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So gut sind die 17 neuen Ausländer der National-League-Klubs

Am Freitag geht endlich die neue National-League-Saison los. Mit dabei sind auch 17 neue ausländische Spieler, welche die Klubs verstärken sollen. Wir stellen dir sie genau vor. 

17.09.18, 17:38 18.09.18, 11:31


Nicht nur Schweizer Eishockeyspieler haben im Sommer munter den Klub gewechselt. Die meisten Vereine waren auch auf dem ausländischen Transfermarkt aktiv und haben sich neue Import-Verstärkungen in die Mannschaft geholt. Wir verschaffen dir den Überblick, welche Spieler bei welchem Team im Einsatz stehen. 

ZSC Lions

Der Schweizer Meister hat auf den Ausländerpositionen aufgerüstet, ist aber dennoch eines der wenigen Teams, das nur auf solche Spieler setzt, die in der Liga bereits bestens bekannt sind. Deshalb fällt die Analyse auch etwas kürzer aus.

Roman Cervenka (32), Stürmer

ZSC-Spieler Roman Cervenka beim Trainingsauftakt in der Eishalle in Oerlikon aufgenommen am Freitag, 10. Juli 2018, in Zuerich. (KEYSTONE/Aladin Klieber)

Bild: KEYSTONE

Der Tscheche stiess von Fribourg-Gottéron zu den Zürchern. Dank ihm haben sie zum ersten Mal seit Auston Matthews wieder einen ausländischen Topcenter in ihren Reihen. Cervenka bringt das, was Mattias Sjögren nicht konnte: Viele Skorerpunkte. Bei Fribourg erzielte er in zwei Jahren immer mehr als einen Punkt pro Spiel. Mit seiner Übersicht und seinen guten Pässen ist der 32-Jährige eine echte Verstärkung.

Maxim Noreau (31), Verteidiger

Der neue ZSC Spieler Maxim Noreau in Aktion beim Training in der Eishalle in Oerlikon aufgenommen am Freitag, 10. Juli 2018, in Zuerich. (KEYSTONE/Aladin Klieber)

Bild: KEYSTONE

Auch die Verteidigung hat der amtierende Meister nochmals verstärkt. Maxim Noreau wechselte von Bern nach Oerlikon. Auch bei ihm ist klar, was man erwarten kann: Der Offensivverteidiger mit seinem guten Schuss ist ein äusserst gefährlicher Powerplay-Spieler. 

Die Imports: Kevin Klein (bisher), Drew Shore (bisher), Fredrik Pettersson (bisher), Maxim Noreau (Bern), Roman Cervenka (Fribourg).

HC Lugano

Taylor Chorney (31), Verteidiger

Taylor Chorney, neuer Verteidiger, waehrend des Trainingsauftakts des HC Lugano fuer die Saison 2018/19, am Montag, 13. August 2018, in Lugano. (KEYSTONE/Ti-Press/Davide Agosta)

Bild: TI-PRESS

Luganos einziger ausländischer Neuzugang betrifft die Verteidigung. Der US-Amerikaner Taylor Chorney ersetzt dort Bobby Sanguinetti, der im Tessin nicht restlos überzeugen konnte. Chorney, der 2005 in der 2. Runde gedraftet wurde, wird als guter Skater und Passer beschrieben. Er ist laut den Tessiner Analytikern von Leading-Sport allerdings kein klassischer Offensivverteidiger. Der 31-Jährige kann durchaus das Spiel seines Teams aufbauen. Seine Schwäche ist schnelles Umstellen in die Rückwärtsbewegung. Wenn ein Stürmer mit viel Tempo kommt, ist Chorney zu schlagen. 

Chorney lässt die Fäuste sprechen. Video: YouTube/hockeyfights.com

In der NHL absolvierte der Verteidiger 166 Partien (für Edmonton, Washington und Columbus), wurde dort allerdings nur in den hinteren Verteidigungspaaren eingesetzt und kam auf wenig Eiszeit. Wenn er regelmässig eingesetzt wird, ist er aber äusserst verlässlich und trifft intelligente Entscheidungen. Chorney «kennt» bereits einige seiner neuen Teamgefährten. 2005 bei den Juniorenweltmeisterschaften spielte er mit den USA gegen die Schweiz und traf dabei auf Dario Bürgler, Julian Walker und Alessandro Chiesa.

Die Imports: Linus Klasen (bisher), Jani Lajunen (bisher), Maxim Lapierre (bisher), Taylor Chorney (Columbus Blue Jackets/NHL).

SC Bern

Adam Almquist (27), Verteidiger

Portrait von Adam Almquist, Spieler des SC Bern, am Dienstag, 14. August 2018 vor dem Training in Bern. (KEYSTONE/Alessandro della Valle)

Bild: KEYSTONE

Der Schwede Adam Almquist soll in der SCB-Verteidigung den Abgang von Maxim Noreau vergessen machen. Der 27-Jährige zeichnet sich durch seine hervorragende Übersicht und gute Pässe aus. Letztere bezeichnet er auch selbst als seine grösste Stärke. So sammelt der Verteidiger auch fleissig Punkte. In der letzten Saison gelangen ihm für das schwedische Spitzenteam Frölunda sechs Tore und 23 Assists. 

Adam Almquist stellt sich vor. Video: YouTube/SC Bern

Wenn man bei Almquist eine Schwäche suchen müsste, wäre es wohl seine Beweglichkeit. Obwohl er nicht allzu gross und schwer ist (181 cm / 79 kg), ist seine Mobilität nicht überragend. Dafür mag er es, zwischendurch auch hart auf den gegnerischen Körper zu spielen.

Jan Mursak (30), Stürmer

SC Bern Spieler Jan Mursak, am Dienstag, 14. August 2018 waehrend dem Training in Bern. (KEYSTONE/Alessandro della Valle)

Bild: KEYSTONE

Mit Jan Mursak hat der SC Bern einen slowenischen Nationalspieler verpflichtet. Er ist damit der erste Slowene seit über zehn Jahren, der in der National League zum Einsatz kommen wird. Der letzte war Ivo Jan, der 2007/08 zwei Spiele für Ambri absolvierte. 

Jan Mursak stellt sich vor. Video: YouTube/SC Bern

Mursak ist allerdings ein anderes Kaliber. Der 30-Jährige spielte den grössten Teil seiner Karriere in der KHL, wechselte nun von Frölunda zum SCB. In Schweden brillierte er mit zehn Toren und zehn Assists in 15 Spielen. An den Olympischen Spielen in Südkorea führte er Slowenien mit zwei Toren zum Sieg gegen die USA. Mursak ist ein sehr schneller und kreativer Stürmer und wird die gegnerischen Abwehrreihen vor Probleme stellen.

Die Imports: Mark Arcobello (bisher), Andrew Ebbett (bisher), Adam Almquist (Frölunda/SHL), Jan Mursak (Frölunda/SHL).

EHC Biel

Anssi Salmela (34), Verteidiger

Anssi Salmela le joueur de hockey du EHC Biel-Bienne pose pour le photographe ce mercredi 15 aout 2018 a Bienne. (KEYSTONE/Jean-Christophe Bott)

Bild: KEYSTONE

Der neue Finne des letztjährigen Playoff-Halbfinalisten Biel stammt aus der Ortschaft Nokia in der Nähe von Tampere. Obwohl er Verteidiger ist, gehört das Defensivspiel nicht zu seinen Stärken. Der 34-Jährige geht teilweise grosse Risiken ein und verursacht so Puckverluste.

Salmela trifft für Kunlun Red Star in der KHL. Video: YouTube/КХЛ

Dafür ist Salmela ein wertvoller Spieler für die Offensive. Er verfügt über einen guten Schuss und ein solides Passspiel. Auch an der Scheibe ist er gut, wenn auch nicht überragend. Im Powerplay ist er eine Waffe. Das Unterzahlspiel gehört dagegen nicht zu seinen Stärken. 

Die Imports: Robbie Earl (bisher), Marc-Antoine Pouliot (bisher), Toni Rajala (bisher), Anssi Salmela (Dinamo Riga/KHL).

HC Davos

Da sich mit Sami Sandell einer der neuen Imports beim HCD bereits verletzt hat und die Rückkehr von Perttu Lindgren immer noch unsicher ist, suchen die Bündner derzeit noch eine weitere ausländische Verstärkung. Bislang haben sie fünf ausländische Spieler unter Vertrag.

Shane Prince (25), Stürmer

bild: instagram.com/shaneprince18

Anton Rödins Glück ist auch das Glück von Shane Prince. Nachdem der Schwede Rödin den HCD im Sommer überraschend in Richtung NHL verlassen hatte, war Prince der Wunschkandidat von Arno Del Curto. Der US-Amerikaner ist ein Zweitrundendraft (2011), hatte sich in der NHL aber nie durchgesetzt, weil er in den hinteren Linien in eine Rolle gedrängt wurde, die ihm nicht entsprach. Nach einer Saison mit vielen Verletzungen erhielt er von den New York Islanders keinen Vertrag mehr und wagt deshalb den Sprung nach Europa.

Highlights von Shane Princes vorletzter NHL-Saison. Video: YouTube/Islanders Highlights

Bei Davos dürfte dem 25-Jährigen eine tragende Rolle zukommen. Prince kann sowohl Center als auch Flügel spielen und sorgt mit seinem guten Handgelenkschuss für viel Torgefahr. Das hat er unlängst auch in der Vorbereitung bewiesen, als er gegen Dinamo Minsk vier Tore in einem Drittel erzielte. Prince ist mit 180 Zentimetern nicht sonderlich gross. Doch das hat auf dem grösseren Eisfeld in Europa einen noch kleineren Einfluss als in der NHL.

Sami Sandell (31), Stürmer

Der zweite neue HCD-Ausländer, der Finne Sami Sandell, ist ganz anders gebaut als Shane Prince. Sandell ist gross (188 cm) und auch ziemlich schwer (94 kg). Trotz dieser Masse ist er ein ein schneller Skater und verfügt über gute technische Fertigkeiten. Obwohl er nicht über den besten Schuss verfügt, gelangen ihm letzte Saison für das finnische Ilves 16 Tore in 53 Spielen. Dazu kamen noch 32 Assists.

Sami Sandell stellt sich vor. Video: YouTube/MySports

Der 31-Jährige hat sich mit einem Probevertrag und guten Trainingseinsätzen bei den Bündnern empfohlen. Für Davos bleibt zu hoffen, dass Sandell seine Knieprobleme, die ihn zwischen 2015 und 2017 beinahe für zwei komplette Saisons ausser Gefecht gesetzt hatten, überwunden hat. Übrigens: Nach Biels Anssi Salmela ist Sami Sandell bereits der zweite neue Finne, dessen Heimatort Nokia ist. 

Anders Lindbäck (30), Torhüter

Dallas Stars goalie Anders Lindback, of Sweden, skates by a puck after the net was knocked off its pins on a Carolina Hurricanes score in the third period of an NHL hockey game, Tuesday, Nov. 18, 2014, in Dallas. Lindback entered the game in the second period for starter Kari Lehtonen who allowed four goals by the Hurricanes in the 6-4 Stars loss. (AP Photo/Tony Gutierrez)

Bild: AP/AP

Diese Transfermeldung erschütterte am Samstag die Schweizer Eishockey-Welt. Der HC Davos beendet sein Experiment mit den jungen Torhütern Gilles Senn und Joren van Pottelberghe und holt sich mit Anders Lindbäck einen erfahrenen AHL-Torhüter in die Mannschaft. 

Anders Lindbäck mit einer tollen Parade in der NHL. Video: YouTube/NHL

Lindbäck zeichnet sich durch seine Torhüter-Gardemasse aus. Der Schwede ist 198 Zentimeter gross und 98 Kilogramm schwer. Er lässt sich also nicht einfach wegschieben. Trotz seiner Grösse ist der 30-Jährige ziemlich mobil. Er hat allerdings die Tendenz, sich im Tor klein zu machen. Zudem schreiben Kritiker, dass er nicht sehr konstant sei. Lindbäck hat Abende, an denen er alles hält, und Abende, an denen er grosse Mühe bekundet.

Die Imports: Magnus Nygren (bisher), Perttu Lindgren (bisher), Shane Prince (New York Islanders/NHL), Sami Sandell (Ilves/Liiga), Anders Lindbäck (Milwaukee Admirals/AHL).

Genève-Servette HC

Die eigentlich wichtigste Veränderung bei Servette ist, dass Chris McSorley wieder an der Bande steht. Und damit kann Sportchef McSorley auch wieder die Spieler holen, die Trainer McSorley will. So hat sich Genf auf diese Saison hin mit zwei gestandenen NHL-Namen verstärkt.

Tommy Wingels (30), Stürmer

Le Coach Chris Mc Sorley, centre, posent avec les deux joueurs etranger de NHL, Tommy Wingels, gauche, et Lance Bouma, droite, lors dÕune conference de presse dÕavant saison du Geneve-Servette Hockey Club (GSHC) et de presenter les nouveaux joueurs a cette occasion, ce jeudi 30 aout 2018 a la patinoire des Vernets a Geneve. (KEYSTONE/Martial Trezzini)

Bild: KEYSTONE

Einer der beiden ist Tommy Wingels. Sechs Jahre lang hatte er für die San Jose Sharks gespielt, danach waren kurze Stationen in Ottawa, Chicago und Boston gefolgt, bevor er diesen Sommer in Genf unterschrieb. Der US-Amerikaner ist gelernter Center, kann aber auch als Flügel eingesetzt werden. Bei ihm verhält es sich ähnlich wie bei Shane Prince: Er wurde in der NHL in die Rolle eines Viertlinienspielers mit wenig Eiszeit gedrängt.

Die schönsten Tore von Tommy Wingels. Video: YouTube/HockeyWorld

Mit seinen Körpermassen (183 cm / 91 kg) konnte er diese Rolle aber einigermassen ausfüllen, allerdings litt seine Produktion beträchtlich. In seinen besten NHL-Saisons skorte Wingels 38 und 36 Punkte. Damals bekam er aber auch deutlich mehr Eiszeit. Wingels kann also auch eine offensivere Rolle übernehmen, und genau das wird er bei Servette auch machen.

Lance Bouma (28), Stürmer

Les deux nouveau joueurs etranger de NHL, Tommy Wingels, gauche, et Lance Bouma, droite, attendent le debut de la conference de presse dÕavant saison du Geneve-Servette Hockey Club (GSHC) et de presenter les nouveaux joueurs a cette occasion, ce jeudi 30 aout 2018 a la patinoire des Vernets a Geneve. (KEYSTONE/Martial Trezzini)

Bild: KEYSTONE

Der zweite NHL-Spieler, der ab sofort für Servette spielt, ist der Kanadier Lance Bouma. Der 28-Jährige ist auf dem linken Flügel und als Center einsetzbar und gilt eher als defensiv verlässlicher Stürmer denn als grosse Skoringmaschine. Er ist zudem ein Spieler, der seinen Körper (188 cm/ 94 kg) gerne und effektiv einsetzt, Checks austeilt und Schüsse blockt – wertvoll also auch im Boxplay.

Die Highlights aus Lance Boumas bester NHL-Saison. Video: YouTube/AC

Das hatte zur Folge, dass er oft in der vierten Linie als «Checker» eingesetzt wurde. In seiner Zeit bei Calgary startete der Stürmer beispielsweise nur etwa 40 Prozent aller Einsätze in der offensiven Zone und er erhielt nur wenig Eiszeit. Bouma hatte nur eine produktive Saison, als er 2014/15 in 78 Spielen 16 Tore und 18 Assists erzielte. Chris McSorley wird einen Spieler wie ihn aber kaum für eine rein defensive Rolle geholt haben. Hier muss der Kanadier beweisen, dass er auch offensiv immer noch zu gebrauchen ist.

Die Imports: Johan Fransson (bisher), Henrik Tömmernes (bisher), Lance Bouma (Rockford Icehogs/AHL), Tommy Wingels (Boston Bruins).

Fribourg-Gottéron

Andrew Miller (29), Stürmer

Die einzige neue Import-Verstärkung von Fribourg kommt aus der AHL. Dort war Andrew Miller aber eine grosse Nummer. Vergangene Saison war er mit 52 Punkten aus 55 Spielen einer der besten Skorer der Liga gewesen, ehe ihn eine Verletzung ausser Gefecht setzte. 

Der 29-jährige Miller ist ein Allrounder. Er kann Tore genauso gut selber erzielen wie vorbereiten. Mit 178 Zentimetern und 82 Kilogramm ist er eher klein und schmal gewachsen. Dafür ist er flink, beweglich und für die gegnerischen Verteidiger nur schwer zu fassen. Bei den Charlotte Checkers wird man den Stürmer vermissen. Headcoach Mike Vellucci sagt: «Er arbeitet und trainiert hart. Er war definitiv einer unserer Leader.»

Die Imports: Jonas Holos (bisher), Michal Birner (bisher), Jim Slater (bisher), Andrew Miller (Charlotte Checkers/AHL).

EV Zug

Der EVZ setzt auf den Ausländerpositionen auf die genau gleichen Spieler wie in der vergangenen Saison und hat deshalb keine neuen Importe im Kader, denn Pontus Widerström (24) ist für die EVZ Academy vorgesehen. Zu NL-Einsätzen wird er nur kommen, falls sich ein Stamm-Ausländer verletzen sollte. 

Die Imports: Carl Klingberg (bisher), David McIntyre (bisher), Garrett Roe (bisher), Viktor Stalberg (bisher).

SCL Tigers

Chris DiDomenico (29), Stürmer

Tigers Topscorer Chris DiDomenico waehrend dem Eishockey National League A Spiel, zwischen den SCL Tigers und dem SC Bern, am Samstag, 18. Februar 2017, in der Ilfishalle in Langnau. (PPR/Marcel Bieri)

Bild: PPR

Er ist ein alter Bekannter. Mit Chris DiDomenico kehrt der Aufstiegsheld von 2015 zu den Tigers zurück. Die SCL Tigers wissen genau, was sie mit dem kanadischen Stürmer erwartet: viele Tore und Assists (bei seiner letzten Station in der AHL skorte er in 35 Spielen 41 Punkte), vermutlich aber auch noch die eine oder andere umstrittene Szene wie Schwalben oder andere Unsportlichkeiten.

Harri Pesonen (30), Stürmer

Tigers Harry Pesonen, anlaesslich des offiziellen Fototermins, Saison 2018/19 am Freitag 10. August 2018, in der Ilfishalle in Langnau. (KEYSTONE/ /Marcel Bieri)

Bild: KEYSTONE

Der zweite neue Ausländer in den Reihen der Tigers ist in der Liga ebenfalls bereits bekannt. Von Lausanne wechselt der Finne Harri Pesonen ins Emmental. Der 30-jährige Stürmer spielte vor allem in seiner zweiten Saison bei Lausanne (2015/16) überragend und skorte damals 46 Punkte in 53 Spielen. Seither hat sich seine Ausbeute aber stetig reduziert (16/17: 37 Punkte, 17/18: 29 Punkte). Die wichtigste Frage wird sein, ob Pesonen diesen Trend noch einmal umkehren kann. 

Die Imports: Eero Elo (bisher), Mikael Johansson (bisher), Aaron Gagnon (bisher), Chris DiDomenico (Rockford Ice Hogs/AHL), Harri Pesonen (Lausanne).

Lausanne HC

Torrey Mitchell (33), Stürmer

Montreal Canadiens' Torrey Mitchell (17) and Dallas Stars goaltender Kari Lehtonen watch the puck during the second period of an NHL hockey game Tuesday, March 8. 2016, in Montreal. (Graham Hughes/The Canadian Press via AP)

Bild: AP/The Canadian Press

Mit Torrey Mitchell hat Lausanne einen neuen Stürmer direkt aus der NHL geholt. Der 33-Jährige wird bald in die Hall of Fame der University of Vermont aufgenommen und wagt nun zum ersten Mal den Sprung nach Europa. Wie viele Neuzugänge in der National League aus der besten Liga der Welt war der Kanadier in Übersee kein grossartiger Skorer.

Einige Highlights von Torrey Mitchells NHL-Karriere. Video: YouTube/GabeMoltes

In seiner Zeit in der NHL wurde er ausschliesslich als Checker in der vierten Linie eingesetzt. Mitchell zeichnet sich laut Leading-Sport dadurch aus, dass er sehr schnell ist und nie eine Scheibe aufgibt. Zudem ist er ein sehr guter Boxplay-Spieler und gewinnt viele Bullys.

Petteri Lindbohm (24), Verteidiger

St. Louis Blues' Petteri Lindbohm, of Finland,  watches a video replay of the goal he scored during the second period of an NHL hockey against the Boston Bruins game Friday, Feb. 20, 2015, in St. Louis. (AP Photo/Scott Kane)

Bild: AP/FR171020 AP

Eigentlich hätte die Karriere von Petteri Lindbohm anders verlaufen sollen. Mit 21 Jahren hatte der Verteidiger eigentlich bereits einen Fuss in der NHL, kam bei den St.Louis Blues zu Beginn der Saison 14/15 regelmässig zum Einsatz. Davor war er Captain Finnlands an der U20-Weltmeisterschaft. Doch dann verstärkten die Blues ihre Defensive und irgendwann war für den Finnen einfach kein Platz mehr.

Petteri Lindbohm stellt sich vor. Video: YouTube/LHC TV

Lindbohm ist zwar ein solider, kompletter Verteidiger – kein Offensivwunder, dafür einer der auch Checks austeilen und Schüsse blockieren kann. Doch für die NHL reichte das nicht. Dabei kam erschwerend hinzu, dass der heute 24-Jährige sich letzte Saison eine Schulterverletzung zuzog und selbst in der AHL nur wenige Partien spielte. Deshalb wechselte er im Sommer ins Waadtland zu Lausanne. Dort versucht er, seine Karriere neu zu lancieren. Ein Borderline-NHL-Verteidiger ist für den Playout-Klub der letzten Spielzeit sicher eine Verstärkung.

Die Imports: Jonas Junland (bisher), Dustin Jeffrey (bisher), Petteri Lindbohm (Chicago Wolves/AHL), Torrey Mitchell (LA Kings).

HC Ambri-Piotta

Bryan Lerg (32), Stürmer

HC Ambri Piotta-Spieler Bryan Lerg waehrend dem ersten Eistraining fuer die Saison 18/19, am Montag, 30. Juli 2018 in Biasca. Die Saison der National Hockey League beginnt am 21. September 2018. (KEYSTONE/Ti-Press/Davide Agosta)

Bild: KEYSTONE/TI-PRESS

Es ist nicht das erste Mal, dass der US-Amerikaner in der Schweiz spielt. 2010 stand Lerg zum Saisonbeginn im Kader von Servette, spielte aber nur eine einzige Partie. Diese verloren die Genfer mit 0:1 gegen den EHC Kloten. Nach diesem kurzen Gastspiel kehrte der heute 32-Jährige nach Nordamerika in die AHL zurück, wo er den grössten Teil seiner Kariere verbrachte. In der NHL erhielt der Stürmer nie eine richtige Chance. Zuletzt spielte er dann bei Rögle in der schwedischen Liga. 

Einige Highlights aus der vorletzten Saison von Bryan Lerg. Video: YouTube/RögleArmy

Mit Lerg hat sich Ambri einen Skorer ins Team geholt. Zu seinen Stärken gehören der starke Handgelenkschuss und seine Fähigkeit, auch für Mitspieler Torchancen zu kreieren. Er bringt viel Tempo und Energie mit und ist deshalb auch gut im Forechecking. Allerdings ist der Amerikaner nicht immer sehr konstant. Manchmal hat er Phasen, in denen er kaum mehr trifft. 

Die Imports: Nick Plastino (bisher), Mat D'Agostini (bisher), Dominik Kubalik (bisher), Bryan Lerg (Rögle/SHL).

SC Rapperswil-Jona Lakers

Die Lakers haben bereits vier Ausländer unter Vertrag. Da Jared Aulin aber nach einer Bänderverletzung immer noch nicht fit ist, sind die St.Galler noch auf der Suche nach einem weiteren Import-Spieler.

Casey Wellman (30), Stürmer

Mar 18, 2014; Anaheim, CA, USA; Anaheim Ducks center Nick Bonino (13) attempts to move the puck defended by Washington Capitals center Casey Wellman (48) during the second period at Honda Center. Mandatory Credit: Kelvin Kuo-USA TODAY Sports

Bild: X02835

Rappi hat den US-Amerikaner aus der KHL an den oberen Zürichsee geholt. Wellman ist ein vielseitiger Stürmer und kann sowohl auf dem Flügel wie auch als Center spielen. Allerdings fühlt er sich auf dem Flügel etwas wohler. Bevor er nach Europa wechselte, hatte der 30-Jährige den grössten Teil seiner Karriere in der AHL verbracht (300 Spiele, 96 Tore, 130 Assists). Er kommt aber auch auf insgesamt 56 NHL-Einsätze (sechs Tore). 

Casey Wellman lässt die Fäuste sprechen. Video: YouTube/hockeyfightsplus

Eine Saison hat Wellman in der schwedischen Liga gespielt und dort hat man ihn in bester Erinnerung. Journalisten beschreiben ihn als «grossartigen Skorer», der sogar zu gut für die SHL gewesen sei. Der Stürmer lasse nur wenige Chancen aus und verfüge über starke technische Fähigkeiten. 

Matt Gilroy (34), Verteidiger

epa06544726 Matt Gilroy (R) of USA in action against Lukas Cingel (L) of Slovakia during the men's Qualifications match between USA and Slovakia at the Gangneung Hockey Centre at the PyeongChang Winter Olympic Games 2018, in Gangneung, South Korea, 20 February 2018.  EPA/SRDJAN SUKI

Bild: EPA/EPA

Auch der zweite Neuzugang der Lakers kommt aus der KHL. Der amerikanische Verteidiger Matt Gilroy stösst von Jokerit Helsinki zu den «Seebuben». Der 34-Jährige hat die USA auch an den Olympischen Spielen von Südkorea vertreten und war dort gar einer der Assistenz-Captains. Er ist es sich also gewohnt, eine Leaderrolle zu übernehmen. 

Matt Gilroy trifft in der KHL. Video: YouTube/КХЛ

Gilroy ist ein Offensivverteidiger. Letzte Saison skorte er 27 Punkte (sieben Tore) in 55 Spielen. Dazu war er der produktivste Verteidiger der letztjährigen KHL-Playoffs. Der Amerikaner ist zudem ein Arbeitstier, das viel Eiszeit abspulen kann. Seine grösste Stärke ist seine Übersicht. Er schafft es sehr gut, seine Mitspieler einzusetzen, und trifft kluge Entscheidungen. Seine grösste Schwäche ist seine Geschwindigkeit. Mit seinen 34 Jahren hat er bereits viel von seinem Speed eingebüsst.

Die Imports: Jared Aulin (bisher), Dion Knelsen (bisher), Matt Gilroy (Jokerit/KHL), Casey Wellman (HK Sotschi/KHL).

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    Alle Leser-Kommentare
  • La12 17.09.2018 21:15
    Highlight Anhand der bisherigen Spiele muss ich leider sagen, dass Almquist selbst für Schweizer Verhältnisse nur Durchschnitt ist. Dafür ist Mursak eine Wucht. Man munkelt, dass sie den gleichen Agenten haben und Bern die Zusage für Mursak nur erhielt, weil man bereit war auch Almquist zu verpflichten.
    32 5 Melden
  • Al Paka 17.09.2018 19:53
    Highlight Nimmt mich Wunder wie viele Spiele Noreau machen wird. Er ging ja, scheinbar, weg vom SCB, weil er nicht das fünfte Rad sein wollte und praktisch immer spielen wollte.
    Und beim Z sind es ja jetzt auch fünf Ausländer. Ich gehe davon aus, dass sie nur mit einem ausländischen Verteidiger spielen werden, da müsste er sich die Einsatzzeiten trotzdem wieder teilen. 🤷🏻‍♂️

    Ich jedenfalls freue mich sehr auf Mursak, hat bis jetzt schon mal angedeutet, was er drauf hat. 🙂
    62 10 Melden
    • Züzi31 17.09.2018 23:14
      Highlight Also von mir aus, kann man Shore gerne abschieben. Man hat bereits in der CHL sowie Vorbereitung gesehen, dass Noreau mehr Einfluss auf die Offensive hat als er. Gleichzeitig hat Noreau sehr stark gegen hinten gespielt, was mich zusätzlich positiv überraschte.
      25 4 Melden
    • BeatBox 18.09.2018 09:44
      Highlight Ich bin auch sehr gespannt wieviel Freude die ZSC-Anhänger an Bruder Leichtfuss Noreau und seinen Defensiv-Aussetzern haben wird. Wenn er nicht mag, dann läuft er auch nicht zurück, Punkt. Ist und bleibt für mich ne Tussi und kein richtiger Profi! Wenn er spielen will, muss er sich unersetzbar machen und dazu etwas leisten.
      4 18 Melden
    • Altorez 18.09.2018 10:47
      Highlight @BeatBox

      Wir sind uns in der Hinsicht Defensiv-Aussetzer einiges gewohnt. *hust* Marc-Andre Bergeron *hust*
      16 1 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Lümmel 17.09.2018 18:58
    Highlight Juhuuu, "Fussballgott-DiDo" ist wieder daa!
    43 20 Melden
  • DäPublizischt 17.09.2018 17:54
    Highlight Kleiner Input: Bei Rappi fehlt die "Die Imports:"-Aufzählung am Ende.
    42 10 Melden
    • Adrian Buergler 17.09.2018 18:10
      Highlight Merci für den Input, die Aufzählung ist nun ergänzt.
      34 7 Melden
  • Argon 17.09.2018 17:46
    Highlight Danke für diese Zusammenstellung. Ich freue mich schon wie ein kleines Kind auf den Saisonstart, endlich geht's los.
    117 3 Melden
    • dizzy 17.09.2018 19:47
      Highlight is it friday yet???😛
      25 3 Melden

Das wären die Logos der Schweizer Klubs, wenn sie NHL-Teams wären

Die Eishockey-Sprache ist englisch: Crosscheck, Slot und Butterfly-Goalie, Boxplay, Icing und Emptynetter. Auch die Schweizer Ligen heissen nicht mehr Nationalliga A und B, sondern National League und Swiss League. Nur die Klubs haben immer noch ihre alten Namen.

Höchste Zeit, dass auch sie sich wandeln upgraden und ihre HC, SC und EV durch zeitgemässe Namen ersetzen!

* Update: User weisen darauf hin, dass der richtige Plural «mice» lautet. Das ist natürlich korrekt. Da ein kleiner Fehler zum …

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