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Das sind die Schlagzeilen der Sonntagspresse.

Schweizer Millionen für Skandal-NGO, Post-Aufsicht und Wein-Kartell: Die Sonntags-Storys



Bund zahlt Millionen an Skandal-NGO

Die Schweiz zahlte laut Meldungen des «SonntagsBlick» und der «SonntagsZeitung» in den vergangenen fünf Jahren rund 20,4 Millionen Franken an die von einem Missbrauchsskandal erschütterte Nichtregierungsorganisation Oxfam. Wie das EDA den Zeitungen bestätigte, verbinde das Aussendepartement und Oxfam eine langjährige, erfolgreiche Zusammenarbeit. Das EDA verurteile die Not hilfsbedürftiger Menschen für sexuellen oder anderweitigen Missbrauch auszunutzen und forderte eine lückenlose Aufklärung. Ohne eine solche Klarheit wäre es allerdings verfrüht, die Zusammenarbeit mit Oxfam zu beenden, teilte das EDA dem «SonntagsBlick» und der «SonntagsZeitung» mit.

Neue Aufsicht für Postauto gefordert

Zahlreichen Experten genügt laut der «NZZ am Sonntag» die versprochene Aufarbeitung der Subventionsaffäre bei Postauto nicht. Sie fordern vielmehr eine neue Aufsichtsbehörde, weil es Interessenskonflikte beim zuständigen Bundesamt für Verkehr gebe. So formuliere das Amt einerseits Gesetze sowie Verordnungen und kontrolliere andererseits gleichzeitig deren Einhaltung. Selbst die liberale Denkfabrik Avenir Suisse unterstütze daher einen Vorschlag für einen unabhängigen Regulator. Die «SonntagsZeitung» schreibt zudem, dass sich Bundesrätin Doris Leuthard aufgrund der Postauto-Affäre vor dem Parlament verantworten müsse. FDP und SP verlangten in dringenden Interpellationen eine Sonderdebatte zur Post.

Schweizer Spitäler importieren Leichenteile

Recherchen der «SonntagsZeitung» zeigen, dass Schweizer Spitäler Leichenteile für Ausbildungszwecke im Ausland einkaufen. So liefere etwa die Firma Medcure seit Jahren regelmässig ihre «Waren» auch in die Schweiz. Im November habe es zum Beispiel einen Fall gegeben, wo der Schulthess-Klinik in Zürich für 3600 Franken sechs Arme für einen Chirurgie-Kurs geliefert worden seien. Ein Sprecher der Klinik sagte gegenüber der Zeitung, es seien alle nötigen Dokumente mitgeliefert worden. Der Import von Leichenteilen in die Schweiz für Aus- und Weiterbildung ist laut der Zeitung aber so gut wie gar nicht geregelt, weshalb von Expertenseite nun strengere Regeln gefordert würden.

Zahl der DNA-Analysen sinkt deutlich

Die Kantonspolizei Bern schlägt Alarm: Die Zahl der aufgeklärten Straftaten werde in Zukunft zurückgehen, sagt ein Sprecher gegenüber der SonntagsZeitung. Als Grund nennt die Polizei insbesondere ein Urteil des Bundesgerichts von 2014. Darin erhöhten die Richter aus Lausanne die Hürden für die Anordnung einer DNA-Analyse von Polizei und Staatsanwaltschaft. Tatsächlich sind seither die DNA-Auswertungen in der Verbrechensbekämpfung deutlich zurückgegangen. 2014 speisten die Kantone noch rund 38'000 DNA-Profile in die nationale Datenbank des Bundesamts für Polizei ein. Im Jahr 2017 waren es rund 15 Prozent weniger. Experten vermuten, dass der Rückgang bei den Auswertungen auch mit der generell sinkenden Kriminalität und knapperen Budgets in der Strafverfolgung zusammenhängen. 

Wein-Kartell erschüttert Wallis

Die sechs Walliser Weinkellereien Provins, Orsat, Giroud, Germanier, Taillefer und Schenk sollen laut einer Meldung der «SonntagsZeitung» ihre Preise abgesprochen haben. Sie produzieren rund 50 Prozent des Walliser Weinvolumens und sollen an einem konspirativen Treffen im September 2012 bestimmt haben, wie viel sie den Winzern für Fendant, Pinot noir, Gamay und Dôle zahlen wollten. An einem zweiten Treffen hätten die Weinhändler auch eine Preisabsprache gegenüber den Grossisten beschliessen sollen. Die geplante Absprache gegenüber dem Grosshandel kam jedoch nicht zustande, weil einige Beteiligte darin ein illegales Kartell vermuteten. Die eidgenössische Wettbewerbskommission habe aufgrund der Vorgänge «eine Marktbeobachtung der Weinbranche» vorgenommen. Allerdings erklärte die Weko gegenüber der Zeitung nun, dass sie keine Untersuchung eröffne, weil für die Ereignisse die Verjährungsfrist von fünf Jahren knapp abgelaufen war.

Militärs müssen ins Cyber-Training

Ab nächstem Herbst müssen laut einer Meldung der «NZZ am Sonntag» alle Berufsoffiziere, die Militär- oder Staatswissenschaften an der ETH Zürich studieren, auch Vorlesungen und Übungen zur Cyber-Sicherheit besuchen. Zudem werde dieser Bereich auch an der Militärakademie in Birmensdorf (ZH) in den Lehrplan integriert. Das Verteidigungsdepartement (VBS) von Bundesrat Guy Parmelin will über die Berufsoffiziere, die ihr Wissen weitergeben, künftig die ganze Truppe erreichen. Armeeangehörige sollen dadurch erfahren, was Cyberabwehr bedeute und für mögliche Gefahren im Umgang mit elektronischen Mitteln sensibilisiert werden, sagte ein VBS-Sprecher zu der Zeitung. (sda)

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