Eismeister Zaugg
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Die grosse Saisonvorschau des Eismeisters – heute: Genf, Ambri und Rapperswil

Ambri, Servette und die Rapperswil-Jona Lakers sind die nominell schwächsten Teams und die meistgenannten Anwärter auf die Platzierungsrunde bzw. die Playouts. Aber die «Miserablen» sind nicht ohne Hoffnung: Gelingt der Saisonstart, sind alle drei dazu in der Lage, um die letzten Playoffplätze zu spielen, und Servette kann die Playoffs erreichen.



HC Servette-Genf: Die Harlem Globetrotters des Eishockeys

Servette hat in 15 Jahren unter dem Kommando von Chris McSorley die Playoffs nur zweimal verpasst. Nun steht der Kanadier vor den schwierigsten Jahren seiner Karriere.

Chris McSorley ist nach einem Jahr wieder zurück an den Schalthebeln der Macht. Ein Jahr lang hatten ihn die inzwischen wieder verabschiedeten nordamerikanischen Besitzer zu einem Frühstücks-Sportdirektor ohne Entscheidungskompetenz degradiert.

Chris McSorley, Head coach of Geneve-Servette HC, speaks with the Geneve-Servette's CEO, during the first training session of Geneve-Servette HC team for the new season 18-19 of the Swiss National League, at the ice stadium Les Vernets, in Geneva, Switzerland, Thursday, August 9, 2018. (KEYSTONE/Salvatore Di Nolfi)

Chris McSorley: Der Vulkan ist zurück an der Bande. Bild: KEYSTONE

Dieser Irrtum ist inzwischen korrigiert worden. Die neuen Besitzer haben den Kanadier zurückgeholt und wieder als Trainer und Sportchef installiert.

Die Frage ist nun: Was ist von seinem einstigen Hockey-Königreich noch übriggeblieben? Und welche Perspektiven hat sein Hockey-Imperium unter den neuen Besitzern, die auch Fussball-Servette alimentieren und kontrollieren?

Die Position von Chris McSorley ist zementiert. Er hat bei der Absetzung vor einem Jahr nicht eine Abfindung ausgehandelt, sondern einen Vertrag bis mindestens 2023. Er hat seit seinem Einzug in Genf im Jahre 2001 stets betont, zum Aufbau eines Meisterteams brauche er pro Saison «nur» zwei zusätzliche Millionen und ein neues Stadion.

Diese zwei Millionen hat er im Laufe der letzten 16 Jahre nie bekommen. Nicht durch eigene Geschäftstüchtigkeit. Nicht durch russische Oligarchen. Nicht durch helvetische und kanadische Investoren. Und er bekommt sie auch nicht von den neuen Besitzern, die ihm wohlgesonnen sind. Und bevor ein neues Stadion gebaut wird, das diese Einnahmen ermöglichen würde, kehrt Jesus Christus auf die Erde zurück.

Le joueur de davos, Broc Little, gauche, a la lutte avec le joueur genevois, Daniel Rubin, droite, lors du match du championnat suisse de hockey sur glace de National League, entre le Geneve Servette HC et le HC Davos, ce vendredi 12 janvier 2018 a la patinoire des Vernets a Geneve. (PPR/Martial Trezzini)

Genf will es auch in dieser Saison krachen lassen. Bild: PPR

Chris McSorley steht inzwischen mehr oder weniger wieder dort, wo er im Frühjahr 2002 nach dem Aufstieg sein Abenteuer in der höchsten Liga begonnen hat. Seine Mannschaft ist nominell knapp gut genug für einen Playoffplatz. Wobei wir genau hinschauen müssen: Das Talent reicht nicht für die Playoffs, die «Rumpel-Fähigkeit» hingegen schon.

Wenn das Geld nicht reicht für Talent, dann wenigstens für Grösse, Gewicht und Tempo. Nach diesem Grundsatz hat Chris McSorley Servette schon in der Vergangenheit erstaunlich konkurrenzfähig gemacht (Final 2008 und 2010, viermal im Halbfinale).

Nach diesem Rezept hat er die Mannschaft auch jetzt zusammengesetzt: Seine Spieler sind durchschnittlich die Grössten (184,11 Zentimeter) und Schwersten (88,14 Kilo) der Liga. Zum Vergleich: Biel kommt im Schnitt auf 180,35 Zentimeter und 83,55 Kilo.

Chris McSorley pflegt zu sagen, Hockey sei «Physical Entertainment». Es wird also in der neuen Saison ordentlich rumpeln. Diese Philosophie ist nach der Verschärfung der Regeln nicht ganz ohne Risiko. Einschüchterungschecks gegen Spieler, die nicht mehr im Scheibenbesitz sind (sog. «Late Hits») werden neu nicht mehr toleriert.

Item, es wird nie langweilig werden, wenn Servette mit Chris McSorley an der Bande auftritt. Servette ist und bleibt seine «Roadshow». Eine Hockey-Antwort auf die Harlem Globetrotters: da, um die Leute zu unterhalten, nicht um Titel zu gewinnen.

Die wichtigste Frage: Hat Servette ein Torhüterproblem?

Ja. Die damaligen nordamerikanischen Besitzer haben im Sommer 2017 Robert Mayers Vertrag vorzeitig bis 2021 verlängert und ihn zum bestbezahlten «Lottergoalie» in der Geschichte unseres Eishockeys gemacht. Der ehemalige Kloten-Junior, 2014 Nachfolger von Tobias Stephan, hat in Genf die hohen Erwartungen vollumfänglich erfüllt.

Hohe Erwartungen, die nach sieben Jahren Nordamerika nicht ganz unberechtigt waren. Obwohl es der ehemalige U18- und U20-WM-Goalie nie zu einem NHL-Einsatz gebracht hat. Mit ziemlicher Sicherheit käme Servette mit seiner Nummer zwei, mit Gauthier Descloux, Ajoies charismatischem Meistergoalie von 2016 mit einer fabelhaften Playoff-Fanquote von 92,67 %, mindestens so weit wie mit Robert Mayer – und zum halben Preis.

Le joueur zurichois, Roman Wick, gauche, a la lutte pour le puck avec le gardien Genevois, Robert Mayer, droite, lors du match du championnat suisse de hockey sur glace de National League LNA, entre le Geneve Servette HC et le ZSC Lions, ce jeudi 1 fevrier 2018 a la patinoire des Vernets a Geneve. (KEYSTONE/Martial Trezzini)

Robert Mayer – der bestbezahlte Lottergoalie der Liga? Bild: KEYSTONE

Die Eismeister-Prognose:

Wer wettet, dass Servette zum dritten Mal nach 2006 und 2012 die Playoffs verpasst, hat gute Gewinnchancen. Ohne Chris McSorley wäre Servette sogar ein sicherer Playout-Kandidat. Aber der charismatische Kanadier wird an der Bande und im Sportchefbüro alle Hebel in Bewegung setzen und vielleicht gelingt es ihm, bei den neuen Besitzern die Mittel für ein Nachrüsten während der Saison zu bekommen. Wir sollten so oder so nicht den Fehler machen, Chris McSorley zu unterschätzen oder sportlich vorzeitig abzuschreiben. Servette wird entweder die Playoffs erreichen oder bis zu den letzten Partien eine Playoff-Chance haben.

HC Ambri-Piotta: Wunderbar verlieren statt langweilig siegen

Ambri wirtschaftet und transferiert so gut wie nie seit dem Wiederaufstieg von 1985. Sportchef Paolo Duca und Trainer Luca Cereda sind drauf und dran, aus Ambri den besten Ausbildungsclub des Landes zu machen.

Am Ende der letzten Saison war es halt wieder eine ernüchternde Bilanz. 31 Niederlagen, Rang 11, 14 Punkte Rückstand auf einen Playoff-Platz. Immerhin gelang im Playout-Finale gegen Kloten die vorzeitige Sicherung des Liga-Erhaltes.

Alles so, wie es schon immer war? Nein. Die letzte Saison war trotz der sportlichen Ernüchterung ein Erfolg. Die Lokalhelden Luca Cereda und Paolo Duca haben in ihrer ersten Saison Ambri zu den Ursprüngen zurückgeführt, ja, Ambri wieder eine Seele gegeben.

HC Ambri Piotta-Trainer Luca Cereda gibt Anweisungen, waehrend dem ersten Eistraining fuer die Saison 18/19, am Montag, 30. Juli 2018 in Biasca. Die Saison der National Hockey League beginnt am 21. September 2018. (KEYSTONE/Ti-Press/Davide Agosta)

Luca Cereda flüstert seinen Spielern das Erfolgsrezept ein.  Bild: KEYSTONE/TI-PRESS

Luca Cereda setzte die eigenen Junioren ein, zelebrierte einen Jugendstil mit erfrischendem, mutigem und schnellem Eishockey. Er gewann so zwar wenig Spiele, aber viel Sympathien.

Ambri war jahrelang vom richtigen Weg abgekommen, strebte nach Ruhm und wollte werden wie Lugano. Paolo Duca und Luca Cereda personifizieren die Abkehr von dieser Irrlehre und die Besinnung auf die wahren Werte.

Der erstaunlichste Erfolg der letzten Saison ist denn auch nicht ein grosser Sieg. Sondern die wundersame Geschichte von Verteidiger Michael Fora. Er wurde von Luca Cereda zum jüngsten Captain der Liga gemacht, im letzten Moment kämpfte er sich nach einer Verletzung doch noch ins WM-Team, wurde WM-Silberheld und hat nun einen Vertrag mit einer NHL-Organisation (Carolina) bekommen. Der Abgang des Captains schmerzt. Er ist nicht zu ersetzen. Aber die Botschaft, dass in Ambri Träume wahr werden können, ist für dieses Hockey-Unternehmen von unbezahlbarem Wert.

Inzwischen hat für den Finalisten von 1999 eine Playoff-Qualifikation den gleichen Wert wie ein Meistertitel für Lugano. Nur einmal in den letzten zwölf Jahren schaffte Ambri die Playoffs (2014) – und nur einmal feierte Lugano im gleichen Zeitraum den Titel (2006).

Ambri ist ja eigentlich ein hockeytechnisches Weltkulturerbe; der rührige Präsident Filippo Lombardi liegt nicht falsch, wenn er vom «wunderbarsten Verein dieser Welt» spricht. Aber Ambri ist jede Saison vom Abstieg bedroht – und so wird es in den nächsten Jahren bleiben.

Filippo Lombardi, Praesident des HC Ambri Piotta, praesentiert am Sonntag, 29. Juli 2018 in der Valascia Eishalle in Ambri TI den Fans die Mannschaft fuer die Saison 2018/19. (KEYSTONE/Ti-Press/Samuel Golay)

Präsident Filippo Lombardi: Führt er den wunderbarsten Verein der Welt? Bild: TI-PRESS

Doch die Kraft aus dem Mythos war bisher stärker als die Niederlagen. Und inzwischen haben die Fans gelernt, dass wunderbar verlieren viel besser ist als langweilig siegen.

Die wichtigste Frage: Hat Ambri mit Luca Cereda weiterhin so viel Geduld?

Ja. Luca Cereda hat zwar in seiner ersten Saison auch nicht mehr Spiele gewonnen als seine gescheiterten Vorgänger. Aber er hat die biedere Mannschaft in eine Lauf- und Tempomaschine verwandelt, die an einem guten Abend mit hartnäckigem Forechecking, hohem läuferischem Aufwand und aufopfernder Spielweise jedem Gegner unter die Haut geht und selbst Titanen wie Lugano, Zürich und Zug überrennt.

Der akribische, hartnäckige und leidenschaftliche Jungtrainer nimmt keine Rücksicht auf Rang, Ruhm und Namen. Selbst Stars wie Peter Guggisberg oder Thibaut Monnet verbannte er zwischendurch auf die Tribüne. Und aus Talenten, die von den Grossen übersehen worden sind, machte er Stars. Michael Fora ist inzwischen WM-Silberheld und spielt nächste Saison in der NHL-Organisation Carolina. Der in Nordamerika vergessene Junior Dominic Zwerger war letzte Saison der beste Neueinsteiger der Liga. Nur noch Heinz Ehlers macht aus so wenig Talent so viel.

Ambri's player Dominic Zwerger during the preliminary round game of National League Swiss Championship 2017/18 between HC Ambri Piotta and EHC Kloten, at the ice stadium Valascia in Ambri, Switzerland, Wednesday, February 28, 2018. (PPR/Alessandro Crinari)

Dominic Zwerger wurde unter Luca Cereda zum Leistungsträger. Bild: PPR

Luca Cereda ist der Trainer mit dem besten Preis-Leistungs-Verhältnis im Schweizer Hockey. Wäre Ambri noch das Ambri von 2016/17, dann hätte er trotz all den Vorzügen, die wir jetzt aufgezählt haben, keine Chance, eine zweite Saison zu überstehen. Aber Sportchef Paolo Duca stützt seinen Trainer und setzt die Rückkehr zu den Ursprüngen, den Wandel zu einem Ausbildungsclub durch – und hat den Rückhalt von ganz oben, von Präsident Filippo Lombardi. Der grosse Vorsitzende ist kein Sportromantiker. Er kann rechnen und hat eingesehen, dass dieser von sportlichen Niederlagen gesäumte Weg der Geduld der einzig mögliche ist, um Ambri in der höchsten Liga zu halten und die roten Zahlen nach und nach schwarz zu färben.

Die Eismeister-Prognose:

Mit Luca Ceredas Lauf- und Tempohockey wird Ambri einen milden Herbst erleben und bis in den Dezember hinein um den letzten Playoffplatz spielen. Dann aber schwinden die Kräfte und nur mit viel Glück wird es möglich sein, die Playouts gegen die Lakers zu vermeiden. Aber der Ligaerhalt wird nicht in Gefahr geraten.

SCRJ Lakers: Bereits die erste Partie ist ein Schicksalsspiel

Die SC Rapperswil-Jona Lakers sind gestärkt an Leib, Seele und Finanzen in die NLA zurückgekehrt. Der Cup-Sieger hat durchaus Chancen, wie Lausanne 2014 im nächsten Frühjahr die Playoffs zu schaffen. So oder so: Die Perspektiven der Lakers sind formidabel.

In drei Jahren hat sich die Hockey-Welt in Rapperswil-Jona von Grund auf verändert. 2015 steigen die Lakers in der Liga-Qualifikation mit vier Niederlagen de suite gegen Langnau sang- und klanglos ab. Es ist das dramatische Ende einer langen, depressiven Phase. Sieben Jahre lang (!) war die Mannschaft nie mehr über den 10. Platz hinausgekommen und in den letzten vier Jahren dreimal auf den letzten Rang (12.) abgerutscht. Es war ein Niedergang geprägt durch Hochmut und Fehleinschätzungen.

Die Spieler des SC Rapperswil-Jona Lakers Tfeiern ihren 2-1 Sieg im sechsten Eishockey Spiel der Ligaqualifikation der National League zwischen dem SC Rapperswil-Jona Lakers und dem EHC Kloten am Montag, 23. April 2018, in Rapperswil. (KEYSTONE/Patrick B. Kraemer)

Cupsieg, Meistertitel und Aufstieg: In Rapperswil ist die Hockey-Euphorie wieder da. Bild: KEYSTONE

Gut 1000 Tage später sind die Lakers wieder im Schuss. Auferstanden aus den Ruinen des Abstieges, rundum und personell erneuert und gehärtet durch den Gang durchs Fegefeuer des Abstieges und des Aufstiegskampfes.

Mit dem «Grand Slam» (Qualifikationssieg, NLB-Titel, Aufstieg, Cup-Sieg) haben sie die nationale Hockeyszene bereichert und die Fans begeistert und sind zum zweiten Mal nach 1994 in die höchste Liga aufgestiegen. Auch die Geldspeicher sind wieder gut gefüllt: Am Obersee gibt es diesen oder jenen sportbegeisterten Privatier mit abgeschlossener Vermögensbildung, der gewillt ist, zur nachhaltigen Finanzierung eines gut gemanagten Sportunternehmens beizutragen. Mit Hans-Ueli Rihs sitzt einer bereits im Verwaltungsrat der Lakers.

Mittelfristig verfügt dieses Hockey-Unternehmen über formidable wirtschaftliche und sportliche Perspektiven. Mit dem Schwung des Aufstieges kann der Neuling zum Überraschungsteam der neuen Saison werden.

Die Schlüsselpositionen (Torhüter, drei von vier Ausländer) sind überdurchschnittlich gut besetzt und die Finanzkraft wird es erlauben, das eidgenössische Personal nach und nach zu verbessern.

Allerdings gibt es zu dieser optimistischen Einschätzung eine kritische Anmerkung: Die Lakers pflegen ein gut strukturiertes Lauf- und Tempohockey. Sie tragen das Spektakel vors gegnerische Tor und verhindern so, dass es vor dem eigenen Tor stattfindet. Im Stil durchaus vergleichbar mit Ambri oder Davos. Und im Cup haben sie gegen Lugano (3:0), Zug (5:1) und im Final gegen Davos (7:2) bewiesen, dass dieses Hockey auch gegen Teams aus der höchsten Liga funktioniert.

Aber ein zermürbender Kampf über 50 Spiele um die Playoffs ist etwas ganz anderes als ein einzelnes Spiel gegen Gegner, die wohl siegen wollten, aber für den Sieg nicht alles mobilisierten. Eine Sensation (Playoffs) ist nicht unmöglich. Wenn der Start gelingt. Ein Sieg zum Auftakt in Langnau könnte der Anfang eines schönen Herbstes werden. Eine Niederlage hingegen der Anfang einer beschwerlichen Saison. Die Lakers sollten beim ersten Saisonspiel schon mit der gleichen Hingabe und Intensität zur Sache gehen wie Lugano und die ZSC Lions beim 7. Finalspiel.

Die wichtigste Frage: Ist Melvin Nyffeler ein Torhüter für die höchste Liga?

Ja. Im Oktober 2016 hat Melvin Nyffeler keine Arbeit mehr. Anderthalb Jahre später geniesst er in Rapperswil-Jona im Frühjahr 2018 als MVP und Aufstiegsheld bereits Kultstatus. In der Aufstiegs-Saison ist ihm ein sensationeller Steigerungslauf gelungen. 93,58 Prozent Fangquote in der Qualifikation, 94,51 Prozent in den Playoffs und 94,89 Prozent in der Ligaqualifikation gegen Kloten.

SC Rapperswil-Jona Lakers Torhueter Melvin Nyffeler im dritten Eishockey Spiel der Ligaqualifikation der National League zwischen dem EHC Kloten und dem SC Rapperswil-Jona Lakers am Dienstag, 17. April 2018, in Kloten. (KEYSTONE/Patrick B. Kraemer)

Melvin Nyffeler kann auch in der obersten Liga zum Star avancieren. Bild: KEYSTONE

Ja, er ist ein Torhüter für die höchste Liga. Sein kluger Agent André Rufener hat den flinken, aggressiven, aber eigentlich für die NLA zu kleinen Winkelverkürzer dazu gebracht, dem Rock ’n’ Roll abzuschwören und ein Musterprofi zu werden. Bewährt er sich, dann kann er nach Vertragsablauf im nächsten Frühjahr eine halbe Million verdienen: Unter anderem werden in Davos, Lugano, Bern und Kloten neue Torhüter gesucht.

Die Eismeister-Prognose:

Mit dem Schwung des Aufstieges kann der Neuling zwar geradewegs in den Playoff-Himmel auffahren wie Lausanne im Frühjahr 2014. Aber es wäre ein Wunder. Einige Schlüsselpositionen (Trainer, Torhüter, drei von vier Ausländer) sind zwar durchaus playofftauglich besetzt. Aber in der kräftezehrenden Qualifikation werden die Füsse die Lakers «nur» bis zum Ligaerhalt und nicht bis in die Playoffs tragen. Nominell haben die Lakers die schwächste Mannschaft der Liga. Die Wahrung der Liga-Zugehörigkeit ist für den Neuling als Erfolg zu werten, Lausannes Playoff-Qualifikation von 2014 war eine Ausnahme. Biel (2009) und Langnau (1999 und 2016) waren froh, nach der Promotion oben zu bleiben. Ein Ligaerhalt kann für die Lakers ein erster Schritt zu einer Entwicklung sein, die durchaus so verlaufen kann wie beim EHC Biel.

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Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
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    Alle Leser-Kommentare
  • gecko25 21.09.2018 17:31
    Highlight Highlight Bei der Einschätzung des Rapperswiler Goalies wurde aber ordentlich die rosarote Brille getragen
  • Patachon 21.09.2018 15:49
    Highlight Highlight Ich finde die Prognosen hier generell recht realistisch. Klar, Klaus lehnt sich nirgends gross zum Fenster raus. Aber Prognosen in einer doch ziemlich ausgeglichenen Liga wie dieser sind auch nur Buchstaben auf einem weissen Hintergrund. Daher: schön geht's los, Euch allen viel Spass - und...die Wahrheit liegt auf dem Platz :)
    • Murspi 21.09.2018 17:46
      Highlight Highlight ... die Wahrheit liegt wohl immernoch auf dem Eis ;)
  • Darkside 21.09.2018 15:07
    Highlight Highlight Schön ist McSorley wieder da. Er gehört einfach an die Bande in Genf.
  • Dani87 21.09.2018 14:26
    Highlight Highlight Fällt heute schwarzer Schnee? Der Eismeister berichtet positiv über die SCRJ Lakers?
    • IchSageNichts 21.09.2018 15:45
      Highlight Highlight The black swan....

Das wären die Logos der Schweizer Klubs, wenn sie NHL-Teams wären

Die Eishockey-Sprache ist englisch: Crosscheck, Slot und Butterfly-Goalie, Boxplay, Icing und Emptynetter. Auch die Schweizer Ligen heissen nicht mehr Nationalliga A und B, sondern National League und Swiss League. Nur die Klubs haben immer noch ihre alten Namen.

Höchste Zeit, dass auch sie sich wandeln upgraden und ihre HC, SC und EV durch zeitgemässe Namen ersetzen!

* Update: User weisen darauf hin, dass der richtige Plural «mice» lautet. Das ist natürlich korrekt. Da ein kleiner Fehler zum …

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