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Wildbiene

Wildbienen sind effiziente Bestäuber. Bild: Shutterstock

Zum Weltbienentag erfährst du hier, warum Wildbienen wichtiger sind als Honigbienen



Bienen sind nützlich. Und sie sterben. Seit Jahren warnen Umweltschützer vor dem Bienensterben, besonders am 20. Mai, dem Weltbienentag. Die Besorgnis ist durchaus berechtigt – doch in Wahrheit sollte sie nicht den Honigbienen gelten, sondern den Wildbienen.

Die Honigbienen sind Nutztiere, die nicht gefährdet sind. Pointiert und etwas zynisch ausgedrückt: Sie sind die Insekten, die als letzte aussterben werden. Und sie sind nur eine der gegen 600 einheimischen Bienenarten in der Schweiz, zu denen übrigens auch die Hummeln gehören. Alle anderen werden unter dem Begriff «Wildbienen» zusammengefasst. Von diesen einheimischen Wildbienenarten sind rund 45 Prozent in ihrer Existenz bedroht und stehen auf der Roten Liste.

Stahlblaue Mauerbiene (Osmia caerulescens).
Female blue mason bee in flight, solitary bee species approaching its nest in a hollow reed stalk in insect hotel.

Eine Stahlblaue Mauerbiene (Osmia caerulescens). Bild: Shutterstock

Was sind Wildbienen?

Wildbienen sind nicht etwa eine wilde Urform der domestizierten Honigbiene, sondern wie erwähnt alle Bienenarten der Überfamilie Apoidea ausser den Honigbienen. Von diesen gibt es weltweit je nach Definition sieben bis zwölf Arten – die meisten davon sind in Asien heimisch. In Europa ist die Westliche oder Europäische Honigbiene (Apis mellifera) beheimatet. Die Anzahl der Wildbienenarten lässt sich nicht genau beziffern; weltweit dürften es 20'000 bis 30'000 sein, in Europa mehr als 2200.

Unter dieser unübersehbaren Menge von Wildbienenarten gibt es grosse Unterschiede, was Grösse, Färbung, Zeichnung und Behaarung anbelangt. Nach ihrer Lebensweise lassen sie sich in drei Grossgruppen einteilen:

Pärchen der Gehörnten Mauerbiene
Von pjt56 -- If you use the picture outside Wikipedia I'd appreciate a short e-mail to pjt56@gmx.net - Eigenes Werk, CC BY 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=9876139

Pärchen der Gehörnten Mauerbiene bei der Kopulation. Bild: Wikimedia/pjt56

Wie die Honigbienen ernähren sich die Wildbienen ausnahmslos von Pollen und Nektar, wobei der Pollen vor allem zur Ernährung der Larven dient. Die Weibchen transportieren den Blütenstaub auf unterschiedliche Weise ins Nest: Beinsammlerinnen, zu denen neben den Honigbienen etwa die Hälfte der einheimischen Arten gehört, transportieren den Blütenstaub über Vorrichtungen an ihren Beinen. Auch die Hummeln gehören zu dieser Gruppe.

Bauchsammlerinnen haben eine Bauchbürste, die den Pollen sammelt. Die Schlucksammlerinnen dagegen schlucken den Blütenstaub und würgen ihn in den Brutzellen wieder aus. Sie sind daher bei der Bestäubung von Pflanzen nicht so wichtig wie die anderen Gruppen. Alle Wildbienenarten sind Blütenbesucher; einige sind auf eine bestimmte Pflanzenart spezialisiert.

Rotpelzige Sandbiene (Andrena fulva)
https://de.wikipedia.org/wiki/Wildbiene#/media/File:Andrena_fulva01.jpg

Rotpelzige Sandbiene (Andrena fulva). Bild: Wikimedia

Auch die Art der Nistplätze unterscheidet sich stark. Der Grossteil – rund 70 Prozent – der einheimischen Arten nistet unter der Erde. Daneben gibt es zahllose weitere Möglichkeiten, wie morsches Holz, Mauerfugen, Hohlräume zwischen Steinen oder Zweigen, Pflanzenstängel oder sogar leere Schneckenhäuschen.

Wie unterscheiden sie sich von Honigbienen?

Während Honigbienen ausschliesslich in Bienenstöcken leben und Völker bilden, die bis zu 50'000 Individuen umfassen können, leben die meisten Wildbienen mit Ausnahme der Hummeln als Einsiedler. Die Völker der Hummeln, die jeweils nur einen Sommer überleben, sind allerdings bedeutend kleiner und bestehen lediglich aus 50 bis 600 Tieren.

Ein weiterer Unterschied besteht bei der Spezialisierung auf Pflanzen: Honigbienen sind ausgeprägte Generalisten, das heisst, sie nutzen das vorhandene Blütenangebot in vielfältiger Weise (Polylektie). Bei den Wildbienen gibt es sowohl Generalisten wie Spezialisten. Zu den Generalisten gehören die staatenbildenden Hummeln, aber beispielsweise auch eine Solitärbiene wie die Mauerbiene Osmia bicornis. Rund 30 Prozent der Wildbienenarten sind hingegen eher auf wenige Pflanzenarten spezialisiert (Oligolektie). Sie stehen mit diesen in einer Symbiose – während die Pflanze der Biene Nahrung liefert, sichert diese jener durch die Bestäubung die Fortpflanzung.

Weibchen einer Hosenbiene (Dasypoda altercator) mit auffällig behaarten Hinterbeinen. 
https://de.wikipedia.org/wiki/Wildbiene#/media/File:DasypodaHirtipesFemale1.jpg

Weibchen einer Hosenbiene (Dasypoda altercator). Bild: Wikimedia

Der Aktionsradius der Insekten ist ebenfalls unterschiedlich: Wildbienen, die solitär leben, entfernen sich bei der Futtersuche nur 70 bis 500 Meter von ihrem Nest. Sie nisten deshalb vorzugsweise dort, wo sowohl Nistmaterial wie Nahrungsquellen vorhanden sind. Der Aktionsradius von Honigbienen beträgt dagegen bis zu 7 Kilometer.

Nur Honigbienen produzieren in nennenswertem Umfang Honig. Er dient als Vorrat für den Winter. Die Wildbienen verbrauchen den Nektar direkt, ohne daraus Honig herzustellen – auch wenn einige von ihnen, beispielsweise die Hummeln, einen Vorrat anlegen. Daraus ergibt sich auch der Unterschied, dass Honigbienen in der Regel von Menschen gezüchtet werden, während Wildbienen ohne Zutun des Menschen leben. Allerdings werden Hummeln mittlerweile – besonders beim Treibhausanbau von Tomaten – als Bestäuber eingesetzt.

Blaugebänderte Pelzbiene (Amegilla cingulata)
Von Vengolis - Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=26102674

Wildbienen unterscheiden sich teilweise stark von Honigbienen. Hier eine Blaugebänderte Pelzbiene (Amegilla cingulata). Bild: Wikimedia/Vengolis

Wie die Honigbienen-Weibchen verfügen auch die Weibchen der Wildbienen über einen Stachel. Honigbienen und einige Hummelarten greifen Tiere und Menschen an, die sie als Gefahr für das Nest betrachten. Bei den Wildbienen kommt es dagegen äusserst selten vor, dass sie Menschen stechen – eigentlich nur dann, wenn sich ein Tier stark bedroht fühlt. Überdies gibt es Wildbienenarten, deren Stachel die menschliche Haut nicht zu durchbohren vermag.

Warum sind Wildbienen nützlich?

Meistens denkt man an die Honigbiene, wenn es um die Bestäubung von Pflanzen geht. In Wahrheit sind jedoch die Wildbienen viel wichtiger für diese wichtige Funktion im Ökosystem. Sie sind die effektiveren Bestäuber – so zeigen Zahlen aus England, dass Honigbienen lediglich einen Viertel der gesamten Bestäubungsleistung erbringen. Der grosse Rest geht aufs Konto von wild lebenden Bestäubern, unter denen die Wildbienen die wichtigste Gruppe stellen.

Ein Grund dafür ist, dass die verschiedenen Wildbienenarten an unterschiedliche Bedingungen angepasst sind. Manche fliegen zum Beispiel auch bei Temperaturen los, die für Honigbienen zu niedrig sind. Damit bestäuben sie Pflanzen auch in Schlechtwetterphasen, wenn die Honigbienen im Stock bleiben. Zudem gibt es Pflanzen, die nur von bestimmten Wildbienen bestäubt werden – die bekanntesten sind Rotklee, Luzerne und die Tomate. Bei letzteren liegt der Pollen beispielsweise in länglichen, verschlossenen Staubbeuteln. Weder der Wind noch kleine Bienen öffnen diese Beutel; dies gelingt indes den Hummeln, die mit ihren Flugmuskeln passende Vibrationen erzeugen, die den Pollen herausschütteln.

Hummel-Königin

Hummel-Königin. Bild: Shutterstock

Warum sind Wildbienen gefährdet?

Den Wildbienen macht der menschliche Einfluss in verschiedener Hinsicht zu schaffen. Zum einen werden manche Wildbienen durch von Menschen gezüchtete Honigbienen verdrängt. Zum andern verschwindet ihr Lebensraum immer mehr – beispielsweise werden Trocken- und Magerwiesen seltener, weil wir zu viel Dünger einsetzen. Dies führt dazu, dass Wildbienen – auch weil viele von ihnen auf wenige Pflanzen spezialisiert sind – weniger Nahrung finden. Überdies finden sie auch weniger geeignete Nistplätze, weil wir Hecken abholzen und generell die Landschaft zu stark «aufräumen».

Manche Wildbienen nisten in Faulholz.

Manche Wildbienen nisten in horizontalen Löchern in Holzstämmen oder hohlen Pflanzenstängeln. Für solche Arten sind Nisthilfen, sogenannte «Bienenhotels», nützlich. Bild: Shutterstock

Alle Bienen, nicht nur die Wildbienen, leiden zudem unter den Neonicotinoiden – hochwirksamen Insektiziden –, die Fruchtbarkeit und Orientierungssinn der Bienen beeinträchtigen und ihre Lebensdauer verkürzen. Bei den Wildbienen fällt dies jedoch besonders ins Gewicht, weil die Fortpflanzungsrate bei den solitären Arten sehr niedrig ist. Ein Weibchen legt in seinem Leben lediglich 10 bis 30 Brutzellen an.

Oberirdisches Ackerhummel-Nest (obere Wachsabdeckung der Nestkugel wurde entfernt).
Von Panoramedia - Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=20441726

Oberirdisches Ackerhummel-Nest (obere Wachsabdeckung der Nestkugel wurde entfernt). Bild: Wikimedia/Panoramedia

Quellen:
Wissenswertes über Wildbienen
Wildbienen first – unsere wichtigsten Bestäuber und die Konkurrenz mit dem Nutztier Honigbiene

Im Wallis gelang es, Wildbienen zurückzulocken

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Video: srf/SDA SRF

So funktioniert die Wildbienenzucht zuhause

Den Bienen stehen noch immer schwere Zeiten bevor

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    Alle Leser-Kommentare
  • Sulfat 20.05.2019 22:41
    Highlight Highlight Ich hab ein kleines Häuschen auf den Balkon. Kann ich nur empfehlen. So herzig den Bienen zuzuschauen😍. Manchmal kann man sie dabei beobachten wie sie die Bambusröhren verschliessen. Macht richtig freude und nimmt die Angst vor fliegenden Flauschis 😉
  • Haranchii 20.05.2019 22:06
    Highlight Highlight Wenn man für die Wildbienen etwas Gutes machen will, pflanzt geeignete Blumen an. Auf www.wildbee.ch sind nützliche Tipps ersichtlich. Bienenhotels, welche im Handel sind, nützen nur wenigen Wildbienen. Viel wichtiger sind verschiedene Futterquellen.
    Benutzer Bild
  • Jamaisgamay 20.05.2019 21:32
    Highlight Highlight So toll und sinnvoll Wildbienen-Hotels sind: 70% der Wildbienen (s.Artikel) sind Bodenbrüter, denen die Hotels nicht viel helfen. Die brauchen, soviel ich weiss, offene Bodenstrukturen, bevorzugt an südlich ausgerichteten Böschungen. Mehr Wissen und Tipps dazu?
    • Orni 21.05.2019 09:42
      Highlight Highlight Auch bei den Bodennistern gibt es verschiedene Präferenzen: Von horizontalen Gängen in Steilwänden bis zu senkrechten Gängen im flachen Boden. Gemeinsam ist den meisten Arten, dass sie sandig-lehmigen Boden brauchen, der gut grabbar ist. Weitere Infos sind hier zu finden:
      https://www.wildbee.ch/wildbienen/nistplaetze/sand-verarbeitung-und-bezugsquellen

      Gute Erfolgschancen hat man im Garten auch mit einer Wandkiesfläche. Wichtig ist, dass man ungewaschenen Wandkies mit Sand- und Schluffanteilen nimmt.
      Benutzer Bild
  • John H. 20.05.2019 19:50
    Highlight Highlight Wenn es in der Nähe Blumen und Nahrung hat: Einfach ein geeignetes Bienenhotel aufstellen, hinsetzen und zuschauen. Ist spannend, lehrreich, manchmal lustig und in jedem Fall nützlich.
    Benutzer Bild
  • salamandre 20.05.2019 19:39
    Highlight Highlight Danke lieber Huber, wir normalsterblichen Quizer sind immer wieder um Dein Wissen froh! 👍
  • noComment 20.05.2019 19:31
    Highlight Highlight Bienentag heute?

    Eher Schneckentag 🌧🐌
  • Liquidpsy 20.05.2019 18:37
    Highlight Highlight Super Artikel! Danke das ihr etwas Aufklärungsarbeit leistet bei einem Thema das so wichtig ist! :D
  • Chicken Run 20.05.2019 18:02
    Highlight Highlight Super Artikel!
    Kleine Korrektur: Honigbienen haben einen Sammelradius von 3 km, nur die Königin macht bei ihrem Hochzeitsflug 7 km. Damit wird eine bessere Gendurchmischung ermöglicht.
    Und in der Schweiz sind 3 natürliche Rassen (Dunkle Biene, Carnica und Licustica) heimisch. Dazu kommt die Buckfastbiene, gezüchtet aus mehreren Rassen. Bei Imkern, die keine Rassenzucht betreiben (die meisten) wird die Rasse als Swissmix angegeben. Der Königin ist es eben egal, welche Rasse die Drohne hat die sie begattet. Nur so als Info;)
  • AlteSchachtel 20.05.2019 17:40
    Highlight Highlight Super guter Artikel!!

    Ich habe das Glück völlig in der Natur wohnen zu können und in meinem wilden Garten viele verschiedenen Wildbienen beobachten zu können.

    Es braucht Blumen statt moderne Geröllwüsten, Wiesen statt Rasen und Kornelkirschen statt Forsythien in den Gärten!

    Nebst den genannten Bedrohungen wird noch weiter geforscht.

    https://freethebees.ch/
  • trio 20.05.2019 17:37
    Highlight Highlight Vielen Dank für den Artikel. Es ist Schade, dass sich viele um das Bienensterben sorgen. Und dabei das sterben der Honigbienen meinen, welche Nutztiere sind und für die Biodiversität keine grosse Rolle spielen. Wäre etwa gleich schlimm für die Natur, wie wenn plötzlich die Kühe sterben würden.
    Tragisch ist jedoch der Rückgang aller Insekten!
  • Orlando Alleyway 20.05.2019 17:21
    Highlight Highlight So weit ich informiert bin, ist es bei den "Bienenhotels" sehr wichtig, darauf zu achten, wie (und woraus) es gebaut wird. Auf einschlägigen Informationsplattformen gibt es gute Tipps. - Also nicht einfach nur ein herziges Hüsli kaufen oder bauen; zuerst informieren.
  • Orni 20.05.2019 17:08
    Highlight Highlight Ein super Artikel, herzlichen Dank! Es werden wichtige Punkte angesprochen, welche leider sonst sehr oft falsch dargestellt werden: Die Imker-Honigbiene ist ein Nutztier und somit nicht Teil unserer Biodiversität. Sie muss deshalb auch nicht gefördert werden. Es wird im Gegenteil immer klarer, dass eine grosse Honigbienendichte insbesondere für spezialisierte Wildbienen auf Grund der Nahrungskonkurrenz zu einem Problem führt. Schützen müssen wir die Wildbienen. Dabei gibt es bessere Wege als ein teures Beehome. Ein paar Gründe weshalb: https://natur-im-siedlungsraum.ch/2019/05/14/beehome/
  • MacB 20.05.2019 16:43
    Highlight Highlight Holt euch ein "Starterset Wildbienen" bei einem der "Wildbienen-Anbieter" und lasst die Nester einfach stehen, man muss die im Herbst nicht zwingend zurückschicken.

    Zurückschicken bedeutet nämlich, dass sie nächstes Jahr auf der Pestizid-Obstplantage landen und du neue Bienen bekommst. Die Tiere überwintern auch so tiptop (nicht in den Keller nehmen, einfach draussen lassen)

    • Orni 20.05.2019 16:56
      Highlight Highlight Ein "Starterset Wildbienen" ist dazu eigentlich gar nicht nötig. Die zwei Arten, welche man da bekommt (Gehörnte Mauerbiene und Rote Mauerbiene) gehören zu den häufigsten Wildbienenarten und kommen auch von alleine. Man kann sich die 120 CHF also auch sparen und in ein Stück Hartholz (zB Esche) mit verschieden grossen Bohrern (2-9mm, aber vor allem 3-6mm) Löcher machen. Nicht vergessen sollte man dabei aber, dass die Wildbienen neben der Nisthilfe ein vielfältiges Blütenangebot brauchen. Dieses kann man auch auf dem Balkon in Töpfen zur Verfügung stellen.
    • Blaumeisli 20.05.2019 17:44
      Highlight Highlight Bringt es noch was, wenn man die Häuschen jetzt aufstellt, oder ist es schon zu spät im Jahr?
    • Orni 20.05.2019 18:14
      Highlight Highlight Die Flugzeit der zwei genannten Mauerbienenarten neigt sich bereits dem Ende zu. Allerdings beginnen andere Arten jetzt dann erst zu fliegen und wieder andere haben im August ihre Hauptflugzeit. Es lohnt sich also auf jeden Fall noch Nisthilfen und vor allem ein grosses Blütenangebot anzubieten. :-)
    Weitere Antworten anzeigen
  • Smile1nce 20.05.2019 16:39
    Highlight Highlight Ich weiss nicht ob es erlaubt ist, habe aber erst gerade von wildbieneundpartner ein Starterpack beschafft. Finde ich super und nützlich. Aufwand ist minimal. Kann ich also nur empfehlen. Guter Artikel, viel neues gelernt.
    • gedankensimulant 20.05.2019 21:45
      Highlight Highlight Nichts ist verboten, was der natur nützt. Eigentlich 😉 aber ja, es ist erlaubt.
    • mille_plateaux 21.05.2019 02:02
      Highlight Highlight Ohne Deine Freude trüben zu wollen: Die angepriesenen Hotels dienen vor Allem zwei sehr gut aufgestellten Arten. Wildbee hat sich vor einiger Zeit ziemlich auf das eingeschossen. Einige Argumente überzeugen, andere nicht. Ihr Ratgeber zum Bau eines diverseren Bienenhotels ist auf alle Fälle lesenswert, falls nicht schon entdeckt. :)

      Perspektive Wildbee:
      https://www.wildbee.ch/vorsicht
      Replik Wildbiene + Partner:
      https://wildbieneundpartner.ch/stellungnahme-zu-den-vorwuerfen-von-wildbee-ch/
  • Rhabarber 20.05.2019 16:35
    Highlight Highlight Wir haben den Garten so verwildern lassen, dass wir nicht mal mehr mähen müssen. Eine Wildwiese ist viel schöner. Wenn Nachbarn Wasser vergeuden, im Versuch, ihre unnatürlichen Kurzrasen in der Trockenheit zu retten, grünt und blüht es bei uns ganz ohne Hilfe. Alles voll mit wundervollen, z.T. essbaren Wildkräutern.
    Für die Tiere haben wir Holz-, Stein- und Sandhaufen aufgeschichtet. Der Teich ist Sommer so voller Libellen, Hummeln, Hornissen, Wespen u.a., dass man es gar nicht mehr zählen kann. Natürlich gibts auch Amphibien und Reptilien, Igel, Eichhörnli, sogar Füchse kommen vorbei :-)
    • Garp 20.05.2019 16:44
      Highlight Highlight Füchse kommen bei uns auch vorbei, obwohl wir in der Stadt leben 😊 .
    • salamandre 20.05.2019 19:37
      Highlight Highlight Garp do wohnst ergo da wo Fuchs und Hase...naja Du weisst schon😉
    • trio 20.05.2019 19:47
      Highlight Highlight Hach! Wie gerne würde ich diesen Garten kennenlernen ❤
  • Garp 20.05.2019 16:21
    Highlight Highlight Und welche Pflanzen bevorzugen Wildbienen? Konkrete Tips würden den Artikel vollständig machen.
  • Ylene 20.05.2019 16:09
    Highlight Highlight Vielen Dank für diesen tollen Artikel! Habe mein Wissen über Wildbienen wahrscheinlich gerade verzehnfacht (ja, traurig). Die Wildbienen sehen ja zum Teil wirklich unglaublich flauschig und 'herzig' aus, könnte man daraus nicht mehr machen bei den Infokampagnen, um mehr Leute zu erreichen? Vielen Leuten liegen 'niedliche' Tiere viel mehr am Herzen als 'hässliche', unfair aber wahr.
    • *sharky* 20.05.2019 16:40
      Highlight Highlight Wie wahr, wie wahr.
      Haben Delphine ein Glück, dass sie ständig "grinsen"... im Gegensatz zu Haien.

      Mehr Wissen ist tatsächlich nicht verkehrt, da hast Du auch recht. *thumb up*
    • FrauMirach 20.05.2019 16:45
      Highlight Highlight Ich dachte auch sofort an die Cute News, als ich die stahlblaue Mauerbiene sah. Toller Artikel.
    • Nice) 20.05.2019 18:08
      Highlight Highlight Hallo Ylene, du hast völlig recht, man könnte und sollte hier viel mehr machen. Schau doch mal hier rein:
      https://wildbieneundpartner.ch
    Weitere Antworten anzeigen
  • Käpt'n Hinkebein 20.05.2019 16:06
    Highlight Highlight Sehr interessanter Artikel, der auf ein wichtiges Thema hinweist. Danke.

    Kleine Anmerkung: Im dritten Abschnitt verwirrt mich die Formulierung etwas. Da ist von "Arten" die Rede, einmal von mehreren Tausend, dann wieder von sieben bis zwölf. Wenn ich mich richtig an den Jahre zurückliegenden Bio-Unterricht erinnere, ist das System in der Biologie in RSKOFGAR (Reich-Stamm-Klasse-Ordnung-Familie-Gattung-Art-Rasse) eingeteilt. Gab's da eventuell kleine Verwechslungen (was ich dem Huber kaum zutraue)? Oder übersehe ich etwas?
    • Daniel Huber 20.05.2019 16:54
      Highlight Highlight @Käpt'n Hinkebein: Danke!
      Die unterschiedlichen Zahlen zu den Arten im dritten Abschnitt beziehen sich auf unterschiedliche Dinge. Die «sieben bis zwölf Arten» beziehen sich einzig auf Honigbienen (davon ist eine in der Schweiz heimisch), die «20'000 bis 30'000» Arten hingegen auf den weltweiten Bestand der Wildbienen. Für Europa sollen es mehr als 2200 sein, für die Schweiz gegen 600.
    • Käpt'n Hinkebein 20.05.2019 17:17
      Highlight Highlight Danke für den Erläuterungsversuch. Hat mir jetzt doch noch keine Ruhe gelassen :)
    • Käpt'n Hinkebein 20.05.2019 17:20
      Highlight Highlight Oh, eigentlich wollte ich den Kommentar noch nicht abschicken. Notiz an mich selbst: Nicht Enter drücken. [enter] Honigbienen sind keine Art, sondern eine Gattung, die wiederum in 7-12 Arten eingeteilt werden (bspw. Westliche Honigbiene). Wildbiene hingegen ist kein Begriff aus der Systematik der Biologie, sondern eine umgangsprachliche Zusammenfassung, die (wie von Dir erwähnt) die verschiedenen Arten ausser der Honigbienen zusammenfasst. [enter] So, habe fertig. Danke nochmals für den Artikel. Macht Spass, sowas zu lesen!

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