Review

Die Zukunft sei hier, verspricht uns Apple. Ich habs ausprobiert. 

Back to the Future – so gut ist das iPhone X wirklich

Das iPhone X ist die Königin der Smartphones. Aber ist es den Rekordpreis wert? Und für wen lohnt sich der Umstieg? Ein persönlicher Testbericht.

07.12.17, 10:41 08.12.17, 06:13

Inhaltsverzeichnis

  1. Vorspiel
  2. Design 🌶
  3. Display 🔪
  4. Face ID 👤
  5. Touch and Feel 👆
  6. Mehr Hardware ⚙️
  7. Software 🐿
  8. Akku 😏
  9. Preis 🙈
  10. Für wen es die richtige Wahl ist
  11. Facts & Figures
  12. Ist der Autor ein Fanboy?

* Apple stellt dem watson-Redaktor ein iPhone X als Leihgabe zur Verfügung.

Ein Wort zum «X»

Apple spricht offiziell vom iPhone 10 («Ten»). Demnach meint das X in der Produktbezeichnung die lateinische Zahl, nicht den Buchstaben. Allerdings halten sich, wie schon beim Mac-Betriebssystem, viele Leute nicht daran und sprechen vom «X». Und wir lernen, dass Marketing und Werbung wenig gegen das «Sprachbauchgefühl» ausrichten.

Vorspiel

Aussergewöhnliche Produkte verdienen eine besondere Vorstellung. Beim ersten iPhone lieferte Steve Jobs eine One-Man-Show, die in die Geschichte einging.

Zehn Jahre später kam dem Apple-Gründer erneut eine spezielle Rolle zu. Von Klaviermusik begleitet, war er in dem nach ihm benannten Auditorium zu hören ...

Jobs' Vermächtnis im Wortlaut:

«There’s lots of ways to be as a person, and some people express their deep appreciation in different ways.

But one of the ways that I believe people express their appreciation to the rest of humanity is to make something wonderful and put it out there.

And you never meet the people, you never shake their hands, you never hear their story or tell yours. But somehow, in the act of making something with a great deal of care and love, something's transmitted there. And it’s a way of expressing to the rest of our species our deep appreciation.

So, we need to be true to who we are and remember what’s really important to us. That’s what’s going to keep Apple, Apple, is if we keep us, us.»

quelle: recode.net

Am 12. September 2017 sass ich mit hunderten Journalisten im Steve Jobs Theater und verfolgte, wie Tim Cook seines früh gestorbenen Freundes gedachte. Eine rührende Szene.

Es war der Auftakt zur ersten Keynote am neuen Hauptsitz in Cupertino. Die Botschaft: Apple verkauft keine seelenlose Massenware, sondern beglückt die Welt mit Technik.

Knapp zwei Monate später zeigte sich das andere Gesicht von Apple und die hässliche Fratze der Globalisierung. Nun machten nicht die neusten Gadgets Schlagzeilen, sondern die Enthüllungen zu den Paradise Papers.

Die «Süddeutsche Zeitung» kommentierte:

«Apple, Nike, Amazon und Co. verhöhnen durch Steuertricks nicht ‹den Staat›. Sondern uns, ihre Kunden. Das ist nicht nur mies – es gefährdet das Gemeinwohl.»

quelle: süddeutsche.de

Beim Schreiben des Reviews konnte ich meine Irritation nicht einfach beiseite schieben. Und so ist dies ein – wie gewohnt – persönlicher Produktetest, der aber auch ethische Fragen rund um die reichste Firma der Welt adressiert.

Apple tut gut daran – so wie Jobs sagte – sich auf das zu konzentrieren, was wirklich zählt. Die wichtigste Stärke der Kalifornier ist nicht die Steuervermeidung, sondern ihre Innovationskraft.

Das zeigt sich eindrücklich beim iPhone X.

Es ist seit langem das erste iPhone, das ich auch Smartphone-Liebhabern empfehle, die auf Android schwören. Wobei es kein Gerät ist für jedermann, wie wir gleich sehen ...

2007 stand Steve Jobs am Beginn einer Revolution ... bild: ap

... als er ein Mobilgerät mit einem neuartigen User-Interface präsentierte. bild: ap

Nun bringt Apple ein ikonisches Design zurück ... bild: keystone

... und zeigt mit dem iPhone X, wo die Reise im zweiten Jahrzehnt hingeht. bild: watson

Design 🤘

«Rahmenlose» Smartphones liegen voll im Trend. Aber was unterscheidet das iPhone X (auf den ersten Blick) von den Geräten anderer Hersteller?

bild: instagram/sesamestreet

Ja, die Ähnlichkeit ist frappierend!

Die Twitter-App, mit @watson_news. bild: watson

Die Amerikaner reden von der «Notch» (was so viel wie Kerbe oder Ausbuchtung heisst). Gemeint ist der dominante schwarze Balken am oberen Display-Rand, von Spassvögeln als Monobraue bezeichnet. Wobei ich die von iMore-Blogger Rene Ritchie verwendete Bezeichnung «Hörner» bevorzuge. 🤘

In den ersten Tagen ist das Auge irritiert, doch man gewöhnt sich schnell daran, so dass die Monobraue nicht mehr stört. Im Gegenteil. Sie verleiht dem X einen besonderen Charme. (Was nicht heisst, dass sie das iPhone 15 schmücken wird ...).

Das X ist eine radikale Abkehr von dem, was 2007 das iPhone ausmachte. Steve Jobs wäre begeistert. Er sagte einst: «Ich bin genauso stolz auf das, was wir nicht tun, wie auf das, was wir tun». bild: keystone

Nach ziemlich langweiligen Jahren, in denen Apple den «Look» des iPhones mehr oder weniger unverändert liess und die Neuerungen auf andere Bereiche konzentrierte, kommt das X tatsächlich wie ein Mobilgerät aus der Zukunft daher.

Was viele nicht wissen: Steve Jobs wollte ursprünglich ein Phone mit zwei Knöpfen unterhalb des Touch-Screens. Doch ein begnadeter User-Interface-Designer überzeugte ihn, von einem «Zurück»-Button abzusehen. Es gehe darum, Vertrauen und Berechenbarkeit zu schaffen, soll Imran Chaudhri zum Apple-Gründer gesagt haben. Sinnvoll sei ein einzelner Knopf, der bei jedem Druck das Gleiche tue: «Er zeigt deinen Kram».*

bild: ifixit

* Quelle: siehe Buchtipp am Artikelende.

Zehn Jahre später ist der Homebutton weg. Und nach vier intensiven Wochen mit dem iPhone X kann ich sagen: Vermissen muss ihn niemand. Stattdessen schätzt man die geniale neue Gestensteuerung. Apples iPhone-Entwickler haben das Bedienkonzept auf kluge Weise erweitert und den verbliebenen Buttons (Power, Volume) zusätzliche Aufgaben übertragen.

Und die Monobraue? Darin verstecken sich diverse Sensoren des TrueDepth-Kamera-Systems, das für die automatische Gesichtserkennung, Selfies und Augmented-Reality-Anwendungen zuständig ist. 

Pro-Tipp: Hörner färben

Wer sich partout nicht mit der Monobraue anfreunden kann, findet im App Store kosmetische Hilfsmittel wie das Dienstprogramm «Notch Remover» (1 Fr.). Solche Apps entfernen natürlich nicht die Monobraue, sondern tricksen, indem sie die «Hörner» links und rechts schwarz färben, respektive ein speziell zugeschnittenes Hintergrundbild kreieren.

Display

Jony Ive kommt einem lang gehegten Traum näher: Das iPhone als Infinity-Pool, in dem auf magische Weise die Inhalte auftauchen.

Apples Chefdesigner sagt: «Das ist etwas, was wir seit vielen Jahren anstreben». bild: watson

Der grosse Rivale Samsung setzt bei seinen Galaxy-Smartphones seit Jahren auf OLED-Bildschirme, nun hat Apple – nach der Watch – endlich auch beim Flaggschiff nachgezogen. Und nicht nur das: Laut den unabhängigen Experten von Display Mate überflügelt das iPhone X die Android-Konkurrenz.

Besonders gelobt wird die Farbgenauigkeit. Dazu muss man wissen, dass jedes iPhone vor dem Verlassen der Fabrik in China strengste Qualitätskontrollen durchläuft. Die Kalibrierung soll auch die Erfolgsformel dafür sein, dass das von Samsung fabrizierte iPhone-Display die Galaxy-Displays übertrifft.

Weitere Pluspunkte:

OLED-Displays haben auch Nachteile:

Die Apple-Ingenieure haben es geschafft, diese technischen Herausforderungen besser zu lösen, als ich es von konkurrierenden Android-Smartphones kenne: Bei manchen OLED-Displays wirken die angezeigten Farben kitschig. Ob man es aber so realitätsnah mag wie beim iPhone X, ist Geschmacksache.

Noch ein Wort zum Rahmen: Obwohl wir mittlerweile (so wie es uns die Marketing-Leute weismachen wollen) von «rahmenlosen» Mobilgeräten sprechen, ist er natürlich da. 

Das iPhone X im Vergleich mit «rahmenlosen» Displays von LG und Samsung. bild: imore.com

Pro-Tipp: Stromverbrauch senken

Android-User dürften es längst wissen: OLED-Displays sind bei dunklen Bildschirminhalten energieeffizienter, da die schwarzen Subpixel keinen Strom verbrauchen. Man kann also die Akkulaufzeit mit einem dunklen Bildschirmhintergrund deutlich verlängern. Einen eigentlichen Dark Mode bietet das iPhone X nicht. Man kann aber die vom Display angezeigten Farben «umkehren». Webseiten und andere Apps erscheinen dann mit schwarzem statt weissem Hintergrund.

Face ID

Ja, ich war skeptisch, was die automatische Gesichtserkennung betrifft. Weil die 2013 eingeführte Authentifizierung per Finger-Scan im Homebutton (Touch ID) dermassen gut funktioniert. Und weil zum Verkaufsstart des iPhone X negative Erfahrungen bei starkem Sonnenlicht geschildert wurden.

Meine ausgiebigen Tests bei grosser Helligkeit und Infrarot-Strahlung (aufs Gerät und Gesicht) zeigten keinerlei Probleme. An einem einzigen Morgen verweigerte Face ID (aus mir bis heute unerklärlichen Gründen) den Dienst – und funktionierte nach dem Neustart wieder tadellos.

Fazit: Nachdem ich die Gesichtserkennung seit über einem Monat rund um die Uhr nutze, vermisse ich Touch ID überhaupt nicht. Im Gegenteil. Face ID ist um Welten praktischer. Vor allem auch um das iPhone unter widrigen Umständen freizuschalten. Etwa wenn die Hände nass, verschwitzt oder dreckig sind.

Face ID funktioniert in 99,9 Prozent schnell und zuverlässig. Zwar entsperrt das X (gefühlt) ein paar Sekundenbruchteile langsamer als etwa das iPhone 8 Plus mit Fingerabdruck-Scanner. Doch hat dies vor allem mit alten Gewohnheiten zu tun: 

Ohne die Aufmerksamkeit des registrierten Nutzers bleibt der Bildschirm gesperrt und die Privatsphäre gewahrt, weil neugierige Dritte keinen Blick auf die Inhalte erhaschen, selbst wenn sie das Gerät in einem unbeobachteten Moment durch Antippen (sehr praktisch!) oder Aufheben aus dem Ruhezustand wecken.

Überraschend positiv sind auch meine Erfahrungen mit Apple Pay. Wenn ich an der Kasse oder beim Self-Checkout mit dem iPhone X bezahlen will, drücke ich zweimal den Power-Button, dann scannt Face ID mein Gesicht und ich kann Augenblicke später das Mobilgerät in die Nähe des Bezahlterminals halten, fertig. Eindruck: Touch ID ist keineswegs bequemer.

Benutzerfreundlicher Schutz der Privatsphäre: Einen vergleichbaren Mechanismus bietet kein anderer Smartphone-Hersteller. Und die Gesichtserkennung leistet auch im Alltag mit Apps von Drittfirmen wertvolle Dienste, weil man als rechtmässiger User authentifiziert wird, ohne einen Knopf zu betätigen.

Ein Wort zur Sicherheit: Die Spezialisten einer vietnamesischen Sicherheitsfirma können (angeblich) die Gesichtserkennung des iPhone X mit einer Maske überlisten. Allerdings ist schwer zu beurteilen, was von den schweren Vorwürfen an die Adresse Apples zu halten ist. Für normale User bleibt Face ID sicher. Codes für Atomsprengköpfe sollte man anders sichern ...

Pro-Tipp: Wenn Face ID zickt

In gefühlt 99 von 100 Fällen funktioniert die automatische Gesichtserkennung tadellos. Wenns mal nicht klappt, startet man ganz einfach einen weiteren Versuch: Man wischt entweder vom unteren Display-Rand nach oben, oder schaltet das Display aus und wieder ein (mittels Power-Button).

Touch and Feel

Das X ruft Erinnerungen an mein erstes iPhone wach. Ich will ständig damit spielen.

Vorne Glas, hinten Glas, dazwischen ein auf Hochglanz polierter Rahmen aus Chirurgenstahl: Es liegt mit an diesen edlen Materialien, die ich schon bei meinem ersten iPhone, dem iPhone 4, mochte, dass ich das X wahnsinnig gern anfasse. Und ich nehme es wenn immer möglich aus seiner Schutzhülle.

Zum hochwertigen Eindruck trägt das Gewicht bei: Mit 174 Gramm liegt es ziemlich genau zwischen dem iPhone 8 (148 Gramm) und dem iPhone 8 Plus (202 Gramm).

Das X ist etwas grösser als das iPhone 8, aber trotz grossem Display deutlich kleiner als die Plus-Modelle, was Frauen und Männer ohne Riesenpranken freuen dürfte. Mit seinen Abmessungen (siehe Spezifikationen) lässt es sich sicher mit den Fingern umschliessen und gut einhändig bedienen.

Ist das iPhone X wintertauglich?

Ein zarter Rücken

Apples Entscheid, das Gehäuse nicht wie beim iPhone 8 aus einem Aluminiumblock zu fräsen, sondern stattdessen Glas zu nehmen, ist von verschiedener Seite kritisiert worden.

Steve Jobs brachte einst die US-amerikanische Firma Corning dazu, fürs erste iPhone das Sicherheitsglas zu produzieren. Heute ist der Gorilla-Glas-Hersteller Marktführer – und schützt beim neuesten Apple-Handy sowohl Vorder- wie Rückseite.

Leider ist das Material vom Status «unzerbrechlich» weit entfernt, wie diverse Sturz- und Belastungstests bei YouTube zeigen. Und so stecken vorsichtige User das X in eine Schutzhülle oder kümmern sich um eine (kostenpflichtige) Versicherung.

Das Gleiche gilt natürlich für das iPhone 8 und das 8 Plus, die ebenfalls einen Rücken aus Glas besitzen.

Pro-Tipp: Home-Button

Auf dem iPhone X (wie auch auf älteren iPhone-Modellen) lässt sich ein virtueller Homebutton einblenden. «AssistiveTouch» ist sehr praktisch, um bei einhändiger Bedienung möglichst schnell gewisse System-Funktionen (Kontrollzentrum etc.) aufzurufen. Der virtuelle Homebutton lässt sich als fast durchsichtiger Punkt an der gewünschten Stelle auf dem Display platzieren und jederzeit verschieben.

Mehr Hardware

Den leistungsfähigen Prozessor (A11 Bionic) teilt sich das iPhone X mit dem wenige Wochen früher gestarteten iPhone 8, und das 8 Plus besitzt (fast) die gleiche leistungsfähige Dualkamera, abgesehen von der grösseren Blende und der optischen Bildstabilisierung fürs Teleobjektiv.

Gegenüber dem iPhone 8 Plus hat Apple (...) die Dual-Kamera verbessert. Zum einen hat sie nun eine grössere Offenblende (F2.4 statt F2.8), wodurch in der Verschlusszeit mehr Licht auf den Sensor fällt. Zum anderen setzt Apple nun erstmalig einen optischen Bildstabilisator (OIS) auf beiden Sensoren ein. Einen Dual-OIS hat sonst nur das Galaxy Note 8. Der Vorteil: Zoom-Aufnahmen verwackeln nicht so leicht.

quelle: chip.de

Angesichts der stattlichen Länge dieses Reviews verweise ich auf den früher publizierten iPhone-8-Plus-Review. Darin gehe ich ausgiebig auf die Rechner- und Kameraleistung ein. 

Erwähnen muss ich noch die Stereo-Lautsprecher. Sie sind deutlich lauter als bei den Vorgängermodellen und liefern verblüffend satten Bass und kristallklaren Sound.

Schneller surfen?

Apple ist nicht dafür bekannt, neue Technologien Hals über Kopf einzuführen, im Gegenteil: Der iPhone-Hersteller wartet in aller Regel ab und lässt der Konkurrenz den Vortritt. Das zeigt sich beispielhaft bei den Mobilfunk-Standards: Das Ur-iPhone konnte sich damals nicht über die schnellsten Mobilfunknetze (3G) verbinden. Und erst mit dem iPhone 5 integrierte Apple ein LTE-Modul in sein wichtigstes Produkt.

Was das iPhone X betrifft, bleibt Apple der zögerlichen Haltung treu. LTE Advanced (4G+) ist an Bord, das deutlich schnellere LTE Gigabit (das Surfgeschwindigkeiten von mehr als 1 Gbit/s ermöglicht) hingegen nicht. Der Fairness halber ist zu erwähnen, dass die Schweizer Mobilfunknetzbetreiber noch gar nicht so weit sind. Marktführerin Swisscom wird laut Ankündigung Gigabit-LTE 2018 landesweit einführen.

Software 

Bei der Präsentation des ersten iPhones sagte Steve Jobs den berühmten Satz: «Every once in a while a revolutionary product comes along that changes everything.» Auch wenn prominente Beobachter wie der damalige Microsoft-Chef Skepsis äusserten, behielt der Apple-Chef recht. Das iPhone läutete ein neues Zeitalter ein und revolutionierte durch benutzerfreundliche Multi-Touch-Gesten unseren Umgang mit Computern.

Mit dem X werden die Finger noch wichtiger:

Die neuen Gesten sind schnell gelernt. Und nach ein paar Tagen fühlt sich das Betätigen des Homebuttons merkwürdig an.

Pro-Tipp: Schnell zwischen Apps wechseln

Man muss nicht den App-Switcher aufrufen, um von einer geöffneten App zur andern zu wechseln: Neben der bekannten Karten-Ansicht aller Apps erlaubt das iPhone X auch den raschen Wechsel zur vorher oder nachher verwendeten App. Dafür muss man nur an der unteren Displaykante von links nach rechts wischen, bzw. von rechts nach links. Anders gesagt, hält doch noch ein (virtueller) «Back»-Button Einzug.

Was das X besonders attraktiv macht in Sachen Usability, ist die Integration der Gesichtserkennung in den alltäglichen Gebrauch. Alle Apps, die den Fingerabdruck-Scanner verwenden, funktionieren automatisch mit Face ID.

Nehmen wir den Passwort-Manager 1Password. App starten – und Face ID sorgt für die schnelle Authentifizierung. Dann kommt es auf den Ideenreichtum der Entwickler an. Ein Beispiel: Wenn man den Benutzernamen zu einem bestimmten Login (in die Zwischenablage) kopiert, um ihn dann in eine Webseite oder in eine andere App einzufügen, kopiert die 1Password-App beim nächsten Aufrufen automatisch das dazugehörende Passwort in die Zwischenablage. Das spart enorm viel Zeit.

Weitere Eindrücke:

Sorgenkind iOS 11

iOS 11 ist seit Mitte September verfügbar – doch scheint sich das mobile Betriebssystem bei den Apple-Usern nicht so rasch durchsetzen zu können wie seine Vorgänger. Die von Apple veröffentlichte Statistik zur Versionen-Verteilung zeigt, dass noch auf einem Drittel der Mobilgeräte iOS 10 läuft. Auf 8 Prozent läuft gar eine noch ältere System-Software.

Apple hat bereits rekordverdächtig viele Updates für Fehlerbehebungen bei iOS 11 veröffentlicht, was die Akzeptanz und Popularität nicht gerade erhöht haben dürfte. Ausserdem kam das iPhone X erst am 3. November in den Verkauf.

Was ist mit den animierten Kackhaufen?

Bei der Präsentation des iPhone X sorgte Software-Chef Craig Federighi für Heiterkeit. Auf der Bühne demonstrierte er, wie ein animierter Kackhaufen lippensynchron wiedergab, was er ins iPhone-Mikrofon sprach. Nun ja. Meiner Meinung nach sind Animoji das am meisten überschätzte Feature. 

Wem's gefällt ...

Positiv überrascht hat mich die Clips-App. Damit lassen sich (selbst für einen Noob wie mich) im Handumdrehen muntere Videos mitsamt Sound und Effekten erstellen und teilen. 

Akku 😏

Das iPhone X hält einen Tag durch. Mehr nicht.

Das dürfte für die meisten User (und Use Cases) reichen, doch ist es zu wenig für einen Technologieführer.

Dazu passt, dass sich die Aufladung der Batterie oben rechts nicht mehr in einer Prozentangabe anzeigen lässt. Wer's genau wissen will, muss das Kontrollzentrum aufrufen ...

Knausrig aus User-Sicht ist das Zubehör, das Apple zum iPhone X in die Schachtel packt: abgesehen von Ohrstöpseln (EarPods) mit Lighning-Stecker ist es nur ein normales Ladekabel. Damit dauert es Stunden, um einen (fast) leeren Akku aufzuladen.

Dabei ist Schnellladen extrem praktisch und möglich. Allerdings nur gegen einen saftigen Aufpreis von 90 Franken. Falls man das Ladegerät und das USB-C-Kabel bei Apple kauft.

Preis 🙈

Die Zukunft sei hier, versprach Apple bei der Präsentation des iPhone X. Nachdem ich das neue Flaggschiff seit vier Wochen intensiv nutze, kann ich sagen, die Kalifornier halten Wort.

Ans iPhone X kommt derzeit kein anderes Smartphone heran. Apple setzt neue Massstäbe. Allerdings nicht nur bezüglich innovativer Technik, sondern auch beim Preis. 😱

Es gibt Dinge, die kann sich kein (normaler) Mensch leisten. Und es gibt Dinge, die sind teuer, aber in Reichweite.

Das iPhone X zählt zur zweiten Kategorie. Ob man so viel Geld ausgibt, hängt (nebst dem Budget) von den eigenen Prioritäten ab. Was ist Technik wert, die Tag für Tag Freude macht?

Rechnen wir mal nach:

Macht Summa Summarum 1595 Franken.

Für den gleichen Betrag könne er sich fünf Android-Smartphones kaufen, rechnete ein Internet-User bei «PCtipp.ch» vor.

Das ist zu wenig weit gedacht, passt aber zu den Resultaten einer aktuellen Studie zum Umgang mit dem Handy. Wer ein dermassen günstiges Gerät wählt, pfeift auf Umweltschutz.

Junge und ihr Smartphone

Bei Schweizer Jugendlichen ist weder beim Kauf noch beim Recyling genügend Bewusstsein für einen nachhaltigen Umgang mit dem Handy vorhanden. Dies zeige der aktuelle JAMESfocus-Bericht der Fachgruppe Medienpsychologie der ZHAW und Swisscom, heisst es in einer aktuellen Mitteilung. «Viele Jugendliche wissen über das Thema Handy und Nachhaltigkeit noch wenig Bescheid», sagt der Medienpsychologe Daniel Süss. «Sie kaufen lieber ein neues Gerät anstatt das alte Modell zu reparieren und achten dabei kaum auf nachhaltige Eigenschaften wie eine lange Lebensdauer des Akkus.» Auch die Arbeitsbedingungen bei der Herstellung seien für die meisten beim Handykauf nicht relevant.

Erstmals berücksichtige ich für die abschliessende Beurteilung und die Kaufempfehlung auch ökologische Aspekte (Stichwort Produktionskette und Umweltschutz). Und da schwingt Apple laut dem Urteil unabhängiger Experten oben aus. Kein anderer Hersteller tut dermassen viel bezüglich Umweltschutz. Mal abgesehen vom Fairphone, das auch in China fabriziert wird. 

Fair produzierte Handys und Laptops – von Apple bis Huawei

Tut Apple genug? Natürlich nicht. Aber die Richtung des eingeschlagenen Weges stimmt. Und das Management weiss, dass immer mehr umweltbewusste Konsumenten (und Unternehmen) ökologische Kriterien beim Kaufentscheid einbeziehen.

Bleibt das in der Einleitung skizzierte Problem:

Soll man dermassen viel für ein Handy bezahlen, wenn man weiss, dass nur ein Bruchteil in Form von Steuern zurück an die Bürger fliesst? Und ist es sinnvoll, stattdessen einen anderen Hersteller zu berücksichtigen, der Smartphones günstiger anbietet, aber dafür höchst fragwürdig produziert?

Fragen, die jede(r) für sich selbst beantworten muss ...

Für wen das X die richtige Wahl ist

(die grössten Konkurrenten folgen weiter unten)

Ich würde sagen, das iPhone X ist das perfekte Gerät für Smartphone-Liebhaber, die Freude an innovativer Technik haben und bereit sind, dafür einen Rekordpreis zu bezahlen.

Allerdings sollte man die Nachteile (Zerbrechlichkeit, kein Super-Akku) gut gegen den Reiz des Neuen abwägen. Und daran denken, dass im Herbst 2018 die nächste iPhone-Generation auf den Markt kommt. Vielleicht mit stabilerem Glas, besserem Akku und wahrscheinlich mit einer XL-Variante mit OLED-Display.

Wer weniger experimentierfreudig ist, sollte das iPhone 8 in Betracht ziehen. Wobei man das deutlich grössere 8 Plus vorziehen sollte, weil es die (fast) gleiche Dualkamera besitzt wie das X und ihm, abgesehen von Display und Face ID, nahe kommt.

Für Sparfüchse würden sich auch das iPhone 6S oder 6S Plus eignen. Die 2015er-Modelle gibt's ab 540 Franken.

Die Android-Alternativen:

Der bekannte Techblog The Verge hat kürzlich über die besten Smartphones berichtet, die es derzeit zu kaufen gibt. Ich schliesse mich den Empfehlungen der US-Kollegen gerne an.

Facts & Figures

Das iPhone X in Kürze

+ Neues Design
+ Handliche Grösse
+ OLED-Display: relativ gross, gestochen scharf, farbecht, hervorragend kalibriert
+ Zuverlässige Gesichtserkennung
+ Zukunftssicherer Prozessor
+ Kein Homebutton
+ Intuitive Gestensteuerung
+ Starke Dualkamera (mit optischer Bildstabilisierung, Porträtmodus und 4K-Videos)
+ TrueDepth-Frontkamera mit Animoji und Porträtmodus für Selfies
+ Wasser- und staubdicht (IP67)
+ Sehr guter Support
+ App-Angebot: riesig und führend

- Hoher Preis (ab 1200.-)
- Zerbrechlich, Schutzhülle empfohlen
- Schnellladen kostet extra
- Akku hält bei normaler Beanspruchung maximal einen ganzen Tag durch

Die Spezifikationen*

* Quelle: apple.comgsmarena.com

Du willst mehr?

Das vorliegende Review kann das iPhone X natürlich nicht erschöpfend vorstellen. Hier sind weitere Testberichte, die andere Aspekte spannend und ausführlich behandeln:

Buchtipp: Wer sich für ein gut recherchiertes und spannend geschriebenes Sachbuch zu Apples wichtigstem Produkt interessiert, sollte «The One Device: The Secret History of the iPhone» lesen. Verfasst hat es der Vice-Journalist Brian Merchant.

Das iPhone ist «ein Containerschiff voller Erfindungen, von denen viele nur unvollständig verstanden werden».

Aus dem Buch «The One Device – The Secret History of the iPhone», von Brian Merchant quelle: amazon

Ist der Autor ein Fanboy?

Uuuh, eine Fangfrage! Der Begriff steht bei mir auf dem Index. Weil beleidigend und nicht zu einer sinnvollen Diskussion beitragend. Er wird erfahrungsgemäss von Fanboys Leuten verwendet, die entweder wenig Ahnung von der Materie haben und von ihrem Unwissen ablenken wollen, oder von Hatern, die alles attackieren, was nur entfernt mit dem Objekt ihres Hasses zu tun hat.

Und damit zur eigentlichen Antwort: Voilà.

Soll heissen: Ich berichte öfters, ausführlich und kritisch über Apple. Wenn mich ein Produkt überzeugt, dann halte ich mit meiner (begründeten) Begeisterung nicht hinterm Berg. Dies natürlich nur in Reviews und erkennbaren Meinungsartikeln.

Das X, fotografiert von seiner «grossen Schwester»: Alle Review-Bilder wurden mit einem iPhone 8 Plus gemacht. Kolorierung mit der App Color Splash. Bild: watson

Das Bild spielt auf so genannte «Studien» an, die uns Jahr für Jahr weismachen wollen, dass viele Leute lieber auf Sex verzichten würden statt auf ihr Smartphone.

Ist das iPhone X besser als Sex? Kommt auf deinen Sex an. 😉

Umfrage

Worauf würdest du einen ganzen Monat verzichten: auf dein Handy oder auf Sex?

  • Abstimmen

520 Votes zu: Worauf würdest du einen ganzen Monat verzichten: auf dein Handy oder auf Sex?

  • 22%Auf Sex
  • 37%Aufs Handy
  • 19%Auf Handy-Sex
  • 22%Verrate ich nicht (gesendet von meinem iPhone)

So, und jetzt du! Was hältst du vom iPhone X? Grosser Wurf oder übertriebener Hype? Ich beantworte auch gerne Fragen und reagiere auf begründete und sachliche Kritik.

Das könnte dich auch interessieren:

Das iPhone X, die Apple-Chefs und der watson-Redaktor

Kurzfilm warnt vor Killer-Drohnen

1m 25s

Kurzfilm warnt vor kleinen Killer-Drohnen

Video: Angelina Graf

Das iPhone X im Test

Vergiss das iPhone X! Hier kommt seine grosse Schwester 👊

Das musst du über die Gesichtserkennung beim iPhone X wissen 👊

Apple hat Ärger wegen der animierten Kackhaufen

Oh nein, das iPhone X ist (noch) nicht wintertauglich 😱

Das neue iPhone X im Kurztest – das musst du wissen

Face ID überlistet – Wie sicher ist das neue iPhone wirklich?

Warum das iPhone X noch nicht teuer genug ist

Alle Artikel anzeigen
Abonniere unseren NewsletterNewsletter-Abo
71
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
71Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Cocolina 08.12.2017 17:55
    Highlight Das iPhone X ist (mir) jeden Franken wert. Nur leider sind die Apps noch nicht wirklich optimiert (auch Watson nicht ;-))
    2 1 Melden
  • Zeit_Genosse 08.12.2017 13:03
    Highlight Nur wer es sich nicht leisten mag oder kann, meckert über den Preis. Dabei gibt es viele Alternativen, mit denen man glücklich sein könnte.

    Im Verkaufspreis sind die Herstellungskosten + Kosten für Marketing, Vertrieb, usw. sowie für die Entwicklung. Ein neuer Chip oder Bildschirm zu entwickeln kostet anfänglich mehr und muss über die Stückzahlen refinanziert werden können. Doch die Stückzahlen sind begrenzt, weil dann schon bald ein neues Gerät kommt und das alte kaum mehr gekauft wird. Wo viel Innovation ist (alle Smartphones sind gemeint), muss diese bezahlt werden. + Prestigewert X.
    1 0 Melden
  • DerDude 08.12.2017 06:17
    Highlight Was um Himmelswillen treibst du mit deinem Telefon? Mein Akku hält 2,5 Tage. Ich bin absolut begeistert. Als iPhone User war ich mich bisher ganz anderes gewohnt...
    5 2 Melden
  • Vadda 07.12.2017 18:14
    Highlight Gaanz geiles Inhaltsverzeichnis 🧐
    2 1 Melden
  • E.Simonik 07.12.2017 16:27
    Highlight Ich arbeite täglich mit diversen Smartphones und war definitv entäuscht vom X. Im Vergleich zu anderen ist es schwer und "klobig". Die meisten Apps sind natürlich noch nicht angepasst, was den "Schwarzbereich" enorm erhöht und die Apps "winzig" aussehen lässt. Jedes zweite Smartphone hat kleinere Ränder. Dazu die Steuerung. Multitasking, etc. geht zwar etwas fixer ist aber immer noch zu umständlich und mit zu vielen Taps belegt. Wer mal die Navigationstaste von Huawei P10 benutzt hat, weiss was man alles mit einem einzelnen Homebutton tun könnte.
    Technisch sicher gut, aber für den Preis?
    19 5 Melden
  • Aussie 07.12.2017 16:26
    Highlight Was regen sich eigentlich alle über den Preis auf? Erinnert euch mal zurück was der Nokia Communicator kostete!
    12 11 Melden
  • 90er 07.12.2017 16:24
    Highlight Danke für die Review. Ich hab mal eine ganz andere Frage, wie schafft ihr es eure Whatsapp-Daten von einem Android zu einem iOS-Device zu migrieren?
    3 5 Melden
  • Gianni48 07.12.2017 14:11
    Highlight Für diesen Preis bekomme ich zwei Nokia 8, das sich besser bewährt als die Samsungs (zuviele Zwangsapps) und das iPhone 5s (Bedienung zu mühsam, aber zur Sonos Einmessung nötig). Beim Nokia 8 mit purem Android 8.0 stimmt einfach alles, auch das Preis-Leistungs Verhältnis ist sehr gut.
    26 5 Melden
    • @schurt3r 07.12.2017 14:34
      Highlight In deiner Rechnung solltest du noch die versteckten Kosten berücksichtigen: Du bezahlst (Google) mit deinen persönlichen Daten ;-)
      24 64 Melden
    • TanookiStormtrooper 07.12.2017 15:17
      Highlight @schurter

      Haha, beim iPhone ist es dann einfach Apple statt Google. Oder bist du wirklich so naiv?!?
      27 6 Melden
    • TheJu 07.12.2017 15:22
      Highlight ...sagt er, während er sein Gesicht einscannt.
      30 5 Melden
    • ostpol76 07.12.2017 15:31
      Highlight @schurt3r

      Und du glaubst natürlich daran, dass Apple keine Daten sammelt.

      Ich glaube Liebe macht blind ;-)
      24 4 Melden
    • Winschdi 07.12.2017 17:39
      Highlight Bei Apple werden mindestens ebensoviele persönliche Daten angezapft, da könnte ich drauf wetten!
      19 3 Melden
    • @schurt3r 07.12.2017 18:48
      Highlight Googles Geschäftsmodell basiert auf dem Verkauf von Werbung. Apple verkauft Hardware.

      Noch Fragen?
      8 34 Melden
    • Dan Ka 07.12.2017 18:50
      Highlight Der Unterschied: Das Produkt von Apple ist Hard- und Software. Das Produkt von Google sind die Nutzer.
      4 3 Melden
    • @schurt3r 07.12.2017 18:53
      Highlight @Winschdi:

      Da würd ich definitiv nicht wetten ;-)

      Und vor allem kommt es darauf an, was anschliessend mit den User-Daten passiert.

      Wie verdient Google sein Geld, und wie verdient es Apple?
      10 22 Melden
    • Electric Elefant 08.12.2017 18:06
      Highlight @schurter: In Zusammenhang mit einem Smartphone-Kauf ist, das aber ein schwaches Argument! Google sammelt auch Daten von iOS Usern, sogar wenn man keinen Google-Dienst benutzt. Es genügt auf einer Webseite zu surfen auf der Google-Analytics installiert ist!
      IOS ist KEIN Schutz vor der Datenkrake Google!
      0 2 Melden
  • satyros 07.12.2017 13:57
    Highlight 21% würden lieber auf Sex als aufs Handy verzichten? Leute, was für Sex habt Ihr denn?
    20 3 Melden
    • Pain in the Ass 07.12.2017 15:28
      Highlight Keinen! :-(
      12 1 Melden
    • Päsu 07.12.2017 15:45
      Highlight Keinen?
      8 1 Melden
  • Ökonometriker 07.12.2017 13:55
    Highlight Wenn Apple die Qualität seiner Geräte mal auf ein Niveau bringt, dass sie wie bei Samsung nicht gleich zerbrechen wenn sie einem mal aus der Hand rutschen, werde ich mir auch privat eines zulegen.

    Bis dahin bleibe ich bei Samsung, da ich keine unhandliche Hülle möchte.
    19 7 Melden
    • reaper54 07.12.2017 14:25
      Highlight Naja, die Lederhüllen von Apple sind sehr handlich, stylisch gut und halten auch nicht schlecht.
      Mein persönlicher “Rekord” iPhone 6s mit Lederhülle rutscht mir im 1.OG aus der Hand und fällt zwischen dem Geländer ins EG, ca 2.75m Falltiefe. Hat's ohne Kratzer überlebt 😄
      5 15 Melden
    • COLD AS ICE 07.12.2017 14:42
      Highlight das hat nichts mit qualität zu tun. es geht lediglich um die verwendeten materialien. apple verwendet sehr hochwertige materialien.
      3 16 Melden
    • Hoppla! 07.12.2017 16:58
      Highlight Eine Schutzhülle für ein iPhone ist doch irgendwie peinlich. Man kauft sich ein Gerät (auch) aufgrund des Designs und versteckt es in einer meist hässlichen Hülle?

      Ist ja wie Scarlett Johansson in einer Burka...
      18 2 Melden
    • BaDWolF 07.12.2017 20:32
      Highlight War da nicht was mit apples eigener Hülle fürs X, die das Mikrofon abdeckt?
      6 0 Melden
  • Goldjunge Krater Team #NoBillag 07.12.2017 13:07
    Highlight Diese Zeilen werden vom iPhone x geschrieben.

    Ich bin rundum zufrieden! Hammer-Teil! ❤️

    An gewisse Sachen muss man sich gewöhnen, wie bei jedem neuen Handy. Die Gesichtserkennung funktioniert 1A!

    Kaufempfehlung!
    14 24 Melden
    • Tiny Rick 07.12.2017 15:35
      Highlight Stimme zu.
      5 4 Melden
  • Papa la Papp 07.12.2017 12:51
    Highlight Sehr guter und informativer Artikel, danke.

    Bei mir ist das X seit plus 30 Tagen im Einsatz und ich würde es um keinen Preis hergeben. Ich gehe davon aus, dass es mir auf Jahre hinaus Freude bereitet und nützlich ist.
    23 28 Melden
    • TheJu 07.12.2017 13:38
      Highlight logisch, bei dem Preis würd ich das Ding auch nie wieder hergeben.
      26 7 Melden
  • dmark 07.12.2017 12:41
    Highlight Kein "Handschuhmodus"...? Schon praktisch, wenn es kalt ist, gelle ;)
    13 1 Melden
  • Peter_Griffin 07.12.2017 12:10
    Highlight Also diese Hörner im Display gehen für mich gar nicht, das sieht richtig störend aus. Samsung hat das meiner Meinung nach beim S8 viel eleganter gelöst. Aber das ist natürlich Geschmacksache..
    42 9 Melden
  • Triumvir 07.12.2017 12:10
    Highlight Meine persönlichen No go's zum X:
    - viel zu teuer
    - hässlich
    - Akku zu schlecht
    - Gesichtserkennung nicht in jeder Situation sinnvoll
    - viel zu teuer
    - viel zu teuer
    - augmented reality derzeit noch unnützer Schnick Schnack
    - ach ja und nochmals viel zu teuer :-P
    45 16 Melden
  • Confused Dingo #teamhansi (an intolerant asshole) 07.12.2017 12:07
    Highlight Ich bin echt im Clinch. Mein aktuelles iPhone fängt nach 3 Jahren zu schwächeln an, speziell Akku und anderen defekten. Dennoch habe ich keinen Plan was als Alternative überhaupt in Frage kommt. Android habe ich mehrmals versucht, konnte mich nie 100% überzeugen und mit der ganzen App und Konfiguration, dass es halbwegs mit meinem Haushalt zusammenarbeitet ist mir auch zu Aufwändig. Die Glasrückseiten des iPhone 8 und X überzeugen mich auch nicht. Ich sehe es schon, ich werde mein aktuelles wahrscheinlich komplett reparieren lassen.🤔
    15 12 Melden
    • dmark 07.12.2017 14:25
      Highlight Mein Tipp - schaue dir mal ein Telefon von Xiaomi an. Die Miui-Oberfläche und auch die Bedienung ähneln sehr der von iOS. Ist aber Android.
      4 5 Melden
    • Confused Dingo #teamhansi (an intolerant asshole) 07.12.2017 14:38
      Highlight @dmark
      Die Bedienung ist nicht das Problem. Da würde ich sogar zu einem Nokia tendieren, Hauptsache eins wo kein Müll der Hersteller drauf hat.

      Aber das Handy ist mit diversen Apps, Mail-Accounts, Server usw. so tief mit meinem Heim Netzwerk verwurzelt, dass es mich schlichtweg ankotzt 1 bis 2 Stunden für das einrichten zu verschwenden, bis alles wieder genau so ist, wie ich es mag. Das ist der eigentliche Vorteil der Markentreue. Automatisiertes Backup wiederherstellen und alles ist exakt so wie auf dem alten Gerät. Vielleicht noch eins zwei Passwörter setzen fertig.
      4 0 Melden
    • Albondegas 07.12.2017 15:03
      Highlight Ich empfehle das iPhone 7. Momentan bestes Preis/Leistungs-Verhältnis würd ich meinen.
      5 4 Melden
    • JayGamer 07.12.2017 22:10
      Highlight Samsung kann dir da helfen, sie bieten das für den Wechsel an.
      1 1 Melden
  • Typu 07.12.2017 12:04
    Highlight Ladegerät und Stecker für schnelles Laden: Aliexpress, total 15.-
    Hülle: 3.-

    9 29 Melden
    • Hoppla! 07.12.2017 17:01
      Highlight 1200.- für ein Smartphone bezahlen und dann mit Nichtoriginalzubehör Pfennigfuchsen.

      Bei meinem Ferrari hat es auch nur für Billigreifen gereicht.
      14 0 Melden
    • Typu 07.12.2017 21:03
      Highlight Wo denkst du kommen deine geräte her? Die qualität ist 1A.
      0 0 Melden
  • Funnych 07.12.2017 11:35
    Highlight Sieht schick aus, sehr gute Kamera, schönes Display, neuste Technologie. Alles schön und gut. Aber der Preis? Und das Gehäuse aus Glas? Der Akku?
    Für die 1200.- kaufe ich mir lieber 2x das neue OnePlus 5T. Nicht, weil ich Apple hasse, sondern weil das Handy nur halb so teuer ist, aber alles fast genau so gut kann (und mehr aushält an Akku und Fallschaden).


    Bin ja mal gespannt was Apple beim nächsten iPhone weglassen wird. Die Tasten für die Lautsprecher vielleicht? Oder wird es keinen weiblichen Anschluss mehr geben?
    56 9 Melden
  • Zeit_Genosse 07.12.2017 11:22
    Highlight
    Mein Test steht noch aus.
    Begnüge mich derweilen mit Sex.
    27 7 Melden
  • Scaros_2 07.12.2017 11:21
    Highlight Danke für den Bericht.

    Aber wo genau ist jetzt diese "Innovationskraft" von Apple, von der du vereinzelst schreibst. Bei vielen Punkte kommt bei dir der Nebensatz "Sie machen das, was Android macht, jetzt auch, aber besser."

    Tut mir Leid - Per DEFINITION ist das keine Innovationskraft, sondern Entwicklung. Apple entwickelt Dinge, die etabliert sind weiter und drücken seine Marge drauf.

    Daher - wo hat Apple den Sprung in die Zukunft mit einer Innovation gemacht? Hier erwarte ich neuartige Batterietechnologien etc. aber nicht eine Optimierung eines OLED-Displays etc.
    35 3 Melden
    • @schurt3r 07.12.2017 13:01
      Highlight Danke fürs Feedback.

      Wir verstehen wohl nicht das Gleiche unter dem Begriff...

      «Zu einer Innovation gehört nicht nur die Neuartigkeit; vielmehr muss sie auch einen Bedarf decken, d. h., sie muss aus der Sicht von Anwendern nützlich erscheinen.» (Wikipedia)

      Apple war mit Multi-Touch innovativ, dann mit dem Fingerabdruck-Scanner im Homebutton und nun mit Face ID/neuer Gestensteuerung. Mit Technik, die das Leben wirklich erleichtert.

      Apple nimmt Erfindungen und verbessert/optimiert sie so, wie es kein anderes Unternehmen schafft im Consumer-Electronics-Bereich.
      14 47 Melden
    • TheJu 07.12.2017 13:44
      Highlight Seh ich das richtig:

      Die technische Innovation hier ist Face ID.

      Die ökonomische Innovation ist (neben dem innovativen Preis) der zusätzliche Verkauf von Peripherie, die für Funktionen nötig ist.

      Die soziale Innovation ist die doppelte zerbrechliche Glasfront, die zu mehr kaputten Geräten und damit mehr Elektroabfall und Verbrauch führen wird.

      Moll, tatsächlich wie kein anderes Unternehmen im Consumer-Electronics-Bereich :D
      29 3 Melden
    • @schurt3r 07.12.2017 14:31
      Highlight @TheJu:
      Nein, das siehst du falsch. ;-)

      Apple schafft es wie kein anderer Hersteller, neue Technik benutzerfreundlich umzusetzen.

      Siehe Multi-Touch (2007).
      Siehe Face ID (2017).
      6 28 Melden
    • dmark 07.12.2017 14:31
      Highlight Gesichtserkennung gab es ja schon bei Android 4. Nur wollte es damals keiner so richtig nutzen.
      Nun kommt Apple und "erschafft" dieses "Wollen, bzw. den Bedarf" bei div. Leuten - weil es eben von Apple kommt.
      So gesehen ist Apple ja wirklich innovativ, oder?
      18 3 Melden
    • TheJu 07.12.2017 15:03
      Highlight Eben, aber ich finde das revolutionäre Potential eines Face ID jetzt nicht unbedingt vergleichbar mit

      --> dem ersten Smartphone der Welt <-- (!1!elf)

      und wie du als Innovationsexperte ja weisst, ist eine Innovation dann als solche zu bezeichnen, wenn sie sich auch als marktfähig erweist...was auch mit der Preispolitik zu tun hat.
      Und da fällt das iPhone für mich bei aller Liebe (not) eher in die Sparte "Shameless money grab"
      13 2 Melden
    • Aussie 07.12.2017 16:34
      Highlight @dmark Es ist nicht so, dass bei Android 4 die Gesichtserkennung keiner wollte, sie funktionierte dort einfach nicht zuverlässig!
      4 2 Melden
  • Fonzie 07.12.2017 11:18
    Highlight Zu Punkt 10: keine Alternative von Huawei? 🤔
    19 5 Melden
    • @schurt3r 07.12.2017 13:01
      Highlight Dein Favorit?
      4 12 Melden
    • Fonzie 07.12.2017 14:07
      Highlight Ich habe die neueste Generation noch nicht getestet. Da ich aber mit meinem Mate 9 hochzufrieden bin, dürfte sich ein Blick auf das Mate 10 pro lohnen.
      6 0 Melden
  • Der Tom 07.12.2017 11:09
    Highlight ja aber viele Apps müssen noch angepasst werden.
    27 1 Melden
    • @schurt3r 07.12.2017 11:14
      Highlight Du weisst, was jetzt kommt ...
      16 7 Melden
    • Der Tom 07.12.2017 11:15
      Highlight sorry! fairerweise muss ich noch sagen, dass Watson recht schnell war. Andere Schweizer News-Apps laufen noch im Kompatibilitätsmodus.
      2 4 Melden
    • Money is everything 07.12.2017 12:17
      Highlight @IT-Mensch Gibt offenbar zu tun. Also los, los an die Arbeit😉
      5 0 Melden
    • @schurt3r 07.12.2017 13:03
      Highlight Unsere App ist noch nicht optimiert fürs iPhone X, läuft aber schon ganz passabel. Und unsere IT-Spezialisten arbeiten dran ;-)
      3 7 Melden
  • TanookiStormtrooper 07.12.2017 10:59
    Highlight "Die Stärke der Kalifornier ist nicht die Steuervermeidung, sondern ihre Innovationskraft."
    Wobei sie gerade bei der Steuervermeidung sehr innovativ sind.
    148 4 Melden
    • Der Tom 07.12.2017 11:18
      Highlight Die Firmen sind verpflichtet so viel Steuern wie möglich zu sparen. Das ist eine Sauerei... aber eine politische. Das Problem muss politisch gelöst werden.
      22 6 Melden
    • @schurt3r 07.12.2017 11:19
      Highlight Oh ja.

      (habe den Satz präzisiert ...)
      12 6 Melden
  • Caturix 07.12.2017 10:52
    Highlight Ich verstehe den Smartphone-Hype einfach nicht. Die Dinger sind alle einfach überteuert. So ein Ding ist mir nich mehr Wert als 400 Chf und dass ist wirklich die Obergrenze. Wenn man sieht was man mit 800 Chf, oder mehr, kaufen kann, verstehe ich den Preis nicht. Wenn man sieht was die Dinger in der Produktion kosten, dann verstehe ich es noch weniger.
    92 48 Melden
    • Scaros_2 07.12.2017 11:27
      Highlight Ich verstehe den Auto-Hype einfach nicht. Die Dinger sind alle einfach überteuert? So ein Ding ist mir nicht mehr Wert als ein paar Tausend Franken und das ist wirklich die Obergrenze. Wenn man sieht was man mit 60'000 Fr., oder mehr, kaufen kann, verstehe ich den Preis nicht. Wenn man sieht was die Dinger in der Produktion kosten, dann verstehe ich es noch weniger.

      Merkste was? =)
      34 25 Melden
    • Anonymous222 07.12.2017 12:03
      Highlight Bei einem Gegenstand mit unerreicht vielen Nutzungsmöglichkeiten, den man mehrmals täglich einsetzt und immer dabei hat, finde ich es total verständlich, dass man die Qualität über den Preis stellt.
      12 16 Melden
    • Tilman Fliegel 07.12.2017 12:05
      Highlight Ja, beides ist viel zu teuer. Hauptsache man gibt sein hart verdientes Geld möglichst schnell wieder aus.
      19 2 Melden
    • Evan 07.12.2017 12:05
      Highlight Ich verstehe sowohl den Smartphone- als auch den Auto-Hype nicht. Basta!
      19 3 Melden
    • Caturix 07.12.2017 12:15
      Highlight @ Scaros_2 nein den Auto Hype verstehe ich auch nicht. Würde für ein Auto auch nicht mehr als 25'000 neu ausgeben.
      8 1 Melden
    • Money is everything 07.12.2017 12:19
      Highlight @Caturix Ich verstehe den Markenkleider-Hype einfach nicht. Die Dinger sind alle einfach überteuert. So ein Ding ist mir nicht mehr wert als 50 Chf und das ist wirklich die Obergrenze. Wenn man sieht was man mit 200 Chf, oder mehr, kaufen kann, verstehe ich den Preis nicht. Wenn man sieht was die Dinger in der Produktion kosten, dann verstehe ich es noch weniger.

      Ich mag das Spiel ;)
      12 2 Melden
    • evand 07.12.2017 12:22
      Highlight Für etwas facebook mail und surfen würde ich das geld auch nicht ausgeben. Ich brauche mein telefon privat und beruflich intensiv, auch die kamera ist mir sehr wichtig. Wenn man kinder hat, hat man die tolle kamera nie dabei wenn man sie braucht. Für mich ist es mein assistent, alleswisser, kamera... wieso sollte ich hier am falschen ort sparen? Aber das iPhone X ist auch mir zu teuer...
      4 4 Melden
    • COLD AS ICE 07.12.2017 14:31
      Highlight iphone sind teuer, dafür bekommst du nach 2 jahren noch fast 1/3 des kaufpreises beim weiterverkauf. ein gerät von samsung und konsorten kann man nach 2 jahren verschenken oder wegwerfen. in etwa gleich verhält es sich mit macs und macbooks gegenüber pc's mit windows.
      7 7 Melden
    • Atheist1109 08.12.2017 12:48
      Highlight Wenn man versteht, was die alles können, sind sie spottbillig... ;)
      0 1 Melden
    • Zeit_Genosse 08.12.2017 12:55
      Highlight Das trifft auf nahezu alle Produkte zu. Ein Porsche kann etwas mehr als ein VW Golf, kostet aber ein Vielfaches, usw. Schauen sie sich bei den Markenkleidern um. Oder exemplarisch sind Marken-Sneaker, die man für unter 10 Dollar produziert und für 150-300 verkauft. Die heutigen Smartphones sind Kleincomputer und die Forschung für die Chips und alle Teile muss wie bei Medikamenten auch in den Preis einfliessen. So gesehen sind die Smartphones bezogen auf die tägliche Nutzungsdauer und Alltagserleichterung mit den vielen Funktionen und mobilen Anbindung an das Internet eigentlich günstig.
      1 2 Melden

«F*ck the Oscars, die Game Awards sind der wahre Scheiss»: Und das beste Game 2017 ist ...

In der Nacht auf Freitag gingen in Los Angeles die Game Awards 2017 über die Bühne. Das sind die Sieger und wichtigsten Neuvorstellungen.

Was ist passiert? In Los Angeles haben gerade ein paar Menschen vermutlich hochverdiente Auszeichnungen für ihre Spiele erhalten. Ein paar andere Leute kündigten ihre neuen Spiele an, die du irgendwann 2018 – oder auch erst viel, viel später – spielen kannst, weil die Programmierer erst noch unzählige In-Game-Käufe oder Glückspiel-Boxen einbauen müssen, um dir das Geld aus der Tasche zu ziehen.

Ah, und ein ganz spezieller Typ hielt eine Rede, die in den USA wohl nur mit ganz vielen …

Artikel lesen