgelichen und liegt weit von FDP und SVP entfernt.
    • dorfne 19.03.2019 12:20
      Highlight Highlight @PC. Dann schauen Sie sich doch mal die Smartvote-Spinnen einzelner SVP Vertreter/Innen an! Neoliberal bis an den Bach runter und dann weiter bis zum Toten Meer!
    Weitere Antworten anzeigen
  • dorfne 19.03.2019 08:00
    Highlight Highlight Ich bin erstaunt, dass sogar Journalisten der Überzeugung sind, die Kernthemen der SVP seien Zuwanderung und Asylpolitik. Dem Volk aufs Maul geschaut ist das! Nur aufs Maul geschaut! Die Kernthemen sind Steuersenkungen und Sozialabbau. Dem Volk aufs Maul gehaut! Und da ist diese Partei sehr erfolgreich.
  • dorfne 19.03.2019 07:54
    Highlight Highlight Weil es Zürich gut geht wird die Wahlbeteiligung klein sein? Dann könnte man doch die bisherigen Politiker/Innen für ihre gute Arbeit belohnen, indem man sie wiederwählt.
  • malina2 19.03.2019 07:54
    Highlight Highlight Warum gilt ZH als Gradmesser für die nationalen Wahlen? Die Resultate aus 2015 passen jedenfalls überhaupt nicht zueinander. Ich wähle auf kantonaler Ebene leicht anders als auf nationaler, weil es schlicht unterschiedliche Themen sind, andere Schwerpunkte.
  • N. Y. P. 19.03.2019 07:44
    Highlight Highlight ..verliert die SP 1,1 Prozent. Hauptgrund dürfte die Europapolitik sein: Beim Rahmenabkommen bewegten sich die Sozialdemokraten unter dem Einfluss der Gewerkschaften lange auf Nein-Kurs.

    Heisst das im Umkehrschluss, dass wenn die SP beim Lohnschutz sich nicht an die Seite der Gewerkschaften gestellt hätte, sie eher nicht 1,1 Prozentpunkte aktuell verloren hätte ?

    Hhhm..

    Oder sind die SP-Mitglieder ganz einfach unzufrieden, weil keine Sau mehr weiss, was in Sachen Rahmenabkommen gilt. Alle Parteien labern irgendetwas. Man traut den Politikern nicht.
    • dorfne 19.03.2019 08:31
      Highlight Highlight Die SP hat schon mehrmals vor laufenden Kameras und offenen Mikros gesagt, man wolle dieses Rahmenabkommen. Aber man wolle auch den Lohnschutz, die FlaM nicht preisgeben.
    • Daniel Caduff 19.03.2019 09:06
      Highlight Highlight Hör doch endlich auf mit dieser Behauptung Mogad. Du weisst genau, dass das so nicht stimmt. Die SP ist nur für das InstA, wenn sie auch die FlaM bekommt.

      Nur die FlaM würde die SP nehmen, nur das InstA jedoch nicht. Kommt es hart auf hart, ist die SP bereit, das InsA über die Klinge springen zu lassen. Abgesehen davon, dass sie sich in der Diskussion nur stur konservativ verhält, aber keine eigenen, progressiven Vorschläge einbringt. Bei europafreundlichen Wählern wie mir punktet man so definitiv nicht.
    • Daniel Caduff 19.03.2019 09:13
      Highlight Highlight @NYP

      Die SP war in den letzten Jahren kantonal vwieder im Aufwind, bis das elendige Theater um das InstA losging. Und ja, ich wage die These, dass die SP in der linksliberalen / urbanen / europafreundlichen Wählerschaft mehr zu verlieren hat, als auf der gewerkschaftlichen Seite noch zu gewinnen. Wieso?

      1. Wir sind mehr und mehr eine Dienstleistungsgesellschaft. Den "Arbeiter" gibts immer weniger.

      2. Ein Grossteil der klassischen Arbeiter allgemein und auch der Gewerkschaftsmitglieder sind Ausländer. Also nicht wahlberechtigt.

      3. Die Mehrheit der typischen Arbeiter wählt längst SVP.
    Weitere Antworten anzeigen
  • äti 19.03.2019 07:43
    Highlight Highlight Mit Rickli einen Partei-Roboter installieren? Alternativen gibts.
    • Gurgelhals 19.03.2019 08:47
      Highlight Highlight Der Ricklitron, das schweizerische Imitat des britischen Maybots 😄
    • Planet Escoria auch bekannt als Gähn 19.03.2019 13:02
      Highlight Highlight Vielleicht ist sie ja auch ein getarnter Dalek. 🤔😨🤪
  • raues Endoplasmatisches Retikulum 19.03.2019 07:19
    Highlight Highlight Schwächung der Pole und Stärkung der Umweltanliegen, eine Wahl kann auch schlechter verlaufen.
    • dorfne 19.03.2019 08:06
      Highlight Highlight Eine dieser Polparteien ist tiefgrün, auch wenn sie das Grün nicht im Namen hat: die SP.
    • Möfe 19.03.2019 11:19
      Highlight Highlight Also laut smartvote ist eine GLP auch nicht gerade in der Mitte anzusiedeln...
      Benutzer Bild
    • dorfne 19.03.2019 14:41
      Highlight Highlight @Möfe. Die GLP hat zu fast jeder Kürzungen im Sozialbereich ja gesagt. Ja auch zur USRIII und nein zur Zweitwohnungsinitiative. Aber immerhin: die Partei ist kompromissfähig und bei grünen Anliegen gibt es grosse Schnittmengen mit rot-grün.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Laborchef Dr. Klenk 19.03.2019 07:17
    Highlight Highlight Meines Wissens ist Zürich (glücklicherweise) nicht der grösste Kanton der Schweiz.
    • ChrigeL_95 19.03.2019 07:30
      Highlight Highlight Von der Einwohnerzahl (über 1 Mio) schon, und das recht deutlich.
    • kupus@kombajn 19.03.2019 07:32
      Highlight Highlight Im Bezug auf die Fläche stimmt das, aber wen interessiert die Fläche? ZH ist der bevölkerungsreichste Kanton.
    • Binnennomade 19.03.2019 07:35
      Highlight Highlight Ich nehme an, es ist "bevölkerungsreichster" gemeint.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Cadinental 19.03.2019 07:08
    Highlight Highlight Wusste gar nicht, dass Zürich der grösste Kanton der Schweiz ist 🤔😋
    • Martin Lüscher 19.03.2019 07:35
      Highlight Highlight @Cadinental: «Einwohnerreichsten» wäre präziser. Ist korrigiert. Danke für den Hinweis.
    • Pascal1917 19.03.2019 10:35
      Highlight Highlight Ich glaube es war im Sinne von "der Beste" gemeint.

      :D

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