USA
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Der Tod zweier Saudi-Schwestern in den USA gibt Rätsel auf



In this undated police sketch provided by the New York Police Department, sisters Rotana, left and Tala Farea are shown. The New York Police Department says the sister's bodies were found bound together lying on rocks along the Hudson River on Wednesday, Oct. 24, 2018. (New York Police Department via AP)

Eine undatierte Zeichnung der beiden Schwestern Rotana (l.) und Tala Farea (r.), angefertigt von der New Yorker Polizei. Bild: AP/NYPD

Die Todesursache zweier Schwestern aus Saudi-Arabien in New York ist nach Angaben der Gerichtsmedizin aufgeklärt. Über die Hintergründe wird jedoch gerätselt.

Die 23-jährige Rotana Farea und ihre 16-jährige Schwester Tala hätten Suizid begangen, teilte die New Yorker Gerichtsmedizin am Dienstag mit.

Die Leichen der beiden waren Ende Oktober am Ufer des Hudson River in der US-Metropole gefunden worden. Sie waren mit Klebeband an Hüften und Fussgelenken zusammengebunden.

«Mein Institut hat festgestellt, dass der Tod der Farea-Schwestern die Folge eines Suizids war, bei dem sich die jungen Frauen zusammenbanden, bevor sie in den Hudson River sprangen», sagte die Leitern der Gerichtsmedizin, Barbara Sampson.

Nach dem Tod der jungen Frauen hatte ein Polizeibeamter angedeutet, dass die Schwestern Asyl in den USA beantragt hatten. Nähere Angaben dazu machte er nicht. Gerüchten zufolge soll die saudiarabische Botschaft in den USA den jungen Frauen und der Familie gedroht haben, sie wegen des Asylantrags nach Saudi-Arabien zurückzubringen. Eine Botschaftssprecherin wies dies als «vollkommen falsch» zurück.

Mehrfach von Zuhause weggelaufen

Die Schwestern waren mehrfach von ihrem Elternhaus im US-Bundesstaat Virginia weggelaufen. Seit Ende 2017 lebten sie dort nicht mehr und wurden in einer Notunterkunft untergebracht.

Im August verliessen sie Virginia und gingen nach New York. Dort sollen sie in verschiedenen hochpreisigen Hotels abgestiegen sein und eine Kreditkarte bis zum Limit ausgereizt haben, wie US-Medien unter Berufung auf die Polizei berichteten.

Demnach soll ein Augenzeuge die beiden vor ihrem Tod nahe des Hudson gesehen haben, wo sie offenbar beteten. Sie hätten angegeben, lieber sich selbst etwas zuzufügen, als nach Saudi-Arabien zurückzugehen, hiess es in den Berichten unter Berufung auf die Polizei.

In dem ultrakonservativen Königreich Saudi-Arabien stehen Frauen unter Vormundschaft ihrer männlichen Verwandten oder ihres Mannes, die an ihrer Stelle wichtige Entscheidungen fällen. Die Lage für Frauen geriet zuletzt durch den Fall der Saudi-Araberin Rahaf Mohammed wieder stärker in den Fokus der Öffentlichkeit, die flüchtete und in Kanada Asyl erhielt. (sda/afp)

Lass dir helfen!

Du glaubst, du kannst eine persönliche Krise nicht selbst bewältigen? Das musst du auch nicht. Lass dir helfen. In der Schweiz gibt es zahlreiche Stellen, die rund um die Uhr für Menschen in suizidalen Krisen da sind – vertraulich und kostenlos.
Die Dargebotene Hand: Tel.: 143, www.143.ch
Beratung + Hilfe 147 für Jugendliche: Tel.: 147, www.147.ch
Reden kann retten: www.reden-kann-retten.ch

Die Flucht einer jungen Saudi-Araberin

Das könnte dich auch interessieren:

Beto gegen Donald: Showdown an der «Grenzmauer» in Texas

Link zum Artikel

«Eine Hure zu sein, war oft top», sagt Virginie Despentes aus Erfahrung

Link zum Artikel

Mirco Müller – ein vergessener Titan auf dem Weg zum Millionär

Link zum Artikel

Hacker verkauft 617 Millionen Nutzerdaten im Darknet – diese 16 Seiten sind betroffen

Link zum Artikel

Ohne Solarium und Haarpracht – wie Donald Trump wirklich aussieht 😱

Link zum Artikel

Zersiedelungs-Initiative abgeschmettert: So lief der Abstimmungssonntag

Link zum Artikel

«Ich war überrascht, dass es reicht» – Corinne Suter holt in der WM-Abfahrt Silber

Link zum Artikel

Kantonale Vorlagen: Basel versenkt Spitalfusion, Berner Energiegesetz scheitert hauchdünn

Link zum Artikel

Frauen schreiben ihren Freunden: «Ich will ein Baby» – die Antworten sind 😱😱😱

Link zum Artikel

WLAN auf dem Mars? Bibis Beauty Palace liefert TV-Blamage für die Ewigkeit

Link zum Artikel

Diese 7 Fälle zeigen, was bei der Rüstungsbeschaffung in der Schweiz alles schief läuft

Link zum Artikel

Hey Emma, Suff-SMS-Sandro hat auch ein paar Sex-Fragen an euch Frauen!

Link zum Artikel

Stimmen diese 9 Koch-Mythen wirklich?

Link zum Artikel

Dieser NBA-Star erfuhr gerade mitten im Spiel, dass er getradet wurde

Link zum Artikel

Wenn du in der (Fake-)Sexfalle sitzt – so kommst du wieder raus

Link zum Artikel

So klicken, blocken und spulen wir die Werbung weg – die Fakten in 15 Punkten

Link zum Artikel

Auf einer Party aufs Klo, das gar keins war...Diese Jodel-Geschichte hat kein Happy-End 😱

Link zum Artikel

Leute, PICDUMP! 🙏

Link zum Artikel

Google reserviert jetzt für dich in Schweizer Restaurants (aber nicht per Telefon)

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Abonniere unseren Newsletter

5
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
5Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Edwin Schaltegger 23.01.2019 11:22
    Highlight Highlight Saudische Frauen werden brutal von diesem anachronischen Saudi-Regime unterdrückt und verstösst gegen elementarste Menschenrechte. Wo bleiben die weltweiten Proteste unserer Frauenbewehungen und Menschenrechtsorganisationen? Man befasst sich lieber mit nebensächlichen medienwirksamen Problemen.
    • aglio e olio 23.01.2019 12:10
      Highlight Highlight Und was machst du? Engagierst du dich für Menschenrechte und die Frauen?
    • Sapien 23.01.2019 12:30
      Highlight Highlight Es ist dennoch wichtig diese News zu verbreiten. Wir wählen Politiker in unserem schönen Land. Dabei gibt es einige, dennen wirtschaftliche Deals mit Saudis wichtiger als Menschenrechte sind - sprich wählt die Leute die nicht dem Joch der Unterdrückung folgen. Schwieriger Getan als Gesagt, nichts unternehmen ist aber auch keine Lösung @aglio e olio
    • Alterssturheit 23.01.2019 13:18
      Highlight Highlight @Sapien: welcher Politiker/In hätte den realistische Chancen von einer Mehrheit gewählt zu werden, wenn er/sie öffentlich sagt, er/sie tritt nicht primär für die CH-Wirtschaftsinteressen ein, sondern wolle sich um Menschenrechte, Umweltschutz, etc. kümmern. Und welche Partei würde die Person portieren ? So traurig wie wahr: Money Comes first und die CH-Mehrheit möchte vermutlich wenns drauf ankommt, doch nicht auf ihren Wohlstand verzichten.
  • Nachbarino 23.01.2019 11:16
    Highlight Highlight Schlimme Nachricht. Solange solche Vorfälle schon nach kurzer Zeit ""abgehakt" sind, wird es wohl so weiter gehen...

Trump ruft den nationalen Notstand aus – wir beantworten 6 Fragen in 9 Tweets und 4 Videos

US-Präsident Donald Trump hat einen Nationalen Notstand angekündigt, um seine Pläne für den Bau einer Mauer an der Grenze zu Mexiko voranzutreiben. Im Rosengarten des Weissen Hauses kündigte Trump am Freitag an, die Erklärung noch im Laufe des Tages zu unterzeichnen.

Trump will durch die Notstandserklärung Geld aus anderen Töpfen - vor allem aus dem Budget des Verteidigungsministeriums - umwidmen und so insgesamt rund acht Milliarden Dollar für den Bau von Grenzsicherungsanlagen …

Artikel lesen
Link zum Artikel