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Ein iPhone 7 wechselt den Besitzer. Die 2017er-Modelle sind in der Schweiz weit verbreitet.
Ein iPhone 7 wechselt den Besitzer. Die 2017er-Modelle sind in der Schweiz weit verbreitet.
Bild: AP

Das sind die beliebtesten (und fairsten) Smartphones der Schweiz

Vier der fünf meistgenutzten Smartphones hierzulande stammen von den Tech-Giganten Apple und Samsung. Dies zeigt eine repräsentative Umfrage, die allerdings einen Haken hat.
22.11.2017, 06:3022.11.2017, 16:31

Als die Nachrichtenagentur SDA im August berichtete, dass das iPhone nicht mehr das beliebteste Handy in der Schweiz sei, fielen «Tagi», «Blick» und andere Medien darauf herein und übernahmen die Schlagzeile, die viele Klicks versprach.

Auch watson liess sich beeindrucken. Als sich aber die brennendsten Fragen in Zusammenhang mit der zitierten «Studie» nicht klären liessen, korrigierten wir die Meldung.

Neue Resultate einer relativ aktuellen Umfrage zeigen nun ein differenzierteres Bild: Demnach steht Apple mit mehreren iPhone-Modellen weiterhin an der Spitze der Hersteller. Dicht gefolgt vom grössten Konkurrenten aus dem Android-Lager, Samsung.

Die Top 10 der Smartphone-Modelle:

  1. iPhone 7 und 7 Plus (12 Prozent)
  2. Galaxy S7 und S7 Edge (11%)
  3. iPhone 6 und 6 Plus (10%)
  4. iPhone 6S und 6S Plus (9%)
  5. Galaxy S5 (6 Prozent)
  6. Galaxy A3, A4, A5 (5%)
  7. Galaxy S6 und S6 Edge (5%)
  8. iPhone 5S (5%)
  9. iPhone SE (4%)
  10. Galaxy S8 und S8 Plus (3%)

Die Befragungen wurden im Oktober 2017 durch das Marktforschungsinstitut Innofact im Auftrag des Internet-Vergleichsdienstes Comparis durchgeführt (wie schon die letzte Studie, die für Verwirrung sorgte): Befragt wurden nun 1036 Personen im Alter von 18 bis 74 Jahren in allen Regionen der Schweiz. Die Studie sei repräsentativ für Personen mit Wohnsitz in der Schweiz, schreibt Comparis in einer Medienmitteilung.

Apples Trumpf

Zunächst gilt anzumerken, dass die neusten iPhone-Modelle (iPhone 8, 8 Plus und X) bei der Umfrage nicht berücksichtigt werden konnten, da sie zu diesem Zeitpunkt noch nicht im Handel erhältlich waren. Dies ist insofern relevant für die tatsächlichen Kräfteverhältnisse, als dass sich die neusten Modelle laut Berichten hervorragend verkaufen sollen.

Dass die iPhone-Modelle 5S, 6, SE bis hin zum iPhone 6S alle noch im Einsatz seien, liege an der Langlebigkeit des mobilen Betriebssystems, kommentiert Jean-Claude Frick, Digital-Experte von Comparis. Apple versorge noch alle Geräte mit aktueller iOS-Software. «Dadurch profitieren auch ältere Geräte von den neuen Funktionen.»

«Während die Schweiz schon immer einen hohen Anteil an iPhone-Benutzern hatte, konnte Samsung seinen Ruf als Premium-Hersteller festigen und mit seinen Galaxy-S-Modellen den Markt im Android-Bereich dominieren.»
Jean-Claude Frick, Digital-Experte von Comparis

Das starke Abschneiden des Galaxy S7 zeige, dass das Vorjahres-Topmodell auch heute noch eine gute Wahl sein könne, da die Entwicklung grundlegender neuer Features nicht mehr jährlich stattfinde.

Das Galaxy S7 Edge.
Das Galaxy S7 Edge.
Bild: EPA/EPA

Es komme nicht von ungefähr, dass 93 Prozent der Schweizerinnen und Schweizer, die ein Handy besitzen, dieses auch ein bis zwei Jahre behalten. Dies hänge aber auch mit dem hiesigen Abo-System der Mobilfunkanbieter zusammen, das Zweijahresverträge favorisiere.

Und die anderen Hersteller?

Die Modelle der Konkurrenz liegen laut Studie weit abgeschlagen hinter den beiden Spitzenreitern Apple, mit 41 Prozent, und Samsung, das auf 39 Prozent kommt. Huawei, der Neuling aus China, belegt den dritten Platz, mit 6 Prozent der befragten Handy-Nutzer. Es folgen die Traditionsmarken Sony (4%) und Nokia (2%). Ebenfalls auf einen Anteil von 2 Prozent kommen HTC und Wiko, dahinter LG und Motorola (1%). Weitere nicht namentlich genannte Hersteller machen drei Prozent aus.

Die Prognose von Comparis-Experte Frick :

«Aktuell etabliert Apple mit dem iPhone X einen Premium-Preis von deutlich über 1000 Franken, während Samsung versucht, Vertrauen in die Marke Galaxy Note zurückzuerlangen. An den grundlegenden Kräfteverhältnissen wird dies freilich nichts ändern; es bleibt jedoch abzuwarten, ob angesichts vierstelliger Handy-Preise nicht einige Kunden ein Auge auf Newcomer wie Huawei oder andere Alternativen werfen werden.»

Abschliessend eine weitere Erkenntnis aus der Studie: Die Befragten über 55 Jahre behalten ihr Smartphone deutlich länger als die Jüngeren: im Schnitt mindestens drei Jahre.

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