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epa06266927 Austrian Foreign Minister Sebastian Kurz (R), the leader and top candidate of the Austrian Peoples Party (OeVP) and his girlfriend Susanne Thier (L) arrive at a polling station during the Austrian Federal Elections in Vienna, Austria, 15 October 2017.  EPA/VALDRIN XHEMAJ

Sebastian Kurz und seine Freundin Susanne Thier vor dem Wahllokal in Wien.  Bild: EPA/EPA

Hochspannung in Österreich: In diesen Minuten schliessen die Wahllokale

15.10.17, 07:51 15.10.17, 17:30


Bei der Parlamentswahl in Österreich haben die Spitzenkandidaten von ÖVP und SPÖ voller Zuversicht ihre Stimmen abgegeben. Die Kampagne der Sozialdemokraten habe in den letzten Tagen deutlich an Fahrt aufgenommen, sagte Bundeskanzler und SPÖ-Chef Christian Kern.

«Wir sind voller Optimismus», meinte der 51-Jährige am Sonntag. Sein Herausforderer Sebastian Kurz von der konservativen ÖVP ging unter grossem Medienandrang zur Wahl in seiner ehemaligen Schule in Wien.

«Ich hoffe natürlich auf ein gutes Ergebnis, damit eine echte Veränderung in Österreich möglich ist», sagte der 31-Jährige vor mehreren Dutzend Kamerateams.

Kurz ist laut Umfragen der Favorit bei der Wahl. Allerdings mehrten sich jüngst Stimmen, dass die Umfragen nicht überbewertet werden sollten. «Ich glaube, es ist vieles möglich», sagte auch Bundespräsident Alexander Van der Bellen vor seiner Stimmabgabe.

epa06266798 Austrian Chancellor and head of the Social Democratic Party (SPOe) Christian Kern answers media questions after casting his vote in the Austrian Federal Elections in Vienna, Austria, 15 October 2017.  EPA/FLORIAN WIESER

SPÖ-Chef Christian Kern: «Wir sind voller Optimismus.»  Bild: EPA/EPA

«Potential für Last-Minute-Bewegungen»

Rund eine Million Wähler waren nach Einschätzung von Wahlforschen bis zuletzt unentschlossen. «Da gibt es Potenzial für Last-Minute-Bewegungen», erklärte der Experte des Meinungsforschungsinstituts Sora, Christoph Hofinger, im ORF.

6,4 Millionen Österreicher können nach dem Bruch der rot-schwarzen Koalition vorzeitig ein neues Parlament wählen. Es kandidieren 16 Parteien, zehn davon landesweit. Die letzten Wahllokale schliessen um 17 Uhr. Die ersten Hochrechnungen werden gegen 17.15 Uhr erwartet.

Bei einem engen Rennen ist fraglich, ob am Wahlabend klar wird, wer gewonnen hat. Der Grund ist die hohe Zahl von voraussichtlich um die 750'000 Briefwählern. Deren Stimmen werden erst am Montag, teilweise sogar erst am Donnerstag ausgezählt.

Schlammschlacht zwischen Parteien

Wahlforscher gehen davon aus, dass die Wahlbeteiligung höher sein wird als 2013 mit damals 74,9 Prozent. Das liegt auch an dem äusserst erbittert geführten Wahlkampf. Zwischen SPÖ und ÖVP war es in den letzten beiden Wochen vor der Wahl geradezu zu einer Schlammschlacht gekommen.

Eines der Hauptthemen des Wahlkampfs war die Migrationskrise mit ihren Folgen. Vor allem FPÖ und ÖVP machen sich stark dafür, die Zuwendungen für Flüchtlinge zu kürzen oder gar auf Sachleistungen zu beschränken.

Die Wahl findet ein Jahr früher als vorgesehen statt. Die tief zerstrittene rot-schwarze Koalition war im Mai zerbrochen. Den Vorsitzenden von SPÖ und ÖVP, Kern und Kurz, wird ein eisiges Verhältnis zueinander nachgesagt. Eine Wiederauflage dieses Bündnisses mit diesen Parteichefs gilt als ausgeschlossen. (cma/sda/dpa)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Luca Brasi 15.10.2017 15:29
    Highlight Mittlerweile könnte man ein Bingo mit Phrasen, die bei Wahlen gedrescht werden machen. (Einige sind ja auch in diesem Artikel drin)

    "Viele sind noch unentschlossen"

    "Last-Minute-Bewegungen"

    "Hauchdünnes Rennen"

    "Schicksalswahl"

    "Die Umfragen interessieren mich nicht"

    etc.

    (Weitere Vorschläge willkommen)
    0 0 Melden
  • Angelo C. 15.10.2017 11:59
    Highlight Sowohl FPÖ wie ÖVP werden die Wahl gegen die durch fiese FB-Praktiken und erwiesene fakenews überführte SPÖ gewinnen und Kurz wird Kanzler einer Koalition zwischen FPÖ und ÖVP werden.

    Und das ist definitiv gut so, zumal die verwerflichen Praktiken durch die Sozis abgestraft gehören.

    Und so wird Ö. künftig die historische Verbindung mit Ungarn politisch wieder aufnehmen und im Verbund mit anderen Oststaaten einen valabler Gegenpol innerhalb die EU in Sachen Migration bilden.
    39 54 Melden
    • FrancoL 15.10.2017 14:43
      Highlight Sorry Angelo da bist Du auf dem Holzweg. Sollte A mit Ungarn und anderen nationalen suchen, dann werden sie in die gleiche Ebene wie die Ungarn gezogen, ein totaler Rückschritt.
      Ist zu hoffen dass A mehr Durchblick hat als Du.
      Migrationspolitik ist keine vernünftige Wirtschaftspolitik und bringt auch kein Land weiter. Hast Du in diesem A Wahlkampf etwas sinnvolles zur Wirtschaft gehört? Eben auch nichts?
      21 22 Melden
    • Angelo C. 15.10.2017 15:42
      Highlight FrancoL.

      Da bin ich erstens in gutem Konsens mit int. Politbeobachtern, die genau dieselben Resultate und Konsequenzen erwarten, es sind die zu erwartenden Fakten, ob sie uns nun passen oder nicht.

      Ob gut oder schlecht für die EU bleibe dahingestellt, es wird einfach absehbar so kommen.

      Freuen tut es mich persönlich aber vorab auf Grund des himmeltraurigen Vorgehens der SPÖ im Wahlkampf, das nun seine Belohnung findet.
      2 0 Melden
    • _kokolorix 15.10.2017 17:23
      Highlight Du tust so als wäre die Migration das grösste Problem unserer Gesellschaft. Das ist sie nicht. Sie wird bloss von Rechtsparteien hochgepusht um ihren ewig nutzlosen, rückwärtsgewandten und zersetztenden Strategien einen Sinn zu geben.
      Das eigentliche Problem ist die Tatsache, dass sich eine Minderheit einen Grossteil von Besitz und Einkommen angeeignet hat und sich weigert einen angemessenen Teil der allgemeinen Kosten zu übernehmen. Ein Problem das zugegebenermassen auch die Sozis nicht zu lösen bereit sind und das die Meisten als gottgegeben akzeptieren wie einst den Adel
      1 3 Melden
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